Scott Mitchell


Scott Mitchell ist ein englischer Dartspieler, der am 5. Juni 1970 in Bournemouth geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „Scotty Dog“ bekannt. Seinen ersten Auftritt auf einem größeren Turnier hatte Scott im Jahr 2007 bei den UK Open. Im Anschluss daran spielte er aber fast ausschließlich für die British Darts Organisation und hatte schon früh einige Erfolge vorzuweisen. So kam er bereits 2008 in seine ersten beiden Endspiele und gewann 2009 mit dem England Classic sein erstes Turnier. Er spielte auch in den nächsten Jahren durchaus gutes Darts, jedoch wollte der ganz große Durchbruch zunächst einfach nicht gelingen. Trotzdem qualifizierte er sich regelmäßig für größere Turniere und erreichte bei den Zuiderduin Masters 2012 auch immerhin mal ein Halbfinale auf großer Bühne. Ende 2014 legte er dann aber plötzlich nochmal an Form zu und gewann fünf Turniere, sodass er mit viel Selbstvertrauen in die Weltmeisterschaft 2015 ging. Dort überraschte er alle, als er sich ins Finale spielte und dort die Nerven gegen Martin Adams behielt um sich nach einem 7:6 tatsächlich den Weltmeistertitel zu sichern. Diesen Schwung nahm er mit und spielte auch danach deutlich stärker als zuvor. Er erreichte je zwei Mal die Halbfinals beim World Masters und Zuiderduin Masters und war von 2015 an immer beim Grand Slam of Darts vertreten.

Scott Mitchell Fakten
Name Scott Mitchell Spitzname Scotty Dog
Geburtsort Bournemouth, England Geburtstag 5.6.1970
Darts 25g Winmau Walk-On Song Let The Dogs Out
spielt seit 1986 BDO 2007-heute

Unter dem Radar(2007-2014)

Scott Mitchell entschied sich erst spät dem Dartsport konsequenter nachzugehen. Der heute 48-Jährige hatte noch einige andere Hobbys und so nahm er erst mit 37 Jahren bei einem größeren internationalen Turnier teil. Dies waren die UK Open im Jahr 2007, wo er allerdings bereits seine zweite Partie gegen Jelle Klaasen verlor und ausschied. Anschließend spielte er vornehmlich für die BDO und konnte dort auch früh einige Erfolge feiern. Er kam in die Endspiele des Pontins May Day Darts Festivals und der Swedish Open, musste aber bis 2009 auf seinen ersten Turniersieg warten. Beim England Classic schlug er im Endspiel Steve Douglas und schnappte sich den Titel. Bei den Swiss Open des gleichen Jahres legte er dann noch einen drauf, als er sich gegen Paul Carter durchsetzte. Ein Titel, den er im Jahr drauf auch verteidigen konnte. Er schaffte es allerdings nur selten auf den größeren Turnieren für Aufmerksamkeit zu sorgen. Er schwamm ein wenig unter dem Radar. Zwar waren seine Erfolge nicht schlecht, er erreichte viele Halbfinals und Endspiele, doch in der Wahrnehmung fehlte noch ein größerer Knall.

Dieser sollte in den nächsten Jahren zunächst weiter ausbleiben. Nach einem durchaus guten Viertelfinale bei den Zuiderduin Masters 2011, konnte er dieses Ergebnis im Jahr darauf mit seinem ersten Major Halbfinale aber immerhin toppen und sich damit erstmals einer breiteren Masse als ernstzunehmender Kontrahent präsentieren. Er unterlag dort letztlich Stephen Bunting mit 1:3. Er verbesserte sich im Anschluss nochmal deutlich, erlebte aber einen herben Rückschlag beim World Masters 2013, als er völlig überraschend in der zweiten Runde gegen Andy Boulton unterlag und rausflog. Aus dieser Niederlage nahm er aber tatsächlich neuen Schwung mit. Er erreichte das Halbfinale bei den BDO International Open 2014 und sollte gegen Ende des Jahres erneut einen großen Schub bekommen. Er holte sich noch fünf Turniersiege, kam ins Viertelfinale des World Masters und hatte lediglich bei den Zuiderduin Masters mit dem Gruppenaus die Erwartungen nicht erfüllt.

