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Gerwyn Price

Gerwyn Price

Gerwyn Price ist ein walisischer Dartspieler, der am 7. März 1985 in Markham geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Iceman“ bekannt. Besonders auffällig an Gerwyn Price ist der muskulöse Körperbau, den er noch aus seiner Zeit als Rugbyspieler mit sich herumträgt. Er begann im Jahr 2010 mit dem Dartsport und trat zunächst auf der lokalen Ebene auf. Barrie Bates sah ihn dann spielen und riet ihm im Jahr 2014 bei der Q-School teilzunehmen. Dort konnte er am zweiten Tag auch tatsächlich eine Tour Card gewinnen, nachdem er im letzten Spiel Rowby-John Rodriguez bezwingen konnte. Seine Entwicklung nahm danach rasant Fahrt auf. Zwei Mal erreichte er in seinem ersten Jahr das Achtelfinale von Players Championship Events, ein Mal sogar das Viertelfinale.

Auch auf der European Tour erzielte er Erfolge und so kam es, dass er sich direkt für seine erste Weltmeisterschaft qualifizierte, wo er jedoch mit 0:3 an Peter Wright scheiterte. Seinen Durchbruch schaffte er im Jahr 2016, als er im Mai seine ersten beiden Players Championhsip Turniere gewann, wo er im Endspiel Peter Wright bzw. Jamie Caven besiegte. Auch danach ging es weiter steil bergauf, sodass er die Order of Merit immer weiter nach oben kletterte. Im Jahr 2017 erzielte er mit dem Erreichen des UK Open-Endspiels seinen bis dahin größten Erfolg, auch wenn er das Finale gegen Peter Wright verlor. Nachdem er auch noch mit Mark Webster das Finale des World Cup of Darts erreichte wurde er zu World Series Events eingeladen und nach dem Erreichen der Top-16 der Weltrangliste 2018 auch erstmals in die Premier League berufen. Davon angestachelt spielte Price ein gutes Jahr 2018, gewann sein erstes European Tour Event und beim Grand Slam of Darts 2018 auch sein erstes Major Turnier.

Ausgehend davon war der endgültige Durchbruch für den Waliser geschafft. Zwar folgte bei der Weltmeisterschaft 2019 das Ausscheiden in der zweiten Turnierrunde, aber spätestens seit der Saison 2019 gilt Gerwyn Price als absoluter Topspieler auf dem Circuit. Neben mehreren Final- und Halbfinalteilnahmen, sowohl bei den Majorturnieren als auch auf der Pro Tour, verteidigte der Iceman 2019 seine Titel bei der International Darts Open und auch beim Grand Slam of Darts. Insgesamt erreichte der Waliser im Jahr 2019 neun Finalspiele und gewann fünf davon. Zum Abschluss krönte er das erfolgreiche Jahr mit einer Halbfinalteilnahme bei der Weltmeisterschaft 2020, wo er sich erst dem späteren Sieger Peter Wright geschlagen geben musste.

Im Jahr 2020 fanden pandemiebedingt zwar deutlich weniger Turniere statt, die Dominanz von Price wuchs aber noch einmal enorm an. Bei den Belgien Darts Championship setzte er sich zum dritten Mal bei einem European Tour Event durch und fuhr weiterhin vier Siege bei Players Championship Turnieren ein. Die Konstanz allerdings, die Price im Jahr 2020 zum vermutlich besten Spieler der Tour machte, zeigte sich bei den Majorturnieren. Er stand im Finale der UK Open, siegte beim World Cup erstmalig für Wales im Duo mit Jonny Clayton und gewann im Anschluss direkt den World Grand Prix und die World Series Finals. Aufgrund dieser Erfolge ging er als einer der Topfavoriten in die Weltmeisterschaft 2021. Gegen Jamie Lewis und Brendan Dolan behielt der Waliser in engen Spielen die Oberhand. Es folgte ein souveräner Achtelfinalsieg gegen Mervyn King und ein erneut knapper Erfolg im Viertelfinale gegen Daryl Gurney, ehe sich Price auch gegen Stephen Bunting im Halbfinale, sowie gegen Gary Anderson im Finale durchsetzte und sein dominantes Jahr mit dem Weltmeistertitel 2021 und dem Sprung an die Spitze der Order of Merit krönte.

Etwas gehemmt von diesem Erfolg, startete Price in das Jahr 2021. Ihm gelangen zwar Halbfinalteilnahmen bei den Masters und der UK Open, einen Rückschlag gab es allerdings durch einen positiven Covid 19 Test, sodass der Weltmeister nicht bei der Premier League startete. Sein Comeback gab er bei der Super Series Mitte Juni. Hier konnte sich der Waliser nach langer Pause in guter Form präsentieren und spielte von vier Turnieren ein Finale, welches er allerdings verlor.

Gerwyn Price Fakten
Name Gerwyn Price Spitzname The Iceman
Geburtsort Markham, Wales Geburtstag 7.3.1985
Darts 24g Red Dragon Spielt seit 2010

Von Kraft und Präzision(2010-2015)

Gerwyn Price wirkt in seiner Statur als der Gegenentwurf des klassischen Dartspielers. Aufgrund seiner Rugbykarriere ist Gerwyn unheimlich durchtrainiert und hat enorme Kraft, was ihn jedoch in keinster Weise negativ beim Präzisionssport Darts beeinflusst. Im Jahr 2010 entdeckte er den Sport für sich und war auf der lokalen Ebene durchaus zufrieden. Der walisische Profi Barrie Bates aber entdeckte Gerwyns Talent und riet ihm zur Teilnahme an der Q-School im Jahr 2014. Nach einem frühen Aus am ersten Tag überraschte er an Tag zwei, als er bis ins Endspiel einzog und dort Rowby-John Rodriguez mit 5:3 besiegte. Damit hatte er sich eine Tour Card gesichert und war dadurch befähigt in den folgenden zwei Jahren die Turniere auf dem PDC-Zirkus zu spielen.

Wie schnell Price sich entwickeln würde, ahnte aber wohl auch Barrie Bates nicht. Gerwyn konnte gleich in seinem Debütjahr ein Viertelfinale bei einem Players Championship Turnier erreichen, wo er auch James Wade bezwang. Auch auf der European Tour kam er noch 2014 in ein Viertelfinale, schlug unter anderem Steve Beaton und Vincent van der Voort. Er konnte sich direkt für seine erste Weltmeisterschaft qualifizieren und traf auf Peter Wright. Keiner weiß wie das Match ausgegangen wäre, hätte Price seine Chance zum 1:1-Satzausgleich genutzt. So unterlag er mit 0:3 und musste Lehrgeld bezahlen. Einen für ihn guten Turniersieg holte sich Gerwyn beim Worthingtons Darts Champion of Champions Turnier, an dem unter anderem auch Terry Temple, Jonny Clayton und Mark McGeeney teilnahmen. Am Ende siegte Price im Finale gegen Ian Moss.

