Peter Wright

Peter Wright Peter Wright ist ein schottischer Dartspieler, der am 10. März 1970 in Livingston, Schottland geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „Snakebite“ bekannt, den er wegen seiner Vorliebe für den gleichnamigen Drink bekam. Wright fällt vor allem durch seine bunte Kleidung und den gefärbten Irokesenhaarschnitt auf, den seine Frau Joanne, welche Frisörin ist, ihm zu jedem Spiel, oft passend zur Location, neu färbt. Zudem ist immer eine Schlange auf die Kopfseite gemalt.

Joanne war es auch, die Peter dazu animierte seine Profikarriere wieder aufzunehmen. Zunächst spielte Peter nach seinem frühen Aus bei der BDO-WM größtenteils nur lokale Turniere und kleinere Events. Dann aber schaute er mit seiner Frau den Grand Slam of Darts und erzählte ihr, dass er einige der Teilnehmer dort bereits geschlagen hatte. Aus diesem Grund motivierte Joanne ihn, erneut einen Angriff auf die Weltspitze zu wagen.

Nach zunächst mäßigem Erfolg wollte er seine Karriere 2014 nach der Weltmeisterschaft, auch aus finanziellen Gründen, eigentlich beenden, erreichte dort dann aber überraschend das Endspiel. Dies war sein großer Durchbruch und von da an ging es für ihn in der Weltrangliste stetig nach oben. Er gewann immer mehr Turniere, erreichte immer wieder Endspiele von Major Turnieren und konnte schließlich bei den UK Open 2017 auch seinen ersten großen Titel bei der PDC gewinnen. Mit 119,50 spielte er in der Premier League gegen Gary Anderson zudem den zweithöchsten Average, der je vor TV-Kameras gespielt wurde.

Er erlebte dort allerdings eine seiner größten Niederlagen, als er gleich sechs Matchdarts im Finale gegen Michael van Gerwen vergab und noch verlor. Nach Finalteilnahmen beim World Matchplay und dem Grand Slam konnte er sich dennoch erstmals auf den zweiten Platz der Order of Merit schieben.

Peter Wright Fakten
Name Peter Wright Spitzname Snakebite
Geburtsort Livingston Geburtstag 10.03.1970
Darts 20g Red Dragon Walk-On Song Don't Stop the Party
Major Titel 1 Besonderheiten Bunte Haarpracht & Outfits
9-Darter 2 (0 im TV) PDC 2004-heute

Gut Ding will Weile haben (1995-2013)

Peter Wright startete seine Karriere im Jahr 1995, als er sich für die BDO Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Dort unterlag er jedoch direkt dem späteren Sieger Richie Burnett mit 1:3 und schied aus. In der Folgezeit spielte Wright vor allem im lokalen Ligabetrieb und zeigte sich ab und an bei kleineren Events unter dem Banner der BDO. Seinen nächsten größeren Auftritt hatte Wright bei den World Masters 2001, als er allerdings bereits in der dritten Runde an Alex MacKay scheiterte. Er wechselte dann zwar zur PDC, jedoch spielte er nicht professionell, nahm nicht an allen Turnieren teil. Dies änderte sich in einer Nacht im Jahr 2007. Seine Frau Joanne und er schauten den Grand Slam of Darts und Wright realisierte, dass er viele der Teilnehmer bereits bezwang. Joanne überzeugte den schüchternen Peter einen erneuten Versuch auf dem Profizirkus zu wagen. Sie kreierten den Charakter „Snakebite“ mit seinen bunten Outfits und extravaganten Frisuren und Peter kündigte seinen Job.

2008 spielte er dann erstmals alle Turniere, hatte jedoch kaum Erfolg. In seinem ersten Jahr verdiente er mit dem Sport lediglich rund 1200 Pfund. Doch er gab nicht auf und versuchte es weiter. Er wurde stärker und vor allem auf der Pro Tour zeigte er starke Leistungen, die ihn in der Order of Merit nach oben klettern ließen und ihm die Möglichkeit gaben auch an Major Turnieren wie dem World Matchplay 2009 und der PDC Weltmeisterschaft 2010 teilzunehmen. Bei letztem gab er sein Debüt gegen Michael van Gerwen, verlor jedoch klar mit 1:3. Langsam aber sicher kämpfte er sich weiter nach oben und konnte 2013 in Crawley auch sein erstes Players Championship Turnier gewinnen.


