Kevin Painter


Kevin Painter ist ein englischer Dartspieler, der am 12. Juli 1967 in Billericay, Essex geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Artist“ bekannt. Er fing mit etwa 15 Jahren mit dem Dartsport an und war zunächst ein wenig im regionalen Bereich aktiv, ehe er sich 1992 auch mal auf WDF-Turniere traute. Dort konnte er bei den Antwerp Open direkt das Halbfinale erreichen, stand im gleichen Jahr in Dänemark noch in seinem ersten Endspiel, verlor jenes aber gegen Rod Harrington. Er überraschte im Jahr 1997 mit seinem Sieg beim British Matchplay, als er im Endspiel Steve Beaton mit 3:0 schlug. Nach der Jahrtrausendwende lief es bei Kevin dann immer besser. Er konnte zwei Mal das Viertelfinale der BDO-WM erreichen und probierte sich nebenher bereits bei ein paar PDC-Events aus, ohne jedoch den endgültigen Wechsel zu vollziehen.

Dies änderte sich jedoch, nachdem er im Jahr 2001 beim World Grand Prix für die Sensation sorgte und in der ersten Runde Phil Taylor bezwang. Taylor war zuvor seit zwei Jahren vor TV-Kameras ungeschlagen gewesen, verlor sogar bis dahin noch nie in der ersten Runde eines großen Turniers der PDC. Painter schied zwar nach dem Viertelfinale aus, aber wagte im Anschluss den Schritt zu den Profis. Dort hatte er auch sofort großen Erfolg. War er im Jahr 2003 noch im Halbfinale der WM am späteren Sieger John Part gescheitert, erreichte er 2004 tatsächlich das Endspiel. In einem bis heute unvergesslichen Finale führte Painter gegen Taylor mit 4:1, es kam jedoch zum 6:6 in den Sätzen und wegen vergebener Siegchancen auch zum 5:5 in den Legs, sodass ein Sudden Death Leg die Entscheidung bringen musste. Dort hatte Taylor die besseren Nerven und bezwang Painter letztlich doch. Der „Artist“ gehörte aber von da an in der Wahrnehmung vieler zu den Top-Leuten dieses Sports. Gerade gegen Phil Taylor verlor er allerdings bei so vielen Major Turnieren, dass es bis ins Jahr 2011 dauerte, bis Kevin seinen ersten Titel gewinnen konnte. Bei den Players Championship Finals erlebte er sein persönliches Karrierehighlight, als er Mark Webster im Endspiel bezwang und sich seinen bis heute einzigen großen Turniersieg sicherte. Im Anschluss ließ er jedoch sehr nach und fiel mit der Zeit immer weiter in der Order of Merit nach unten.

Kevin Painter Fakten
Name Kevin Painter Spitzname The Artist
Geburtsort Billericay, England Geburtstag 12.7.1967
Darts 24g Winmau Walk-On Song I Predict a Riot
BDO 1992-2001 PDC 2001-heute

Ein Profiteur des Splits(1992-2001)

Kevin Painter begann im Jahr 1982 mit dem Dartspielen und hielt sich zunächst nur im Raum Essex auf um dort seine Erfahrungen zu sammeln. Es dauerte zehn Jahre, bis er England mal verließ und auch Turniere im Ausland spielte, so zum Beispiel in Antwerpen wo er bei seinem ersten WDF Turnier direkt das Halbfinale erreichte. Im gleichen Jahr unterlag er in Dänemark erst im Endspiel Rod Harrington. Er entschied sich nun regelmäßiger bei der BDO zu spielen und profitierte dann vom Split im Dartsport, wodurch er bei der ersten Weltmeisterschaft danach, 1994, teilnehmen konnte. Er verlor allerdings bereits in der ersten Runde gegen Kevin Kenny. Trotzdem waren seine Ergebnisse bei BDO-Events sehr gut. Er konnte bei vielen kleinen Turnieren zumeist das Viertelfinale oder sogar mehr erreichen, holte 1995 bei den England Open sogar seinen ersten Turniersieg. Auch das British Matchplay 1997 ging an den „Artist“, wo er unter anderem Martin Adams, Colin Monk und im Endspiel Steve Beaton besiegen konnte.

Painter merkte, dass er ein großes Talent hat und dachte bereits über einen Wechsel zu den Profis nach. Er steckte aber zunächst nur den großen Zeh ins Becken. Nachdem er bei der WM 2000 erst im Viertelfinale am späteren Sieger Ted Hankey gescheitert war, probierte er sich beim World Grand Prix unter dem Banner der PDC, verlor dort auch nur knapp gegen Phil Taylor. Er versuchte es also weiter, spielte auch im Jahr 2001 bereits Events bei den Profis, nahm am World Matchplay teil. Dort verlor er zwar in der ersten Runde gegen Dennis Priestley, dafür sorgte er aber für die Sensation beim World Grand Prix, als er Phil Taylor dessen erste Erstrundenniederlage bei der PDC vor TV-Kameras beibrachte, überhaupt der erste war, der Taylor nach zwei Jahren auf einem Major Event schlagen konnte. Er schied im Viertelfinale aus, genau wie beim World Masters und den Zuiderduin Masters im gleichen Jahr. Daher merkte Kevin, dass er bereit für den Wechsel war und trat der Professional Darts Players Association bei um regelmäßig die Events der PDC spielen zu dürfen.

Der Profistart wie gemalt(2002-2005)

Der Start bei den Profis hätte viel besser gar nicht laufen können für Kevin. Zwar schied er bei seinem WM-Debüt 2002 direkt in der ersten Runde aus, jedoch konnte er in der Folgezeit einige respektable Erfolge einfahren. So siegte er in seinem Debütjahr beim Bob Anderson Classic im Endspiel gegen Daryl Fitton und bestätigte seine gute Form, als er bei der Weltmeisterschaft 2003 bis ins Halbfinale vordrang. Dort unterlag er dem späteren Sieger John Part nach gutem Kampf. Er spielte ein solides Jahr 2003 in dem er auch wieder an den Majorturnieren teilnahm, ohne jedoch die allergrößten Erfolge einzufahren. Beim Bob Anderson Classic bestätigte er dann seine gute Vorjahresleistung fast erneut, verlor dieses Mal aber im Endspiel gegen Andy Jenkins mit 7:8. Den ganz großen Durchbruch hatte Painter allerdings noch nicht geschafft.

