Gerwyn Price

Gerwyn Price

Gerwyn Price ist ein walisischer Dartspieler, der am 7. März 1985 in Markham geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Iceman“ bekannt. Besonders auffällig an Gerwyn Price ist der muskulöse Körperbau, den er noch aus seiner Zeit als Rugbyspieler mit sich herumträgt. Er begann im Jahr 2010 mit dem Dartsport und trat zunächst auf der lokalen Ebene auf. Barrie Bates sah ihn dann spielen und riet ihm im Jahr 2014 bei der Q-School teilzunehmen. Dort konnte er am zweiten Tag auch tatsächlich eine Tour Card gewinnen, nachdem er im letzten Spiel Rowby-John Rodriguez bezwingen konnte. Seine Entwicklung nahm danach rasant Fahrt auf. Zwei Mal erreichte er in seinem ersten Jahr das Achtelfinale von Players Championship Events, ein Mal sogar das Viertelfinale.

Auch auf der European Tour erzielte er Erfolge und so kam es, dass er sich direkt für seine erste Weltmeisterschaft qualifizierte, wo er jedoch mit 0:3 an Peter Wright scheiterte. Seinen Durchbruch schaffte er im Jahr 2016, als er im Mai seine ersten beiden Players Championhsip Turniere gewann, wo er im Endspiel Peter Wright bzw. Jamie Caven besiegte. Auch danach ging es weiter steil bergauf, sodass er die Order of Merit immer weiter nach oben kletterte. Im Jahr 2017 erzielte er mit dem Erreichen des UK Open-Endspiels seinen bis dahin größten Erfolg, auch wenn er das Finale gegen Peter Wright verlor. Nachdem er auch noch mit Mark Webster das Finale des World Cup of Darts erreichte wurde er zu World Series Events eingeladen und nach dem Erreichen der Top-16 der Weltrangliste 2018 auch erstmals in die Premier League berufen.


Gerwyn Price Fakten
Name Gerwyn Price Spitzname The Iceman
Geburtsort Markham, Wales Geburtstag 7.3.1985
Darts 24g Red Dragon Spielt seit 2010

Von Kraft und Präzision(2010-2015)

Gerwyn Price wirkt in seiner Statur als der Gegenentwurf des klassischen Dartspielers. Aufgrund seiner Rugbykarriere ist Gerwyn unheimlich durchtrainiert und hat enorme Kraft, was ihn jedoch in keinster Weise negativ beim Präzisionssport Darts beeinflusst. Im Jahr 2010 entdeckte er den Sport für sich und war auf der lokalen Ebene durchaus zufrieden. Der walisische Profi Barrie Bates aber entdeckte Gerwyns Talent und riet ihm zur Teilnahme an der Q-School im Jahr 2014. Nach einem frühen Aus am ersten Tag überraschte er an Tag zwei, als er bis ins Endspiel einzog und dort Rowby-John Rodriguez mit 5:3 besiegte. Damit hatte er sich eine Tour Card gesichert und war dadurch befähigt in den folgenden zwei Jahren die Turniere auf dem PDC-Zirkus zu spielen.

Wie schnell Price sich entwickeln würde, ahnte aber wohl auch Barrie Bates nicht. Gerwyn konnte gleich in seinem Debütjahr ein Viertelfinale bei einem Players Championship Turnier erreichen, wo er auch James Wade bezwang. Auch auf der European Tour kam er noch 2014 in ein Viertelfinale, schlug unter anderem Steve Beaton und Vincent van der Voort. Er konnte sich direkt für seine erste Weltmeisterschaft qualifizieren und traf auf Peter Wright. Keiner weiß wie das Match ausgegangen wäre, hätte Price seine Chance zum 1:1-Satzausgleich genutzt. So unterlag er mit 0:3 und musste Lehrgeld bezahlen. Einen für ihn guten Turniersieg holte sich Gerwyn beim Worthingtons Darts Champion of Champions Turnier, an dem unter anderem auch Terry Temple, Johnny Clayton und Mark McGeeney teilnahmen. Am Ende siegte Gerwyn im Finale gegen Ian Moss.