Mr. Entertainment (2014-2015)

Trotzdem schien sich das Leben als Dartprofi finanziell für Wright nicht zu lohnen. Er entschied sich nach der Weltmeisterschaft 2014 seine Karriere an den Nagel zu hängen und wieder zu arbeiten. Jene Weltmeisterschaft war es jedoch auch, die zum Wendepunkt in Peter Wrights Leben werden sollte. Er spielte so gut wie nie zuvor auf einer großen Bühne und erreichte tatsächlich das Finale. Dort unterlag er zwar Michael van Gerwen mit 4:7, eroberte jedoch die Herzen der Dartsfans und entschied sich nach diesem warmen Geldregen doch noch weiter zu machen. Er wurde zur Premier League eingeladen und gewann sein erstes European Tour Event. Peter stieß immer weiter in die Top-10 der Order of Merit vor und etablierte sich weiter in der Weltspitze.

Zudem sorgte er auf der Bühne bei seinem Walk-On für viel Entertainment. Auch während der Spiele unterhielt er die Fans. So animierte er sie oftmals dazu Stimmung zu machen, bevor er ein High Finish auf dem Bullseye zu checken versuchte. Gerade bei Major Turnieren wurde er immer sicherer und erreichte so auch diverse Halbfinals und bei den UK Open, den World Series Finals sowie dem World Cup of Darts 2015 sogar das Endspiel. Der große Wurf blieb ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch noch verwehrt. Allerdings konnte er im Jahr 2015 einen weiteren Meilenstein erreichen, als er das erste 9-Dart-Finish in seiner Karriere bei einem Players Championship Turnier warf. Wright wurde immer gefährlicher und er bewies des Öfteren, dass er auch die besten Spieler der Welt schlagen konnte.


Der erste große Titel (2016-heute)

Nach einer soliden WM mit dem Viertelfinale, erreichte Peter Wright bei den UK Open 2016 erneut das Endspiel, welches er allerdings zum wiederholten Male verlor. Dennoch entwickelte sich Peter in diesem Jahr nochmal weiter. Nur sehr selten kam es vor, dass er nicht mindestens das Viertelfinale eines Turnieres erreichte, sehr häufig lief es sogar noch besser. Insgesamt nahm er an stolzen sieben Endspielen im Jahr 2016 teil und erreichte von Oktober bis Dezember 2016 bei fünf Major Turnieren jeweils mindestens das Halbfinale. So auch bei der Weltmeisterschaft des Jahres 2017, wo er allerdings gegen Gary Anderson verlor.

Noch besser lief das Jahr 2017, wo Peter sich auf der European Tour schnell zum besten Spieler entwickelte. Dort gelang ihm sogar ein Finalsieg gegen Michael van Gerwen, den er mit 6:0 deutlich bezwang. Bei den UK Open fehlte dieser allerdings und so galt Wright als Turnierfavorit. Dieser Rolle wurde er gerecht, als er im Endspiel Gerwyn Price bezwang und mit Tränen der Rührung im Gesicht seinen ersten Major Titel entgegennahm. Bei der Premier League, bei der er im Spiel gegen Gary Anderson mit 119,50 Punkten den zweithöchsten TV-Average aller Zeiten spielte, wäre fast ein zweiter dazugekommen, jedoch vergab er sechs Matchdarts gegen MVG und verlor das Spiel noch. Mit neun Turniersiegen war es schon im Juli sein erfolgreichstes Jahr aller Zeiten.

Zwar kamen im Anschluss nur noch zwei Siegen hinzu, mit den Finalteilnahmen beim World Matchplay und dem Grand Slam of Darts schob er sich aber dennoch auf den zweiten Platz der Weltrangliste.


Peter Wright Chronologie

Peter Wright Peter Wright wurde am 10. März 1970 (Alter heute 48 Jahre) in Livingston, Schottland geboren. Er begann seine Profikarriere im Jahr 1995 bei der British Darts Organisation(BDO).

Peter spielt aktuell mit 26 Gramm schweren Darts der Marke Red Dragon. Sein Spitzname lautet "Snakebite" und seine Einlaufmusik ist Don't Stop the Party von Pitbull.

