Krzysztof Ratajski
Krzysztof Ratajski

Krzysztof Ratajski

Krzysztof Ratajski ist ein polnischer Dartspieler, der am 1. Januar 1977 in Warschau geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Polish Eagle“ bekannt. Zunächst war er vor allem im Soft Tip Bereich unterwegs, wo er sich auch die Titel bei der SDWF European Championship 2005 sowie die EDU European Championship sichern konnte. Beide Male bezwang er dabei im Endspiel den Österreicher Mensur Suljovic. Im Steeldart gewann er im Jahr 2008 dann schon sein erstes Turnier bei den Denmark Open. Über ein Qualifier Turnier erreichte er auch die BDO Weltmeisterschaft 2009, wo er allerdings schon in der ersten Runde scheiterte. Immer wieder gelangen ihm Siege bei kleineren Turnieren vor allem in der Umgebung um Polen herum, sodass er sich entschied im Jahr 2017 den Versuch auf der European Tour zu wagen. Dort qualifizierte er sich direkt für die ersten zehn Events. Seinen größten Erfolg auf der European Tour feierte er in Maastricht, als er es bis in das Viertelfinale schaffte und auf dem Weg die Niederländer Jelle Klaasen und Christian Kist bezwang, erst an Peter Wright scheiterte. Einen noch größeren Erfolg feierte er jedoch unter dem Banner der British Darts Organisation. Bei den World Masters trat er ungesetzt an und erreichte nach tollen Siegen unter anderem gegen Richard Veenstra das Viertelfinale. Dort bezwang er auch noch Weltmeister Glen Durrant und veredelte das Turnier, als er im Endspiel den Weltranglistenersten Mark McGeeney mit 6:1 vom Board fegte und sich so seinen ersten Major Titel sicherte.

Nach einem eher schwachen Debüt auf der PDC-WM verpasste er es auch sich eine Tour Card zu sichern. Trotzdem nahm er an den UK Open Qualifier Events teil und war alle zwei Turniertage in Top-Form. Nach den Viertelfinals an Tag 2 und 4 erreichte er am sechsten Tag das Endspiel und holte sich da mit einem Sieg gegen Daryl Gurney seinen ersten Titel bei der PDC.

Krzysztof Ratajski Fakten
Name Krzysztof Ratajski Spitzname Polish Eagle
Geburtsort Warschau, Polen Geburtstag 1.1.1977
Darts Bull's Krzysztof Ratajski Walk-On Song Mission Impossible Theme
BDO 2007-2017 PDC 2017-heute


Ein Soft-Tip-Meister wagt den Sprung(2002-2012)

Krzysztof Ratajski war schon immer ein starker Soft-Tip-Spieler. Dies stellte er auch unter Beweis, als er 2002 das Endspiel der Soft Tip EDU European Championshio erreichte. Zwar sollte er dort gegen den Österreicher Dietmar Burger verlieren, doch war dies der Start einer tollen Serie. Bei den Soft Tip Bullshooter European Championship erreichte er 2002 und 2003 ebenfalls das Finale, verlor aber erneut. Horacio Sorroche und der Deutsche Frank Mast waren stärker. Doch schon im Jahr 2005 holte er sich dann seinen ersten Titel. Ausgerechnet gegen Mensur Suljovic behielt er bei der SDWF European Championship die Nerven und setzte sich wie auch 2008 bei der EDU European Championship gegen den Österreicher durch und holte sich den Titel.

Er entschied sich daraufhin etwas mehr Wert auf den Steeldartbereich zu legen und dies zahlte sich auch schon im Jahr 2008 bei den Denmark Open aus. Er konnte dort unter anderem Nandor Bezzeg, Marko Kantele und Geert de Vos besiegen und so ins Endspiel einziehen. Auch Fabian Roosenbrand war nur zweiter Sieger gegen den Polen, der sich so seinen ersten Titel im Steeldart sicherte. Er entschied sich daraufhin an einem Qualifikationsturnier für die BDO-WM 2009 teilzunehmen. Durch ein 2:0 gegen Robbie Green sicherte er sich tatsächlich auch einen Platz bei der Weltmeisterschaft, verlor aber direkt mit 2:3 gegen Edwin Max. Er kürte sich jedoch noch im selben Jahr zum polnischen Meister und zeigte auch in den Folgejahren in der Umgebung von Polen starke Leistungen. Zudem gab er 2010 zusammen mit Krzysztof Kciuk sein Debüt beim PDC World Cup of Darts, wo sie jedoch direkt in der ersten Runde an Neuseeland scheiterten.