Eine rasante Entwicklung(2016-heute)

Gerwyn kletterte die Order of Merit immer weiter nach oben und war vor allem auf der Pro Tour erfolgreich. Im Mai 2016 gelang ihm dabei sein erster Turniersieg, als er in Barnsley Peter Wright im Endspiel mit 6:3 bezwang. Doch damit noch nicht genug krönte er den fünften Kalendermonat 20 Tage später in Coventry. Dort erreichte der „Iceman“ erneut das Finale eines Players Championship Turniers und behielt wieder die Nerven, bezwang dieses Mal Jamie Caven. Nachdem es auf der großen Bühne allerdings einfach noch nicht klappen wollte, kamen ihm die UK Open 2017 gerade recht. Gerwyn legte einen tollen Lauf hin und wird wohl mit einer Szene ewig in Erinnerung bleiben. Beim Stand von 9:9 vergab Ian White die Chance zum Matchgewinn, weil er bei 20 Punkten Rest die Doppel-15 traf. Gerwyn checkte als Antwort 160 Punkte und zog damit seinerseits ins Halbfinale ein, konnte sogar noch einen weiteren Sieg einstreichen und verlor erst das Endspiel gegen Peter Wright.

Zum zweiten Mal vertrat er daraufhin sein Heimatland mit Mark Webster beim World Cup of Darts. Dieses Mal konnten sie sogar das Finale gegen die Niederländer erreichen, wo Gerwyn aber das entscheidende Match gegen Raymond van Barneveld verlor. Davon ließ er sich aber überhaupt nicht rausbringen. Er wurde zu einigen Turnieren der World Series of Darts eingeladen und erreichte bei seinem Debüt in Dubai und auch in Las Vegas direkt das Halbfinale. Vor allem auf den kleinen Bühnen machte er in der Folge seine Hausaufgaben, erreichte einige Viertelfinals und konnte im Jahr 2018 auch seinen ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft einfahren. Gegen Ted Evetts gewann er klar mit 3:0 und kam letztlich bis ins Achtelfinale, wo er sich nach toller Aufholjagd Michael van Gerwen geschlagen geben musste. Trotzdem wurde seine tolle Entwicklung mit der Einladung zur Premier League 2018 belohnt.

Viele Spieler wurden zu früh eingeladen und ließen daraufhin ziemlich nach. Diesen Eindruck hatte man auch bei Gerwyn Price, der die Premier League auf dem letzten Rang abschloss, danach dann aber noch stärker wurde. Er spielte ein brillantes Jahr 2018, wo er sich bei den International Darts Open seinen ersten Turniersieg im Rahmen der European Tour sichern konnte. Er fiel jedoch immer wieder auch durch Verfehlungen und Unsportlichkeiten auf und war dadurch eine sehr kontrovers diskutierte Persönlichkeit. Dies gipfelte im Finale des Grand Slam of Darts, wo sich gegen Gary Anderson eine enorm hitzige Partie entwickelte, in der letztlich beide Akteure immer wieder provozierten. Eines der wohl meist diskutierten Major Finals der PDC ging am Ende tatsächlich zu Gunsten von Price aus, der sich seinen ersten Major Titel schnappte und in der Order of Merit weiter kletterte. Das Jahr endete dann allerdings ruhig um die hitzige Person. Ein frühes Ausscheiden bei den Players Championship Finals und der Weltmeisterschaft 2019 gegen Nathan Aspinall mit 2:3 änderten allerdings nichts an einem sehr erfolgreichen Jahr des „Icemans“, sodass er auch für das Jahr 2019 in die Premier League berufen wurde.


Mit gewaltiger Power zur Nummer 1 der Welt (2019-heute)

Spätestens mit dem Beginn des Jahres 2019 zählt Price als absoluter Topspieler auf dem PDC-Zirkus. Bei der Players Championship Serie konnte der Waliser fünf Finalteilnahmen einfahren, wovon er mit jeweiligen Siegen über Gabriel Clemens (8:4) und Ricky Evans (8:4) zunächst zwei Tage am Stück im Februar in Barnsley und später im Oktober ein drittes Event gegen Krzysztof Ratajski (8:7) in Dublin gewinnen konnte. Seine enorme Leistungsentwicklung zeigte sich auf der European Tour. Von zwölf Teilnahmen stand Price bei acht Turnieren mindestens im Viertelfinale und konnte davon bei den International Darts Open in Riesa seinen Titel im Finale gegen Rob Cross (8:6) verteidigen. Auch bei den Majorturnieren präsentierte sich der Waliser 2019 angestachelter und noch ehrgeiziger. Erneut spielte er eine gute UK Open bei der sein Lauf erst im Halbfinale gegen Nathan Aspinall (9:11) endete. Es folgte eine solide Premier League Saison, die er mit nur einem Punkt Rückstand für die Play Offs auf dem fünften Platz abschloss. Wer dachte, dass Price sich davon zurückwerfen ließ, wurde eines Besseren belehrt. Angestachelt von immer konstanteren Ergebnissen spielte sich das Muskelpaket in das Halbfinale der Champions League of Darts und bis in das Finale bei den European Championship, wo er mit 6:11 gegen Rob Cross unterlag und damit noch auf seinen zweiten Majorerfolg warten musste. Dies dauerte nach dem Finale allerdings nur drei Wochen, bis Price bei dem Grand Slam of Darts, wie schon im Vorjahr, alle anderen Spieler übertraf. Nach einem Halbfinalsieg gegen Michael van Gerwen (16:12) stand er zum zweiten Mal in Folge im Finale und schlug dieses Mal Peter Wright deutlich mit 16:6. Damit fuhr er seinen nächsten Majortitel ein und machte einen weiteren enormen Satz in der Order of Merit. Die kontroversen Diskussionen um die Personalie Gerwyn Price legten sich immer mehr, indem er auf sportlicher Ebene weiter brillierte und seine euphorischen Jubelextasen gezielter einsetze. Mittlerweile galten diese eher als ehrgeiziger Ansporn für den Waliser selbst, statt als Provokation in Richtung des Gegners. Die Saison endete für Price nach der Titelverteidigung des Grand Slams mit einer Finalteilnahme bei den Players Championship Finals, wo er knapp gegen Michael van Gerwen den Kürzeren zog, und mit seinem ersten guten Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft. Nach Siegen über William O’Connor, John Henderson, Simon Whitlock und Glen Durrant endete sein Siegeszug erst im Halbfinale, wo er in einem eher schwächeren Spiel gegen den späteren Sieger Peter Wright unterlag.

