Dartsbuch

Glen Durrant

Glen Durrant ist ein englischer Dartspieler, der am 24. November 1970 in Middlesbrough geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „Duzza“ bekannt. Glen begann bereits als Jugendlicher mit dem Dartspielen, nahm den Sport allerdings noch nicht so ernst, wie es später dann geschehen sollte. Er blieb eher im lokalen und regionalen Bereich und ging währenddessen seinem Beruf nach. Erst nach fast 20 Jahren entschied er sich bei BDO-Events anzutreten. Sein Debüt gab er 2004 beim World Masters. Zunächst spielte er aber noch sehr unregelmäßig, sein erster Turniersieg folgte im Jahr 2009. So richtig Klick machte es bei Glen Ende 2012, als er immer häufiger an Turnieren teilnahm und dort auch Endspiele erreichte. 2015 kam er erstmals ins Halbfinale der BDO-WM, und von da an sollte seinem Aufstieg in die absolute Elite nichts mehr im Wege stehen. Er gewann noch im selben Jahr das World Masters und das Zuiderduin Masters. Von 2017 bis 2019 sicherte er sich dann drei WM-Titel unter dem Banner der BDO und 2018 kam die BDO World Trophy hinzu, wodurch er einer der erfolgreichsten Akteure der British Darts Organisation wurde. Mit seinem Wechsel zur PDC im Jahr 2019 ging er endgültig den Weg des Profis und wollte beweisen, dass er mithalten kann. Der Einzug ins Halbfinale bei seinem World Matchplay Debüt im Jahr 2019 unterstrich die Ambitionen von „Duzza“. 2020 wurde er zur Premier League Darts eingeladen und schloss bei seinem Debüt nicht nur als erster Spieler nach Phil Taylor und Michael van Gerwen die Tabelle als Spitzenreiter ab, sondern gewann sogar das Turnier im Finale gegen Nathan Aspinall.

Glen Durrant Fakten
Name Glen Durrant Spitzname Duzza
Geburtsort Middlesbrough, England Geburtstag 24.11.1970
Weltmeister 3x BDO(2017-2019) Darts 24g Target
BDO 2004-2019 PDC 2019-heute

Darts als Hobby(1985-2012)

Mit 15 Jahren fand Glen Durrant Interesse am Dartsport. Doch als er damit anfing ging es ihm gar nicht groß darum, damit mal sein Geld zu verdienen. Er hatte einfach Spaß daran und betrieb es zum Großteil als Hobby. Natürlich nahm er auch an Turnieren im lokalen und regionalen Bereich teil, jedoch bei keinem größeren. Dies änderte sich nach fast 20 Jahren, als er im Jahr 2004 sein Debüt beim World Masters gab. Dort kassierte er gegen den Österreicher Dietmar Burger direkt eine 0:3-Pleite und schied aus. Doch er hatte Lunte gerochen. Er nahm nur ein Jahr später zunächst an den UK Open teil, wo er immerhin ein Match gewinnen konnte. Und dann zeigte er beim World Masters, dass er durchaus großes Talent hat. Mit vier Siegen spielte er sich vor bis ins Achtelfinale, wo er auf Martin Adams traf. Auch gegen diesen konnte er mithalten, jedoch in dem Jahr noch nicht den Sieg holen. Nach einem 2:3 schied er aus.

Glen Durrant
Glen Durrant

In den folgenden Jahren spielte Glen dann zwar ab und an die Turniere der BDO, jedoch sehr unregelmäßig. Mit seinem Sieg über Michael Pearce gelang ihm im Jahr 2009 bei den Thornaby Open sein erster Turniersieg. Er spielte in der Folge viel regelmäßiger auch die größeren Turniere der BDO. So nahm er 2011 auch recht erfolgreich am Gold Cup teil, bei dem er es immerhin bis ins Viertelfinale schaffte. Das gleiche Resultat konnte er in dem Jahr auch beim World Masters einfahren. Mit Larry Butler und Jarkko Komula schaltete er dabei auch ein paar namhafte Gegner aus, scheiterte dann aber wieder an Martin Adams, dieses Mal mit 1:3. Dafür sollte er 2012 mit dem Sieg England Classic einen großen Erfolg feiern. Nach einem Sieg über Robbie Green konnte er dort auch Martin Adams bezwingen und so ins Viertelfinale einziehen. Über Mick Street und Martin Atkins ging es bis ins Endspiel, wo er gegen Scott Waites die Nerven behielt. Er setzte sich mit 6:5 durch und schnappte sich den Titel.