Der polnische Adler steigt auf(2013-heute)

Im Jahr 2013 nahmen die beiden dann einen erneuten Anlauf bei der Teamweltmeisterschaft der PDC. Beim World Cup of Darts, wo man nach einem Sieg gegen Gibraltar und einer Niederlage gegen die Niederlande ins Achtelfinale einzog, unterlag man aber letztlich Deutschland. Im Jahr 2016 schied Ratajski mit Mariusz Paul allerdings bereits in der ersten Runde aus, verlor mit 1:5 gegen Belgien. Besser lief es, wenn er auf sich alleine gestellt war. Dort schaffte er es im Jahr 2017 erneut zur BDO Weltmeisterschaft, wo er nach einem 3:2-Vorrundensieg gegen Willem Mandigers auch Wesley Harms in der ersten Runde bezwingen konnte. Nach dem klaren 3:0 folgte jedoch die knappe 3:4-Pleite gegen Darius Labanauskas und damit das Aus. Er entschied sich sein Glück auf der PDC European Tour zu versuchen, wo er sich auch für die ersten zehn Events qualifizierte und damit einen tollen Lauf hinlegte.

Nach der 3:5-Auftaktpleite mit Tytus Kanik gegen Irland flog Polen erneut in der ersten Runde aus dem World Cup 2017. Wenig später aber bewies Ratajski sein Können, als er bei den Dutch Darts Masters seinen bis dahin größten Erfolg auf der European Tour einfuhr. Er bezwang Steve Lennon mit 6:0 und ließ souveräne Siege gegen Jelle Klaasen und Christian Kist folgen, wodurch er es bis ins Viertelfinale schaffte. Dort war er erneut gut, unterlag aber Peter Wright mit 3:6. Er legte aber noch einen drauf, bestätigte seine gute Form bei den World Masters und erreichte dort das Finale. Auf dem Weg bezwang er unter anderem Richard Veenstra und Glen Durrant. Gegen Mark McGeeney im Finale blieb er eiskalt und holte sich mit einem 6:1 den Titel. Die tollen Erfolge auf der European Tour sorgten für Platz 18 in der dazugehörigen Order of Merit und damit auch sein Debüt bei der Europameisterschaft, bei der er auf Peter Wright trifft.

Dieses Aufeinandertreffen verlor er jedoch genau wie seine erste WM-Partie gegen James Wilson. Etwas überraschend verpasste er es in der Folge sich eine Tour Card zu sichern und so schienen die Erwartungen für die UK Open Qualifier nicht sonderlich hoch zu sein. Am letzten der sechs Turniertage spielte er allerdings unheimlich stark. Er besiegte unter anderem den amtierenden Weltmeister Rob Cross, erreichte so das Finale und holte sich mit einem 6:4 gegen Daryl Gurney seinen ersten Pro Tour Titel bei der PDC.

Krzysztof Ratajski wurde am 1. Januar 1977 (Alter heute 41 Jahre) in Warschau, Polen geboren. Sein Spitzname lautet „The Polish Eagle“. Von 2007-2017 spielte er bei der British Darts Organisation, seit 2017 trat er auf regelmäßig auf PDC-Events auf. Er spielt mit Darts der Marke Bull's und hat als Einlaufmusik die Melodie aus dem Film „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin.

Zu Beginn legte Krzysztof gar nicht so viel Wert auf Steeldart. Er konzentrierte sich auf den Soft-Tip-Bereich. Mit recht, wie sich herausstellte. Er erreichte in den Jahren 2002 und 2003 insgesamt drei Endspiele von europäischen Meisterschaften, holte 2005 dann durch einen Erfolg gegen Mensur Suljovic auch seinen ersten Titel. Dies wiederholte er 2008, erneut gegen Mensur. Erst danach wagte er wie schon der Österreicher den Sprung in den Steeldartbereich. Sein erster Turniersieg gelang ihm bei den Denmark Open, ein Turnier, welches auch auch schon Eric Bristow, John Lowe, Phil Taylor und Raymond van Barneveld für sich entschieden. Siege über Steve O’Donnell, Nandor Bezzeg, Marko Kantele und Geert de Vos brachten den Polen ins Endspiel. Dort behielt er die Nerven und bezwang auch Fabian Roosenbrand. Davon angestachelt nahm er auch an einem Qualifier für die BDO-WM 2009 teil, welche er nach einem 2:0-Erfolg gegen Robbie Green auch erreichte. Nachdem er dann bei den World Masters bereits mit 2:3 an Stig Jorgensen scheiterte, verlor er auch bei der Weltmeisterschaft in der ersten Runde. 2:3 war das Endergebnis gegen Edwin Max. Ein 4:1-Erfolg gegen Maciej Wezyk war die Voraussetzung für Krysztof um sich 2009 den Titel des polnischen Meisters zu sichern. Er ließ ein 5:3 gegen Adam Skalski und ein 5:4 gegen Mariusz Piatek folgen um ins Endspiel einzuziehen. Dort besiegte er auch noch Krzysztof Wojciechowski mit 6:1 deutlich und sicherte sich so den Titel. Auch bei den Czech Open des gleichen Jahres war er siegreich, als er unter anderem Ross Smith bezwang und im Endspiel Clive Barden mit 6:1 besiegte.

