Robert Marijanovic


Robert Marijanovic ist ein deutscher Dartspieler mit kroatischen Wurzeln. Er wurde am 6. Mai 1980 in Freudenstadt geboren und ist auch unter seinem Spitznamen „Robstar“ bekannt. Bereits im Jahr 2007 begann Marijanovic bei der PDC Turniere zu spielen. Sein erster Erfolg kam aber erst im Jahr 2012, als er sich über das East European Qualifier für die Weltmeisterschaft qualifizierte. Bei der WM selbst nahm er an der Vorrunde teil, unterlag dort jedoch Daryl Gurney knapp mit 3:4 und schied aus. Im Jahr 2013 nahm er dann auch für Kroatien am World Cup of Darts teil und erreichte zusammen mit Tonci Restovic immerhin das Viertelfinale, wo sie an Belgien scheiterten. Nachdem er sich in der Folge auf die European Tour Events beschränkte gelang ihm im Jahr 2014 erneut die Qualifikation zur darauffolgenden Weltmeisterschaft. Bei der Auflage von 2015 konnte er in der Vorrunde Jermaine Wattimena bezwingen, ehe er an Stephen Bunting scheiterte. Eine äußerst positive Wendung nahm Marijanovics Karriere 2018, als er sich die Tour Card erspielte und damit auf der Pro Tour mitspielte. Zudem gewann er Ende des Jahres die Super League, wodurch er sich zum dritten Mal für eine PDC-WM qualifizierte. Dort verlor er jedoch unglücklich gegen Richard North.

Robert Marijanovic Fakten
Name Robert Marijanovic Spitzname Robstar
Geburtsort Freudenstadt, BRD Geburtstag 6.5.1980
Darts 22g Evolution PDC 2007-heute

Von 0 auf WM(2007-2015)

Im März 2007 gab Robert sein Debüt bei einem PDC-Event. Bei einem Players Championship Turnier in Deutschland bekam er es in seinem ersten Spiel direkt mit Mervyn King zu tun und unterlag klar mit 0:3. In den folgenden Jahren spielte er nur selten größere Turniere, sodass seine Leistung beim East European WM-Qualifier im Jahr 2012 sehr überraschend kam. Er konnte dort unter anderem Nandor Bezzeg bezwingen und im Endspiel auch noch Gyula Perle, womit ihm tatsächlich der Sprung zu seiner ersten Weltmeisterschaft gelang. Dort traf er in der Vorrunde auf den damals noch unbekannten Daryl Gurney, gegen den er nur knapp mit 3:4 verlor. Robert hatte aber Lunte gerochen und versuchte nun häufiger an größeren Turnieren teilzunehmen. Zu dieser Zeit trat er noch unter der kroatischen Flagge an und so vertrat er das Land zusammen mit Tonci Restovic auch beim World Cup of Darts 2013. Dort gelang ihnen ein Sieg über Neuseeland, wodurch sie ihre Gruppe hinter Australien auf Platz zwei abschlossen und das Achtelfinale erreichten. Dort überraschte das Team mit einem 5:4-Sieg gegen Nordirland, sodass sie ins Viertelfinale einzogen, wo sie aber an Belgien scheiterten. Im Jahr 2014 probierte er sich dann erneut erfolgreich an der Qualifikation für die PDC-WM. Erneut über den osteuropäischen Qualifier gewann er seine Gruppe und erreicht die Weltmeisterschaft schließlich nach einem 10:7-Erfolg über Boris Krcmar. Bei der WM kam er nach einem Vorrundensieg über Jermaine Wattimena auch tatsächlich in die erste Runde, scheiterte dort aber mit 1:3 an Stephen Bunting.