Das Jahr 2020 sorgte anschließend dafür, dass sich Gerwyn Price zum besten Spieler auf der Tour entwickelte. Pandemiebedingt fielen zwar einige Turniere aus, bei den stattfindenden Veranstaltungen war dennoch immer fest mit dem Waliser als Titelfavorit zu planen. Von vier European Tour Turnieren konnte er bei den Belgien Darts Championship in Hasselt im Finale gegen Michael Smith seinen insgesamt dritten European Tour Titel einfahren. Auch bei den Floor-Events im Rahmen der Players Championship Serie schnitt Price erneut gut ab und spielte insgesamt sieben Finals. Mit Siegen über Michael van Gerwen, Devon Petersen, Krzysztof Ratajski und Damon Heta konnte er hiervon vier erfolgreich bestreiten und somit einen neuen Topwert an Pro Tour Siegen in seiner Karriere einfahren. Neben den guten Ergebnissen bei den kleineren Turnieren zeigte sich der Waliser aber vor allem bei den Majorevents als bester Spieler des Jahres. Bei den UK Open präsentierte er sich zu Beginn des Jahres in guter Form und erreichte das Finale, welches er gegen Michael van Gerwen knapp verlor. Die Premier League hingegen sollte erneut eine harte mentale Prüfung für den „Iceman“ werden. Erneut schloss er diese auf dem fünften Platz ab und verpasste das Ziel der Play Offs erneut um nur ein paar Punkte. Doch wie schon im vergangenen Jahr stachelte dies den ehemaligen Rugbyspieler nur noch mehr an. Es folgten bei dem World Cup of Darts im Team mit Jonny Clayton der erste walisische Turniersieg und mit den Erfolgen bei dem World Grand Prix und den World Series Finals drei Majorerfolge in kürzester Zeit für Gerwyn Price. Zu diesem Zeitpunkt galt er als das Nonplusultra der Szene, was sich bei den folgenden Majorturnieren jedoch als Beweis für seine Druckresistenz herausstellte. Bei den European Championship und dem Grand Slam of Darts kam er nicht über das Achtelfinale heraus, präsentierte sich bei der Generalprobe vor der Weltmeisterschaft im Rahmen der Players Championship Finals dann aber wieder in guter Form und zog bis in das Halbfinale, wo einmal mehr gegen Dauerkonkurrent Michael van Gerwen Schluss war. Ganz zur Freude des Walisers folgte bei der Weltmeisterschaft 2021 dann die bis dato größte Stunde seiner Karriere. Als einer der absoluten Topfavoriten auf den Titel begann Price vergleichsweise nervös mit knappen Siegen über Jamie Lewis und Brendan Dolen, ehe er sich im Achtelfinale deutlich stabiler und deutlicher gegen Mervyn King durchsetzte. Eine harte Beweisprobe wartete für den „Iceman“ dann im Viertelfinale gegen Daryl Gurney, aber auch diese meistere er im Decider und zog zum zweiten Mal in Folge in das Halbfinale ein. Mit einem Sieg über die Überraschung Stephen Bunting erreichte er sein erstes WM Finale, welches er prompt mit 8:3 gegen Gary Anderson gewann und sich somit endgültige die aktuelle Krone im Darts aufsetzte. Am Ziel angekommen sprang er gleichzeitig auf den ersten Platz der Order of Merit und schaffte somit ein großartiges Kunststück in nur sechs Jahren auf der Profitour.

Mit großem Selbstbewusstsein ging der Waliser im Jahr 2021 in seine erste Saison als Nummer 1 der Welt. Angefangen bei den Masters knüpfte er zunächst auch genau an seine vergangenen Leistungen an, dominierte die Spiele gegen Joe Cullen und Adrian Lewis, musste sich dann aber einem stark aufgelegtem Mervyn King im Decider des Halbfinals geschlagen geben. Einen ähnlichen Verlauf nahm die UK Open. Hohe Siege gegen Peter Hudson, Ricky Evans und Chris Dobey führten ihn ins Viertelfinale, wo er den Decider gegen Devon Petersen gewinnen konnte. Im Halbfinale war dann gegen den späteren Sieger James Wade Endstation. Einen weiteren Pro Tour Titel konnte er kurz vor dem Premier League Start im Finale gegen Luke Humphries für sich entscheiden. Anfang April sollte es dann zum Auftakt der Premier League einen herben Rückschlag geben, bei der Price aufgrund eines positiven Covid19-Tests aus dem Teilnehmerfeld herausfiel und somit die Premier League 2021 verpasste. Nach drei Monaten ohne Darts auf der Profitour, kehrte der Waliser am Super Series Wochenende zurück auf den Circuit. Gleich im ersten Turnier gelang ihm dort der Finaleinzug. Das Endspiel musste er dann allerdings an Joe Cullen abgeben. Die folgenden drei Turniere brachten dem Weltmeister eine Erstrundenniederlage, ein Ende in der dritten Runde und ein Achtelfinale.

Gerwyn 'The Iceman' Price
Gerwyn "The Iceman" Price

Gerwyn Price Chronologie

Gerwyn Price ist ein ehemaliger walisischer Rugbyspieler und jetziger Dartsprofi, welcher am 7. März 1985 in Markham/Wales geboren wurde. Gerwyn Price trägt den Nicknamen „The Iceman“, der auch zu seiner aktuellen Einlaufmusik Ice Ice Baby von „Vanillia Ice“ passt.

Offiziell wurde „Der Iceman“ 2014 Dartsprofi, nachdem er sich bei der Qualifying School seine Tour Card für die PDC sicherte. Jedoch begann Gerwyn Price schon 2010 mit Darts. In dieser Zeit bis 2014, spielte Price vor allem noch aktiv Rugby und dadurch nur in einem lokalen Verein Darts. Außerdem wurde er 2010 vor einer Kneipe niedergeschlagen, was ihn vorerst auf sportlicher Ebene zurückwarf.

