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Jelle Klaasen

Jelle Klaasen

Jelle Klaasen ist ein niederländischer Dartspieler, der am 17. Oktober 1984 in Alphen geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Cobra“ und für seinen enorm schnellen Wurfstil bekannt.

Vom Tellerwäscher zum Millionär, das ist der amerikanische Traum. Etwas ähnliches erlebte Jelle Klaasen im Jahr 2006 als er ohne Rankingpunkte als Qualifikant in die BDO-Weltmeisterschaft einzog, dort unter anderem Mervyn King, die damalige Nummer eins der Welt, schlug und ins Finale einzog. Dort bekam er es mit seinem Landsmann, der niederländischen Ikone Raymond van Barneveld zu tun, den er mit 7:5 besiegte und mit 21 Jahren und 90 Tagen der jüngste Dartweltmeister der Geschichte wurde.

Er schien jedoch ein One-Hit-Wonder zu werden, denn in der Folgezeit lief es bei ihm so gar nicht. Er schied bei seiner Titelverteidigung auch schon in der ersten Runde aus und wechselte in der Folge in die Professional Darts Corporation.

Dort hatte er zu Beginn noch Probleme richtig Fuß zu fassen. Auch wenn er zunächst ein paar Vorteile auf Grund seines Namens genoss und so auch die Chance in der Premier League bekam, fand er in den Anfangsjahren nie wirklich zu seiner Form. Seinen absoluten Tiefpunkt erlebte er im Jahr 2012, als er angeklagt wurde Nacktfotos an ein 15-jähriges Mädchen geschickt zu haben. Dies führte jedoch dazu, dass Klaasen über alles ein wenig nachdachte und gestärkt aus dieser Phase heraus kam. Er konzentrierte sich wieder stärker auf den Dartsport und fand seinen Rhythmus. Klaasen verbesserte sich stetig und kletterte auch die Order of Merit wieder weiter nach oben, wo er nach geraumer Zeit auch wieder in die Top-16 aufstieg. Bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2016 konnte er durch einen nervenstarken Auftritt Phil Taylor mit 4:3 bezwingen und letztlich bis ins Halbfinale vordringen, wo er jedoch dem späteren Sieger Gary Anderson deutlich unterlag. Doch bei den UK Open 2016 bestätigte er mit dem Halbfinale seine gute Form und auch in der Premier League bekam er eine zweite Chance, die er jedoch nicht nutzte. Dennoch biss er sich in den Top-16 fest und wurde wieder zu einem ernstzunehmenden Gegner.

Jelle Klaasen Fakten
Name Jelle Klaasen Spitzname The Cobra
Geburtsort Alphen/Niederlande Geburtstag 17.10.1984
Darts 22g Monster Darts Walk-On Song Sex on fire
Weltmeister 2006 PDC 2007-heute

Jelle Klaasen applaudiert den Fans Schatten

Ein One-Hit-Wonder?(2003-2012)

Jelle begann im Jahr 2003 mit dem Dartspielen und merkte schnell, dass er ein Talent hat. Nur ein Jahr später spielte er bereits BDO-Events, konnte zunächst aber noch nicht mithalten. Etwas überraschend qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft 2006, wo er eine brillante Leistung abrufen konnte. Er besiegte mit Mervyn King die Nummer eins der BDO und erreichte tatsächlich das Endspiel. Dort traf er auf Titelverteidiger Raymond van Barneveld, den absoluten Dartsheld aus den Niederlanden. Gegen die Ikone konnte er die Nerven aber tatsächlich beisammen halten und sich am Ende mit 7:5 durchsetzen, um mit 21 Jahren und 90 Tagen der jüngste Dartweltmeister der Geschichte zu werden.

Diese Erfolge konnte er in den folgenden Jahren jedoch so gut wie nie bestätigen. Er verlor immer wieder früh in Turnieren. Bis auf einen 7:6-Achtungserfolg über Phil Taylor bei der International Darts League 2006 war er ein Schatten seiner selbst. Trotzdem entschied er sich zu einem Wechsel in die PDC, wo er 2009 die Premier League spielen durfte, jedoch enttäuschte. Ihm gelang es nicht seine frühere Form zu erreichen und schien mit dem Kopf auch nicht bei der Sache zu sein. Seine größten Erfolge in diesem Zeitraum waren das WM-Viertelfinale 2009, wo er allerdings deutlich gegen Raymond van Barneveld verlor, sowie ein Halbfinale bei der Europameisterschaft im gleichen Jahr. Als er 2012 dann auch noch angeklagt wurde einer 15-Jährigen Nacktfotos geschickt zu haben, schien das Ende seiner Karriere besiegelt zu sein.