Peter Wright trat bei den BDO World Darts Championship das erste Mal so richtig in Erscheinung. Dort verlor er allerdings bereits in der ersten Runde gegen den späteren Weltmeister Richie Burnett mit 1:3. Danach war es lange ruhig um ihn. Die einzige erwähnenswerte Leistung folgte erst sieben Jahre später, als er in das Halbfinale der England Open einzog.

2004 folgte dann sein Wechsel zur Professional Darts Corporation. Dort erreichte er bei den Eastbourne Open das Finale, welches er allerdings mit 1:2 gegen Denis Ovens verlor. Auch die England National Open liefen halbwegs gut, er erreichte das Halbfinale, welches er aber gegen Paul Carter mit 2:3 verlor. Sein erstes Major Turnier unter dem Banner der PDC waren die UK Open im Jahr 2005. Dort nahm er ab der zweiten Runde am Turniergeschehen teil und besiegte John Watson mit 4:3. Nach Runde drei war allerdings Schluss. Er verlor sein Match gegen Dave Smith knapp mit 4:5 und schied so aus dem Turnier aus. Aufgrund seines eher geringen Erfolgs spielte „Snakebite“ bis 2008 nur wenige Events. Erst 2009 ging es dann bergauf. Bei den Las Vegas Desert Classics gab der Schotte sein Fernsehdebüt. Allerdings verlor er bereits in det ersten Runde gegen Colin Lloyd(3:6) und schied somit aus dem Turnier aus. Beim Las Vegas Players Championship Turnier erreichte er aber das Halbfinale und besiegte auf dem Weg dorthin unter anderem Dennis Smith, Colin Lloyd, Peter Manley, Dennis Priestley und Co Stompé. In der Runde der letzten Vier verlor er dann jedoch mit 2:6 gegen den späteren Sieger Ronnie Baxter. Diese guten Leistungen brachten Peter die Teilnahme am World Matchplay 2009 ein, wo er aber schon in der ersten Runde gegen Terry Jenkins mit 4:10 verlor.

Peter Wright Weil er sich auch danach stark in Players Championship Turnieren zeigte, qualifizierte sich Wright für die PDC World Darts Championship 2010. Doch auch da folgte das Aus in Runde eins, nachdem er Michael van Gerwen mit 1:3 unterlag. Im Jahr 2010 gab Wright auch sein Debüt bei den Players Championship Finals. Dort verlor er aber erneut in der ersten Runde, diesmal mit 2:6 gegen Wes Newton. Nach der Finalteilnahme an einem UK Open Qualifier Tournament(welches er mit 2:6 gegen Phil Taylor verlor) qualifizierte sich „Snakebite“ für die UK Open. Dort folgte das Ausscheiden aber erneut sehr früh. Er startete in der dritten Runde ins Turnier und unterlag direkt William O’Connor mit 7:9.

Peter Wright Bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2011 konnte Wright dann endlich seinen ersten WM-Sieg feiern. Er besiegte den Niederländer Co Stompé in der ersten Runde mit 3:1. Auch Runde zwei überstand Peter. Er besiegte dort Paul Nicholson durch ein 4:2 um im Achtelfinale auf Phil Taylor zu treffen. „The Power“ war aber eine Nummer zu groß für Wright und so gewann Taylor letztlich 4:1. Bitter, denn Wright spielte seinen besten 3-Dart-Average im Turnier gegen eben jenen Phil Taylor. Nach Siegen über Peter Hudson und Joe Cullen erreichte Peter dann das Achtelfinale der UK Open 2011. Dort verlor er aber mit 7:9 gegen Mark Hylton. Bei seiner zweiten Teilnahme am World Matchplay schied „Snakebite“ erneut nach der ersten Runde aus. Simon Whitlock war zu stark für ihn und so verlor Peter letztlich mit 7:10. Sein 3-Dart-Average war aber sehr nah an dem von Simon. Ein 6:5-Sieg über John Part und ein 10:5 im Duell der Schotten gegen Gary Anderson brachten Wright ins Viertelfinale der European Darts Championship. Dort stand er wieder Simon Whitlock gegenüber und erneut hatte Wright das Nachsehen. Er verlor 4:10. Bei einem Players Championship Turnier in Derby erreichte Peter das Finale. Auf dem Weg besiegte er unter anderem Wes Newton und Paul Nicholson. Das Finale verlor er gegen seinen Landsmann Gary Anderson mit 2:6. Mit viel Selbstvertrauen und als der auf Platz 20 der Order of Merit gesetzter Spieler wollte Wright dann bei den Players Championship Finals 2011 überzeugen. Nach einem 6:4 gegen Denis Ovens unterlag er aber schon in der zweiten Runde Wes Newton denkbar knapp mit 6:8 und das obwohl Peter fast einen 100’er 3-Dart-Average spielte.