Der steile Aufstieg(2013-2016)

Von da an ging es für Glen immer steiler bergauf. Er verteidigte 2013 nicht nur seinen Titel beim England Classic, er konnte weitere Turniere gewinnen und sich einen Traum erfüllen. Er spielte sich in der Rangliste in eine so gute Position, dass er erstmals an der Weltmeisterschaft teilnehmen durfte. Dort bekam er es in der Auflage von 2014 zunächst mit Mike Day zu tun, den er problemlos ohne Satzverlust ausschaltete. Eine Runde später war der Traum dann aber schon wieder geplatzt. Gegen den späteren Finalisten Alan Norris unterlag er mit 1:4 und schied aus. Das stachelte ihn aber nur noch mehr an. Im Jahr 2014 erreichte er immer wieder Halbfinals, so auch beim World Masters. Er verlor dieses zwar gegen Martin Phillips, jedoch nur hauchdünn mit 5:6. Durrant galt in der BDO-Szene immer mehr als Gefahr für die ganz großen Namen und so änderte sich sein Standing. Viele sahen in ihm einen Spieler, der über kurz über lang bei der PDC landen würde, er hatte zunächst aber noch einiges bei der BDO zu tun.

So wollte er auch den Weltmeistertitel gewinnen. Das sollte ihm im Jahr 2015 jedoch zunächst noch nicht gelingen. Er spielte ein fantastisches Turnier, warf unter anderem Jamie Hughes und Darryl Fitton aus dem Turnier. Doch im Halbfinale war wieder einmal gegen Martin Adams Schluss. Erneut war es eine enge Partie, die Glen letztlich mit 5:6 verlor. Dies schien bei Glen aber irgendwas auszulösen. Plötzlich begann er immer mehr Turniere zu gewinnen. Er dominierte das Jahr 2015 und konnte sich auch endlich seinen ersten Major Sieg schnappen. Beim World Masters sprintete er mit überragenden Leistungen bis ins Finale in dem überraschend Larry Butler wartete. Gegen den US-Amerikaner ließ Glen nichts anbrennen und holte sich mit einem 7:3 den Titel. Bei den Zuiderduin Masters legte er noch im gleichen Jahr nach, als er in der Gruppenphase für das Aus von Scott Waites sorgte und im Endspiel einen 5:2-Erfolg über Martin Adams feiern durfte. Nachdem er diese beiden Titel im Folgejahr bestätigen konnte, zog er als absoluter Top-Favorit in die Weltmeisterschaft 2017 ein.

Weltmeister-Hattrick(2017-heute)

Er startete mit einem 3:1-Sieg über Nick Kenny in das Turnier und musste dann gegen Paul Hogan stark aufpassen. Nur knapp siegte er mit 4:3, was allerdings die knappste Geschichte werden sollte. Darius Labanauskas und Jamie Hughes ließ er im Grunde keine Chance und auch gegen Danny Noppert siegt er im Finale mit 7:3 vergleichsweise deutlich. Er hatte damit seinen ersten Weltmeistertitel, doch das schien ihn nicht zufrieden zu stellen. In den folgenden beiden Jahren wollte er sich, aber auch der PDC beweisen, dass er zu den besten Spielern der Welt gehört. Die Weltmeisterschaft 2018 lief zwar etwas weniger dominant, doch er zeigte seine Nervenstärke, als er sich mit einem 7:6-Sieg im Finale gegen Mark McGeeney seinen zweiten WM-Titel sicherte. Den Hattrick machte er 2019 perfekt, nachdem er Scott Waites mit 7:3 besiegt hatte. Auf dem Weg dorthin hatte er mit der BDO World Trophy 2018 auch noch den nächste Major Titel bei der British Darts Organisation eingesammelt.