2014 sicherte sich Price dann jedoch, nach Beendigung der Rugby-Karriere, eine Tour Card für die PDC für zwei Jahre und wurde somit Dartprofi. Durch die sechs UK Open Qualifier errang der Rechtshänder einen Startplatz bei den UK Open 2014, bei denen er jedoch sein Erstrundenspiel gegen Aden Kirk mit 2-5 verlor. Seine ersten größeren Erfolge konnte Price bei den Players Championship Turnieren in diesem Jahr erreichen. Bei seinen 20 Teilnahmen konnte er sich ein Mal in das Halbfinale, ein Mal in das Viertelfinale und zwei Mal in das Achtelfinale vorspielen. Bei seinem Erreichen des Halbfinales unterlag er erst dem späteren Sieger Ian White, nachdem er Pete Dyos, Gary Anderson, Colin Lloyd, Terry Jenkins und Ross Smith schlug. Aber auch auf der European Tour konnte er erste Erfolge verbuchen. Nachdem er sich 2014 für zwei dieser Turniere qualifizierte, gelang ihm ein Mal der Einzug unter die Letzten 32 und ein Mal das Viertelfinale. Dabei schaffte er Siege gegen den Deutschen Bernd Roith (6-3), den BDO-Weltmeister von 1996 Steve Beaton (6-3) und den Niederländer Vincent van der Voort (6-5), bis er gegen Andy Hamilton mit 3-6 verlor. Durch seine Erfolge konnte er sich direkt in seinem ersten PDC-Jahr für die Weltmeisterschaft 2014/2015 qualifizieren. Hier unterlag er jedoch Peter Wright mit 0-3 in der ersten Runde.

2015 lief für Price bisher noch besser als 2014. Zwar unterlag er bei den UK Open, bei denen er sich nur für die Vorrunde qualifizieren konnte, in dieser, jedoch läuft es bei den Players Championship Turnieren sehr gut. Bei den ersten 16 Turnieren konnte er sich ein Mal bis in das Halbfinale, drei Mal bis in das Viertelfinale und zwei Mal bis in das Achtelfinale spielen. Des Weiteren qualifizierte sich der 36-jährige für ein Event der European Tour, bei dem er durch Siege gegen Dylan Duo (6-2), Robert Thornton (6-4) und Simon Whitlock (6-2) die letzten Acht erreichte.

Beim World Matchplay startete er dann mit einem überraschend deutlichen 10:4-Erfolg gegen Michael Smith ins Turnier und konnte gegen Adrian Lewis ein 13:10 nachlegen. Im Viertelfinale war dann jedoch Schluss, nachdem er gegen Peter Wright mit 7:16 verlor. Price versuchte sich zudem beim Wothingtons Darts Champion of Champions Event, wo er sich nach Erfolgen gegen Phil Roberts, Wayne Warren und Terry Temple im Finale wiederfand, welches er gegen Ian Moss dann mit 2:0 auch noch für sich entschied. Etwas unglücklich unterlag er dann aber beim World Grand Prix in der ersten Runde mit 1:2 gegen Michael Smith. Auch bei der Europameisterschaft war der „Bully Boy“ in der ersten Runde sein Stolperstein, gegen den er in diesem Fall mit 4:6 verlor. Zumindest einen Sieg konnte er beim Players Championship Finale einstreichen, als er Jelle Klaasen mit 6:4 aus dem Turnier warf. Umso bitterer dann seine 9:10-Pleite gegen Ian White in der zweiten Runde, die zum Aus führte.

Bei seiner zweiten Weltmeisterschaft folgte auch die zweite 0:3-Pleite. Gerwyn Price unterlag bei der Auflage von 2016 gegen Andrew Gilding und musste direkt wieder nach Hause fahren. Auch bei den UK Open war schnell wieder Schluss, nachdem er Joe Murnan mit 8:9 unterlag. Dafür lief es bei Players Championship Turnieren umso besser. Am 1. Mai 2016 in Barnsley konnte er Dimitri van den Bergh, Darren Webster, Daryl Gurney, Matt Clark, Ricky Evans und Benito van de Pas besiegen um ins Endspiel einzuziehen. Dort behielt er gegen Peter Wright die Nerven und schlug auch ihn mit 6:3 um seinen ersten Turniersieg auf dem PDC Circuit zu gewinnen. Und nur 20 Tage später in Coventry wiederholte er diesen Triumph. Dieses Mal fielen dem Waliser Terry Temple, Dirk van Duijvenbode, Mervyn King, Cristo Reyes, Mensur Suljovic und Ronnie Baxter zum Opfer, ehe er im Finale Jamie Caven klar mit 6:1 besiegte. Die guten Leistungen sorgten dafür, dass er in der Order of Merit hoch genug geklettert war um zusammen mit Mark Webster beim World Cup of Darts für Wales anzutreten. Dort siegten die beiden mit 5:1 gegen Finnland, verloren aber trotz 4:0-Erfolg Gerwyns gegen Ken MacNeil am Ende mit 1:2 gegen Kanada.

Beim World Matchplay 2016 gelang Price erneut ein Erfolg in der ersten Runde, als er Kim Huybrechts mit 10:8 besiegte. Dieses Mal unterlag er Adrian Lewis nach längeren Provokationen über die sozialen Netzwerke aber mit 5:11 relativ deutlich. Auch der World Grand Prix lief nicht zufriedenstellend für Price, nachdem er mit 0:2 an Benito van de Pas scheiterte. Nach dem 6:4-Auftakterfolg bei der Europameisterschaft gegen Daryl Gurney kassierte Price gegen Michael van Gerwen eine herbe 2:10-Klatsche und schied aus. Auch beim World Series Finale schied er gegen den Niederländer aus. Zunächst siegte er noch 6:3 gegen Steve Beaton, verlor dann aber mit 5:6 sehr knapp gegen „Mighty Mike“. Etwas überraschend konnte Gerwyn sich den Gruppensieg beim Grand Slam of Darts 2016 sichern. Nach einer 4:5-Pleite gegen Dimitri van den Bergh holte er ein 5:2 gegen Scott Waites und schlug Robert Thornton mit 5:3 um am Ende Platz eins zu erreichen. Im Achtelfinale war nach der 9:10-Niederlage gegen Brendan Dolan allerdings schon wieder Schluss. Und auch bei den Players Championship Finals war er nicht sehr lange vertreten. Er verlor schon seine erste Partie mit 5:6 gegen Dimitri van den Bergh.