Dies änderte sich im Jahr 2004. Painter konnte bei der Weltmeisterschaft Paul Williams, Ronnie Baxter, Mark Dudbridge und im Halbfinale sogar Bob Anderson mit 6:0 besiegen um in sein erstes WM-Endspiel einzuziehen. Dort bekam er es mit Phil Taylor zu tun und lieferte eines der besten Matches der Geschichte ab. Kevin führte sogar mit 4:1, der Vorsprung schmolz aber zusammen und so stand es nach zwölf Sätzen 6:6. Beim Stand von 2:1 und 3:2 im Entscheidungssatz hatte Painter Matchdarts, verpasste diese jedoch. So kam es wie es kommen musste, das Sudden Death Leg musste herhalten. Dort verlor Painter dne Wurf auf das Bullseye und brauchte zwölf Darts, bis er ein Triple traf, wodurch er Taylor nicht mehr gefährden konnte und mit 6:7 verlor. Er war vor allem in der Wahrnehmung nun jedoch einer der Top-Spieler der PDC, schien aber zunächst ein wenig darunter zu leiden. So wurde er sehr unruhig, wenn es mal nicht lief, verlor auch die Nerven am Ende seiner WM-Partie gegen Taylor im Jahr drauf. Kevin hatte mehrfach das Bullseye verpasst, während Taylor zum Matchgewinn bei 50 Restpunkten direkt auf die Boardmitte ging und traf. Painter empfand dies als Provokation und es entstand eine heftige Diskussion der beiden.

Ein starkes Comeback(2006-2011)

Kevin ließ ein wenig nach. Viel zu häufig ließ er sich durch Kleinigkeiten rausbringen. So rutschte er durch häufiges, frühes Ausscheiden bei größeren Turnieren auch in der Order of Merit aus den Top-16 raus. Vor allem das Erstrundenaus bei der WM 2007 gegen Colin Osborne tat ihm weh und so schien es, als sei seine gute Phase bereits vorbei. Ein weiterer Tiefpunkt folgte bei den Holland Masters 2008. Dort geriet er mit Adrian Lewis aneinander, es entstand eine heftige Diskussion zwischen den beiden Alphatieren. Dies resultierte in der Disqualifikation beider Akteure sowie der Suspendierung für einige Monate, bei Painter waren es zwei. Doch Kevin gab nicht auf. Er biss die Zähne zusammen und versuchte sich danach zurück in Richtung Weltspitze zu kämpfen. Dies deutete sich bereits bei der Weltmeisterschaft 2008 an, als er im Achtelfinale den damaligen Titelverteidiger Raymond van Barneveld aus dem Turnier warf.

In den Folgejahren holte er hier und da immer mal wieder gute Ergebnisse, kämpfte sich in die Top-16 der Welt zurück und konnte auch immer mal wieder für Überraschungen sorgen. Doch sein eines großes Ziel, den Gewinn eines Major Titels, hatte er immer noch nicht feiern dürfen. Anfang 2011 unterzog er sich dann einer Laser-Augen-Operation, die sein Spiel nochmal verbessern sollte. Nach eigenen Angaben warf er nach zehn Minuten Training mit seiner neuen Sehstärke einen 9-Darter. Und tatsächlich sollte 2011 ihm den Erfolg bringen, den er sich so lange gewünscht hatte. Painter konnte bei den Players Championship Finals in Doncaster einen guten Lauf hinlegen, schlug Colin Osborne, Gary Anderson, Mervyn King und nach 6:9-Rückstand auch noch Scott Rand mit 10:9 im Halbfinale. Im Endspiel traf er auf Mark Webster, startete sehr stark und erarbeitete sich einen Vorsprung, den er am Ende auch ins Ziel brachte. Mit einem starken 13:9-Erfolg feierte Painter seinen bis heute größten Turniersieg. Dieser brachte ihn auch zurück in die Top-10 der Welt.


Der leise Abgang eines Künstlers(2012-heute)

Painter wurde daraufhin auch erstmals zur Premier League eingeladen. Dort landete er am Ende jedoch auf dem siebten Platz und es deutete sich bereits eine weitere Formkrise an. Er verlor die nächsten Jahre zwar nicht immer deutlich, konnte hier und da auch weiterhin noch ganz gute Ergebnisse einfahren, aber Konstanz war in seinem Spiel nicht mehr zu entdecken. Ganz langsam rutschte er in der Weltrangliste weiter nach unten. Fast unbemerkt verließ er die Top-16, wenig später dann sogar die Top-32. Bis heute konnte er sich immer für die WM qualifizieren, 2017 wäre es allerdings beinahe nicht dazu gekommen. Nur weil der qualifizierte Kyle Anderson kein Visum bekam, wurde er nachberufen und erreichte sogar die zweite Runde. Dort verlor er aber gegen Phil Taylor und schied aus. Bis heute ist Phil Taylor der Gegner, der ihm am meisten wehtat. Lange Zeit war der 118,66’er Average Taylors gegen Kevin bei den UK Open 2010 der höchste vor TV-Kameras. Insgesamt verlor Painter 17 Spiele bei Major Turnieren gegen den Rekordweltmeister, gewann in insgesamt 33 Duellen nur ein Mal. Beim World Grand Prix 2001, dem Start in eine tolle Karriere des „Artist“, die heute zu Ende zu sein scheint.

Kevin Painter Chronologie

Kevin Painter

Kevin Painter wurde am 12. Juli 1967 (Alter heute 51 Jahre) in Billericay, England geboren. Er begann seine Profikarriere im Jahr 1992 bei der British Darts Organisation(BDO) und wechselte im Jahr 2001 zur Professional Darts Corporation(PDC).