Bei der PDC Weltmeisterschaft 2012 flog Peter bereits in der ersten Runde aus dem Turnier. 1:3 unterlag er dem Niederländer Jelle Klaasen. Eine Ehre wurde Peter dennoch zu teil. Er vertrat zusammen mit Gary Anderson Schottland beim World Cup of Darts 2012. Allerdings schieden beide bereits in der zweiten Runde gegen Südafrika raus. Peter gewann sein Match gegen Devon Petersen zwar mit 4:1, Anderson seines gegen Shawn Hogan mit 4:3, aber im Doppel unterlagen die beiden dann 3:5. Im Sudden Death Leg gewannen ebenfalls die Südafrikaner und so folgte das Aus. Ein 4:0 gegen Andy Brown und ein 9:7 gegen John Part brachten Wright in die vierte Runde der UK Open 2012. Dort spielte er gegen Richie Burnett und gewann mit 9:4. Im Achtelfinale stand er dann kurz vor der faustdicken Überraschung. Er führte mit 8:6 gegen Raymond van Barneveld und war kurz davor ihn zum ersten Mal zu besiegen. Er stand bei 138 Rest, traf mit dem ersten Dart die Triple-20, dann die 18 und so hatte er 60 Rest. Eine einfache 20 hätte ihm Tops zum Match für die nächste Aufnahme gelassen, er traf aber erneut die Triple-20 und überwarf sich somit. Am Ende verlor er das Match tatsächlich noch 8:9 und schied somit aus. Seinen ersten Players Championship Titel gewann Wright bei einem Event in Killarney, Irland wo er im Finale Robert Thornton 6:1 besiegte und einen Average von 107 spielte. Durch die guten Leistungen des Jahres qualifizierte sich Wright auch für die Players Championship Finals wo er in der ersten Runde Colin Lloyd 6:5 besiegte. Auch die zweite Runde gestaltete der Schotte sehr erfolgreich und besiegte Wayne Jones 10:7. Im Viertelfinale unterlag er aber dem späteren Finalisten Kim Huybrechts mit 6:10 und schied somit aus.

Peter Wright Bei der Weltmeisterschaft 2013 startete Wright gut ins Turnier als er Arron Monk mit 3:0 besiegte. Dann sollte er in der zweiten Runde auf Michael van Gerwen treffen, welcher ihn als „nicht gut genug“ beschrieb. Wright gewann die ersten beiden Sätze, doch van Gerwen holte sich dann 12 der folgenden 14 Legs um 4:2 zu gewinnen. Nach dem WM-Aus spielte Wright vor allem bei den UK Open Qualifier Events starkes Dart und ging mit Selbstvertrauen ins Turnier. Dort stieg er in der dritten Runde ins Turnier ein und besiegte direkt Gaz Cousins mit 9:4. Gegen Stephen Bunting und Steve West in den folgenden Runden hatte der Schotte ebenfalls keine Probleme und so zog er ins Viertelfinale ein. Dort stand er Adrian Lewis gegenüber und ihm gelang ein 10:6-Erfolg gegen „Jackpot“. Eine starke Leistung, welche ihn in sein erstes Major Halbfinale der PDC brachte. In diesem musste er sich aber dem späteren Turniersieger Phil Taylor mit 5:11 geschlagen geben. Nach Siegen über Gary Anderson, Kevin Painter und im Finale Wes Newton sicherte sich Wright in Crawley seinen zweiten Players Championship Titel. Im Match gegen Anderson spielte er dabei einen 3-Dart-Average von 118,66 und gewann das Match klar 6:0. Einen kleinen Rückschlag gab es bei den European Darts Championship 2013, als Wright bereits in der ersten Runde mit 4:6 gegen Colin Lloyd verlor. Auch beim World Matchplay reichte es nicht für eine gute Platzierung. Nach einem 10:6-Sieg über Kim Huybrechts musste sich „Snakebite“ einem übermächtigen Michael van Gerwen mit 3:13 geschlagen geben. Nach drei Finalteilnahmen bei Players Championship Turnieren nahm Wright auch am World Grand Prix 2013 teil, verlor aber bereits in der ersten Runde mit 0:2 gegen Wes Newton. Peter stand aber erstmals in seiner Karriere in den Top 16 der Order of Merit, was ihm einen Platz bei den Masters einbrachte. Jedoch reichte es auch hier nicht für einen langen Aufenthalt im Turnier. In der ersten Runde verlor er gegen Michael van Gerwen mit 2:6.