Der Wechsel ins deutsche Lager(2016-heute)

Robert war dann mit seinen Leistungen nicht vollends zufrieden und so entschied er sich zu einem Wechsel und dem künftigen Antreten unter deutscher Flagge. So nahm er auch an der Super League Deutschland teil. Sonderlich große Erfolge erzielte er damit jedoch zunächst nicht. Im Jahr 2017 erreichte er über die Super League aber das erste World Series Event auf deutschem Boden. Dort unterlag er Phil Taylor in Runde eins mit 2:6. Robert zeigte dafür aber fantastische Leistungen bei der europäischen Q-School im Jahr drauf und erreichte an drei von vier Turniertagen das Viertelfinale. Über die Rangliste erspielte er sich somit die Tour Card und spielte fortan auch auf der Pro Tour. Über das Jahr zeigte er dort ganz anständige Leistungen und qualifizierte sich auch für einige European Tour Events. Zudem nahm er erneut am World Series Event Deutschlands, dieses Mal in der Arena auf Schalke, teil. Dort unterlag er jedoch dem späteren Sieger Mensur Suljovic. Dafür zeigte er sich beim Finale der Super League auf einem fantastischen Niveau. Als bester Spieler über den gesamten Finaltag holte er sich verdient das Ticket für seine dritte WM, wo er in der ersten Runde auf Richard North traf. Dort zeigte er zu Beginn eine gute Leistung, verlor nach 2:0-Führung aber mit 2:3 und schied aus.

Robert Marijanovic Chronologie

Robert Marijanovic wurde am 6. Mai 1980 (Alter heute 39 Jahre) in Freudenstadt, Deutschland geboren. Er begann seine Profikarriere 2007 in der Professional Darts Corporation(PDC). Gegenwärtig spielt Marijanovic mit 22 Gramm schweren Evolution Darts. Sein Spitzname ist „Robstar“ und seine Einlaufmusik ist „Looking for Freedom“ von David Hasselhoff.

Ende März 2007 trat Robert Marijanovic das erste Mal in Erscheinung. An diesem Tag veranstaltete die PDC ein Players Championship Turnier auf deutschem Boden und Robert nahm teil. In der ersten Runde bekam er es dort aber mit Mervyn King zu tun, gegen den er an diesem Tag noch keine Chance hatte. Mit 0:3 unterlag Marijanovic und schied somit aus. Er spielte in den folgenden Jahren nicht sonderlich häufig Turniere der PDC, konnte im Jahr 2011 aber mal die Runde der letzten 64 erreichen. Dafür bezwang er in seinem ersten Match Albin Kulasic mit 6:1, verlor dann aber mit 4:6 gegen Tonci Restovic. Noch stärker zeigte er sich 2012 beim East European Qualifier für die Weltmeisterschaft 2013. Nach einem 6:1 gegen Josef Rucska schlug er Nandor Bezzeg mit 6:5 und Sebastijan Zadravec mit 6:1, sodass er das Endspiel erreichte. Dieses gewann er mit 6:1 gegen Gyula Perle und durfte somit tatsächlich an der WM teilnehmen. Dort musste er in der Vorrunde gegen Daryl Gurney ran, verlor jedoch knapp mit 3:4 und schied somit direkt aus. Im gleichen Jahr nahm Robert dann am World Cup teil. Zusammen mit Tonci Restovic vertrat er dabei Kroatien und holte einen wichtigen Gruppensieg gegen das Team aus Neuseeland. Zwar unterlagen sie mit 1:5 gegen Australien, kamen als Gruppenzweiter aber trotzdem ins Achtelfinale. Dort trafen sie auf die Nordiren, gegen die sie sich mit 5:4 knapp durchsetzten. Im Viertelfinale war dann aber Schluss. Nachdem Tonci gegen Kim Huybrechts verlor, unterlag Robert dessen Bruder Ronny mit 1:4 und so schied Kroatien gegen Belgien aus. Eine durchaus gute Leistung brachte Marijanovic auch bei einem UK Open Qualifier im Jahr 2013. Dort konnte er Denis Ovens und Dan Russell bezwingen, ehe er mit 2:6 an Ronnie Baxter scheiterte.