Plötzlich Weltmeister(2015-heute)

Erwartungen hatte er nun auch an die Weltmeisterschaft, jedoch hatte keiner damit gerechnet, was er abliefern sollte. Bei der Auflage von 2015 setzte er sich in einem engen Duell mit 3:2 gegen Tony O’Shea durch und konnte sich danach stetig verbessern. Dank eines 6:0 gegen Jeff Smith erreichte er das Finale und traf auf Martin Adams. Gegen diesen verpasste er einige Matchdarts, sodass es lange Zeit offen blieb. Nachdem Adams dann an einem 121’er Finish auf Bull scheiterte, holte sich Mitchell auf Tops tatsächlich doch den 7:6-Sieg und den Weltmeistertitel. Von diesem Moment an wurde Mitchell mit anderen Augen gesehen. Die Erwartungen stiegen, doch diese konnte er zumeist erfüllen. Zwar sollte es zunächst nicht für einen weiteren Major Erfolg reichen, trotzdem gewann er weiterhin immer wieder kleinere Turniere und blieb in den Spitzenrängen der BDO Order of Merit. Gefestigt wurde diese Position durch je zwei weitere Halbfinals beim World Masters sowie den Zuiderduin Masters. So kam es auch, dass er sich seit 2015 immer wieder für den Grand Slam of Darts qualifizieren konnte, wo er allerdings bislang noch nie über die Gruppenphase hinaus kam.

Scott Mitchell Chronologie

Scott Mitchell wurde am 5. Juni 1970 (Alter heute 48 Jahre) in Bournemouth/England geboren. Er begann seine Profikarriere 2007 in der British Darts Organisation(BDO). Gegenwärtig spielt Mitchell mit 25 Gramm schweren Winmau Darts. Sein Spitzname ist „Scotty Dog“ und seine Einlaufmusik ist „Who let the dogs out“ von Baha Men.

Das erste größere Turnier, das Scott Mitchell besuchte, waren die UK Open im Jahr 2007. Dort konnte er gegen Brian Cathcart auch tatsächlich einen 8:4-Erfolg einfahren, unterlag aber nur eine Runde später gegen Jelle Klaasen mit dem gleichen Ergebnis. Beim World Masters 2007 konnte er dann ebenfalls eine durchaus ansprechende Leistung zeigen. Nach dem er gegen Piet-Jan Veenendaal weiterkam, schlug er Giovanni Martinis mit 3:1 und Robert Hughes mit 3:2. Ebenfalls mit 3:2 bezwang er danach Robert Alford, ehe er in der Runde der letzten 24 Ross Montgomery 1:3 unterlag. Im Jahr 2008 erreichte Scott dann erstmals ein Finale. Beim Pontins May Day Darts Festival schlug er Ian Brand und Andy Keen, ehe er das Endspiel gegen Brian Woods knapp mit 2:3 verlor. Auch bei den Swedish Open erreichte er das Endspiel, welches er jedoch gegen Scott Waites verlor. Dafür konnte er beim England Classic durch einen Finalerfolg über Steve Douglas seinen ersten Turniersieg feiern. Bei den Swiss Open ein Jahr später, legte er dann nochmal nach. David Miklas konnte er mit 2:0 besiegen, Martin Atkins ebenso. Im Halbfinale schlug er dann auch noch Mareno Michels mit 3:2, bevor er sich mit einem 3:0 über Paul Carter den Titel sicherte. Immerhin bis ins Viertelfinale ging es für Mitchell bei den BDO International Open 2009. Nach Stephen Hayton schlug er noch Andy Boulton, verlor allerdings im Viertelfinale mit 1:2 gegen Steve Johnson und schied aus. Sonderlich weit ging es auch beim World Masters 2009 nicht, wo er bereits in der Runde der letzten 72 gegen Craig Baxter mit 1:3 verlor und ausschied.