Mit der Teilnahme bei den German Darts Masters 2009 gab er auch sein Debüt bei einem PDC-Event. Dort gelangen ihm auch ein paar Erfolge, am Ende verlor er aber in der Runde der letzten 32 gegen Mark Walsh. Ein 3:0 gegen Peter Sajvani brachte Krzysztof im Jahr 2010 einen weiteren Turniersieg bei den Latvia Open ein. Es folgte das Debüt Ratajskis beim World Cup of Darts. Zusammen mit Krzysztof Kciuk traf er in Runde eins auf Neuseeland, verlor allerdings mit 2:6. 2013 lief es dann schon besser, als sie beide mit 5:2 gegen Gibraltar gewannen. Zwar verloren sie 3:5 gegen die Niederlande, kamen aber trotzdem ins Achtelfinale. Gegen das deutsche Team um Andree Welge und Jyhan Artut verloren sie allerdings mit 2:5 und schieden aus. Sein Debüt auf der European Tour gab er bei der European Darts Trophy 2015, verlor jedoch schon in Runde eins mit 5:6 gegen Adam Hunt. Bei den World Masters 2015 lief es dann sehr gut für den „Polish Eagle“. Er besiegte unter anderem Martin Atkins und Ross Montgomery, erreichte so das Achtelfinale. Dort verlor er aber knapp mit 2:3 gegen Martin Adams und schied aus. Einer 4:6-Erstrundenniederlage gegen Scott Waites bei der BDO World Trophy 2016 folgte ein erneutes Erstrundenaus beim World Cup of Darts. In der Auflage von 2016 nahm er mit Mariusz Paul teil und verlor gegen Belgien mit 1:5.

Trotz allem qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft der BDO im Jahr 2017. Es sollte der Beginn eines fantastischen Jahres für Ratajski werden. Zunächst siegte er mit 3:2 in der Vorrunde gegen Willem Mandigers. In der ersten Runde konnte er dann einen 3:0-Sieg gegen Wesley Harmes nachlegen, ehe er dann jedoch im Achtelfinale mit 3:4 an Darius Labanauskas scheiterte. Er entschied sich daraufhin bei der European Tour regelmäßiger mitzumachen und qualifizierte sich direkt für die ersten zehn Events. Daneben zeigte er auch bei den German Open eine tolle Leistung, als er Dean Reynolds mit 4:1, Martin Adams gar mit 5:1 besiegen konnte. So erreichte der Pole das Halbfinale, wo er aber mit 4:5 am späteren Sieger Mark McGeeney scheiterte. Nachdem er sich die Polish Open durch einen Sieg gegen Kyle McKinstry sichern konnte, verlor er beim World Cup of Darts mit Tytus Kanik direkt wieder in der ersten Runde mit 3:5 gegen Irland. Dafür erlebte er auf der European Tour in Maastricht seinen bis dahin größten Erfolg bei dieser Turnierserie. Einem 6:0 gegen Steve Lennon folgten ein 6:3 gegen Jelle Klaasen und ein deutlicher 6:1-Sieg gegen Christian Kist. Erstmals im Viertelfinale eines European Tour Events angekommen traf er auf Peter Wright, gegen den er nach guter Anfangsphase mit 3:6 verlor. Noch besser lief es bei den World Masters 2017. Er konnte Erfolge über Oscar Valenzuela, Joszef Rucska, Carlo van Cleef, Dennie Olde Kalter, Richard Veenstra und Alan Soutar einfahren, womit er das Viertelfinale erreichte. Dort bekam er es dann mit Weltmeister Glen Durrant zu tun, gegen den er beim 4:2 aber die Nerven behielt. Nachdem er auch noch Cameron Menzies mit 5:1 bezwingen konnte, traf er im Endspiel auf Mark McGeeney. Mit einem starken 6:1 sicherte sich Krzysztof Ratajski seinen ersten Major Titel. Durch die häufigen Teilnahmen bei der European Tour nahm er auf Rang 18 der zugehörigen Order of Merit auch an der Europameisterschaft 2017 teil, wo er in Runde eins auf Peter Wright traf.

Gegen den Schotten konnte er jedoch nicht lange mithalten und unterlag am Ende mit 3:6. Auch bei der Weltmeisterschaft lief es nicht gut für den polnischen Adler. Ratajski verlor direkt seine Auftaktpartie gegen James Wilson mit 1:3 und schied aus. Nachdem er auf der Q-School auch noch daran scheiterte eine Tour Card zu gewinnen, schien er am Boden. Doch auf dem letzten der sechs UK Open Qualifier Events kam dann seine große Stunde. Nach einem 6:0 zum Auftakt gegen Eddie Dootson, gewann er mit 6:4 gegen René Berndt und schlug Ian White 6:5. 6:4 gewann er danach gegen Robert Owen und Carl Wilkinson, schlug im Viertelfinale Corey Cadby mit dem gleichen Ergebnis. Im Halbfinale bekam er es mit dem amtierenden Weltmeister Rob Cross zu tun, gegen den er die Nerven behielt und mit 6:5 gewann. Auch Daryl Gurney im Finale konnte er bezwingen und holte sich durch das 6:4 seinen ersten Titel auf der Pro Tour.

Tobias Gürtler


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