Eine rasante Entwicklung(2016-heute)

Gerwyn kletterte die Order of Merit immer weiter nach oben und war vor allem auf der Pro Tour erfolgreich. Im Mai 2016 gelang ihm dabei sein erster Turniersieg, als er in Barnsley Peter Wright im Endspiel mit 6:3 bezwang. Doch damit noch nicht genug krönte er den fünften Kalendermonat 20 Tage später in Coventry. Dort erreichte der „Iceman“ erneut das Finale eines Players Championship Turniers und behielt wieder die Nerven, bezwang dieses Mal Jamie Caven. Nachdem es auf der großen Bühne allerdings einfach noch nicht klappen wollte, kamen ihm die UK Open 2017 gerade recht. Gerwyn legte einen tollen Lauf hin und wird wohl mit einer Szene ewig in Erinnerung bleiben. Beim Stand von 9:9 vergab Ian White die Chance zum Matchgewinn, weil er bei 20 Punkten Rest die Doppel-15 traf. Gerwyn checkte als Antwort 160 Punkte und zog damit seinerseits ins Halbfinale ein, konnte sogar noch einen weiteren Sieg einstreichen und verlor erst das Endspiel gegen Peter Wright.

Zum zweiten Mal vertrat er daraufhin sein Heimatland mit Mark Webster beim World Cup of Darts. Dieses Mal konnten sie sogar das Finale gegen die Niederländer erreichen, wo Gerwyn aber das entscheidende Match gegen Raymond van Barneveld verlor. Davon ließ er sich aber überhaupt nicht rausbringen. Er wurde zu einigen Turnieren der World Series of Darts eingeladen und erreichte bei seinem Debüt in Dubai und auch in Las Vegas direkt das Halbfinale. Vor allem auf den kleinen Bühnen machte er in der Folge seine Hausaufgaben, erreichte einige Viertelfinals und konnte im Jahr 2018 auch seinen ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft einfahren. Gegen Ted Evetts gewann er klar mit 3:0 und kam letztlich bis ins Achtelfinale, wo er sich nach toller Aufholjagd Michael van Gerwen geschlagen geben musste. Trotzdem wurde seine tolle Entwicklung mit der Einladung zur Premier League 2018 belohnt.

Gerwyn 'The Iceman' Price
Gerwyn "The Iceman" Price

Gerwyn Price Chronologie

Gerwyn Price ist ein ehemaliger walisischer Rugbyspieler und jetziger Dartsprofi, welcher am 7. März 1985 in Markham/Wales geboren wurde. Gerwyn Price trägt den Nicknamen „The Iceman“, der auch zu seiner aktuellen Einlaufmusik Ice Ice Baby von „Vanillia Ice“ passt.

Offiziell wurde „Der Iceman“ 2014 Dartsprofi, nachdem er sich bei der Qualifying School seine Tour Card für die PDC sicherte. Jedoch begann Gerwyn Price schon 2010 mit Darts. In dieser Zeit bis 2014, spielte Price vor allem noch aktiv Rugby und dadurch nur in einem lokalen Verein Darts. Außerdem wurde er 2010 vor einer Kneipe niedergeschlagen, was ihn vorerst auf sportlicher Ebene zurück warf.

2014 sicherte sich Price dann jedoch, nach Beendigung der Rugby-Karriere, eine Tour Card für die PDC für zwei Jahre und wurde somit Dartprofi. Durch die sechs UK Open Qualifier errang der Rechtshänder einen Startplatz bei den UK Open 2014, bei denen er jedoch sein Erstrundenspiel gegen Aden Kirk mit 2-5 verlor. Seine ersten größeren Erfolge konnte Price bei den Players Championship Turnieren in diesem Jahr erreichen. Bei seinem 20 Teilnahmen konnte er sich ein Mal in das Halbfinale, ein Mal in das Viertelfinale und zwei Mal in das Achtelfinale vor spielen. Bei seinem Erreichen des Halbfinales unterlag er erst dem späteren Sieger Ian White, nachdem er Pete Dyos, Gary Anderson, Colin Lloyd, Terry Jenkins und Ross Smith schlug. Aber auch auf der European Tour konnte er erste Erfolge verbuchen. Nachdem er sich 2014 für zwei dieser Turniere qualifizierte, gelang ihm ein Mal der Einzug unter die Letzten 32 und ein Mal das Viertelfinale. Dabei schaffte er Siege gegen den deutschen Bernd Roith (6-3), den BDO-Weltmeister von 1996 Steve Beaton (6-3) und den Niederländer Vincent van der Voort (6-5), bis er gegen Andy Hamilton mit 3-6 verlor. Durch seine Erfolge konnte er sich direkt in seinem ersten PDC-Jahr für die Weltmeisterschaft 2014/2015 qualifizieren. Hier unterlag er jedoch Peter Wright mit 0-3 in der ersten Runde.