Kevin spielt aktuell mit 19 Gramm schweren Darts der Marke Unicorn. Sein Spitzname lautet "The Artist“ und seine Einlaufmusik ist I Predict A Riot von den Kaiser Chiefs.

Kevin begann mit dem Dartspielen im Alter von 17. Er konnte in seiner Jugend einige nette Erfolge feiern, erreichte bei kleineren Turnieren desöfteren das Halbfinale. In sein erstes Finale kam Kevin bei den Denmark Open 1992, wo er nur Rod Harrington unterlag. Sein erster Auftritt vor TV-Kameras war bei der BDO Weltmeisterschaft im Jahr 1994, also bei der ersten, nachdem die professionellen Spieler die WDC gegründet und eine eigene WM austrugen. „The Artist“ traf bei der BDO-Version auf Kevin Kenny und unterlag dem Mann aus Liverpool mit 2:3. Besser lief es im Jahr drauf, als ihm ein 3:2-Erfolg über Magnus Caris gelang. Viel weiter sollte es dann aber doch nicht gehen, Kevin unterlag Martin Adams mit 0:3 in der zweiten Runde.

Sein erster Turniersieg sollte dann aber auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Kevin entschied die England Open 1995 für sich, nachdem er im Finale Ronnie Baxter besiegen konnte. Ebenjener Ronnie Baxter war es allerdings auch, der für das WM-Aus Painters bei der BDO Weltmeisterschaft 1996 sorgte. „The Rocket“ gewann das Match mit 3:2. Dennoch sicherte sich Kevin im Jahr drauf erneut zwei Turniersiege. Ein Finalerfolg über „Pie Man“ Andy Smith brachte ihm den Gewinn der British Open 1997 ein. Beim British Matchplay besiegte er sogar Martin Adams(3:2) und Colin Monk(3:1), ehe er im Finale Steve Beaton mit 3:0 vom Oche fegte. Diese tollen Leistungen führten dazu, dass sich Kevin für das World Masters 1997 qualifizierte. Dort siegte er in der ersten Runde mit 2:0 gegen Paul Williams, verlor aber bereits in Runde zwei mit 0:2 gegen Ted Hankey. Ein ähnliches Bild auch bei der BDO-WM 1998, als er zunächst einen Sieg einfahren konnte(3:1 gegen Erik Clarys), sich in der zweiten Runde aber dem späteren Finalisten Richie Burnett mit 1:3 geschlagen geben musste.

Auch für das World Masters im Jahr 1998 konnte sich „The Artist“ qualifizieren. Er errang Siege über Colin Rice, Dave Harold und Johnn Snijers. In der Runde der letzten 32 verlor er jedoch mit 1:2 gegen Ted Hankey. Wieder bis zur zweiten Runde reichte es bei der Weltmeisterschaft 1999. Einem recht lockeren 3:0 gegen Robbie Widdows folgte das 0:3 gegen Ronnie Baxter. Besser lief es erst ein Jahr später. Kevin gelangen Siege über Paul Williams und erneut Robbie Widdows(beide 3:1). Aber im Viertelfinale war Ted Hankey dann doch zu stark und so musste sich Kevin mit 2:5 geschlagen geben. Im Jahr 2000 nahm er außerdem erstmals am World Grand Prix teil. Dort besiegte er Mitchell Crooks mit 3:2, ehe er sich mit dem gleichen Ergebnis dem späteren Sieger Phil Taylor geschlagen geben musste. Mit einem Sieg über Steve Beaton im Finale, gewann Kevin die Swedish Open 2000. Bei den World Masters folgte dann aber wieder ein Erstrundenaus, er verlor 1:2 gegen Steve Alker.

Nach dem wiederholten Erreichen des Viertelfinals bei der BDO-Weltmeisterschaft im Jahr 2001, er besiegte Andy Jenkins und Matt Clark, verlor aber gegen Andy Fordham, entschied sich „The Artist“ zu einem Wechsel in die Professional Darts Corporation. Dort qualifizierte er sich direkt für das World Matchplay. Er unterlag jedoch Dennis Priestley in der ersten Runde mit 7:10. Für eine große Überraschung sorgte Kevin dann aber beim World Grand Prix 2001. In der ersten Runde hatte er Lospech, als er auf Phil Taylor traf. Jedoch gelang die Sensation und Painter gewann tatsächlich mit 2:1. Auch die zweite Runde überstand er, indem er Richie Burnett mit 3:0 bezwang. Erst im Viertelfinale war dann Schluss, da er gegen Dennis Smith deutlich mit 1:6 verlor. Bis ins Viertelfinale kam er auch bei den World Masters 2001. Er besiegte auf dem Weg dorthin Chris Stephani, Peter Allen, Paul Doggett und Chris Mason. Andy Fordham war ihm dann jedoch überlegen und gewann das Aufeinandertreffen deutlich mit 3:0.

Kevin Painters erste Weltmeisterschaft unter dem Banner der PDC fand im Jahr 2002 statt. Dort bekam er es in der ersten Runde mit Ronnie Baxter zu tun, welcher jedoch zu stark war. Kevin verlor mit 2:4 und schied direkt aus. Auch beim Las Vegas Desert Classic musste sich Painter bereits nach seinem ersten Match aus dem Turnier verabschieden. Er unterlag Phil Taylor mit 1:2. Nach einem 10:4-Erfolg über Dennis Priestley, war es erneut Phil Taylor der für das Ausscheiden vom „Artist“ beim World Matchplay 2002 sorgte. Mit 13:6 gewann „The Power“ die Partie. Siege über Ronnie Baxter, Dennis Smith und Daryl Fitton bescherten Kevin den Turniersieg bei den Bob Anderson Classics 2002. Weniger erfolgreich war sein Match gegen Baxter beim World Grand Prix. Nachdem Kevin zunächst Dennis Priestley mit 2:0 besiegen konnte, unterlag er in der zweiten Runde „The Rocket“ mit 0:2.

