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Rusty-Jake Rodriguez

Rusty-Jake Rodriguez wurde am 24. Dezember 2000 in Wien geboren. Sein Spitzname lautet „Dartterminator Junior“. Derzeit ist er mit 22g Bull´s Signature Darts auf der Tour unterwegs.

Rusty stammt aus einer wahren Darterfamillie. Bereits im Alter von einem Jahr hielt der heute 20-Jährige das erste Mal Pfeile in der Hand. Laut eigener Aussage spielte er im zarten Alter von drei Jahren regelmäßig Darts. Genau wie seine beiden älteren Brüder (Rowby-John und Roxy-James Rodriguez), die ebenfalls auf dem PDC-Circuit unterwegs sind, wurde er von seinem Vater zum Dartsport gebracht. Er trainierte schon im jungen Alter oft mit der österreichischen Nummer eins Mensur Suljovic, die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft.

Rusty-Jake Rodriguez Fakten
Name Rusty-Jake Rodriguez Spitzname Dartterminator Junior
Geburtsort Wien Geburtstag 24.12.2000
Darts 22g Bull´s Profi seit 2017

Die Anfänge bei der WDF und erste Titel (2013-2016)

Bereits im Alter von zwölf Jahren debütierte Rodriguez beim Europe Youth Cup in der österreichischen Jugendnationalmannschaft. Bei den Jugendturnieren der WDF feierte Rusty sogleich erste Erfolge. 2014 erreichte er bei den Czech Open das Halbfinale, beim World Masters wurde er Neunter.

Den ersten internationalen Titel holte Rusty 2015 bei den Austrian Open, um nur wenige Monate später einen zweiten bei den Czech Open folgen zu lassen. Auch im WDF World Cup im Einzel der Junioren ließ Rodriguez aufhorchen. Bis ins Finale ging die Reise für den „Dartterminator Junior“, wo er von Michael Verberk mit 6:3 geschlagen wurde.

2016 konnte Rusty weiter gute Ergebnisse auf der Jugendtour der WDF einfahren. Beim German Open ging es bis ins Endspiel, in welchem sich das niederländische Talent Justin van Tergouw als eine Nummer zu groß erwies. Auch beim Herrenturnier versuchte sich der damals 15-jährige Wiener nur einen Tag später und landete mit den Letzten 16 einen Achtungserfolg. Die zweite Jahreshälfte sollte dies noch übertreffen. Erst verteidigte er bei den Austrian Open erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr und gewann in der Folge drei Turniere in Ungarn. Bei den Junioren triumphierte er beim Hungarian Classic und Hungarian Masters auf. Das Meisterstück gelang ihm jedoch beim Hungarian Masters der Herren, als er als einer der jüngsten Spieler aller Zeiten ein WDF-Turnier gewann.

Weltmeister Rusty-Jake Rodriguez

Erste Berührungspunkte mit der PDC (2017-2019)

2017 versuchte sich Rusty erstmals bei der Q-School, konnte jedoch insgesamt nicht genügend Punkte in der Rangliste sammeln. Allerdings machte ihn die Teilnahme zum Associate-Member der PDC, was den jungen Österreicher berechtigte, die Turniere der Developement- und der Challenge-Tour zu spielen. Auch an den Qualifiern zur European-Tour durfte sich Rodriguez nun regelmäßig versuchen.

Seinen ersten Turniersieg bei der PDC verbuchte Rusty bereits in seiner Premierensaison, nachdem er beim 12. Wettbewerb der Developement-Tour Harry Ward im Finale mit 5:1 schlug. Im Juni folgte das nächste Highlight: Rodriguez qualifizierte sich im Host-Nation-Qualifier für sein Heimturnier, die Austrian Darts Open in Schwechat. Sein Bühnendebüt krönte der Wiener mit einem 6:2 Erfolg über Ritchie Edhouse. In Runde zwei gab es ausgerechnet das Duell mit Rusty´s Idol, welches der „Hurricane“ Kim Huybrechts für sich entschied.

„Its definitley Kim Huybrechts.
Kim is my favourite player because he started from the bottom and now he´s at the top only because he has done so good at the european events.”

-Rusty bei einem Interview 2015, auf die Frage wer sein Lieblingsspieler sei.

Im Dezember 2017 spielte der „Dartterminator Junior“ das erste und bisher einzige Mal im Alexandra Palace, im Finale der JDC World Championship. Dort schrieb der damals 16-jährige Wiener Geschichte, da er als erster und bisher einziger deutschsprachiger Spieler den Jugendweltmeistertitel gewann.

