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Jamie Caven

Jamie Caven

Jamie Caven wurde am 10. März 1976 (Alter heute 41 Jahre) in Leicester/England geboren. Er begann seine Profikarriere 2007 direkt in der Professional Darts Corporation(PDC).

Gegenwärtig spielt Caven mit 23 Gramm schweren Unicorn Darts. Sein Spitzname lautet "Jabba" und seine Einlaufmusik ist Tom Hark von den Piranhas.

Bereits in seiner Jugend konnte Jamie Caven große Erfolge feiern. Er kam durch seinen Vater zum Darts und spielte als Kind viele lokale Turniere. Durch seine guten Leistungen spielte er auch bei den World Youth Masters 1993 mit. Dort konnte er sogar den Sieg davontragen. Dies ist alles sehr beachtlich, da „Jabba“ wegen eines Bienenstiches auf einem Auge blind ist. Desweiteren hat er es als Diabetiker manchmal ebenfalls sehr schwer, die Konzentration auf der Bühne hoch zu halten.

Nachdem er in den frühen 2000er Jahren auch einige Pro Tour Turniere der PDC mitspielte und bemerkte, dass er soweit ist, entschied er sich 2007 Profi zu werden. Bereits in seinem ersten Jahr gelang es ihm, sich für die PDC Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Er schaffte es über ein Qualifikationsturnier. Bei der WM zeigte er dann eine tolle Leistung. In der ersten Runde bezwang er Wes Newton klar und deutlich 3:0. In Runde zwei war jedoch Feierabend. Sein Gegner war Wayne Mardle und dieser war noch zu stark. 1:4 unterlag „Jabba“. Sein erstes Finale erreichte Jamie bei einem Players Championship Turnier in Wales 2008. Ihm gelangen u.a. Siege über Andy Hamilton und Barrie Bates(beide 3:0) sowie Peter Manley(3:1). Im Finale unterlag er dann aber Ronnie Baxter mit 0:3. Diese guten Leistungen bestätigte er nur ein paar Wochen später bei einem Players Championship Turnier in Irland. Dort bezwang er Kirk Shepherd, Roland Scholten und Ronnie Baxter, ehe er im Halbfinale mit 1:3 gegen Raymond van Barneveld scheiterte.

Jamie Caven Auch für die Weltmeisterschaft des Jahres 2009 konnte sich Jamie qualifizieren. In dem Jahr kam er über die erste Runde jedoch nicht hinaus. In einer engen Partie war es letztlich Mark Walsh, welcher 3:2 gewann. Ähnlich lief es auch bei den Players Championship Finals des Jahres 2009. Dort unterlag er Colin Lloyd in der ersten Runde mit 1:6 und musste sich somit schon früh aus dem Turnier verabschieden. Besser lief es bei den UK open des gleichen Jahres. Steve Dolan(9:1) und Jelle Klaasen(9:6) konnte er mehr oder weniger souverän bezwingen. Auch Alex Roy schlug er mit einem 9:3 deutlich und erreichte so das Viertelfinale. Dort aber unterlag er dem späteren Finalisten Colin Osborne 3:10 und schied somit aus. Bei einem Players Championship Turnier in Barnsley konnte er dafür Revanche nehmen, als er Osborne im Halbfinale mit 6:5 bezwang. Doch das Finale verlor er 4:6 gegen Mark Walsh. Ein Erstrundenaus musste „Jabba“ dann bei den Las Vegas Desert Classics verkraften. 3:6 unterlag er Phil Taylor. Auch beim World Matchplay 2009 kam Jamie nicht weit. Nach einem deutlichen 3:10 war James Wade der strahlende Sieger. Doch herausragende Leistungen mit tollen Siegen über Kevin Painter(6:1) und Brendan Dolan(6:2) sowie im Finale Steve Beaton(6:2) brachten Jamie, in einem Players Championship Turnier in Österreich, seinen ersten Turniersieg ein. Ernüchterung dann jedoch beim World Grand Prix. Bereits in der ersten Runde unterlag Jamie Wes Newton mit 0:2 und schied aus. Unglücklich verlief dann die Europameisterschaft. Nach einem 6:4 über Terry Jenkins, verlor Jamie denkbar knapp mit 8:9 gegen Jelle Klaasen.