Sehr erfolgreich sollte die Weltmeisterschaft des Jahres 2003 werden. Kevin konnte in der ersten Runde Reg Harding locker mit 4:1 bezwingen. Auch die zweite Runde schloss er erfolgreich ab, indem er Ronnie Baxter 5:3 schlug. Das 5:2 über Richie Burnett brachte „The Artist“ dann sogar bis ins Halbfinale. Dort traf er auf John Part, unterlag dem späteren Sieger jedoch mit 4:6. Lospech hatte Painter dann bei den UK Open, als er bereits in der ersten Runde auf Phil Taylor traf. Er verlor mit 3:5. Unglücklich war dann seine 10:12-Niederlage in der ersten Runde des World Matchplay 2003 gegen Alex Roy. Der World Grand Prix 2003 lief dann wieder relativ gut. Ihm gelangen Siege über Ronnie Baxter(2:1) und Andy Jenkins(3:0), jedoch verlor Kevin im Viertelfinale mit 1:4 gegen John Part.

Sein bisher wohl denkwürdigstes, zugleich jedoch bitterstes Turnier, erlebte Kevin bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2004. Nach Siegen über Paul Williams(4:3) und Ronnie Baxter(4:2) stand Kevin im Viertelfinale. Dort bezwang er Mark Dudbridge mit 5:3 und war wie im Vorjahr im Halbfinale. In dem Jahr gelang ihm aber auch dort der Sieg, er bezwang Bob Anderson 6:0, und zog tatsächlich ins Finale ein. Sein Gegner dort war Phil Taylor. Was folgte ist für Kevin nur schwer zu überwinden. Er führte gegen den Rekordweltmeister tatsächlich mit 4:1, es sah alles nach einem Erfolg aus. Phil aber kam zurück und so stand es nach zwölf gespielten Sätzen 6:6-Unentschieden. Painter hatte dann beim Stand von 2:1 und 3:2 insgesamt drei Matchdarts, die er aber allesamt vergab. Es kam zum 5:5 in den Legs, es musste ein Entscheidungsleg her. Dieses ging letztendlich an Phil Taylor und Kevin musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.

An den Erfolg bei der WM wollte Painter dann natürlich anknüpfen. Bei den UK Open gelang ihm das auch relativ gut. Er besiegte in seinem ersten Match einen Gegner, dessen Name dem seinigen sehr ähnlich war. Kelvin Painter aus Wales unterlag „The Artist“ mit 5:8. Auch Les Fitton wurde von Kevin besiegt, 8:6 war der Endstand bei der Partie. Durch das 8:6 gegen John Magowan, erreichte Painter dann das Viertelfinale. Dort unterlag er jedoch Steve Beaton mit 5:8 und schied aus. Die Sheppey Darts Open wurden dann aber mal wieder zum Freudenfest für Kevin. Er konnte das Turnier durch einen klaren 7:1-Erfolg über Darren Webster für sich entscheiden. Bitter verlief hingegen das World Matchplay 2004. Nachdem Kevin einen äußerst knappen 12:10-Sieg in der ersten Runde gegen Lionel Sams einfahren konnte, verlor er ebenfalls sehr knapp in Runde zwei gegen Ronnie Baxter(17:19). Baxter war auch die Endstation beim World Grand Prix. Dort besiegte er zunächst Peter Quinn und Brendan Dolan, verlor dann aber im Viertelfinale mit 2:4 gegen „The Rocket“.

Die Weltmeisterschaft 2005 verlief dann nicht ganz so gut wie die im Vorjahr, was aber auch nur schwer möglich war. In der ersten Runde traf Kevin auf Wayne Jones, welchen er 4:2 besiegen konnte. Auch Andy Jenkins im Achtelfinale konnte er bezwingen, 4:3 war dort der Endstand. Im Viertelfinale traf er dann jedoch auf Phil Taylor, gegen welchen er sich mit 1:5 geschlagen geben musste. Die UK Open waren dann doch ziemlich enttäuschend. Gleich das erste Match verlor Painter mit 6:8 gegen Steven Alker. Aber die Las Vegas Desert Classics liefen dann wieder etwas besser. Nach Siegen über Adrian Lewis(2:0) und Alex Roy(3:2) verlor er zum wiederholten Mal gegen Phil Taylor. Im Viertelfinale gewann „The Power“ das Match mit 3:1. Adrian Lewis nahm dann beim World Matchplay Revanche, als er Painter in der ersten Runde mit 10:4 besiegte. Auch der World Grand Prix 2005 war kein großes Highlight in der Karriere des Kevin Painter. Er besiegte in der ersten Runde zwar Terry Jenkins mit 2:0, unterlag jedoch bereits in der zweiten Runde einem gut aufgelegten Mark Dudbridge mit 2:3.