Im Jahr 2010 gab Scott Mitchell dann sein WM-Debüt. In seiner ersten Partie bekam er es mit dem Nordiren Daryl Gurney zu tun, gegen den er jedoch direkt mit 2:3 verlor und ausschied. Dafür konnte Mitchell im Jahr 2010 seinen Titel bei den Swiss Open verteidigen. Im Endspiel schlug er dort Fabian Roosenbrand mit 3:1. Auch bei den International Open bestätigte er die Leistung des Vorjahres. Zwar schlug er Mark Kneebone und Jamie Robinson, verlor aber 1:2 gegen Martin Adams im Viertelfinale. Nachdem er dann auch beim World Masters erneut in der Runde der letzten 72 ausschied, dieses Mal mit 0:3 gegen Martin McCloskey, zeigte er sich auch beim Zuiderduin Masters 2010 nicht sonderlich stark. Zwar schlug er Gino Vos mit 5:2, verlor jedoch 3:5 gegen Stuart Kellett und schied als Gruppenzweiter aus. Auch bei der WM 2011 schied er schon nach einem Match aus, nachdem er Jan Dekker mit 0:3 unterlag. Dafür lief es beim Zuiderduin Masters im gleichen Jahr besser. Mitchell konnte in seiner Gruppe Remon Hurrebrink und Robbie Green bezwingen und ins Viertelfinale einziehen. Dort verlor er dann allerdings mit 2:3 gegen Martin Adams und schied aus. 2012 erreichte er beim World Masters dann erstmals das Achtelfinale, nachdem er Andy Boulton mit 3:1 bezwungen hatte. Gegen James Wilson verlor er dann jedoch mit 0:3. Mit etwas Glück konnte er dann die gute Leistung des Vorjahres beim Zuiderduin Masters nochmal aufbessern. In der Gruppenphase verlor er zwar seine Auftaktpartie gegen Michel van der Horst mit 3:5, gewann dann aber mit 5:1 gegen Bryan de Hoog und kam so knapp ins Viertelfinale. Dort konnte er dieses Mal ebenfalls einen Sieg einfahren, schlug Tony O’Shea mit 3:1. Gegen den späteren Sieger Stephen Bunting war im Halbfinale dann jedoch Schluss. Mit 1:3 verlor Scott die Partie und schied aus. Die Weltmeisterschaft 2013 war für Scott Mitchell dann immerhin ein kleiner Erfolg, denn er konnte sein erstes Match bei einer WM gewinnen. In der ersten Runde schlug er Mark Barilli mit 3:2, verlor allerdings mit 1:4 gegen Robbie Green und schied direkt aus. Nachdem er sich den Sieg bei den Sunparks Masters durch einen 3:0-Erfolg über Martin Adams sichern konnte, musste beim Zuiderduin Masters seinen nächsten Rückschlag hinnehmen. Er verlor seine Gruppenspiele gegen die Niederländer Wesley Harms und Jan Dekker und schied direkt aus. Die Schwankungen schienen sich fortzusetzen, denn bei den International Open 2014 schlug er dann Nigel Lamb, Richie George und Jamie Hughes um ins Halbfinale einzuziehen. Dort verlor er allerdings gegen Martin Adams. Eine gute Serie an Turniersiegen, darunter das England Matchplay nach Siegen über Wesley Harms, Gary Robson und Garry Thompson, gab Mitchell neuen Schwung.