Peter Wright Sein erstes Major Finale bei der PDC erreichte Wright bei den World Darts Championship 2014. Er startete stark in das Turnier und gewann mit 3:0 gegen Joe Cullen, dabei spielte er den besten 3-Dart-Average aller Erstrundenteilnehmer. Nach Siegen über Per Laursen(4:2) und Michael Smith(4:3) traf er im Viertelfinale auf Wes Newton. Nach einem 0:2-Rückstand behielt Wright auch hier die Oberhand und gewann schließlich knapp mit 5:4. Nachdem er im Halbfinale verdient und deutlich mit 6:2 gegen den Australier Simon Whitlock gewann, stand Wright also erstmals in einem WM-Finale. Dort wartete Michael van Gerwen. Obwohl sich Wright nach 0:4 und 2:5 immer wieder zurückkämpfte, war „Mighty Mike“ letztlich doch zu stark und gewann das Match schließlich 7:4. Trotz der Niederlage stand Wright nach der WM auf Platz 7 der Order of Merit und bekam zum ersten Mal eine Wild Card für die Premier League Darts.

Dort zeigte Peter eine fantastische Leistung, blieb über die ersten sieben Spieltage ohne jegliche Niederlage. Am Ende verpasste er das Halbfinale als Fünfter jedoch knapp. Überraschend auch das frühe Aus bei den UK Open. Nach einem 9:8-Erfolg über Michael Smith, scheiterte „Snakebite“ nur eine Runde später mit 5:9 an Aden Kirk. Erstmals durfte Wright wenig später Schottland beim World Cup of Darts vertreten. Zusammen mit Robert Thornton bezwang er dabei Russland mit 5:1. Auch gegen Schweden war es eine klare Sache. Mit 2:0 gewann Schottland, Peter steuerte einen 4:0-Sieg gegen Magnus Caris bei. Im Viertelfinale folgte jedoch das Aus. Gegen Nordirland unterlag Wright Brendan Dolan 2:4, auch das Doppel verloren die Schotten und schieden so aus. Einen tollen Erfolg feierte Peter bei den European Darts Open. Nach Siegen über Michael Smith(6:1), Justin Pipe, Andy Hamilton(beide 6:2) und Kevin Painter, erreichte er das Finale dieses European Tour Events. Dort bezwang er auch noch Simon Whitlock mit 6:2 und sicherte sich den Titel.

Beim World Matchplay lief es hingegen mehr schlecht als Recht. Gegen Stephen Bunting verlor Peter direkt seine erste Partie mit 6:10 und schied aus. Ähnliches Bild beim World Grand Prix. Zunächst gewann Peter hier mit 2:1 gegen Jamie Caven, unterlag in der zweiten Runde aber erneut Stephen Bunting. Der Endstand lautete 2:3. Bis ins Viertelfinale ging es bei den European Darts Championship. Auf dem Weg dorthin bezwang Peter Benito van de Pas(6:5) und Kim Huybrechts(10:5), verlor dann jedoch mit 7:10 gegen Raymond van Barneveld. Mit 7:10 unterlag er auch Justin Pipe, allerdings in der ersten Runde des Masters 2014. Somit ein weiteres frühes Aus für den Schotten. Zumindest auf den zweiten Rang seiner Gruppe rettete er sich beim Grand Slam of Darts. Nach einem 5:2-Sieg über Brendan Dolan verlor Peter 4:5 gegen Michael Smith. Gegen Whitlock musste er siegen und tat dies mit 5:3. Im Achtelfinale war Phil Taylor allerdings zu stark, Peter verlor 4:10 und schied aus. Auch bei den Players Championship Finals ging es nicht sehr weit. Peter gewann zwar 6:2 gegen Benito van de Pas, verlor allerdings nur eine Runde später mit 5:10 gegen Vincent van der Voort.