Erfolgreicher verlief dann wieder die Weltmeisterschaft im Jahr 2006. Dale Newton wurde vom „Artist“ locker mit 3:1 geschlagen. Wes Newton machte es ihm dann schon schwerer, doch dank des 4:3 war Kevin auch hier der strahlende Sieger. Nach dem deutlichen 4:1-Sieg über Mark Dudbridge stand Kevin wieder mal im Viertelfinale. Und wieder mal bekam er es mit Phil Taylor zu tun, welcher das Match wie schon im Vorjahr mit 5:1 gewinnen konnte. Nach einem 6:3 gegen Jim Watkins musste sich Kevin bei der World Series of Darts 2006 dann Mark Dudbridge äußerst knapp mit 5:6 geschlagen geben. Die UK Open waren für Painter auch 2006 kein gutes Pflaster. Wieder verlor er seine erste Partie, in dem Jahr mit 5:8 gegen John Magowan. Auch bei den Las Vegas Desert Classics gab es das Aus in Runde eins. Mit 4:6 verlor er dort gegen Andy Hamilton. Das World Matchplay lief dann ebenfalls nicht sonderlich gut. Zwar gelang dem „Artist“ ein Sieg in der ersten Runde(10:8 gegen Barrie Bates), jedoch verlor er dann mit 9:13 gegen James Wade. Die 0:2-Pleite gegen Andy Callaby beim World Grand Prix 2006 zeigte, dass Kevin in keiner guten Verfassung war. Bei der Weltmeisterschaft 2007 folgte ebenso das Aus in der ersten Runde. Mit 1:3 verlor er gegen Colin Osborne. Die International Darts League 2007 war für den „Artist“ auch schon nach der Vorrunde vorbei. Er wurde in seiner Gruppe zwar Zweiter hinter Gary Robson, doch das reichte nicht zum Weiterkommen. Erfolge feierte Painter erst wieder bei den US Open. Dort besiegte er John Lanka(3:0), Stacy Bromber(3:1), Bill Davis(3:0) und Michael van Gerwen(3:2), verlor dann aber im Achtelfinale mit 2:3 gegen, wie sollte es anders sein, Phil Taylor. Die UK Open liegen dann auch endlich mal wieder besser für den Mann aus Billericay. Mit 11:6 bezwang er Nigel Birch, mit 11:7 Steve Smith. Doch im Achtelfinale war Colin Lloyd etwas zu stark und gewann knapp mit 11:9. Ebenfalls zu stark war Raymond van Barneveld bei den Las Vegas Desert Classics 2007. Bereits in der ersten Runde unterlag Kevin dem damals amtierenden Weltmeister mit 1:6. Nach einem 12:10 gegen Adrian Gray in der ersten Runde des World Matchplay, traf Painter mal wieder auf Phil Taylor. Wieder einmal unterlag „The Artist“, Endstand war 6:13. Aber es ging wieder etwas bergauf. Auch bei der World Darts Trophy konnte er zumindest zwei Siege einstreichen(3:1 gegen Shane Tichowitsch, 3:0 gegen Mario Robbe) ehe er Mark Webster mit 2:3 unterlag. Der World Grand Prix 2007 war dann wieder weniger stark. Kevin verlor bereits in Runde eins mit 1:2 gegen Roland Scholten. Ein Debüt beim Grand Slam of Darts verlief dann allerdings sehr erfolgreich. Kevin gewann in seiner Gruppe gegen Gary Anderson und Barrie Bates. Die 4:5-Pleite gegen Wayne Jones änderte nichts mehr an seinem Gruppensieg. Im Achtelfinale schlug er dann auch Mervyn King, 10:7 war das Resultat. Erst im Viertelfinale musste er sich seinem vorherigen Gruppengegner Gary Anderson mit 7:10 geschlagen geben.

Diesen Schwung nahm er mit in die Weltmeisterschaft 2008. In der ersten Runde gab es ein lockeren 3:0 gegen Gary Mawson. Erneut ohne Satzverlust beendete er das Match in der zweiten Runde. Chris Mason unterlag dem „Artist“ mit 0:4. Einen überraschenden, aber verdienten, 4:2-Erfolg feierte Kevin im Achtelfinale über den damaligen Titelverteidiger Raymond van Barneveld. Nachdem er im Viertelfinale auch noch Adrian Lewis mit 5:2 besiegte, schien alles möglich. Es sollte aber einfach nicht sein. Im Halbfinale unterlag er dem späteren Weltmeister John Part relativ deutlich mit 2:6. Ernüchterung dann bei den UK Open. Einem 6:2 über Tony Eccles folgte eine deutliche 3:9-Pleite gegen Colin Osborne. Doch nur wenig später erreichte er mal wieder ein Finale. Bei einem Players Championship Turnier in Bristol schlug er u.a. Steve Maish, Jelle Klaasen und Adrian Lewis. Das Finale ging dann aber mit 3:2 an Dennis Priestley. Phil Taylor war es dann, der Kevin Painter das Erstrundenaus bei den Las Vegas Desert Classics 2008 bescherte. Mit 6:4 siegte „The Power“. Auch beim World Matchplay flog Kevin schon nach einem Match aus dem Turnier. Gegen Tony Eccles verlor er mit 8:10 recht knapp. Nur ein wenig erfolgreicher verlief der World Grand Prix. Er gewann zwar 2:0 gegen Mark Dudbridge, verlor danach jedoch mit 2:3 gegen Colin Lloyd.

Bei der Championship League of Darts nahm Kevin zunächst an der zweiten Qualifikationsgruppe teil. Dort erreichte er Platz zwei und somit das Halbfinale. Auch dieses konnte er durch ein 6:5 über Mervyn King siegreich bestreiten. Das Finale verlor er aber mit 6:7 gegen Alan Tabern. In der Qualifikationsgruppe drei landete er auf dem fünften Rang, in der vierten Gruppe nur auf Platz sieben und schied so aus. Ein 2:5 gegen Peter Manley bedeutete dann auch das frühe aus bei den European Darts Championship 2008. Beim Grand Slam of Darts gelang ihm in der Gruppenphase auch lediglich ein Sieg über Paul Nicholson, welcher jedoch nichts mehr am letzten Platz der Gruppe änderte.

