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Team Deutschland mit starkem Turnierauftakt

Am Freitagabend wurden die fehlenden acht Erstrundenpartien beim World Cup 2020 über die Bühne gebracht. Die deutschen Fans durften sich dabei auf Gabriel Clemens und Max Hopp freuen, die erstmals in dieser Konstellation zusammenspielten und von Finnland herausgefordert wurden. Daneben richteten sich die Blicke vor allem auf die Teams aus Schottland, Wales, Irland und den Niederlanden.

Den Anfang in dieser Session machten allerdings Daniel Larsson und Dennis Nilsson für Schweden sowie John Michael und Veniamin Symeonidis für Griechenland. Michael machte den ersten Leggewinn des Abends mit einem 110er-Highfinish klar, ehe auch die nächsten beiden Legs nach Griechenland gingen – Symeonidis war jeweils auf der Doppel-20 erfolgreich. Die Schweden erhielten dann erst im vierten Durchgang die erste Checkmöglichkeit, doch Nilsson warf an der doppelten 7 vorbei. Symeonidis stellte sich mit 76 Rest vors Oche, traf die Doppel-20 und brachte seine Nation kurz vor die Ziellinie. Obwohl die Skandinavier mit vier perfekten Darts ins fünfte Leg gestartet waren, konnten sie den Whitewash nicht verhindern. Michael nutzte den zweiten Matchdart auf der Doppel-8 und machte den Sack zu.

Henderson und Thornton erleben positiven Start

Das Aufeinandertreffen zwischen Schottland und Japan gab es bereits im Halbfinale der letzten Auflage, doch diesmal ist vieles anders. Während aufseiten der Asiaten Seigo Asada diesmal zusammen mit Yuki Yamada antritt, ist die Veränderung bei den Schotten noch gravierender: die Titelverteidiger Gary Anderson und Peter Wright wollten nicht nach Salzburg anreisen, sodass John Henderson und Robert Thornton einspringen mussten. Da Yamada mit seinen ersten beiden Aufnahmen zusammen acht Punkte erzielt hatte und Henderson die Doppel-4 getroffen hatte, ging das erste Leg nach Schottland. Doch Yamada machte seine vorherigen Fehler anschließend auf der Doppel-20 wieder wett. Asada bestätigte dieses Break mit einem 120er-Highfinish, Henderson antwortete umgehend mit einem Treffer in der doppelten 7. Da Yamada im fünften Leg das Bullseye verpasst hatte, kamen die Schotten trotz sechs eigener Fehlwürfe zum Break. Auch im darauffolgenden Durchgang ließ er eine Gelegenheit aus. Nach Hendersons Treffer in der Doppel-20, standen er und Thornton bereits ganz kurz vor dem Weiterkommen. Da der erste Matchdart daneben gegangen war, konnte Yamada für Japan nochmal verkürzen. Doch dann schafften es die Schotten, die Angelegenheit zu beenden. Thornton verwandelte den zweiten Matchdart in der Doppel-20 und besiegelte den 5:3-Sieg.

In den beiden Mannschaften, die als nächstes auf die Bühne durften, war der Team-Kapitän schnell auszumachen. Während Krzysztof Ratajski als polnischer Topspieler gemeinsam mit Krzystof Kciuk antrat, bekam der zuletzt sehr formstarke Devon Peterson Unterstützung von seinem südafrikanischen Landsmann Carl Gabriel. Die Osteuropäer schafften gleich im Auftaktleg das Break, welches Ratajski mit einem 78er-Checkout veredelte. Nachdem Ratajski auch für das 3:0 der Polen verantwortlich gewesen war, wartete Südafrika im vierten Durchgang mit 56 Rest auf die erste Möglichkeit zu einem Leggewinn. Doch Ratajski durfte mit 92 Zählern zuerst ran, er zeigte tatsächlich auch dieses Checkout und brachte sein Land ganz nah dran an den Sieg. Letztlich war Südafrika auch im fünften Leg kein Versuch auf Doppelfelder vergönnt. Kciuk erwischte die Doppel-8 und machte so den Whitewash perfekt.

Die Vorjahresfinalisten scheiden früh aus – Wales mühelos

Danach starteten die Finalisten der letzten Auflage aus Irland, William O’Connor und Steve Lennon, in den World Cup. Dabei hatten sie ein schweres Auftaktlos erwischt. Es ging gegen die Australier, bei denen Damon Heta an der Seite von Simon Whitlock sein Debüt feierte. Die Iren kamen dank eines 13-Darters gleich im Auftaktleg zum Break. Doch die Australier brauchten nicht lange, um mit zwei 15-Dartern in Folge selbst die Führung an sich zu reißen. Als Heta wenig später jedoch zweimal über die Doppel-20 gezielt hatte, schaffte Irland mit einem weiteren 13-Darter den 2:2-Ausgleich. Nachdem Whitlock Australien wiederum in Führung gebracht hatte, geschah die spielentscheidende Szene: Lennon setzte zwei Möglichkeiten auf Doppel in den Sand, und Heta produzierte Sekunden später das gewünschte Break. Schon kurz darauf steckte dann der insgesamt sechste Matchdart der Australier in der Doppel-1 und besiegelte den 5:2-Erfolg.