Jamie Caven Seine dritte PDC Weltmeisterschaft war keine gute für Caven. Der Mann aus Leicester verlor sein Auftaktmatch gegen Gary Anderson mit 2:3 und verabschiedete sich somit früh aus dem Turnier. Auch bei den Players Championship Finals 2010 verlor Jamie sein erstes Match. 2:6 verlor er gegen Michael van Gerwen. Ein Sieg über Steve Beaton machte ihm Hoffnung bei den UK Open, jedoch unterlag er seine zweite Partie gegen „Pie Man“ Andy Smith 5:9 und flog somit erneut früh raus. Das 7:10 gegen Ronnie Baxter bedeutete ein erneut schwaches Turnier beim World Matchplay. Besserung gab es erst bei den European Darts Championship 2010. Dort siegte er 6:2 gegen Gary Anderson und 10:6 gegen Barrie Bates. Im Viertelfinale war Terry Jenkins jedoch zu stark und so musste Caven eine 6:10-Pleite hinnehmen. Die dennoch guten Leistungen verliehen „Jabba“ ein wenig mehr Schwung und so zeigte bei einem Players Championship Turnier in Kanada wieder mal aus welchem Holz er eigentlich geschnitzt ist. Siege über u.a. Justin Pipe, Andy Hamilton und Dennis Priestley brachten Caven ins Finale. Dort besiegte er Michael van Gerwen mit 6:4 und gewann das Turnier. Ähnlich stark präsentierte er sich wenig später in Irland. Starke Siege über Terry Jenkins, Paul Nicholson, Jelle Klaasen und Michael Mansell brachten ihn erneut ins Finale. Erneut konnte er hier ein Players Championship Turnier gewinnen, da er Ronnie Baxter im letzten Turniermatch mit 6:5 schlagen konnte. Auch der großen Bühne wollte es jedoch nicht so wirklich klappen. Mit 1:2 unterlag er beim World Grand Prix gegen Andy Smith, bei der Championship League of Darts schied er als Siebenter auch direkt aus seiner Qualifikationsgruppe aus.

Jamie Caven Die PDC World Darts Championship 2011 sollten wieder für bessere Stimmung sorgen und es sah auch gut aus. Er gewann sein erstes Match gegen Devon Petersen mit 3:1. In der zweiten Runde unterlag er Colin Osborne allerdings deutlich 0:4. Auch bei den ersten Players Championship Finals 2011 sollte die zweite Runde Endstation sein. Zunächst bezwang er Barrie Bates 6:1, doch verlor in der Folge mit 4:8 gegen Andy Smith. Nichtsdestotrotz siegte „Jabba“ erneut bei einem Players Championship Turnier. Es fand in Derby statt. Er besiegte mit Peter Wright, Dave Chisnall und Ronnie Baxter auch keine unbeschriebenen Blätter der Darts-Szene. Sein Finalsieg über Adrian Lewis(6:2) war dann die Krönung.

Doch schon bei den UK Open 2011 lieg es wieder alles andere als gut. „Jabba“ verlor seine erste Partie gegen Steve Beaton mit 2:9. Katastrophal dann das World Matchplay. Er traf auf James Wade und verlor mit einem Whitewash 0:10. Auch die Europameisterschaft lief wenig erfreulich, 3:6 verlor Jamie gegen Gary Anderson. Es wollte dem sympathischen Mann aus Leicester einfach nichts mehr gelingen. So verlor er auch sein erstes Match beim World Grand Prix mit 0:2 gegen Denis Ovens. Nachdem er bei der Championship League of Darts 2011 dann in der ersten Qualifikationsgruppe immerhin Platz fünf erreichte und so nur knapp am Halbfinale vorbeischrammte, gab es das nächste Desaster bei seinem zweiten Versuch, sich für die Endrundengruppe zu qualifizieren. Jamie verlor alle seine sieben Matches und schied somit ohne jeglichen Punkt aus.

Jamie Caven Nachdem ihm bei den zweiten Players Championship Finals des Jahres 2011 erneut nicht viel gelang, er unterlag Scott Rand 2:6, schien auch die Weltmeisterschaft 2012 ein Flop zu werden. Genau so kam es dann auch. Jamie unterlag Roland Scholten in der ersten Runde 1:3, die Krise hielt an. Sehr überraschend, fast aus dem Nichts, zeigte Jamie dann bei den UK Open eine tolle Performance. Siehe über Alan Tabern(9:6), Mark Hylton(9:7) und Joe Cullen(9:8) beförderten „Jabba“ ins Viertelfinale. Dort unterlag er zwar Denis Ovens mit 6:10, doch es war ein Zeichen, auch an ihn selbst, dass er es doch eigentlich kann. Dementsprechend zeigte er sich auch bei der Championship League of Darts wiedererstarkt. Er gewann seine erste Qualifikationsgruppe, scheiterte jedoch im Halbfinale an Mark Walsh. Bei seinem zweiten Versuch wurde er Gruppendritter, gewann im Halbfinale gegen Robert Thornton und schlug im Finale auch noch Paul Nicholson, er qualifizierte sich somit für die Endrundengruppe. Auch dort bestätigte er seine wachsende Form. Er wurde Zweiter in der Gruppe hinter Phil Taylor. Im Halbfinale unterlag er dann jedoch Simon Whitlock mit 4:6, dennoch, sehr starke Leistungen von Jamie.