Ein paar Siege feierte er dann mal wieder bei der Weltmeisterschaft in der Auflage von 2009. Matt Clark wurde in Runde eins knapp mit 3:2 bezwungen, deutlicher dann das 4:1 in der zweiten Runde gegen Carlos Rodriguez. Doch wie so oft war Phil Taylor die Endstation. Im Achtelfinale war „The Power“ durch ein 4:1 der siegreiche Spieler. Ins Achtelfinale schaffte es „The Artist“ auch bei den Players Championship Finals 2009. Dazu besiegte er Alex Roy knapp mit 6:5. Dann aber unterlag er ebenso knapp James Wade 5:6. Viel stärker zeigte sich Painter bei den UK Open 2009. Er besiegte Dave Askew, Steve Grubb und Dennis Priestley um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Dort besiegte er Alan Tabern, wenn auch knapp, mit 10:8. Eine Niederlage gab es dann jedoch im Halbfinale, als er Colin Osborne mit 7:10 unterlag. Etwas unglücklich verliefen dann die Las Vegas Desert Classics. Kevin besiegte in der ersten Runde Darin Young locker mit 6:2. In der zweiten Runde unterlag er Mervyn King jedoch denkbar knapp mit 7:8 und schied aus. Das World Matchplay verlief ähnlich. Einer überzeugenden Leistung in Runde eins(10:3 gegen Wes Newton) folgte das aus in der zweiten Runde. In dem Fall allerdings deutlich und mal wieder gegen Phil Taylor. 13:3 gewann Phil. Erneut in Runde zwei schied Painter bei den US Open 2009 aus. Zunächst gewann er noch mit 6:3 gegen Isen Veljic, verlor dann jedoch deutlich 1:6 gegen Jamie Caven.

Kevin Painter Endlich mal wieder Viertelfinale wird sich der „Artist“ beim World Grand Prix 2009 gedacht haben. In der ersten Runde gelang ein überzeugender 2:0-Erfolg über Michael van Gerwen, welcher durch ein 3:1 in der zweiten Runde gegen Dennis Priestley auch mal wieder bestätigt wurde. Für mehr sollte es jedoch nicht reichen, da Andy Hamilton einfach zu stark war. „The Hammer“ gewann das Aufeinandertreffen mit 4:1. Bei der Championship League Darts zeigte sich Kevin in der Vorrunde zunächst erneut sehr stark. Er erreichte bei seinem ersten Qualifikationsversuch den zweiten Platz seiner Gruppe und besiegte auch Adrian Lewis im Halbfinale mit 6:3. Gegen Mark Walsh im Finale folgte jedoch das 4:6. Der zweite Anlauf zur Qualifikation ging dann jedoch komplett in die Hose. Ohne einen einzigen Punktgewinn schied Kevin als Gruppenletzter aus. Wieder 4:6, wieder Mark Walsh. Bei den European Darts Championship hatte Painter ein Déjà-Vu. In Runde eins verlor er gegen „Special Brew“ mit dem gleichen Ergebnis wie nur wenige Tage vorher und musste sich aus dem Turnier verabschieden. Viel besser lief der Grand Slam of Darts. Er schaffte es tatsächlich seine sehr schwere Gruppe zu gewinnen. Er verlor zwar mit 4:5 gegen Raymond van Barneveld, konnte jedoch John Part(5:3) und Francis Hoenselaar(5:0) schlagen und sich somit den Bonus für den Gruppensieg sichern. Auch gegen Kirk Shepherd im Achtelfinale war Kevin siegreich. 10:5 gewann „The Artist“. Gegen seinen Gruppengegner Raymond van Barneveld verlor er dann jedoch erneut, diesmal sogar deutlich mit 6:16. Damit war nach dem Viertelfinale das Turnier für ihn beendet.

Kevin Painter Die Weltmeisterschaft im Jahr 2010 lief dann ähnlich, zumindest was den letzten Gegner Painters betrifft. Nach Siegen über Mensur Suljovic(3:1) und Vincent van der Voort(4:3) unterlag Kevin im Achtelfinale Raymond van Barneveld mit 1:4. Auch die Players Championship Finals 2010 verliefen nicht nach den Vorstellungen von Painter. Er besiegte zwar Robert Thornton 6:3, verlor dann aber mit 4:8 gegen Colin Lloyd und war so schon wieder früh ausgeschieden. Einem 9:5-Erfolg gegen Mark Harris bei den UK Open 2010 folgte ein Debakel. 0:9 musste sich Kevin Phil Taylor geschlagen geben. Und wieder war es Taylor, der Painter aus dem World Matchplay schmiss. Nach knappen Siegen über Colin Lloyd(11:9) und Mark Walsh(14:12) trafen sich die Beiden im Viertelfinale. Dort siegte Phil erneut deutlich mit 16:4. Doch Kevin ließ sich nicht unterkriegen. Er erreichte bei einem Players Championship Turnier in den Niederlanden mal wieder ein Finale. Er besiegte auf dem Weg dorthin u.a. Colin Osborne, Steve Hine, Kevin McDine und Simon Whitlock. Im Finale folgte dann jedoch die 4:6-Pleite gegen Steve Farmer. Nur für das Achtelfinale reichte es dann beim World Grand Prix. Einem 2:1-Sieg gegen Mark Dudbridge folgte das ernüchternde 2:3 gegen Gary Anderson. Für die Finalgruppe der Championship League Darts qualifizierte sich Kevin auch 2010 nicht. Nachdem er bei seinem ersten Anlauf mit Platz sechs nur knapp in der Qualifikationsrunde blieb, erreichte er beim zweiten Versuch den letzten Gruppenplatz und schied aus.

Sang- und klanglos ausgeschieden ist Kevin auch bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2011. In der ersten Runde unterlag er Brendan Dolan mit 0:3. Auch die ersten Players Championship Finals in dem Jahr liefen nicht sonderlich gut. Nachdem er in der ersten Runde noch knapp mit 6:5 über Wayne Jones triumphierte, unterlag er Gary Anderson in Runde zwei mit 5:8. Auch die UK Open 2011 waren eher schlecht als recht. 4:9 verlor Kevin gegen Denis Ovens und schied somit nach nur einer Partie aus. Auch wenn es knapp war, folgte beim World Matchplay ein weiteres Erstrundenaus. Mit 12:14 verlor Kevin gegen Adrian Lewis. Doch bei einem Players Championship Turnier in Kanada erreichte „The Artist“ mal wieder ein Finale. Er besiegte u.a. Colin Lloyd, Simon Whitlock und Co Stompé, verlor aber das Finale gegen Ronnie Baxter mit 2:6.