Immerhin seinen ersten Satz bei einer Weltmeisterschaft gewann Gerwyn Price bei der Weltmeisterschaft 2017. Mehr sollten es gegen Johnny Clayton allerdings nicht werden und so schied Price erneut in der ersten Runde aus. Deutlich besser lief es bei den UK Open. Nach Siegen über Justin Pipe, David Pallett und Favoritenschreck Paul Hogan erreichte Gerwyn das Viertelfinale. Dort traf er auf Ian White, welcher beim Stand von 9:9 und 20 Punkten Rest die Doppel-15 traf. Gerwyn checkte als Antwort 160 Punkte und schnappte sich doch noch den Sieg. Im Anschluss bezwang er auch noch Alan Norris mit 11:9, ehe er sein erstes Major Finale gegen Peter Wright mit 6:11 verlor. Auch den Schwung nahm er wieder mit, erreichte auf der European Tour sowie auf der World Series of Darts Tour mehrfach Halbfinals. Noch mehr Freude machte ihm aber sein Abschneiden bei seiner zweiten Teilnahme am World Cup of Darts. Zusammen mit Mark Webster schlug er zunächst Finnland mit 5:4 und legte gegen die Iren nach. Diese wurden mit 2:0 nach Hause geschickt. Gegen Russland gaben sie insgesamt nur ein einziges Leg ab und erreichten auch hier durch ein 2:0 die nächste Runde. Im Halbfinale bekamen sie es nun mit den Belgiern zu tun. Gegen die Huybrechts-Brüder siegten beide Waliser mit 4:2 und so erreichten sie tatsächlich das Endspiel gegen die Niederländer. Dort verlor Gerwyn gegen Michael van Gerwen und auch gegen Raymond van Barneveld, wodurch das Finale mit 1:3 verloren ging.

Price hatte dann das Vergnügen in der ersten Runde des World Matchplay 2017 auf Phil Taylor zu treffen. Wie gut seine Leistung bei der 5:10-Pleite eigentlich war, wurde erst im weiteren Turnierverlauf erkennbar. Nach einem 2:1 gegen Michael Smith verlor Price beim World Grand Prix in der zweiten Runde klar mit 0:3 gegen Benito van de Pas und musste sich damit genauso früh aus dem Turnier verabschieden wie bei der Europameisterschaft. Dort gewann er zunächst mit 6:5 gegen Ronny Huybrechts, unterlag dann aber Mensur Suljovic mit 4:10. Ein starker 6:5-Erfolg gegen Corey Cadby brachte Gerwyn Price ins Viertelfinale des World Series of Darts Finale, wo er dann aber nach gutem Spiel mit 8:10 an Gary Anderson scheiterte. Ernüchternd verlief hingegen der Grand Slam of Darts, als Price nach einem guten 5:3-Auftaktsieg über Steve Lennon noch auf den dritten Gruppenplatz abrutschte. Niederlagen gegen Raymond van Barneveld(4:5) und Jamie Hughes(1:5) taten ihr übriges. Beim Players Championship Finale erzielte Gerwyn dann einen 6:4-Sieg gegen Jimmy Hendriks, verlor aber nur eine Runde später mit 2:6 gegen den späteren Finalisten Jonny Clayton und schied aus.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 gelang Gerwyn dafür erstmals ein Sieg auf der größten Bühne der Welt. Mit 3:0 fertigte er Ted Evetts ab und legte in der zweiten Runde beim 4:1 gegen Ian White nach. Im Achtelfinale musste er sich nach tollem Kampf dann aber Michael van Gerwen mit 2:4 geschlagen geben. Als Teil der Top-16 nahm er dann erstmals am Masters teil. Dort holte er in der ersten Runde einen 10:7-Erfolg gegen Daryl Gurney, schied aber durch die 6:10-Pleite in der zweiten Runde gegen Gary Anderson aus. Trotzdem freute sich Price auf seine erste Nominierung für die Premier League Darts.

Dort konnte er überhaupt nicht überzeugen. Lediglich zwei Punkte holte er und schied als Tabellenletzter nach der Judgement Night aus. Besser lief es bei den UK Open 2018. Nachdem er im Vorjahr im Endspiel stand, konnte er durch Siege über James Wilson, Alex Roy, Dirk van Duijvenbode und Paul Hogan das Viertelfinale erreichen, schied dort dann aber nach einem 6:10 gegen Corey Cadby aus. Noch früher durfte er beim World Matchplay wieder nach Hause fahren, wo er seine Auftaktpartie gegen Joe Cullen mit 3:10 verlor. John Henderson, Daryl Gurney, Ryan Searle und Steve West waren Gerwyns Gegner bei den International Darts Open 2018, die er auf dem Weg ins Finale bezwang. Im Endspiel bekam er es dann mit Simon Whitlock zu tun, gegen den er die Nerven behielt und sich mit einem 8:3 seinen ersten European Tour Titel holte. Immerhin bis ins Viertelfinale ging es für Price auch beim World Grand Prix, wo er nach einem 2:0 gegen Danny Noppert auch gegen Steve Beaton einen Sieg holte. Das 3:1 war jedoch sein letzter Erfolg dort, in der Runde der letzten Acht unterlag er Mensur Suljovic 2:3. Auch bei der Europameisterschaft ging es ins Viertelfinale. Gerwyn schlug Kyle Anderson und Dave Chisnall, verlor dann allerdings gegen den späteren Sieger James Wade knapp mit 9:10. Beim World Series Finals begann Price mit einem 6:1-Sieg gegen Royden Lam und auch gegen Peter Wright ging er nach einem 6:1 siegreich vom Oche. Mit 10:7 schlug er danach Simon Whitlock um das Halbfinale zu erreichen, dieses verlor er dann allerdings mit 8:11 gegen Michael Smith und verpasste das Finale.