Zu den großen Titelfavoriten bei diesem Wettbewerb ist mit Sicherheit Wales mit Gerwyn Price und Jonny Clayton zu zählen. Dementsprechend waren die beiden auch gegen Russland (Boris Koltsov und Aleksei Kadochnikov) klarer Favorit. Die Waliser starteten großartig: Price legte mit einer 180 los, Clayton machte zum Abschluss des Auftaktlegs 130 Punkte aus. Im zweiten Durchgang hatten die beiden nach neun Würfen nur noch 20 Zähler übrig, letzten Endes kamen sie mit einem 14-Darter zum Break. Erst als Wales im dritten Leg auf den Doppelfeldern gestrauchelt waren, erhielten die Russen ihre ersten Möglichkeiten, vergaben selbst sechs Chancen. So war Clayton nach fünf eigenen Fehlern letztlich doch zur Stelle. Direkt danach drückten die Favoriten aber wieder aufs Gaspedal. Im vierten Leg waren sechs perfekte Darts Grundlage für einen 11-Darter, ehe Price den zweiten Matchdart in der Doppel-20 versenkte. Das Endergebnis von 5:0 sprach dabei eine klare Sprache.

Im Team Deutschland gab es zum ersten Mal seit einigen Jahren personelle Veränderungen: Gabriel Clemens, mittlerweile zur deutschen Nummer eins aufgestiegen, ersetzte Martin Schindler und wollte gemeinsam mit Max Hopp ein erfolgreiches Debüt feiern. Los ging es für die beiden gegen Marko Kantele und Veijo Viinikka aus Finnland. Clemens‘ erste Aufnahme bei diesem Turnier war eine 180, nur einige Momente später checkte Hopp für einen 11-Darter. Dabei handelte es sich sogleich um ein Break, welches Clemens mit einem 80er-Checkout bestätigte. Die Finnen bekamen im dritten Leg ihre ersten Chancen, Kantele setzte jedoch drei Pfeile am äußeren Ring vorbei – Clemens konnte zwei vorherige Fehlwürfe von Hopp deswegen vergessen machen. Nachdem Hopp anschließend auf 4:0 erhöht hatte, durfte sich Viinikka auch einmal auf Doppel versuchen, verfehlte Tops jedoch knapp. Stattdessen erwischte Hopp wenig später die Doppel-4 und vervollständigte den Zu-Null-Erfolg. Unterm Strich stand ein sehr ordentlicher Average von 96,35 Punkten.

Souveräne Vorstellung der Niederländer

Natürlich war auch bei diesem World Cup Michael van Gerwen das Zugpferd für die Niederländer. Unterstützt wurde der Weltranglistenerste in diesem Jahr erstmals von Danny Noppert. Das gegnerische Team aus Brasilien mit Diogo Portela und Bruno Rangel stellte dabei eine Pflichtaufgabe für „Oranje“ dar. Noppert sorgte auf der Doppel-18 frühestmöglich für ein Break, ehe er auf der Doppel-10 auch das zweite Leg zumachte. Die Südamerikaner erhielten ihre erste Gelegenheit im dritten Leg, Rangel konnte diese mit einem 70er-Finish auch wahrnehmen. Doch van Gerwen ließ sich das nicht lange gefallen und konterte mit einem 134er-Checkout via Triple-18 und zweimal Tops. Beinahe hätte auch Portela eine starke Antwort parat gehabt, scheiterte aber haarscharf an 144 Punkten. Van Gerwen blieb davon unbeeindruckt, verwandelte Augenblicke später in der Doppel-4 und benötigte gemeinsam mit seinem Mitspieler nur noch einen Leggewinn. Dies stellte letztlich kein Problem mehr dar, Noppert nutzte gleich seinen ersten Matchdart und machte den verdienten 5:1-Erfolg perfekt.

Erst gestern, nach der unfreiwilligen Absage der Chinesen, hatten Madars Razma und Janis Mustafejevs auf Lettland erfahren, dass sie doch beim World Cup dabei sein durften. Im allerletzten Match des Tages trafen sie auf die für Hongkong startenden Royden Lam und Kai Fan Leung. Das Duo aus Asien entschied das erste Leg begünstigt durch vier gegnerische Fehler für sich, patzte schon kurz darauf aber selbst vierfach und kassierte das sofortige Rebreak. Nachdem auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt worden waren – Mustafejevs löschte 70 Punkte, Leung sogar 78 – patzte Razma dreifach auf Doppelfelder. Diesen Fehler bügelte er aber schon im darauffolgenden Leg wieder aus und stellte auf der Doppel-16 auf 3:3. Es ging nun also in die entscheidende Phase, in der Leung mit einem wichtigen 76er-Finish vorlegte. Nachdem der erste Matchdart von Hongkong daneben gegangen war, erhielt Mustafejevs bei 96 Rest noch eine Möglichkeit, um seine Nation im Turnier zu halten. Zwar jagte er den ersten Pfeil in die 5, korrigierte dies aber noch über Triple-17 und Tops und sorgte auf diese Weise für den Decider. Dort konnte Leung den zweiten Matchdart nicht verwerten, Mustafejevs machte es auf der Doppel-12 besser und brachte Lettland in die zweite Runde.


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