Die Leistung bei der Weltmeisterschaft 2015 überraschte dann aber doch jeden. Nachdem er zuvor nie über die zweite Runde hinaus kam, schlug er dieses Mal schon in Runde eins Tony O’Shea mit 3:2 und legte ein 4:2 gegen Geert de Vos nach. Brian Dawson und Jeff Smith waren Mitchells nächste Opfer, sodass er tatsächlich ins Endspiel einzog. Dort lieferte er sich einen harten Kampf gegen Martin Adams, den er am Ende mit 7:6 für sich entschied und so tatsächlich den Weltmeistertitel gewann. Die Wahrnehmung von Mitchell war fortan eine andere und so holte er sich auch 2015 einige Turniersiege, so zum Beispiel beim England Masters wo er Dean Reynolds im Finale 6:5 besiegte. Im Jahr 2015 feierte Mitchell auch sein Debüt beim Grand Slam of Darts, wo er zwar einen 5:1-Sieg gegen Dave Chisnall feierte, jedoch zuvor bereits zwei Niederlagen gegen Peter Wright und Mervyn King kassierte und damit bereits ausgeschieden war. Seinen WM-Titel konnte er im Jahr 2016 dann nicht verteidigen. Zwar startete er gut ins Turnier und holte Erfolge gegen Craig Caldwell(3:2) und Mark McGeeney(4:3), jedoch war im Viertelfinale nach einer 3:5-Pleite gegen Richard Veenstra Schluss. Auch ein Auftaktsieg beim Grand Slam 2016 brachte ihn dieses Mal nicht ins Achtelfinale. Gegen Adrian Lewis überzeugte er vollends, setzte sich mit 5:1 durch. Doch er verlor im Anschluss gegen Benito van de Pas und Chris Dobey und schied doch noch aus. Nachdem er beim World Masters zuvor selten überzeugen konnte, erreichte er bei der Auflage von 2016 dann erstmals auch das Halbfinale. Auf dem Weg feierte er Siege gegen Oskar Lukasiak, Geert de Vos und Darryl Fitton, ehe er mit 2:5 an Mark McGeeney scheiterte. Das Halbfinale erreichte er daraufhin auch beim Zuiderduin Masters. In der Gruppenphase schlug er Scott Waites mit 5:1 und Andy Baetens mit 5:3. Im Viertelfinale schlug er Dean Reynolds dann mit 3:2, verlor jedoch in der Vorschlussrunde mit 0:3 gegen den späteren Sieger Glen Durrant.

Das Jahr 2017 startete dann für Mitchell nicht zufriedenstellend. In der ersten Runde der Weltmeisterschaft konnte er zwar gegen Mark McGrath mit 3:0 gewinnen, in der zweiten verlor er jedoch bereits mit 2:4 gegen Geert de Vos und schied damit aus. Einen tolle Erfolg feierte Mitchell bei den England National Championships 2017, wo er sich gegen Shaun Carroll, Sven Verdonck, Ross Montgomery und Geert de Vos durchsetzte um ins Endspiel einzuziehen, welches er gegen Paul Hogan auch noch mit 5:3 gewann und sich so den Sieg sicherte. Auch die BDO International Open verliefen gut aus Sicht von Scott, der mit einem 4:2 gegen Scott Barker startete. Danach schlug er dann Richard Veenstra mit 4:3 und zog durch ein 5:4 gegen Jamie Hughes ins Endspiel ein. Dieses verlor er dann jedoch mit 3:6 gegen James Hurrell. Erneut kam Mitchell beim Grand Slam dann nicht über die Gruppenphase hinaus. Gegen Jeffrey de Zwaan siegte er mit 5:3, verlor aber gegen Dave Chisnall 2:5 und im Entscheidungsspiel gegen Stephen Bunting mit 4:5. Immerhin bis ins Halbfinale ging es für Mitchell beim Zuiderduin Masters. In der Gruppe setzte er sich gegen Rick Hofstra und Ross Montgomery durch, ehe er im Viertelfinale Darius Labanauskas mit 3:0 besiegte. Gegen den späteren Sieger Danny Noppert war nach dem 2:3 im Halbfinale dann allerdings Schluss. Auch die Weltmeisterschaft 2018 verlief nicht nach Plan für Scott. Er gewann in der ersten Runde nur knapp mit 3:2 gegen Darius Labanauskas, verlor aber erneut bereits in Runde zwei. Diese Mal war es Andy Baetens, der ihn 4:2 besiegen konnte. Beim World Masters des gleichen Jahres ging es für Scott dann zum zweiten Mal in seiner Karriere ins Halbfinale. Nach dem 3:1 gegen Shane McGuirk besiegte er Willem Mandigers mit 3:2. Ein klares 4:0 gegen David Copley brachte ihn in die Vorschlussrunde, wo er gegen Glen Durrant nahezu chancenlos war und mit 2:5 verlor. Erneut sollte es beim Grand Slam dann nicht für die KO-Runde reichen. Scott verlor zum Auftakt mit 2:5 gegen Mensur Suljovic, legte aber einen 5:1-Erfolg über Martin Schindler nach. Sein Entscheidungsspiel gegen Stephen Bunting verlor er aber klar mit 1:5 und so landete er am Ende auf dem dritten Platz in der Gruppe.

Tobias Gürtler


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