Jelle Klaasen bei der PDC Premier League Darts Schatten

Die Wiederauferstehung(2013-heute)

Die Anklage warf Jelle natürlich zurück, doch es war der Weckruf, den er anscheinend gebraucht hatte. Er konzentrierte sich wieder mehr auf den Dartsport und bemerkte, dass Talent alleine nicht ausreicht. Er arbeitete hart und dies sollte sich auch auszahlen. Er kletterte nach und nach die Order of Merit nach oben und wurde auch auf den Turnieren für die gestandenen Profis immer wieder ein harter Kontrahent. So gewann er im Jahr 2015 gleich zwei Players Championship Turniere. Bei der Weltmeisterschaft 2016 war er endgültig zurück. Er erreichte das Achtelfinale, wo Phil Taylor auf ihn wartete. In einer sehr engen Partie wirkte Jelle wie der gefestigtere Spieler. Dennoch hatte er Glück, als Taylor ein paar Matchdarts ausließ. Klaasen wusste dies zu nutzen und setzte sich am Ende mit 4:3 durch. Es sollte bis für das Halbfinale reichen, wo er dann aber 0:6 gegen Gary Anderson verlor.

Bei den UK Open 2016 zeigte er erneut seine Klasse. Er behielt die Nerven als er Joe Murnan 9:8 bezwang und konnte auch Adrian Lewis aus dem Turnier werfen. Im Viertelfinale gelang ihm sogar ein 10:0-Whitewash gegen Kyle Anderson, sodass er es bis in das Halbfinale schaffte. Dort versuchte er Peter Wright einen Kampf zu bieten, konnte jedoch seine Top-Form nicht erreichen und verlor letztlich mit 5:10. Seine tolle Entwicklung brachte Jelle eine zweite Chance in der Premier League ein, wo er allerdings erneut keine gute Performance zeigte und früh ausschied. Doch seine Formkurve ging noch nicht nach unten. Auch auf der kleinen Bühne hielt seine Form an, wo er bei European Tour Events mehrfach Endspiele und Halbfinals erreichen konnte. So festigte er auch seine Position als einer der besten 16 Spieler der Welt.

Jelle Klaasen zeigt wo es lang geht, immer nach vorne Schatten

Jelle Klaasen Chronologie

Jelle Klassen wurde am 17. Oktober 1984 (Alter heute 33 Jahre) in Alphen/Niederlande geboren. Er begann seine Profikarriere 2004 in der British Darts Organisation(BDO) wechselte aber drei Jahre später zur Professional Darts Corporation(PDC).

Gegenwärtig spielt Klaasen mit 22 Gramm schweren Monster Darts. Sein Spitzname lautet "The Cobra" und seine Einlaufmusik ist Sex on Fire von Kings of Leon.

Jelle Klaasen fiel das erste Mal bei den Sunparks Masters 2004 auf. Dort konnte er durch Siege über Arnold Paap, Keek Slokkers und Rudy Delannoy bis ins Halbfinale einziehen. Dort unterlag er Colin Lloyd mit 0:2. Doch sein erstes Finale war nicht weit weg. Dieses erreichte er ein Jahr später beim Spring Cup. In der ersten Runde gelang ihm dabei ein 4:1-Erfolg gegen Kurt van de Rijck. Das 4:2 über Ferdie Boffel und ein 2:1 gegen Dirk Hespeels brachten ihn dann ins Endspiel. Dort unterlag er aber Johnn Snijers mit 1:2. Major-Luft schnupperte er erstmals bei den World Masters 2005, als er jedoch schon in der ersten Runde mit 2:3 gegen Steve McDonald verlor und ausschied. Völlig überraschend dann seine Performance bei den BDO World Darts Championship 2006. Mit einem 3:2 gegen Dennis Harbour gestartet, legte er in Runde zwei ein 4:2 gegen Mervyn King nach. Im Viertelfinale war es Paul Hogan, der sich Jelle geschlagen geben musste. Das Endergebnis war 5:4 für den Niederländer. Als er auch noch Shaun Greatbatch mit 6:3 schlug und ins Finale einzog, war der Jubel groß. Dort bekam er es mit der großen niederländischen Dartsikone, Raymond van Barneveld, zu tun. „The Cobra“ behielt die Nerven und bezwang seinen Landsmann mit 7:5. Damit wurde er mit 21 Jahren und 90 Tagen jüngster Dartweltmeister der Geschichte. Die großen Erfolge blieben in der näheren Zukunft jedoch aus. So flog er bei den World Masters bereits nach seiner ersten Partie raus. Mit 0:3 unterlag er Mario Robbe. Auch bei der BDO Weltmeisterschaft 2007 lief es so gar nicht für Jelle. Aus der Titelverteidigung wurde mit dem Ausscheiden nach Runde eins nichts. Co Stompé war zu stark und so verlor Klaasen mit 0:3.