2015 läuft für Price bisher noch besser als 2014. Zwar unterlag er bei den UK Open, bei denen er sich nur für die Vorrunde qualifizieren konnte, in dieser, jedoch läuft es bei den Players Championship Turnieren sehr gut. Bei den ersten 16 Turnieren konnte er sich ein Mal bis in das Halbfinale, drei Mal bis in das Viertelfinale und zwei Mal bis in das Achtelfinale spielen. Des Weiteren qualifizierte sich der 33-jährige für ein Event der European Tour, bei dem er durch Siege gegen Dylan Duo (6-2), Robert Thornton (6-4) und Simon Whitlock (6-2) die letzten Acht erreichte.

Beim World Matchplay startete er dann mit einem überraschend deutlichen 10:4-Erfolg gegen Michael Smith ins Turnier und konnte gegen Adrian Lewis ein 13:10 nachlegen. Im Viertelfinale war dann jedoch Schluss, nachdem er gegen Peter Wright mit 7:16 verlor. Price versuchte sich zudem beim Wothingtons Darts Champion of Champions Event, wo er sich nach Erfolgen gegen Phil Roberts, Wayne Warren und Terry Temple im Finale wiederfand, welches er gegen Ian Moss dann mit 2:0 auch noch für sich entschied. Etwas unglücklich unterlag er dann aber beim World Grand Prix in der ersten Runde mit 1:2 gegen Michael Smith. Auch bei der Europameisterschaft war der „Bully Boy“ in der ersten Runde sein Stolperstein, gegen den er in diesem Fall mit 4:6 verlor. Zumindest einen Sieg konnte er beim Players Championship Finale einstreichen, als er Jelle Klaasen mit 6:4 aus dem Turnier warf. Umso bitterer dann seine 9:10-Pleite gegen Ian White in der zweiten Runde, die zum Aus führte.

Bei seiner zweiten Weltmeisterschaft folgte auch die zweite 0:3-Pleite. Gerwyn Price unterlag bei der Auflage von 2016 gegen Andrew Gilding und musste direkt wieder nach Hause fahren. Auch bei den UK Open war schnell wieder Schluss, nachdem er Joe Murnan mit 8:9 unterlag. Dafür lief es bei Players Championship Turnieren umso besser. Am 1. Mai 2016 in Barnsley konnte er Dimitri van den Bergh, Darren Webster, Daryl Gurney, Matt Clark, Ricky Evans und Benito van de Pas besiegen um ins Endspiel einzuziehen. Dort behielt er gegen Peter Wright die Nerven und schlug auch ihn mit 6:3 um seinen ersten Turniersieg auf dem PDC Circuit zu gewinnen. Und nur 20 Tage später in Coventry wiederholte er diesen Triumph. Dieses Mal fielen dem Waliser Terry Temple, Dirk van Duijvenbode, Mervyn King, Cristo Reyes, Mensur Suljovic und Ronnie Baxter zum Opfer, ehe er im Finale Jamie Caven klar mit 6:1 besiegte. Die guten Leistungen sorgten dafür, dass er in der Order of Merit hoch genug geklettert war um zusammen mit Mark Webster beim World Cup of Darts für Wales anzutreten. Dort siegten die beiden mit 5:1 gegen Finnland, verloren aber trotz 4:0-Erfolg Gerwyns gegen Ken MacNeil am Ende mit 1:2 gegen Kanada.

Beim World Matchplay 2016 gelang Price erneut ein Erfolg in der ersten Runde, als er Kim Huybrechts mit 10:8 besiegte. Dieses Mal unterlag er Adrian Lewis nach längeren Provokationen über die sozialen Netzwerke aber mit 5:11 relativ deutlich. Auch der World Grand Prix lief nicht zufriedenstellend für Price, nachdem er mit 0:2 an Benito van de Pas scheiterte. Nach dem 6:4-Auftakterfolg bei der Europameisterschaft gegen Daryl Gurney kassierte Price gegen Michael van Gerwen eine herbe 2:10-Klatsche und schied aus. Auch beim World Series Finale schied er gegen den Niederländer aus. Zunächst siegte er noch 6:3 gegen Steve Beaton, verlor dann aber mit 5:6 sehr knapp gegen „Mighty Mike“. Etwas überraschend konnte Gerwyn sich den Gruppensieg beim Grand Slam of Darts 2016 sichern. Nach einer 4:5-Pleite gegen Dimitri van den Bergh holte er ein 5:2 gegen Scott Waites und schlug Robert Thornton mit 5:3 um am Ende Platz eins zu erreichen. Im Achtelfinale war nach der 9:10-Niederlage gegen Brendan Dolan allerdings schon wieder Schluss. Und auch bei den Players Championship Finals war er nicht sehr lange vertreten. Er verlor schon seine erste Partie mit 5:6 gegen Dimitri van den Bergh.