Kevin Painter Das nächste Turnier vor laufenden TV-Kameras war dann aber wieder eine Katastrophe. In der ersten Runde verlor Kevin mit 0:2 gegen Vincent van der Voort und schied wieder früh aus. Die Championship League Darts sollte dann besser laufen. In seinem ersten Qualifikationsanlauf erreichte er Platz vier in der Gruppe, unterlag im Halbfinale aber Mervyn King mit 2:6. Bei seinem zweiten Versuch landete er auf Platz sechs, bei Versuch Nummer drei kam er durch Rang vier erneut ins Halbfinale. Dieses gewann er mit 6:4 gegen Vincent van der Voort, nur um im Finale mit 4:6 gegen Steve Beaton zu verlieren. Doch auch bei der letzten Möglichkeit sich zu qualifizieren kam Kevin ins Halbfinale, er erreichte zuvor Platz zwei. Im Halbfinale besiegte er Vincent van der Voort erneut mit 6:4, verlor aber das Finale denkbar knapp mit 5:6 gegen Dennis Priestley. Auch wenn es nicht für die Finalgruppe reichte, brachten diese guten Ergebnisse dem „Artist“ den nötigen Aufschwung. Die zweiten Players Championship Finals im Jahr 2011 standen an und Kevin startete gut, besiegte Colin Osborne mit 6:2. Nachdem er auch Gary Anderson (8:4) und Mervyn King(9:7) schlagen konnte, schien alles möglich. Ein 10:9-Sieg über Scott Rand beförderte Kevin mal wieder in das Finale eines Major Turnieres. Dort konnte er die Nerven tatsächlich beisammen halten, Mark Webster mit 13:9 schlagen und so seinen ersten Major Titel ergattern!

Kevin Painter Bei der Weltmeisterschaft 2012 sollte dann aber trotzdem im Achtelfinale Schluss sein. Er konnte zunächst Arron Monk mit 3:1 und Mark Walsh mit 4:2 schlagen, jedoch verlor er dann mit 2:4 gegen John Part und schied aus. Durch die dennoch tollen Leistungen der Monate zuvor bekam Kevin eine Wild Card für die Premier League 2012. Nach einem vielversprechenden Beginn und immerhin sechs Punkten nach fünf Spielen, ließ Painter jedoch zu stark nach und beendete die Liga auf Platz sieben. Auch die UK Open liefen nicht zufriedenstellend für „The Artist“. Bereits in seinem ersten Match verlor er mit 8:9 gegen Arron Monk und schied aus. Auch beim World Matchplay schied Kevin bereits nach der ersten Runde aus. 6:10 unterlag er Steve Beaton. Nur wenig besser liefen die European Darts Championship 2012. Zwar bezwang Painter Mervyn King mit 6:4, verlor dann aber 5:10 gegen Wes Newton. Gleiches Bild beim World Grand Prix. Einem Erstrundensieg(2:0 gegen Kim Huybrechts) folgte das Aus in der zweiten Runde, nachdem er Justin Pipe mit 2:3 unterlag. Die Championship League of Darts verlief ebenfalls nicht gut. Bereits nach der ersten Qualifikationsgruppe an der er teilnahm, schied Kevin Painter als Siebenter aus. Beim Grand Slam of Darts erreichte er zum wiederholten Mal das Viertelfinale. In der Gruppe platzierte er sich knapp vor Simon Whitlock auf Rang zwei und gewann im Achtelfinale mit 10:5 gegen Mervyn King. Gegen Dean Winstanley, welchen er in der Gruppe noch schlagen konnte, verlor Kevin dann aber mit 12:16. Enttäuschend liefen dann die Players Championship Finals. Kevin unterlag in der ersten Runde Michael van Gerwen mit 3:6 und schied direkt aus.

Bis ins Achtelfinale kam Kevin dann bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2013. Er schlug den Qualifikanten Leung Chun Nam locker 3:0. Auch Ronnie Baxter konnte er bezwingen, 4:3 war hier das Ergebnis. Adrian Lewis war dann aber doch eine Nummer zu groß und so verabschiedete sich Kevin nach dem 2:4 aus dem größten Turnier des Jahres. Auch bei den UK Open reichte es fürs Achtelfinale. „The Artist“ besiegte Jason Hogg(9:1) und Gary Anderson(9:7), ehe gegen Adrian Lewis erneut eine Pleite folgte. 6:9 sollte Painter am Ende unterliegen. In der Folge erlebte Kevin ein eher durchschnittliches World Matchplay. Er errang einen 10:7-Sieg über Jamie Lewis, verlor dann jedoch mit 10:13 gegen Simon Whitlock. Der World Grand Prix verlief nicht anders. Einem 2:0-Sieg über Richie Burnett folgte das Aus in Runde zwei gegen Andy Hamilton(1:3). Auch die Championship League of Darts verlief eher mau. In der ersten Qualifikationsrunde landete Kevin in der Gruppe auf Rang fünf, beim zweiten Versuch war es der sechste Platz. Versuch Nummer drei ging dann daneben, Kevin schied als Gruppenletzter aus. Auch bei den Masters 2013 schied Kevin früh aus. Ein knappes 5:6 gegen James Wade brachte dieses Resultat hervor. Eine schwierige Gruppe erwischte Painter beim Grand Slam of Darts. Nach Niederlagen gegen Paul Nicholson(2:5), Stuart Kellett(4:5) und Phil Taylor(0:5) flog Kevin als Gruppenletzter aus dem Turnier. Das Jahr wurde auch mit den Players Championship Finals 2013 nicht besser. Erneut verlor Kevin ein Match in der ersten Runde. 3:6 gab er sich Adrian Lewis geschlagen.