Das 3:6 in den Players Championship Finals gegen Simon Whitlock wog dann auch nicht ganz so schwer. Das 2:3 in der ersten Runde der WM gegen John Bowles hingegen enttäuschte Jamie dann schon wieder sehr. Doch er schien nicht wieder in ein Loch zu fallen. In Wigan gelang ihm bei den Players Championship Turnieren der Sieg an beiden Tagen. Am ersten Tag besiegte er u.a. Kim Huybrechts, Kevin Painter, Robert Thornton und Paul Nicholson. Am zweiten Tag schlug er Robert Thornton ein weiteres Mal und spielte beim 6:4-Finalsieg über Jelle Klaasen einen unfassbaren 3-Dart-Average von 110,68.

Jamie Caven Durch ein unglückliches Los gab es in der Folge jedoch ein frühes Aus bei den UK Open. Sein Gegner war James Wade und Caven unterlag mit 7:9. Ein Turnier, was er so schnell nicht vergessen sollte, war die Europameisterschaft 2013. Ein 6:0 über Dave Chisnall und ein 10:2 über James Wade schienen ein tolles Turnier zu prophezeien. Als er dann auch noch mit 9:3 gegen Simon Whitlock führte, schien alles klar. Doch dann kam der Bruch, Jamie gewann kein Leg mehr und verlor gegen den Australier mit 9:10. Es war eines der bittersten Matches seiner Karriere bis dahin. Doch auch beim World Matchplay zeigte er, dass er Matches gegen starke Gegner gewinnen kann. Wes Newton besiegte er in Runde eins mit 10:8. Doch in der zweiten Runde unterlag er dann Dave Chisnall mit 10:13. Ein erneut unglückliches Los erwischte Caven beim World Grand Prix 2013. Er traf auf Phil Taylor und verlor mit 1:2. Auch bei der Championship League of Darts konnte „Jabba“ nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. In den Qualifikationsgruppen erreichte er Platz sechs und beim zweiten Versuch Platz sieben und schied so aus. Einem 6:3-Erfolg gegen Colin Lloyd folgte bei den Players Championship Finals dann ein 4:9 gegen Justin Pipe in der zweiten Runde.

Die WM lief dann aber wieder etwas besser. In der Auflage von 2014 startete er mit einer herausragenden Performance ins Turnier. Er bezwang Jelle Klaasen in einem sehr rasanten Match mit 3:1. In der zweiten Runde traf er auf Raymond van Barneveld und brachte auch ihn an den Rand einer Niederlage. Barney musste alles geben und gewann am Ende auch sehr knapp mit 4:3. Überraschend früh musste sich Jamie dann aber bei den UK Open aus dem Turnier verabschieden. Er verlor sein erstes Match gegen Kevin Dowling 3:5. Beim World Matchplay zeigte er zwar wieder eine bessere Leistung, dennoch war Gary Anderson zu stark. So verlor Jamie letztlich mit 8:10 gegen den „Flying Scotsman“.

Ein weiteres frühes Aus folgte beim World Grand Prix. Caven unterlag Peter Wright trotz guter Leistung mit 1:2. Immerhin einen Sieg fuhr er bei der European Darts Championship ein. In Runde eins bezwang er dort Mensur Suljovic 6:2. Gegen Jelle Klaasen musste er sich in der Folge aber mit 7:10 geschlagen geben. Nachdem Jamie sich eine Wild Card für den Grand Slam of Darts erarbeiten konnte, enttäuschte er dort auf ganzer Linie. Er wurde in seiner Gruppe ohne jeglichen Punkt Letzter, verlor gegen James Wade, Tony O’Shea und Mervyn King. Einige wichtige Siege holte er sich allerdings bei den Players Championship Finals. Jamie besiegte Ian White mit 6:4 und konnte auch gegen Robert Thornton einen knappen 10:9-Erfolg erringen. Im Viertelfinale war dann allerdings schon wieder Schluss. „Jabba“ unterlag Adrian Lewis hauchdünn mit 9:10.

Nachdem Caven bei der WM 2015 Jason Hogg in Runde eins mit 3:2 besiegen konnte, kam es wie im Vorjahr zum Duell mit Raymond van Barneveld in der zweiten Runde. Wie schon 2014 war es eine sehr gute und enge Partie, die Caven aber am Ende 3:4 verlor. Ein überraschend deutliches 9:3 gegen Terry Jenkins brachte Jamie das Lächeln zurück ins Gesicht, allerdings nicht für lange. Nur eine Runde später schied er nämlich aus. Er verlor sein Match mit Devon Petersen 6:9.

Tobias Gürtler

Jamie Caven Fakten
Name Jamie Caven Spitzname Jabba
Geburtsort Leicester, England Geburtstag 10.3.1976
Darts 23g Unicorn PDC seit 2007
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