Die aktuellen Gerwyn Price-Darts werden von Red Dragon hergestellt.
3D-Grafik © Darts1.de

Das sollte ihm beim Grand Slam of Darts nicht passieren. In seiner Gruppe verlor er zwar mit 4:5 gegen Simon Whitlock, die Siege zuvor gegen Andrew Gilding(5:2) und Glen Durrant(5:4) reichten aber für den Gruppensieg und das Achtelfinale. Dieses gewann er mit 10:5 gegen Josh Payne und eine Runde später schlug er Simon Whitlock in einem kritisch betrachteten Spiel mit 16:15. Price wurde teilweise Unsportlichkeit vorgeworfen. Nach dem 16:12 im Halbfinale gegen Mensur Suljovic zog er dann ins Endspiel ein, wo sich ein hochemotionales Spiel gegen Gary Anderson entwickelte. Beide Spieler gerieten mehrfach aneinander, wieder war es Price der zu provozieren versuchte, aber es hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Gerwyn setzte sich schließlich mit 16:13 durch und schnappte sich damit seinen ersten Major Titel. Beim Players Championship Finale unterlag er dann aber bereits in der ersten Runde mit 5:6 gegen Krzysztof Ratajski. Auch bei der WM 2019, wo er Nathan Aspinall 2:3 unterlag und dem Masters(7:10 gegen James Wade) ging Gerwyn Price bereits in der ersten Runde baden. Zwei Turniersiege an einem Players Championship Wochenende sorgten trotzdem für gute Laune beim Waliser und sollten den Startschuss für einen rasanten Aufstieg des Walisers ab 2019 darstellen. Es folgten die UK Open, bei denen Price im Halbfinale abermals gegen Nathan Aspinall (9:11) unterlag, nachdem er zuvor Joe Cullen (10:6), Jamie Hughes (10:7), Krzysztof Ratajski (10:3) und Simon Stevenson (10:5) bezwingen konnte. Im ersten Block de European Tour Events fand sich der Waliser zwei Mal im Viertelfinale wieder. Dieses Ergebnis bestätigte er auch im zweiten Block und marschierte somit vier Mal in Folge unter die Letzten Acht auf den europäischen Bühnen. Eine gute Hinrunde in der Premier League verschaffte Price erstmalig das Überstehen der Judgement Night, sodass er ab April 2019 um die Play Offs kämpfte. Unglücklich belegte er in der Abschlusstabelle den fünften Platz und schrammte damit nur knapp an der Finalnacht vorbei. Zunächst war dadurch aber kein Rückschlag spürbar, denn eine Woche später gelang ihm der Einzug ins Halbfinale bei den Dutch Darts Masters, welches er mit 6:7 gegen Michael van Gerwen verlor. Zuvor schickte er Krzysztof Ratajski (6:1), Brendan Dolan (6:3) und Glen Durrant (6:3) nach Hause. Ein weiteres Halbfinale auf der European Tour folgte dann in Kopenhagen bei den Danish Darts Open. Dieses Mal musste er sich Chris Dobey (4:7) geschlagen geben, nachdem er Ryan Harrington (6:4), Stephen Bunting (6:2) und Joe Cullen (6:1) bezwingen konnte. Doch zum Spätsommer sollte nun doch ein kleineres Tief folgen, welches sich vor allem bei den Majorturnieren zeigte. Beim World Cup gab es im Team mit Jonny Clayton eine neue Konstellation, welche beim Debüt gegen Papa und Sohn Lim in der ersten Runde mit 3:5 Singapur unterlag. Bei den folgenden Players Championship Turnieren ging es für Price maximal bis in das Achtelfinale, bevor er beim World Matchplay in der ersten Runde gegen Stephen Bunting mit 12:13 die Segel streichen musste.

Ab Herbst war das kurze Tief dann überwunden. Es folgte ein Finale auf der Pro Tour, welches Price gegen Jose de Sousa mit 1:8 verlor. Zuvor schlug er Barrie Bates (6:2), Davy van Baelen (6:5), Dimitri van den Bergh (6:1), Rob Cross (6:4), Glen Durrant (6:2) und Adrian Lewis (7:4). Ein dickes Ausrufezeichen, dass ab sofort immer mit dem Waliser zu rechnen ist, gelang ihm erneut bei den International Darts Open in Riesa, wo er seinen Titel verteidigen konnte. Auf dem Weg ins Finale besiegte er Kyle Anderson (6:4), Joe Murnan (6:4), Nathan Aspinall (6:4) und Glen Durrant (7:3), ehe er im Endspiel gegen Rob Cross mit 8:6 die Oberhand behielt. Am Players Championship im Vorfeld des World Grand Prix fuhr Price in Dublin einen weiteren Pro Tour Sieg im Finale mit 8:7 gegen Krzysztof Ratajski und ein Halbfinale (7:8 Niederlage gegen Glen Durrant) ein, ehe es dann beim World Grand Prix selbst nicht so gut laufen sollte. Hier schied er mit 1:2 in den Sätzen in der ersten Runde gegen den Engländer Dave Chisnall aus. Unbeeindruckt von dieser Niederlage spielte „The Iceman“ im folgenden Jahresverlauf sehr gute Turniere. Bei der Champions League of Dats erreichte er nach Siegen gegen Rob Cross mit 10:5, Peter Wright mit 10:8 und Daryl Gurney mit 10:6 das Halbfinale, welches er dann mit 10:11 nur knapp gegen Michael van Gerwen verlor. Bei den European Darts Championships ging er noch einen Schritt weiter und musste sich erst im Finale Rob Cross mit 6:11 geschlagen geben. Zuvor verbuchte er Siege gegen Ted Evetts (6:4), Nathan Aspinall (10:6), Vincent van der Voort (10:8) und Michael Smith (11:7). Letzteren besiegte er auch in der ersten Runde der World Series Finals, dieses Mal allerdings auf der Distanz Best of 11 Legs mit 6:3. Anschließend schied Price dort mit 5:6 gegen Michael van Gerwen aus.

Nur eine Woche später stand für den Waliser mit dem Grand Slam ein wichtiges Turnier an, wo er als Titelverteidiger an den Start ging. Mit Gruppensiegen über Mikuru Suzuki (5:3), Robert Thornton (5:4) und Dimitri van den Bergh (5:2) schloss er die Vorrunde als Gruppenerster ab und fertigte anschließend Landsmann Mark Webster im Achtelfinale mit einem 10:1 Kantersieg ab. Eine interessante Partie folgte im Viertelfinale gegen Gary Anderson, was somit die Wiederauflage des Vorjahresendspiels war. Die Vergangenheit galt allerdings als vergessen, in einem nicht so hitzigen Spiel setzte sich Price mit 16:9 durch und sollte anschließend auch Michael van Gerwen in einem Majorhalbfinale bezwingen können (16:12 Sieg). Im Finale zeigte sich der Waliser angestachelt von seinem Titelverteidigungsplan. In einem der deutlichsten Grand Slam Finals schlug er Peter Wright mit 16:6 und setzte sich somit tatsächlich zum zweiten Mal in Folge die Grand Slam Krone auf.