Kevin Painter Besserung folgte erst wieder bei den PDC World Darts Championship 2014. Nachdem er Tomas Seyler mit 3:0 vom Oche fegte, verlor er auch in der zweiten Runde nicht einen Satz. Er besiegte Paul Nicholson mit 4:0. Andersrum dann das Ergebnis gegen Simon Whitlock. Kevin konnte seinerseits nicht einen Satz gewinnen und verlor mit 0:4, damit war die WM für ihn vorbei. Erfreulicher liefen die UK Open. Nach überzeugenden Siegen über Richie Burnett(9:5) und Andrew Gilding(9:4), schlug er auch Dean Winstanley im Achtelfinale(9:5). Mit 6:10 verlor er dann zwar im Viertelfinale gegen Mervyn King, jedoch waren das mal wieder wirklich gute Ergebnisse. Nach einem ernüchternden World Matchplay, bei welchem er Simon Whitlock in der ersten Runde mit 6:10 unterlag, folgte wieder ein überzeugender World Grand Prix. Kevin Painter schlug Andy Hamilton in der ersten Runde mit 2:1 und konnte in Runde zwei Adrian Lewis nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 bezwingen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Auch gegen Gary Anderson im Viertelfinale sah es wieder nach einer Aufholjagd aus. Painter lag bereits mit 0:2 zurück, kam aber erneut zum Ausgleich. Anderson war am Ende aber doch zu stark und gewann das Match 3:2, womit Painter ausschied.

Umso enttäuschender verliefen die Players Championship Finals 2014. Dort verlor Kevin direkt sein erstes Match. Gegen Brendan Dolan musste er sich knapp mit 5:6 geschlagen geben.

Bei der PDC World Darts Championship 2015 traf Kevin in Runde eins auf den Russen Boris Koltsov. Er zeigte seine Klasse und konnte sich mit 3:1 durchsetzen. In der zweiten Runde sah eigentlich auch alles nach Plan für den „Artist“ aus, als er gegen Cristo Reyes führte. Doch Kevin ließ sich das Match noch aus der Hand nehmen und verlor am Ende mit 3:4. Damit war die WM früh für ihn beendet. Früh musste Painter bei den UK Open ran. Er startete bereits in der zweiten Runde, wo er siegreich aus der Partie mit Jamie Bain hervorging. Er siegte mit 5:2. In Runde drei folgte dann allerdings ein Debakel gegen Andrew Gilding. Kevin Painter bekam einen Whitewash und verlor somit 0:9.

Es lief in der Folge kaum noch etwas zusammen bei Painter. Er konnte sich nur noch selten für größere Turniere qualifizieren, erlebte seine Erfolge nur noch auf kleineren Events. Spaß hatte er 2015 beim Fun in the sun Event von Alicante. Dort konnte er an beiden Tagen den Sieg einstreichen, gewann gegen Jesus Noguera bzw. Julio Barbero. Bei der Weltmeisterschaft 2016 konnte er in der ersten Runde einen überraschend klaren 3:0-Sieg gegen Kim Viljanen einstreichen, obwohl das Ergebnis ein wenig über die Leistungen hinwegtäuschte. Entsprechend chancenlos war Kevin auch in der zweiten Runde gegen Phil Taylor, gegen den er mit 1:4 ausschied. Auch bei den UK Open lief nichts zusammen, er verlor schon seine Auftaktpartie gegen Dean Winstanley mit 4:6 und schied aus. Über das gesamte Jahr konnte er dann kaum Erfolge einfahren. Auch auf der Pro Tour kam er nie über das Achtelfinale hinaus. Trotzdem reichte es für die Qualifikation zu den Player Championship Finals, wo er allerdings mit 4:6 an Dave Chisnall scheiterte.

Die WM 2017 sollte Kevin dann eigentlich verpassen. Er hatte sich nicht qualifiziert. Weil aber Kyle Anderson kein Visum bekam, wurde Painter nachberufen und durfte doch noch teilnehmen. Er gewann in der ersten Runde auch tatsächlich mit 3:1 gegen Jamie Caven, unterlag dann aber mal wieder Phil Taylor mit 0:4. Anfang 2017 sah es dann so aus, als könne Kevin vielleicht doch nochmal zu alter Stärke finden. Bei einem UK Open Qualifier Event erreichte er nach Siegen über Dean Stewart, Antonio Alcinas, Daryl Gurney, Terry Jenkins, Raymond van Barneveld und Michael Smith mal wieder das Halbfinale eines Pro Tour Turniers. Zwar unterlag er dort Michael van Gerwen mit 2:6, konnte aber trotzdem zufrieden sein. Bei den UK Open selbst hatte er dann ein wenig Pech, als er Chris Dobey nach tollem Kampf bereits in der ersen Runde mit 8:10 unterlag und ausschied. Das Jahr von Kevin war dann gar nicht mal so schlecht. Obwohl er sich für keines der Major Turniere über das Jahr qualifizieren konnte, erreichte er auf der Pro Tour immerhin mal wieder ein Endspiel. Mit einem 6:2 gegen Mike de Decker gestartet, legte er einen 6:4-Erfolg gegen Vincent van der Voort nach. Dem 6:4-Sieg über Jamie Lewis folgten dann die Siege gegen Mervyn King(6:2) und Gerwyn Price(6:5), sodass er in der Vorschlussrunde stand. Dort behielt er beim 6:3 gegen Jermaine Wattimena die Nerven und musste im Finale gegen Kyle Anderson ran. Gegen den damals formstarken Australier hatte er jedoch das Nachsehen und verlor mit 2:6. Die gute Leistung sorgte dafür, dass er Ende des Jahres mit den Players Championship Finals doch nochmal an einem größeren Event teilnahm. Gegen James Wade verlor er dort jedoch schon in der ersten Runde mit 4:6 und schied aus.

Im Jahr 2018 nahm Kevin Painter bereits an seiner verbandsübergreifenden 21. Weltmeisterschaft in Serie teil, seiner 17. unter dem Banner der PDC. In der ersten Runde bekam er es mit Mensur Suljovic zu tun, hatte bei der 0:3-Pleite jedoch keine echte Chance. Sehr wütend wurde er dann, als er sich nicht für die UK Open 2018 qualifizieren konnte und seinem Ärger über sich selbst auch über die sozialen Medien Luft machte.

Tobias Gürtler

Kevin Painter Interview


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