Robert versuchte sich auch schon an der European Tour. Im Jahr 2014 gelang ihm dann auch seine erste Qualifikation, indem er Magnus Caris mit 6:4 besiegte. Beim Turnier selbst unterlag Marijanovic dann jedoch direkt mit 2:6 gegen Ryan de Vreede und schied aus. Dafür gelang ihm erneut die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft. Beim Eastern European Qualifier im Jahr 2014 gewann er seine Gruppenspiele gegen Dietmar Burger(6:2), Nandor Bezzeg(6:5) und Osmann Kijamet(6:2) und erreichte somit als Gruppenerster das Halbfinale. Dieses gewann er knapp mit 8:7 gegen Michael Rasztovits und brauchte somit nur noch einen weiteren Sieg. Diesen holte er mit 10:7 gegen Boris Krcmar und so fuhr er zum zweiten Mal in den Alexandra Palace. Dort konnte er dieses Mal auch sein Vorrundenduell gegen Jermaine Wattimena gewinnen. Mit 4:3 setzte sich Robert durch und traf so in der ersten Runde auf Stephen Bunting. Der damals amtierende BDO-Weltmeister war dann aber doch eine Nummer zu groß und so unterlag Marijanovic mit 1:3 und musste nach Hause fahren. In den folgenden Jahren spielte er vor allem auf der European Tour und konnte dort auch einige Erfolge feiern. So gelang ihm bei den International Darts Open 2015 ein glatter 6:0-Erfolg über Christian Kist, ehe er in der zweiten Runde nur knapp mit 5:6 an Brendan Dolan scheiterte. Beim European Matchplay des gleichen Jahres besiegte er Dirk van Duijvenbode mit 6:5 und kam so ein weiteres Mal in Runde zwei, wo er allerdings erneut scheiterte, dieses Mal mit 4:6 gegen Benito van de Pas.

Ab 2016 spielte Robert dann unter der deutschen Flagge. Aus diesem Grund nahm er fortan auch an der deutschen Super League teil. Über diese qualifizierte er sich 2017 für das erste World Series Event auf deutschem Boden in Düsseldorf. Dort traf er in der ersten Runde auf Phil Taylor, verlor jedoch mit 2:6. Mit der Etablierung einer europäischen Q-School stiegen auch die Chancen von Robert auf eine Tour Card. Diese ergriff er auch direkt bei der ersten Auflage. Gleich an drei von vier Turniertagen erreichte er das Viertelfinale, wo er gegen Jeffrey de Zwaan, Tytus Kanik und Gabriel Clemens scheiterte. Über die Rangliste gewann er aber dennoch eine Tour Card und spielte fortan also auch auf der Pro Tour mit. Bei einem Players Championship Event in Milton Keynes erreichte er auch recht früh in der Saison mal die Runde der letzten 32. Nach einem 6:2 gegen Aden Kirk schlug er auch Michael Barnard mit 6:3 und schied erst gegen Gary Anderson mit 3:6 aus. Es sollte insgesamt ein sehr gutes Jahr für Robert werden. Drei Mal konnte er die zweite Runde bei European Tour Events erreichen, schlug dafür Andy Boulton, Jermaine Wattimena und Jan Dekker, scheiterte danach aber direkt an Darren Webster und zwei Mal an Daryl Gurney. Für die Qualifikation zur Europameisterschaft fehlten am Ende aber dennoch 4000 Pfund Preisgeld. Über die Super League sollten aber dennoch zwei wichtige Qualifikationen für Marijanovic gelingen. Zunächst nahm er in der Arena auf Schalke am World Series Turnier, den German Darts Masters, teil. Dort unterlag er aber dem späteren Sieger Mensur Suljovic mit 2:6 in der ersten Runde. Außerdem gelang ihm zum dritten Mal die Qualifikation für eine PDC-Weltmeisterschaft. Am Finaltag der Super League schlug er René Berndt mit 8:4 und Stefan Stoyke mit 9:2, ehe er seine tadellose Leistung an diesem Tag mit einem 10:6-Endspielerfolg über Dragutin Horvat krönte. Bei der WM 2019 bekam er es mit Richard North zu tun. Marijanovic zeigte sich zu Beginn nervenstark und war vor allem auf die Doppel einfach sicherer als sein Gegner, wodurch er sich einen 2:0-Satzvorsprung erarbeitete. Auch im dritten Satz führte Robert mit 2:1 und war damit nur ein Leg vom Sieg entfernt, welches er jedoch nicht holte. Eine 2:0-Führung in Satz vier konnte er erneut nicht durchbringen, auch weil er sich bei 70 Punkten Rest keinen Dart auf ein Doppel erspielte. So glich North aus und Marijanovic verlor die Partie noch mit 2:3.

Tobias Gürtler


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