Jelle Klaasen bei der Premier League Darts 2009
Jelle Klaasen bei der Premier League Darts 2009

Er entschied sich in der Folge für einen Wechsel in die PDC. Beim Masters of Darts, bei dem fünf Engländer und fünf Niederländer teilnahmen, wurde er in der Gruppe Sechster. Seine einzigen Siege holte er gegen Colin Lloyd und Wayne Mardle. Auch die International Darts League lief nicht nach Klaasens Vorstellungen. Zwar besiegte er in der ersten Gruppenphase noch Robbie Green, Mark Barilli und Robert Hughes, konnte daran in der zweiten Gruppenphase aber nicht mehr anknüpfen. Dort siegte er noch mit 6:4 gegen Dennis Priestley, ehe er James Wade und Darryl Fitton unterlag und so ausschied. Nur bis in die Runde der letzten 64 kam Klaasen bei seinen ersten UK Open. Zum Auftakt bezwang er Scott Mitchell 8:4 und legte ein 8:2 gegen Tony Martin nach. Dann aber war Richie Burnett eine Nummer zu groß und so verlor Jelle, dennoch knapp, mit 9:11. Immerhin bis ins Achtelfinale kam „The Cobra“ bei der World Darts Trophy 2007. Edwin Max(3:1) und Michael Rosenauer(3:0) stellten keine echte Herausforderung für den Niederländer dar. Es folgte ein starker 3:1-Sieg gegen Raymond van Barneveld. Gegen Andy Hamilton war dann aber Schluss, Jelle verlor mit 0:3. Seine erste Performance beim Grand Slam of Darts begann durchaus gut. Er konnte in seiner Gruppe mit Kevin McDine, Shaun Greatbatch und Peter Manley als Erster ins Achtelfinale einziehen, nachdem er lediglich gegen Peter Manley verlor. Eine enge Partie lieferte er sich mit Pat Orreal, gegen den er aber schließlich mit 10:9 gewann. Im Viertelfinale folgte dann aber das Aus, nachdem er mit 3:10 klar gegen Kevin McDine verlor. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft unter dem Banner der PDC bekam er es in der ersten Runde direkt mit seinem Landsmann Vincent van der Voort zu tun. Es war eine knappe Geschichte, die Klaasen am Ende mit 2:3 verlor. Ähnliches Bild bei den UK Open 2008. Nach Siegen über Dave Askew und Nigel Birch, war gegen Vincent van der Voort Endstation. Jelle unterlag mit 6:9 und schied im Achtelfinale aus. Nach seinem Debütsieg bei der Europameisterschaft gegen Colin Lloyd(5:2), unterlag der Niederländer schon in der zweiten Runde Alan Tabern mit 6:9 und musste wieder nach Hause fahren.