Die Form aus diesem Turnier sollte er im Anschluss bis in das nächste Jahr mitnehmen. Bei den Players Championship Finals setzte er sich gegen Mickey Mansell (6:3), Keegen Brown (6:0), Mensur Suljovic (10:4), Stephen Bunting (10:3) und Chris Dobey (11:8) durch, ehe er erst im Finale von Michael van Gerwen (9:11) gestoppt wurde. Zum Jahresabschluss folgte das erste sehr gute Abschneiden Gerwyns bei einer Weltmeisterschaft. Nach einem intensiven Auftaktmatch gegen William O’Connor (3:2) folgten dominante Siege gegen John Henderson (4:0), Simon Whitlock (4:2) und Glen Durrant (5:1). Im Eiltempo fand sich der Waliser somit in seinem ersten WM Halbfinale wieder, wo er gegen den späteren Sieger Peter Wright nicht die Leistung der vergangenen Spiele abrufen konnte und mit 3:6 in den Sätzen ausschied.

Der Startschuss bei den Masters im Jahr 2020 stellte mit einem Viertelfinale einen mittelmäßigen Start für Price Erwartungen dar. Er schlug zunächst Simon Whitlock knapp mit 10:9, musste dann aber eine herbe Niederlage gegen Gary Anderson mit 2:10 hinnehmen. Dafür gelang auf der Pro Tour ein deutlich besserer Start. An den ersten drei Wochenenden erreichte der Waliser in den insgesamt sechs Turnieren drei Mal das Finale. Zwei davon gingen verloren (3:8 gegen Aspinall und 6:8 gegen Wright), während er sich gegen Michael van Gerwen im dritten Finale mit 8:7 durchsetzen konnte und das Turnier nach vorherigen Siegen gegen Ryan Murray, Luke Woodhouse, Simon Stevenson, Jamie Hughes, Steve Beaton und Stephen Bunting für sich entschied. Auch der Einstieg auf der European Tour 2020 gelang dem Waliser perfekt. Bei den Belgian Darts Championships zog nach Siegen über Wesley Plaisier (6:1), Jamie Hughes (6:0), Mensur Suljovic (6:2) und Dirk van Duijvenbode (7:4) in das Finale ein. Den glanzvollen Abschluss setzte er mit einem 8:3 Erfolg über Michael Smith und heimste damit seinen nächsten European Tour Titel ein. Mit den UK Open folgten eines der Lieblingsturniere von Price und auch dies bestätigte er im Jahr 2020. Er konnte Danny Noppert und Ricky Evans jeweils mit 10:3, Gabriel Clemens mit 10:9, Dimitri van den Bergh mit 10:5 und Jonny Clayton mit 11:4 bezwingen. Im Finale unterlag er dann „Mighty Mike“ Michael van Gerwen mit 9:11, erreichte damit aber wieder das Endspiel bei den UK Open.

Es folgte ein einschneidendes Ereignis für alle Sportler. Durch die Corona-Pandemie wurde der Spielbetrieb gänzlich eingestellt und auch die Premier League, in der Price bis dahin einen Sieg, drei Unentschieden und zwei Niederlagen einfuhr, vorerst abgebrochen. Mit der PDC Home Tour wurden die Spieler etwas bei Laune gehalten, hier schnitt Price aber nicht sonderlich gut ab. Anfang Juli ging es dann nach viermonatiger Pause mit einem Players Championship Block weiter. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen wurde jeweils ein Turnier gespielt, in denen der Waliser noch nicht richtig in die Spur fand. Erst am letzten Tag gelang ihm mit Siegen über William O’Connor (6:0), Darius Labanauskas (6:1), Jose de Sousa (6:5), James Wade (6:1) und Devon Petersen (7:6) ein Finale, welches er mit 2:8 gegen Peter Wright verlor. Im Spätsommer 2020 folgte dann eine heiße Phase. Zunächst stand das World Matchplay auf dem Plan, welches für Price jedoch nach eine 7:10 Auftaktniederlage gegen Danny Noppert schnell beendet war. Im August wurde die angespielte Premier League fortgesetzt, in der sich der Waliser zunächst ein Ticket für die zweite Phase sichern konnte, dort dann aber auf dem 5. Platz stehend die Play Offs verpasste. Der ehrgeizige Spieler lies sich davon aber nicht beirren und trat mit breiter Brust zum nächsten Players Championship Block an. In den fünf Turnieren im September erreichte er zunächst die dritte Runde, ehe es im zweiten Turnier bis ins Viertelfinale ging. Eine weitere dritte Runde beendete Tag 3, bevor Price in den letzten beiden Turnieren 13 Spiele in Folge gewinnen und damit beide verbliebenen Turniere für sich entscheiden konnte. Angestachelt von diesen Erfolgen befand sich der Waliser in einem absoluten Siegeswahn und ging auch bei den World Series Finals nach erfolgreichen Partien gegen Vincent van der Voort (6:3), Nathan Aspinall (10:9), Peter Wright (11:6) und Rob Cross (11:9) als Sieger aus dem Turnier. Die erste Niederlage nach 17 Siegen in Folge auf der Tour brachte ihm Devon Petersen mit 5:6 bei dem zweiten European Tour Event des Jahres bei, wo Price somit in der zweiten Runde die Segel streichen musste. Unbeeindruckt davon fuhr der Waliser zum World Grand Prix und knüpfte dort an die zuletzt sensationellen Leistungen an. Bis ins Viertelfinale gab er keinen einzigen Satz ab (Siege über Jermaine Wattimena mit 2:0 und Kim Huybrechts mit 3:0), ehe er dort Jeffrey de Zwaan mit 3:1 bezwang. Im Halbfinale musste Price das erste Mal im Turnier richtig kämpfen und entschied einen Krimi gegen Dave Chisnall mit 4:3 für sich. Im Finale wartete der Überraschungsmann Dirk van Duijvenbode, dem die Tatsache seiner ersten Majorfinalteilnahme anzumerken war. Price spielte das Finale solide runter und sicherte sich seinen nächsten Majortitel durch den 5:2 Sieg in den Sätzen.

Mit der Erwartung, dass er zu dieser Zeit das Nonplusultra auf dem Circuit darstellte, folgte bei den letzten beiden European Tour Turnieren und bei der European Darts Championship jeweils früh die Endstation für den Waliser. Bei dem zuletzt genannten Turnier gewann er zunächst noch mit 6:1 gegen Kim Huybrechts, in der zweiten Runde gegen Peter Wright war dann aber mit 6:10 Schluss. Gemeinsam mit Jonny Clayton reiste Price Anfang November zum World Cup of Darts, wo den Walisern eine Titelchance im Vorfeld des Turniers zugesprochen wurden. Diese Rolle nahmen die beiden gerne an und marschierten nach Siegen über Russland (5:0 im Doppel), Schottland (2:1 in Spielen) und Australien (2:1 in Spielen) zunächst bis ins Halbfinale, wo überraschend das deutsche Team Clemens/Hopp wartete. In zwei souveränen Einzeln fertigten Price und Clayton die Deutschen ab und forderten die Engländer im Endspiel heraus. Mit einer Machtdemonstration gewannen die Waliser alle drei Spiele und somit das Finale mit 3:0 gegen Rob Cross und Michael Smith und erzielten damit den ersten World Cup of Darts Sieg für das Team Wales.