Die Weltmeisterschaft lief aber vergleichsweise gut für Peter. Er startete mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen Gerwyn Price ins Turnier. Es folgten die klaren Erfolge über Ronny Huybrechts(4:1) und Andy Hamilton(4:0), ehe er gegen den späteren Weltmeister Gary Anderson mit 1:5 unterging. Das Masters 2015 sollte erneut nur durchschnittlich laufen. Nach einem klaren 10:1-Sieg gegen Brendan Dolan folgte das Aus nach der 8:10-Pleite gegen Adrian Lewis. Besserung gab es bei den UK Open. „Snakebite“ spielte ein fantastisches Turnier. Er schlug zum Auftakt Steve Beaton mit 9:5 und legte ein klares 9:1 gegen Raymond van Barneveld nach. Auch John Henderson konnte nichts gegen ihn ausrichten, Peter gewann 9:2. Gegen Phil Taylor zeigte er sich gefestigt und nach dem 10:6-Sieg sehr emotional, was ihn allerdings nicht daran hinderte noch eine Schippe draufzulegen und Stephen Bunting im Halbfinale einen 10:0-Whitewash zu verpassen. Im Endspiel bekam er es mit Michael van Gerwen zu tun, unterlag dem Niederländer allerdings 5:11. In der Premier League 2015 hatte Peter einige Startschwierigkeiten, die ihm letztendlich zum Verhängnis werden sollten. In der Judgement Night unterlag er Adrian Lewis und rutschte noch von Platz sieben auf Platz neun ab, schied somit aus.

Da lief es beim World Matchplay weit besser. Nach einem 10:5 gegen Kim Huybrechts in der ersten Runde, legte er in Runde zwei einen überzeugenden 13:7-Erfolg gegen Andrew Gilding nach. Auch gegen Gerwyn Price im Viertelfinale zeigte er sich souverän, gewann mit 16:7. Der spätere Sieger des Turniers, Michael van Gerwen, war im Halbfinale dann aber zu stark, Peter unterlag 12:17. Enttäuschung hingegen beim World Grand Prix. Bereits in der ersten Runde verlor Wright mit 1:2 gegen Dave Chisnall und schied aus. Die Auf’s und Ab’s gingen weiter, bei der Europameisterschaft reichte es erneut für das Halbfinale. Nach Siegen über Alan Norris(6:3), Kim Huybrechts(10:8) und John Henderson(10:4) verlor er dort erneut gegen Michael van Gerwen, dieses Mal mit 7:11.

Der Grand Slam of Darts startete gut für „Snakebite“, er gewann seine Gruppe mit zwei Siegen gegen Scott Mitchell und Mervyn King und trotz Niederlage gegen Dave Chisnall. Doch schon im Achtelfinale verlor der Schotte mit 7:10 gegen Adrian Lewis und schied aus. Bis ins Finale führte ihn der Weg im World Series Finale. Zunächst konnte er Max Hopp, James Wade und Phil Taylor besiegen, verlor aber trotz starker Leistung wieder mit 10:11 gegen Michael van Gerwen im Endspiel. Etwas überraschend folgte ein frühes Aus für Wright beim Players Championship Finale. Zwar konnte er sein Erstrundenmatch gegen Steve Beaton 6:2 gewinnen, verlor aber schon eine Runde später mit 9:10 gegen Simon Whitlock.

Dafür lief es bei der Weltmeisterschaft 2016 deutlich besser für „Snakebite“. Er gab in seinen ersten beiden Spielen gegen Keegan Brown und Ronny Huybrechts keinen Satz ab und traf im Achtelfinale auf Dave Chisnall. Auch da behielt er die Nerven und setzte sich mit 4:3 knapp durch. Erst im Viertelfinale war Schluss, als er dem späteren Finalisten Adrian Lewis mit 2:5 unterlag. Beim Masters schied er ebenfalls im Viertelfinale aus. Nach seinem 10:7-Erfolg gegen Ian White, verlor er mit 9:10 knapp gegen Phil Taylor. Dafür lief es in Minehead bei den UK Open wieder besser. Peter erreichte nach Siegen über Steve Beaton, Terry Jenkins, Darren Webster, Joe Cullen und Jelle Klaasen wie schon im Vorjahr das Endspiel und bekam es dort mit Michael van Gerwen zu tun. Gegen diesen unterlag er dann jedoch deutlich mit 4:11. In der Premier League verpasste er dann als Fünfter hinter Adrian Lewis nur knapp das Halbfinale, was auch die Vorzeichen für das World Matchplay waren. Dort siegte er gegen Joe Cullen und Ian White, verlor im Viertelfinale aber mit 14:16 gegen „Jackpot“ und schied somit aus dem Turnier aus. Es folgte ein kleines Tief für Wright. In der Champions League of Darts verpasste er als Gruppendritter nach Niederlagen gegen Michael van Gerwen und Phil Taylor das Halbfinale, beim World Grand Prix schied er durch eine 0:2-Pleite gegen Brendan Dolan gar in der ersten Runde aus.

