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Matthias Geier

Matthias Geier Porträt

Berlin ist voll von talentierten Dartspielern. Nicht umsonst stellt die Hauptstadt mit den Vikings auch einen Bundesligaclub. Einer der Spieler dort ist Matthias „Rapid Fire“ Geier. Darts1 hat den 31-Jährigen getroffen und mit ihm über Darts, Autos, Max Hopp’s Logo und eine sehr enge Partie gegen den früheren BDO-Weltmeister Stephen Bunting gesprochen.

Eine Broschüre verändert das Leben

Am 8. November 1985 erblickte Matthias „Matze“ Geier in Berlin, Mariendorf das Licht der Welt. Mit 12 Jahren begab er sich auf die Suche nach einem Hobby. Ihm fiel ein Flyer des TSV Rudow in die Hand. „Ich blätterte so durch und schaute was die alles haben. Neben Bowling und Tischtennis boten sie auch Darts an“, so Geier. Er wollte es ausprobieren und trainierte ein Mal mit. „Es wurde ein gewisses Talent entdeckt und so blieb ich zusammen mit meinem Vater dabei.“ Schnell entwickelte sich der Sport zu seiner größten Leidenschaft. Nach der Schule stellte er sich zuerst an das Board. Dies hatte jedoch nicht nur gute Folgen. „Ich leide an Morbus Scheuermann“, sagt Geier. Bei dieser Krankheit fehlen die Bandscheiben und so reiben die Wirbel aufeinander. „Leider kann man da nicht mehr viel machen, es wurde zu spät festgestellt“, so Rapid Fire.

In der Regel wird diese Krankheit durch Unfälle oder Stürze ausgelöst. „Da ich aber schon seit meinem zwölften Lebensjahr Darts spiele und damals auch noch eine sehr wirbellastige Haltung beim Werfen hatte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies die Ursache dafür ist“, erwähnt der 30-Jährige. Und es ist nicht sein einziges Handicap. Er habe die Schulter eines Rentners, so Geier, was durch regelrechte Abnutzung käme. Als es in seiner Anfangszeit richtig gut lief spielte er in sechs Vereinen und stand daher teilweise 6-7 Tage die Woche vor dem Dartboard. Er weiß, dass all das in Zukunft noch eine größere Behinderung für sein Spiel darstellen wird als heute. „Die Frage ist nicht ob der Punkte kommt, sondern wann. Eigentlich habe ich bereits seit 1,5 Jahren Dartverbot“, sagt er. Doch er kann dem Board einfach nicht lange fernbleiben. Natürlich hat auch er Ambitionen, er würde gerne mal bei der PDC spielen, am liebsten natürlich bei einer Weltmeisterschaft. „Daher ist die Frage ob ich eine OP machen lasse und danach angreife oder warte, bis mein Körper mir sagt, dass es nicht mehr geht. Ich entschied mich für letzteres. Man kann es mutig nennen oder eben dumm“, sagt Matthias.

Ein Autonarr wie er im Buche steht

In seinem Privatleben ist Matthias Geier ein sehr glücklicher Mann. Er ist seit 13 Jahren mit seiner Freundin zusammen, mit der er eine 11-jährige Tochter hat. Matze lernte seine Freundin beim Darts kennen. Auf einer Abschlussfeier nach einem Event kamen sie ins Gespräch. Wenig später wechselte Matthias in den Verein ihres Vaters, um sie noch öfter sehen zu können. „Natürlich war es ein kleiner Schock, dass ich Papa werden sollte. Aber ich hatte zum Glück schon einen Job als Lagerist und die Familie stand immer voll und ganz hinter uns. Das hat sehr geholfen“, erinnert sich Geier. Lagerist ist er heute allerdings nicht mehr, er verbindet den Job mit seiner zweiten großen Leidenschaft, den Autos. „Ich habe mich selbstständig gemacht. Zu Anfang habe ich nur Autoteile verkauft, jetzt verkaufe ich auch Autos“, sagt er. Allerdings ist es ihm wegen Platzmangel immer nur möglich eines zu kaufen, aufzubereiten und dann zu verkaufen, ehe er sich an das nächste Projekt wagt.

Matze Geiers 'Maximiser' Logo auf den Flights von Max Hopp
Matze Geiers 'Maximiser' Logo auf den Flights von Max Hopp

Wenn er dann mal gestresst ist, setzt er sich gerne an den Computer und bastelt Logos zusammen. Denn auch das Grafikdesign ist ein großes Hobby von „Rapid Fire“. „Ursprünglich wollte ich das auch mal lernen, aber daraus wurde schlussendlich leider nichts.“ Damals machte er eine Schulung und war einer von 100 glücklichen Schülern, die aus 3000 Bewerbern ausgewählt wurden. „Ich machte dann ein Kurzpraktikum und gehörte zu den zehn Leuten, die dann nochmal ein sechswöchiges Programm absolvieren durften“, fügt er hinzu. Doch weil sein Realschulabschluss für die Firma nicht reichte, behielt er Grafikdesign als Hobby bei und entwarf für einige Dartspieler Logos. So auch für Max Hopp. „Sein erstes Logo ist von mir. Leider wird das auf dem Hemd nicht mehr verwendet, aber man kann noch Flights von ihm mit meinem Logo erwerben.“