Die Weltmeisterschaft des Jahres 2009 lief dann äußerst gut für Klaasen. Er holte in der ersten Runde direkt einen klaren 3:0-Erfolg gegen Colin Lloyd. In der zweiten Runde wartete Jan van der Rassel, den Jelle mit 4:0 ebenfalls deutlich besiegen konnte. Das 4:1 gegen Andy Hamilton beförderte den Niederländer ins Viertelfinale, wo er auf Raymond van Barneveld traf. Sein Landsmann war dann doch zu stark, sodass Jelle mit 1:5 verlor und ausschied. Dennoch nahm er an der Premier League 2009 teil, wo er aber lediglich drei Siege holen konnte und mit sechs Punkten auf dem letzten Platz landete. Ebenfalls wenig zufriedenstellend verliefen die UK Open 2009. Dort siegte Jelle zunächst noch mit 9:7 gegen Jan van der Rassel, verlor aber schon in der Runde drauf 6:9 gegen Jamie Caven. Sein World Matchplay-Debüt endete dann sehr früh. Schon sein Erstrundenmatch verlor Jelle Klaasen mit 8:10 gegen Ronnie Baxter. Bei der Championship League of Darts konnte Jelle die sechste Qualifikationsgruppe gewinnen, gewann auch sein Halbfinale gegen Adrian Lewis, verlor aber gegen Colin Osborne im Finale. In der siebenten Qualifikationsgruppe landete er auf Platz 5, weil aber Tony Eccles nicht am Halbfinale teilnahm rückte Klaasen nach und siegte erneut gegen Adrian Lewis. Diesmal gewann er auch das Finale gegen Kirk Shepherd und erreichte damit die Gewinnergruppe. Dort holte er aber nur einen Sieg(6:5 gegen Wayne Mardle) und wurde damit vor „Hawaii 5.0.1“ Vorletzter. Eine starke Performance zeigte Jelle bei der Europameisterschaft 2009. Dort siegte er zunächst mit 6:2 gegen Wayne Jones ehe ein sehr knapper 9:8-Erfolg gegen Jamie Caven gelang. Nachdem er auch noch Colin Lloyd mit 10:5 bezwang stand er im Halbfinale. Dort verlor er aber deutlich mit 3:11 gegen Phil Taylor.

Jelle Klaasen gewinnt bei der Championship League Darts seine Gruppe
Jelle Klaasen gewinnt bei der Championship League Darts seine Gruppe

Nach den zuvor guten Leistungen war das Abschneiden bei der Weltmeisterschaft 2010 enttäuschend. In der ersten Runde verlor Jelle bereits mit 1:3 gegen Barrie Bates und war damit ausgeschieden. Bei den Players Championship Finals reichte es nur für einen Sieg gegen Gary Anderson, doch schon in der zweiten Runde verlor er gegen Mervyn King deutlich mit 1:8. Ähnliches Bild bei den UK Open. Zunächst holte Jelle einen Sieg gegen Steve Evans(9:6), verlor dann aber mit 6:9 gegen Wayne Jones und war bereits ausgeschieden. Immerhin bis ins Viertelfinale kam Jelle beim World Matchplay. Ein überzeugender 10:4-Erfolg gegen Mervyn King führte zum Match mit Gary Anderson. Diesen schlug er in einer engen Partie mit 14:12. Simon Whitlock war dann die Endstation. Gegen den „Wizard“ unterlag Klaasen mit 8:16 und verabschiedete sich aus dem Turniergeschehen. An den fantastischen Halbfinaleinzug aus dem Jahr 2009 konnte Jelle bei der Europameisterschaft 2010 nicht anknüpfen. Zwar startete er gut ins Turnier, besiegte Vincent van der Voort mit 6:4, jedoch verlor er nur eine Runde später mit 7:10 gegen Mark Walsh.

Wie schon im Vorjahr war die Weltmeisterschaft 2011 für Klaasen völlig enttäuschend. Der Niederländer verlor seine erste Partie gegen Steve Brown mit 1:3 und schied damit direkt aus. Auch bei den Players Championship Finals war nach einem Spiel Schluss. Jelle verlor mit 4:6 gegen Colin Lloyd. Das schwache Jahr setzte sich bei den UK Open fort, als erneut Colin Lloyd für das Aus von Klaasen sorgte. Mit 3:4 verlor Jelle seine Partie in der Runde der letzten 160. Als auch bei der Europameisterschaft das Erstrundenaus gegen Dave Chisnall(4:6) folgte, sah er für die WM schwarz. Dort aber gelang ihm in der ersten Runde ein 3:1-Erfolg über Peter Wright. Die Leistung konnte er gegen James Wade aber nicht bestätigen und verlor mit 0:4. Ein knappes 4:3 gegen Dyson Parody bei den UK Open 2012 brachte Klaasen zwar in die Runde der letzten 64, dort kassierte er aber eine 3:9-Klatsche gegen Raymond van Barneveld. Passend zu seiner sportlichen Krise lief es auch im Privatleben nicht rund für Klaasen. Es wurde gegen ihn ermittelt, weil er angeblich einer Minderjährigen Nacktfotos geschickt haben solle. Aus diesem Grund nahm er 2012 an keinem Turnier mehr teil, womit er auch die Weltmeisterschaft verpasste. Bei den UK Open 2013 war er wieder da und kam immerhin bis ins Achtelfinale. Auf dem Weg dorthin gelangen ihm Siege über Gareth Pass, Ross Smith und Stuart Kellett. Dann aber unterlag er Ronnie Baxter mit 7:9. Er wirkte jedoch gefestigter und so zeigte er auch eine passable Leistung bei der Europameisterschaft. Dort besiegte er zunächst Wes Newton mit 6:4 und ließ ein 10:6 gegen Justin Pipe folgen. Im Viertelfinale folgte dann aber das Aus, nachdem er Michael van Gerwen mit 7:10 unterlag. Beim World Matchplay flog er dann jedoch in der ersten Runde raus, da er gegen Simon Whitlock mit 8:10 verlor. Sein World Grand Prix-Debüt hatte er sich dann sicher anders vorgestellt. Bereits in Runde eins verlor er mit 0:2 gegen Gary Anderson und war damit direkt wieder raus. Bei den Players Championship Finals konnte er dann zumindest einen 6:4-Erfolg gegen Dave Chisnall verbuchen, ehe er erneut Gary Anderson mit 5:9 unterlag.