Er entschied sich 2019 zu einem Wechsel in die PDC. Dort schnappte er sich über die Rangliste die Tour Card. Dass er mit dem großen Namen mithalten kann bewies er eigentlich schon 2017 bei seinem Grand Slam Debüt, wo er unter anderem Peter Wright und Dave Chisnall schlug. Doch er wollte zeigen, dass er auch langfristig bei den Profis Erfolg haben kann. Bei seinem zweiten Players Championship Event erreichte er auch tatsächlich direkt das Finale, beim vierten schnappte er sich bereits seinen ersten Turniersieg. Auf dem Weg besiegte er unter anderem Joe Cullen und Gerwyn Price, bezwang Dimitri Van den Bergh im Finale mit 8:3. Im Mai gelang ihm dann sogar ein Sieg über Michael van Gerwen und der zweite Players Championship Titel, durch den Finalsieg gegen Darius Labanauskas. So qualifizierte er sich auch für das World Matchplay, wo er nach Adrian Lewis auch erneut Michael van Gerwen bezwingen konnte. Nach dem Sieg gegen James Wade stand er sogar im Halbfinale, erst dort sollte dann das Aus gegen Michael Smith folgen.

Dieser Rolle sollte Glen auch absolut gerecht werden. Nach einem 3:1 gegen Nick Kenny siegte er auch gegen Paul Hogan, wenn auch knapp mit 4:3. Darius Labanauskas musste mit 5:2 genauso dran glauben wie Jamie Hughes mit 6:1. So stand Glen im Finale der Weltmeisterschaft, wo er es mit Danny Noppert zu tun bekam. Gegen den bewies Durrant seine ganze Klasse und schnappte sich mit einem 7:3-Sieg seinen ersten Weltmeistertitel. Dies gab ihm nochmal weiteren Aufwind. So ging er auch mit viel Selbstvertrauen in die Welsh Open 2017, wo er nacheinander Shaun Carroll, Brian Dawson, Conan Whitehead und Scott Baker aus dem Turniergeschehen warf um wieder ins Finale einzuziehen. Dort schlug er dann auch noch Scott Waites und sicherte sich den Titel. Beim England Matchplay lief es dann zwar nicht ganz so dominant, das Resultat war aber das gleiche. Nach Mark McGeeney(4:1) gewann er knapp gegen Jamie Hughes(4:3) und Scott Mitchell(5:4) und gewann auch dieses Turnier. Etwas überraschend folgte beim World Masters dann nicht der Titelgewinn. Er musste sich im Viertelfinale dem späteren Sieger Krzysztof Ratajski mit 2:4 geschlagen geben. Besser lief es bei seinem Grand Slam Debüt. Dort schlug er direkt zum Auftakt Peter Wright mit 5:2 und sicherte sich das Weiterkommen mit einem 5:3-Erfolg über Alan Norris. Da war die 4:5-Pleite gegen Corey Cadby auch gar nicht weiter schlimm. Nachdem er dann auch noch Dave Chisnall im Achtelfinale mit 10:8 besiegte schien alles möglich, doch im Viertelfinale war nach einem 10:16 gegen Peter Wright dann doch Schluss. Bei den Zuiderduin Masters flog Glen dann bereits in der Gruppenphase raus, nachdem er gegen Jim Williams unterlegen war. So schien er schlagbar für die WM 2018.

Dort bewies er dann aber wieder sein Können. Gary Robson und Darryl Fitton schlug er deutlich und gab insgesamt nur einen Satz ab. Gegen Jim Williams wurde es beim 5:4 knapper, doch gegen Scott Waites gewann er dann wieder klar mit 6:2. Das Endspiel gegen Mark McGeeney wurde dann ein echtes Herzschlagfinale. Glen behielt aber auch dort die Nerven, gewann mit 7:6 und schnappte sich seinen zweiten WM-Titel in Serie. Was ihm in seiner Vitrine noch fehlte, war die BDO World Trophy. Die wollte er sich 2018 holen. Nach dem klaren 6:2 gegen Daffyd Edwards schien dies auch gut möglich. Auch Tony O’Shea schlug er klar mit 6:1, musste dann aber ein wenig mehr zittern. Gegen Darius Labanauskas und Jim Williams gewann er jeweils mit nur zwei Legs Vorsprung, zog aber dennoch ins Finale ein. Dort traf er auf den Deutschen Michael Unterbuchner, der gut mithielt, am Ende aber doch das Nachsehen hatte. Glen gewann mit 10:7 und holte sich damit den nächsten Major Titel. Zwar unterlag er dann im Finale des World Masters gegen Adam Smith-Neale und flog in der Gruppenphase des Grand Slam raus, bei den Zuiderduin Masters zeigte er dann aber wieder seine Klasse. Er holte sich den Gruppensieg gegen Gary Robson und Scott Waites und schlug dann auch noch Conan Whitehead, Mark McGeeney und im Endspiel Richard Veenstra um sich den Titel zu schnappen.