Ein 9-Darter als Omen

Im Jahr 2012 zeigte Matthias Geier eine fantastische Leistung beim BILD Superdarter. „Das war ein Event der Tageszeitung. Es ging über mehrere Monate und wurde in den Postleitzahlbereichen ausgetragen. Der Bereich 1 ist ja ziemlich groß und am Ende konnte ich mich für das Finale qualifizieren“, erzählt Geier. Er bewies sich damit nochmal selbst, dass er zu den stärksten Spielern in Berlin zählt, was sich in den Folgejahren auch nicht ändern sollte. Nach Siegen über den an eins gesetzten Andreas Skopnick sowie Kevin Karakurt, unterlag er im Finale Jörg Goga mit 1:2, weil er einen Matchdart vergab. Ein Sieg hätte ihn ins Endturnier der Postleitzahlbereiche gebracht, wo es eine 100.000€ Siegprämie gegeben hätte.

Bei einem Event in Polen im Jahr 2013 spielte er ein Vorrundenspiel gegen Stephen Bunting, welcher im Januar 2014 Weltmeister der BDO werden sollte. Die Distanz war Best of 3 Legs. „Es stand 1:1 und ich vergab ein 156’er Finish ganz knapp auf die Doppel-18“, so Geier. Er war der einzige, der Stephen an diesem Tag am Rande der Niederlage hatte und bekam anerkennende Worte und eine Umarmung. „Er war ein sehr schüchterner, bodenständiger Mann, aber vor allem äußerst freundlich.“ Dass das Jahr 2013 gut werden würde hatte sich aber bereits angekündigt. Denn bei ihm ist es Tradition zu Neujahr nach dem Anstoßen und dem Feuerwerk drei Darts zu werfen, um zu schauen wie gut das neue Jahr wird. „Ich warf eine 180. Normalerweise höre ich dann auf, doch an diesem Tag machte ich weiter. Es folgte eine weitere 180 und dann die 141. Es war mein erster 9-Darter und das Jahr war wirklich super.“

Geier auf einem DDV-Event in Bochum - Foto © Martin Hebecker
Geier auf einem DDV-Event in Bochum - Foto © Martin Hebecker

Sieg gegen den Schleifstein

Auf die Frage nach seinem größten Dartsmoment fiel dem sympathischen Berliner direkt eine Partie ein. „Bei den German Masters 14/15 holte ich mit dem Team des DVBB den ersten Platz“, sagt Geier. An diesem Tag spielte er unheimlich konstant und konnte sogar einen gestandenen deutschen Dartspieler bezwingen. „Im Halbfinale spielte ich gegen Tomas Seyler, gegen den ich in unseren zahlreichen vorherigen Aufeinandertreffen noch nie gewinnen konnte.“ Doch an diesem Tag sollte es anders laufen, obwohl „Shorty Schleifstein“ mit einem 12-Darter die Partie eröffnete. „Ich habe mit einem 12-Darter geantwortet, einen 14’er hinterher und noch etwas in der Richtung zum 3:1-Sieg. Es war für das Team wichtig aber auch für mich selbst, weil ich ihn eben noch nie geschlagen hatte“, erinnert sich Geier mit einem Lächeln.

Da er viele PDC Events auf Sport1 verfolgt, hört er Seyler dort des Öfteren kommentieren. Manchmal sieht er die Spiele aber auch mit einem weinenden Auge: „Wenn ich ein schlechtes Match sehe, dann denk ich mir oft ‚Das könntest du jetzt auch, wieso stehst du jetzt nicht dort?‘“ Um den Sprung zu schaffen nimmt er sich die Teilnahme an European Tour Events vor. Im Jahr 2014 bei den German Darts Masters in Berlin unternahm er schon ein Mal einen Anlauf. Er spielte die Qualifikation und setzte sich gegen Christian Oschinski, Selman Uludag und Sven Hollitzer jeweils mit 6:5 durch. „Weil meine Spiele also alle über die volle Distanz gingen, hatte ich vor dem letzten Spiel gegen Andree Welge keine echte Pause. Ich verlor mit 1:6“, erinnert sich Matze. Hätte er diese Partie gewonnen, hätte er in der ersten Runde des Events gestanden. Dies machte ihn aber nur noch hungriger auf die Erfolge, die er in seiner nahen Zukunft einheimsen möchte.

Tobias Gürtler

Matthias Geier Fakten
Name Matthias Geier Spitzname Rapid Fire
Geburtsort Berlin Geburtstag 8.11.1985
Darts Didier Krampfl Darts 20g - Matze Geier Edition Walk-On Song Chesney Hawkes – The One And Only

 Matthias Geier Trainingsprogramm

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