Auch 2018 konnte sich Rusty keine Spielberechtigung für die Profi-Tour sichern. Es gelang ihm jedoch, sich auf der European-Tour für die Danish Darts Open und die Dutch Darts Championship zu qualifizieren. Bei der ersten Auflage des Turniers, im dänischen Kopenhagen, gewann Rodriguez sein zweites Bühnenmatch. Den Iren William O´Connor schlug der Wiener im Decider, allerdings war in Runde zwei gegen James Wade Schluss. Auch in dieser Partie konnte sich Rodriguez gut verkaufen, „The Machine“ reichte jedoch ein Break zum 6:4 Matchgewinn.

2019 erreichte der Österreicher zweimal die Runde der Letzten vier auf der Challenge-Tour und einmal auf der Developement-Tour. Beim Austrian Darts Championship 2019, welches am Ende sein Landsmann Mensur Suljovic gewinnen sollte, setzte sich Rusty erneut im Host-Nation-Qualifier durch. Diesmal bezwang er zum Auftakt Ted Evetts mit 6:3, verlor aber gegen Ian White in Runde zwei.

2019-heute

Richtig knapp dran an seinem WM-Debüt war Rodriguez beim Südwest-Europa-Qualifier zur PDC World Darts Championship in Eisenstadt. Die besten Darter aus Italien, Griechenland, Österreich und der Schweiz spielten dort einen Qualifikationsplatz aus. Ohne einmal sein A-Game spielen zu müssen kam Rusty bis ins Finale, wo er, in einem rein österreichischen Match, auf Zoran Lerchbacher traf. 3:0 lag der Steirer bereits vorne, Rodriguez gelang es aber dranzubleiben und die Partie zum 5:5 auszugleichen. Rusty stand im Entscheidungsleg nach 12 Darts gegen den Anwurf bei 50 Rest, musste aber hilflos dabei zusehen, wie Lerchbacher 107 zum 15-Darter und WM-Ticket löschte.

Bei der Q-School 2021, die in einem neuen Format mit Vorrunde und Hauptrunde gespielt wurde, musste Rodriguez im Gegensatz zu seinem Bruder Rowby bereits in der Vorrunde antreten. Dort gelang dem Wiener gleich am ersten Tag der Durchmarsch in die Hauptrunde.

In der zweiten Phase der Q-School 2021 trafen die Qualifikanten aus der Vorrunde auf jene Spieler, die im letzten Jahr die Spielberechtigung für die Pro-Tour verloren hatten. Rodriguez schien zunächst den Schwung aus der Vorrunde mitzunehmen. Am ersten Tag bezwang er auf dem Weg ins Achtelfinale Litauens World-Cup-Teilnehmer Mindaugas Barauskas, Boris Koltsov und Kai Gotthardt. Unter den Letzten 16 gab es dann die erste Niederlage gegen Zoran Lerchbacher.

Die beiden darauffolgenden Tage liefen nicht mehr so gut, Rusty musste jeweils früh den Weg aufs Hotelzimmer antreten. Das brachte den jungen Österreicher vor dem letzten Spieltag in eine unangenehme Position: Er benötigte zumindest ein Viertelfinale, möglicherweise sogar ein Endspiel, um sich über die Rangliste die Tourkarte sichern zu können.

Nach seinem Vorstoß in die Punkteränge durch einen Sieg gegen Sebastian Bialecki, wartete im Achtelfinale mit Christian Kist ein unangenehmer Gegner, gegen den es über die volle Distanz ging. Im Decider behielt Rusty die Nerven und finishte mit der Doppel 16 zum 14-Darter. Dieses Resultat sorgte für eine interessante Situation in der Rangliste der European Q-School. Im Viertelfinale befanden sich fast ausschließlich Spieler, welchen die Tour-Karte rechnerisch nicht mehr zu nehmen war. Somit gab es im Viertelfinale das direkte Duell um die Tourkarte: Robert Marijanovic gegen Rusty-Jake Rodriguez.

Es entwickelte sich ein von Nerven gezeichnetes Match, in dem keiner den ersten Fehler machen wollte. Rusty verlor die Partie mit 3:6 und vergab in fünf der sechs Legs, die er nicht gewann, mehrere Darts auf die Doppelfelder. Somit hatte der junge Wiener die Tour-Karte wegen einer schlechteren Leg-Differenz verpasst und war der „erste Verlierer“ über die European Q-School Order of Merit.

Diese undankbare Platzierung sicherte Rusty allerdings vorläufig einen der ersten Nachrückerplätze für die Pro-Tour, solange keine Challenge-Tour Turniere gespielt werden. Auch für die UK Open 2021 war er so spielberechtigt, schied jedoch zum Auftakt gegen Boris Koltsov aus. Bei seinen Teilnahmen als Nachrücker auf der Pro-Tour erreichte der 20-Jährige zweimal die Achtelfinals.

Größte Erfolge:
JDC World Champion 2017
WDF Hungarian Masters Sieger 2016
2x Achtelfinale PDC Pro Tour
1x Sieg PDC Developement Tour 2017
3x 2.Runde PDC Europe European Tour

Raphael Gruber


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