Die Weltmeisterschaft 2019 sollte dann sein letztes Turnier bei der BDO werden. Glen startete mit einem 3:0 gegen Mark McGrath und legte ein 4:3 gegen Scott Baker nach. Kyle McKinstry(5:2) und Jim Williams(6:3) waren seine nächsten Opfer auf dem Weg ins Endspiel. Dort wartete mit Scott Waites eine knifflige Aufgabe, die Glen aber souverän löste. Er siegte mit 7:3 und holte sich so seinen dritten WM-Titel in Serie.

Er entschied sich daraufhin zu einem Wechsel in die PDC. Dort musste er zunächst die Q-School spielen um eine Tour Card zu erhalten und nach zwei Tagen sah es gar nicht gut aus. Am dritten Tag schlug er dann aber unter anderem Barrie Bates, Scott Taylor und John Bowles um ins Entscheidungsspiel einzuziehen. Dort verließen ihn dann aber die Nerven und er unterlag Reece Robinson mit 2:5. Er hatte damit aber die Voraussetzungen geschaffen, sodass er sich über die Rangliste doch die Tour Card schnappte.

Schon bei seinem zweiten Players Championship-Event zeigte er sich dann in seiner besten Form, als er unter anderem Peter Wright, Robert Thornton und Joe Cullen bezwang und erst im Finale knapp mit 7:8 an Dave Chisnall scheiterte. Besser machte er es nur wenig später bei seinem vierten Auftritt. Nacheinander warf er Jamie Lewis, Ritchie Edhouse, Joe Cullen, Mensur Suljovic, Bradley Brooks und Gerwyn Price aus dem Turnier um erneut ins Finale einzuziehen. Dort wartete mit Dimitri Van den Bergh ein weiterer schwieriger Gegner, den er aber mit 8:3 deutlich schlug um sich seinen ersten Titel bei der PDC zu sichern. Bei den UK Open lief es dann jedoch nicht so rund. Zwar siegte er in der ersten Runde mit 6:1 gegen Maik Kuivenhoven, eine Runde später schied er dann aber überraschend mit 2:6 gegen Gavin Carlin aus. Mitte Mai sollte dann aber schon der zweite Titel für Durrant auf der Tour folgen. Dieses Mal fegte er noch größere Namen vom Board. Er schlug beim Players Championship-Turnier Matt Edgar und Simon Stevenson ohne Legverlust, danach Kyle Anderson, Danny Noppert und Michael Smith mit 6:4. Im Halbfinale siegte er klar mit 7:2 gegen Michael van Gerwen, ehe er sich durch ein 8:1 gegen Darius Labanauskas den Turniersieg sicherte. Die Erwartungen für das World Matchplay 2019 waren hoch, er erfüllte sich aber komplett. Nach einem 10:4 gegen Adrian Lewis schlug er erneut Michael van Gerwen. Glen setzte sich 13:11 durch und besiegte danach auch noch James Wade klar mit 16:7 und einem 137’er Finish via Triple-19 und zwei Mal Tops. Im Halbfinale gegen Michael Smith verlor er dann jedoch mit 10:17 und schied aus.

Auch beim World Grand Prix und dem Grand Slam of Darts erreichte der 49-jährige jeweils die Vorschlussrunde. Bei seinem WM-Debüt unter dem Banner der PDC kam er bis ins Viertelfinale, sodass er zur Premier League eingeladen wurde. Dort schloss er bei seinem Debüt nicht nur als erster Spieler nach Phil Taylor und Michael van Gerwen die Tabelle als Spitzenreiter ab, sondern gewann sogar das Turnier im Finale gegen Nathan Aspinall.

Aktuell läuft "Duzza" mit Pump It Up von Endor auf die Bühnen der Dartswelt ein.

Dartspieler des Monats Januar 2019