Aus dieser schwächeren Phase kam Peter jedoch schnell wieder raus. Er erreichte bei der Europameisterschaft nach Siegen gegen Justin Pipe(6:5), Cristo Reyes(10:7) und Kyle Anderson(10:5) das Halbfinale, wo er es mit dem Österreicher Mensur Suljovic zu tun bekam. Gegen dieser verlor er jedoch mit 8:11. Beim World Series Finale erreichte er dann aber sogar das Endspiel. Er siegte mit 6:3 gegen Daryl Gurney und konnte beim 10:7 gegen Joe Cullen nachlegen. Mit einem starken 11:10-Erfolg über Phil Taylor sprang er ins Finale, wo er allerdings mit 9:11 Michael van Gerwen unterlag. Beim Grand Slam of Darts 2016 gewann „Snakebite“ seine Gruppe ohne Niederlage. Er bezwang dazu Jeff Smith, Simon Whitlock und Ted Evetts und zog ins Achtelfinale ein. Dort hatte er gegen Darryl Fitton keine Probleme, als er mit 10:3 gewann. Auch gegen Phil Taylor setzte er sich letztlich durch, besiegte den Rekordweltmeister mit 16:10. Im Halbfinale war dann jedoch wieder Schluss. Er verlor mit 10:16 gegen Michael van Gerwen und schied aus. In der Vorschlussrunde war auch beim Players Championship Finale 2016 Schluss. Er besiegte zwar zunächst Jason Wilson, James Wade, Ron Meulenkamp und Kim Huybrechts, unterlag dann jedoch Dave Chisnall mit 8:11 und musste nach Hause fahren.

Das Jahr 2017 begann dann durchaus erfolgreich für Peter Wright. Er spielte eine gute Weltmeisterschaft, bezwang in der ersten Runde Jerry Hendriks mit 3:0. Gegen Jamie Lewis gab er beim 4:0 auch keinen Satz ab, Ian White schlug er deutlich 4:1. Nach dem 5:3-Erfolg über James Wade im Viertelfinale wurden Erinnerungen an 2014 wach, als er das Finale erreichte. So gut sollte es in diesem Jahr jedoch nicht enden. Peter unterlag im Halbfinale Gary Anderson mit 3:6 und schied aus. Beim Masters unterlag er nach einem 10:5 gegen Ian White dann Phil Taylor im Viertelfinale 5:10, ehe eine sehr erfolgreiche Zeit für Peter begann. Nach drei UK Open Qualifier-Siegen konnte er auch beim Finale in Minehead ganz groß auftrumpfen. Durch die krankheitsbedingte Absage von Titelverteidiger Michael van Gerwen galt Wright als großer Favorit auf den Turniersieg. Durch Erfolge gegen James Richardson(10:3), Dave Chisnall(10:5), Rob Cross(10:6) und Raymond van Barneveld(10:8) erreichte er auch tatsächlich das Halbfinale. Dort gelang ihm ein souveräner 11:5-Erfolg gegen Daryl Gurney, der ihn in sein drittes UK Open-Endspiel in Folge brachte. Mit 11:6 besiegte er dort Gerwyn Price relativ deutlich und sicherte sich so den ersten Major Titel seiner Karriere.