Die Weltmeisterschaft 2014 begann eigentlich nicht schlecht. Sein Spiel mit Jamie Caven war sehr hochklassig und enger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Jelle verlor mit 1:3 und schied damit dennoch aus. Erneut enttäuschend verliefen die UK Open. Dort siegte er zunächst 5:1 gegen John Henderson, behielt dann aber gegen Andy Hamilton nicht die Nerven und verlor mit 8:9. Dafür war die Europameisterschaft wieder besser. Dort gelang ihm ein überraschender 6:4-Sieg gegen Adrian Lewis zum Auftakt. Dem ließ er ein 10:7 gegen Jamie Caven folgen. Im Viertelfinale war Mervyn King dann einfach der bessere Spieler und so schied Jelle nach dem 5:10 aus. Einen Sieg holte er bei den Players Championship Finals zum Auftakt gegen James Wade. Doch erneut konnte er diese Leistung nicht bestätigen und verlor in Runde zwei mit 5:10 gegen Dean Winstanley.

Im Duell zweier Niederländer bei der Weltmeisterschaft 2015 traf Jelle Klaasen auf Christian Kist. Jelle sollte die Oberhand behalten und mit 3:1 gewinnen. Doch erneut war in der zweiten Runde bereits wieder Schluss für „The Cobra“. Auch wenn er einen echten Kampf ablieferte, verlor er gegen den späteren Weltmeister Gary Anderson mit 3:4. Doch Klaasen wurde besser, man merkte, dass er sich in seinem Spiel stetig verbesserte und konstanter wurde. Bei den UK Open schlug er zunächst Brendan Dolan, verlor dann aber eine Runde später gegen Andrew Gilding mit 5:9. Beim World Matchplay folgte das Aus in der ersten Runde. Er verlor mit 4:10 gegen Simon Whitlock. Der World Grand Prix sah dann schon netter aus. Einem 2:1 gegen Brendan Dolan folgte der 3:2-Erfolg gegen Dave Chisnall. Gegen Mark Webster im Viertelfinale verlor Jelle dann aber denkbar knapp mit 2:3. Auch bei der Europameisterschaft reichte es für die Runde der letzten acht. Auf dem Weg dorthin schlug er zunächst Raymond van Barneveld mit 6:4 und dann James Wade 10:5. Gary Anderson war dann aber doch eine Nummer zu groß und so verlor Jelle 6:10. Ein kleiner Rückschlag dann beim Grand Slam of Darts. Jelle gewann in seiner Gruppe nur gegen Steve Beaton. Niederlagen gegen Martin Adams und Ian White führten dann aber zum letzten Platz und das Aus. Bei den Players Championship Finals 2015 unterlag er dann direkt Gerwyn Price mit 4:6.

Jelle Klaasen Schatten

Die Weltmeisterschaft 2016 wurde dann aber ein extrem starkes Turnier der „Cobra“. Der Niederländer startete mit einem klaren 3:0 gegen Joe Cullen ins Turnier. Auch gegen Mervyn King(4:2) setzte er sich durch, womit er im Achtelfinale auf Phil Taylor traf. In einer fantastischen Partie vergab Jelle einen Matchdart und schien das Spiel noch aus der Hand zu geben. Er kämpfte sich aber zurück und bezwang den Rekordweltmeister noch mit 4:3. So erreichte er das Viertelfinale wo er einen starken Alan Norris mit 5:4 besiegen konnte. Im Halbfinale verlor er, wie schon im Vorjahr, gegen den späteren Weltmeister Gary Anderson. Gegen den Schotten konnte er nichts entgegensetzen und verlor mit 0:6. Beim Masters 2016 folgte dann nach der 6:10-Niederlage direkt das Erstrundenaus gegen Phil Taylor.