Als zu diesem Zeitpunkt bester Spieler auf der Tour ging es für Gerwyn Price in die letzten zwei Monate des Dartjahres 2020. Bei den drei Players Championship Turnieren, die noch ausstanden, folgte nach zwei Zweitrundenniederlagen ein weiterer Pro Tour Sieg für den Iceman. Diesen erspielte er sich durch Siege über Reece Robinson (6:5), Gavin Carlin (6:1), Jeff Smith (6:0), Stephen Bunting (6:4), William O’Connor (7:3) und Damon Heta (8:6). Beim Grand Slam of Darts kam er dann allerdings nicht wirklich in die Erfolgsspur bei seinem Lieblingsturnier. Zwar gelangen ihm in der Gruppenphase knappe Siege gegen Mikuru Suzuki (5:4), Jonny Clayton (5:3) und Ryan Joyce (5:4), ehe dann bereits im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall mit 8:10 das Ausscheiden fest stand. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft demonstrierte Price dann aber nochmal seine bestechende Form. Bei den Players Championship Finals gelangen ihm Erfolge gegen John Henderson und Jamie Hughes (jeweils 6:2), Luke Humphries (10:6) und Joe Cullen (10:9), bevor er gegen Michael van Gerwen im Halbfinale eine 8:11 Niederlage einstecken musste.

Nach einem hervorragenden Jahr 2020 ging Gerwyn Price als einer der Titelfavoriten in die Weltmeisterschaft 2021. Hier musste er allerdings von Beginn an um jedes Leg kämpfen, was nicht daran lag, dass der Waliser keine guten Darts spielte, sondern seine Gegner ihn dementsprechend von Sekunde Eins des Turniers forderten. In den ersten beiden Runden ging es jeweils in den Entscheidungssatz, wo der Waliser am Ende gegen Landsmann Jamie Lewis und den Nordiren Brendan Dolan die Nase vorn behielt. Im Achtelfinale wartete ein gut aufgelegter Mervyn King. Price zeigte dennoch eine sensationelle Leistung und schlug den Engländer mit 4:1 in den Sätzen. Bestätigt von den bisherigen Siegen entschied der Iceman auch ein nervenaufreibendes Viertelfinale im Entscheidungssatz mit 4:3 gegen Daryl Gurney für sich, ehe im Halbfinale die Überraschung Stephen Bunting auf ihn traf. In einer Achterbahnfahrt ging Price immer wieder in Führung, musste aber zusehen, wie sein Gegner nicht nachließ und zurückkam. Am Ende konnte sich dennoch Price mit 6:4 durchsetzen und zog in sein erstes Weltmeisterschaftsfinale ein. Hier traf er auf einen alten Bekannten in Form des Schotten Gary Anderson. Im Vergleich zu ihrem letzten Majorfinale gegeneinander beim Grand Slam of Darts 2018 verlief dieses Finale eher ruhig. Price demonstrierte vor allem mit seiner brillanten Doppelquote, wie sehr er den Titel einfahren möchte, ging schnell in Führung und gewann am Ende mit einem 7:3 Satzerfolg seinen ersten Weltmeistertitel. Mit diesem Sieg hatte die Dartswelt ihren neuen König gefunden, denn neben dem Weltmeistertitel konnte sich der Waliser mit diesem Erfolg auch an die Spitze der Order of Merit setzen.

Mit dem Weltmeisterpokal im Gepäck und dem Status als neue Nummer Eins der Dartswelt startete Gerwyn Price in die Saison 2021. Beim traditionellen Auftakt in Form des Masters knüpfte der Waliser an die Leistungen der vergangenen Monate nahtlos an und schlug zunächst Joe Cullen (10:3) und Adrian Lewis (10:6). Im Halbfinale traf der Iceman dann auf Mervyn King, welchem er mit 10:11 unterlag und somit ausschied. Die ersten beiden Players Championship Turniere liefen danach eher weniger nach Plan. Jeweils in der zweiten Runde musste Price früh die Segel streichen. Wie wohl sich der Waliser auf den großen Bühnen fühlt, präsentierte er Anfang März dann bei den UK Open. Durch dominante Siege über Peter Hudson (10:5), Ricky Evans (10:3) und Chris Dobey (10:5) marschierte der Waliser ins Viertelfinale, wo er den Südafrikaner Devon Petersen im Decider mit 10:9 bezwang. Ähnlich wie bei den Masters war das Halbfinale dann die Endstation für Price. Er musste sich mit 6:11 James Wade geschlagen geben. Es folgten vier weitere Players Championship Turniere am Stück, wo neben zwei eher schlechteren Turnieren auch zwei Finalteilnahmen zu Buche standen. Nach Siegen über Chris Dobey (6:2), Andrew Gilding (6:5), Rowby-John Rodriguez (6:1), Scott Mitchell (6:3), Michael Smith (6:3) und Brendan Dolan (7:6) stand er im Finale des sechsten Players Championship Turnier, wo er Luke Humphries mit 8:5 schlug und seinen nächsten Pro Tour Titel feierte. Ein weiteres Finale gelang ihm im achten Turnier, dies verlor er allerdings mit 3:8 gegen Peter Wright. Voller Vorfreude auf die Premier League 2021, bei der er als Weltmeister antreten wollte, musste der Waliser Anfang April dabei zusehen, wie ein Covid-19 Test im Vorfeld der Veranstaltung positiv ausfiel und Price damit die Premier League 2021 verpasste. Auf seinen Social-Media-Kanälen bekundete er seinen Unmut darüber, nahm die Entscheidung aber hin und kündigte an, dass er noch stärker zurückkommen wolle. Dies tat er nach dreimonatiger Pause dann auch und spielte im 13. Players Championship Turnier sein nächstes Finale. Hier musste er sich Joe Cullen mit 6:8 geschlagen geben. Die weiteren drei Turniere dieses Blocks brachten eher weniger erfolgreiche Ergebnisse, sodass sich Price nun auf ein weiteres Super Series Wochenende und dem anschließenden World Matchplay freut.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler


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