Auch auf der European Tour zeigte sich Wright sehr erfolgreich, war dort im ersten halben Jahr der erfolgreichste Spieler. Ihm gelangen sogar zwei Finalsiege über Michael van Gerwen. Beim European Darts Grand Prix schlug er den Niederländer gar mit 6:0. Diese Erfolge im Hinterkopf fuhr Wright als Zweitplatzierter der Premier League-Gruppenphase zum Halbfinale nach London. Durch vergebene Matchdarts von Phil Taylor schlug Wright diesen so gerade noch mit 10:9 und zog ins Finale gegen Michael van Gerwen ein. Dort bekam der Schotte tatsächlich sechs Möglichkeiten zum Sieg, verpasste jedoch alle und verlor am Ende doch noch knapp mit 10:11. Dies warf ihn jedoch kaum zurück. Zwar unterlag er mit seinem Partner Gary Anderson beim World Cup of Darts mit 2:5 in der ersten Runde gegen das Team aus Singapur, jedoch zeigte er auch weiterhin auf den kleineren Turnieren, dass er weiter an sich glaubte. Beim World Matchplay 2017 erwischte er jedoch einen desaströsen Start, als er gegen James Wilson ein sehr schlechtes Match spielte und nur sehr glücklich mit 10:8 in die nächste Runde einzog.

Dafür ging es danach umso besser für ihn weiter. Gegen Cristo Reyes siegte er klar mit 11:4 und auch im Viertelfinale konnte er nach großem Kampf einen 16:12-Sieg gegen Darren Webster einfahren. Nervenstärke zeigte er auch im Halbfinale als er Daryl Gurney mit 17:15 bezwang und so ins Endspiel einzog. Dort war Phil Taylor dann aber zu stark und so unterlag Peter mit 8:18. Bei der Champions League erlebte er dann allerdings eine Enttäuschung. Er siegte zwar zunächst gegen Dave Chisnall mit 10:5, verlor aber knapp gegen Mensur Suljovic(8:10) und Gary Anderson(9:10) und schied als Gruppendritter aus. Beim World Grand Prix reichte es zumindest für das Viertelfinale. Nach einem 2:1 gegen Stephen Bunting schlug er Mervyn King mit 3:1, verlor dann aber mit 1:3 gegen Mensur Suljovic. Dafür dürfte „Snakebite“ gute Erinnerungen an Deutschland haben, denn beim ersten World Series Event auf deutschem Boden setzte sich der Schotte durch. Nach einem knappe 6:5 gegen Dragutin Horvath gewann er auch gegen Mensur Suljovic und Raymond van Barneveld, ehe er im Endspiel Phil Taylor mit 11:4 bezwang.

Die Europameisterschaft begann mit einem 6:3-Sieg über Krzysztof Ratajski und wurde mit dem 10:8 gegen Johnny Clayton bestätigt. Doch schon im Viertelfinale war das Turnier für Peter beendet, nachdem er mit 5:10 an Daryl Gurney scheiterte. Gleiches Bild auch beim World Series Finale. Zwar siegte er in seiner Auftaktpartie mit 6:1 gegen Justin Pipe, er verlor dann jedoch im Viertelfinale mit 7:10 gegen Daryl Gurney. Dafür konnte er beim Grand Slam of Darts mal wieder groß auftrumpfen. In der Gruppe verlor er zwar in einer tollen Partie mit 2:5 gegen Glen Durrant, sicherte sich durch Siege gegen Alan Norris und Corey Cadby aber noch den zweiten Platz und zog ins Achtelfinale ein. Dort ließ er Stephen Bunting beim 10:4 keine Chance und revanchierte sich eine Runde später mit einem 16:10 auch gegen Glen Durrant. Nach einem 7:13-Rückstand drehte Peter im Halbfinale noch die Partie gegen Gary Anderson und erreichte mit einem 16:15-Erfolg das Endspiel, welches er dann allerdings mit 12:16 gegen Michael van Gerwen verlor. Die Generalprobe zur Weltmeisterschaft ging dafür gehörig schief, als er bei den Players Championship Finals bereits in der ersten Runde mit 5:6 an Steve Hine scheiterte.

Auch die Weltmeisterschaft 2018 selbst lief nicht nach Plan für Peter Wright. In der ersten Runde hatte er Diogo Portela beim 3:1-Erfolg zwar noch im Griff, doch schon in der zweiten Runde war Schluss für den Schotten. Er unterlag trotz eines Averages von über 100 Punkten mit 1:4 gegen Jamie Lewis und schied aus. Viel besser lief es auch beim Masters nicht. Nach einem 10:5-Sieg gegen Alan Norris unterlag er Raymond van Barneveld überraschend deutlich mit 2:10, verlor dabei die ersten sechs Legs der Partie.

Tobias Gürtler

 Peter Wright Interview


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