Besser machte er es bei den UK Open. Dort gelang ihm zum Auftakt ein 9:6 gegen Matt Clark und ein knappes 9:8 gegen Joe Murnan. Mit Adrian Lewis hatte er danach eine echte Hausnummer vor sich, konnte den „Jackpot“ mit 9:7 aber ebenfalls bezwingen. Ein 10:0-Whitewash gegen Kyle Anderson brachte den Niederländer dann sogar ins Halbfinale, wo er jedoch mit 5:10 an Peter Wright scheiterte. Umso bitterer war sein Erstrundenaus beim World Matchplay, als er etwas überraschend mit 6:10 an Steve Beaton scheiterte. Auch beim World Grand Prix lief es nicht rund, er unterlag mit 1:2 gegen Adrian Lewis und war ebenfalls nach nur einem Spiel wieder draußen.

Jelle Klaasen besiegte Kyle Anderson Schatten

Auf der kleinen Bühne feierte Klaasen währenddessen aber einige gute Erfolge. So zum Beispiel beim German Darts Championship, wo ihn Siege über Rowby-John Rodriguez und Cristo Reyes ins Viertelfinale brachten. Dort schlug er dann Joe Cullen und legte einen 6:4-Halbfinalsieg gegen Dave Chisnall nach. Im Finale unterlag er Alan Norris dann denkbar knapp mit 5:6. Es brachte ihm trotzdem etwas Selbstvertrauen, wodurch er bei der Europameisterschaft zu Siegen gegen Steve West und Stephen Bunting kam. Im Viertelfinale scheiterte er dann aber deutlich mit 3:10 an Michael van Gerwen. Einem 5:6-Erstrundenaus gegen Kim Huybrechts beim World Series Finale wollte er beim Players Championship Finale ein gutes Ergebnis folgen lassen. Siege über Simon Stevenson und Vincent Kamphuis waren dafür auch ein guter Anfang, allerdings verpasste er durch ein 9:10 gegen Dave Chisnall knapp das Viertelfinale.

Nach seinem Halbfinale im Jahr zuvor wollte Jelle dann bei der Weltmeisterschaft 2017 erneut groß auftrumpfen. Gegen Jeffrey de Graaf gewann er zum Auftakt mit 3:1. Und auch gegen Brendan Dolan hatte er beim 4:0 keinerlei Probleme. Dave Chisnall war im Achtelfinale dann aber erneut stärker. So verlor Jelle mit 2:4 und schied aus. Beim Masters unterlag er dann wie schon im Vorjahr in der ersten Runde, dieses Mal mit 4:10 gegen Mensur Suljovic. Auch bei den UK Open konnte er nicht an die Erfolge aus 2016 anknüpfen. Er siegte zwar zunächst 10:7 gegen Johnny Clayton, verlor aber nur eine Runde später mit 9:10 gegen Vincent van der Voort. Auf der European Tour blieb er aber auch weiterhin ein starker Spieler. Bei den German Darts Masters siegte er mit 6:4 gegen Daryl Gurney und schlug auch Jeffrey de Graaf mit 6:5. So erreichte er das Viertelfinale, wo ihm ein 6:4 gegen Kyle Anderson gelang. Nach dem 6:3 gegen James Wade stand er im Endspiel, welches er dann aber mit 2:6 gegen Michael van Gerwen deutlich verlor. Er nahm 2017 nach 2009 erstmals wieder an der Premier League teil. Dort spielte er jedoch eine schwache Runde und holte am Ende gerade mal drei Punkte. Damit landete er in der Endabrechnung auf dem 9. Platz. Auch beim World Matchplay 2017 lief es nicht sonderlich rund. Er musste sich nach einer mäßigen Vorstellung in der ersten Runde Justin Pipe mit 5:10 geschlagen geben und musste direkt wieder nach Hause fahren.

Jelle Klaasen bei der PDC Weltmeisterschaft 2017 Schatten

Tobias Gürtler

 Jelle Klaasen Darts1 Spieler des Monats Dezember 2015

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