Immerhin seinen ersten Satz bei einer Weltmeisterschaft gewann Gerwyn Price bei der Weltmeisterschaft 2017. Mehr sollten es gegen Johnny Clayton allerdings nicht werden und so schied Price erneut in der ersten Runde aus. Deutlich besser lief es bei den UK Open. Nach Siegen über Justin Pipe, David Pallett und Favoritenschreck Paul Hogan erreichte Gerwyn das Viertelfinale. Dort traf er auf Ian White, welcher beim Stand von 9:9 und 20 Punkten Rest die Doppel-15 traf. Gerwyn checkte als Antwort 160 Punkte und schnappte sich doch noch den Sieg. Im Anschluss bezwang er auch noch Alan Norris mit 11:9, ehe er sein erstes Major Finale gegen Peter Wright mit 6:11 verlor. Auch den Schwung nahm er wieder mit, erreichte auf der European Tour sowie auf der World Series of Darts Tour mehrfach Halbfinals. Noch mehr Freude machte ihm aber sein Abschneiden bei seiner zweiten Teilnahme am World Cup of Darts. Zusammen mit Mark Webster schlug er zunächst Finnland mit 5:4 und legte gegen die Iren nach. Diese wurden mit 2:0 nach Hause geschickt. Gegen Russland gaben sie insgesamt nur ein einziges Leg ab und erreichten auch hier durch ein 2:0 die nächste Runde. Im Halbfinale bekamen sie es nun mit den Belgiern zu tun. Gegen die Huybrechts-Brüder siegten beide Waliser mit 4:2 und so erreichten sie tatsächlich das Endspiel gegen die Niederländer. Dort verlor Gerwyn gegen Michael van Gerwen und auch gegen Raymond van Barneveld, wodurch das Finale mit 1:3 verloren ging.

Price hatte dann das Vergnügen in der ersten Runde des World Matchplay 2017 auf Phil Taylor zu treffen. Wie gut seine Leistung bei der 5:10-Pleite eigentlich war, wurde erst im weiteren Turnierverlauf erkennbar. Nach einem 2:1 gegen Michael Smith verlor Price beim World Grand Prix in der zweiten Runde klar mit 0:3 gegen Benito van de Pas und musste sich damit genauso früh aus dem Turnier verabschieden wie bei der Europameisterschaft. Dort gewann er zunächst mit 6:5 gegen Ronny Huybrechts, unterlag dann aber Mensur Suljovic mit 4:10. Ein starker 6:5-Erfolg gegen Corey Cadby brachte Gerwyn Price ins Viertelfinale des World Series of Darts Finale, wo er dann aber nach gutem Spiel mit 8:10 an Gary Anderson scheiterte. Ernüchternd verlief hingegen der Grand Slam of Darts, als Price nach einem guten 5:3-Auftaktsieg über Steve Lennon noch auf den dritten Gruppenplatz abrutschte. Niederlagen gegen Raymond van Barneveld(4:5) und Jamie Hughes(1:5) taten ihr übriges. Beim Players Championship Finale erzielte Gerwyn dann einen 6:4-Sieg gegen Jimmy Hendriks, verlor aber nur eine Runde später mit 2:6 gegen den späteren Finalisten Johnny Clayton und schied aus.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 gelang Gerwyn dafür erstmals ein Sieg auf der größten Bühne der Welt. Mit 3:0 fertigte er Ted Evetts ab und legte in der zweiten Runde beim 4:1 gegen Ian White nach. Im Achtelfinale musste er sich nach tollem Kampf dann aber Michael van Gerwen mit 2:4 geschlagen geben. Als Teil der Top-16 nahm er dann erstmals am Masters teil. Dort holte er in der ersten Runde einen 10:7-Erfolg gegen Daryl Gurney, schied aber durch die 6:10-Pleite in der zweiten Runde gegen Gary Anderson aus. Trotzdem freute sich Price auf seine erste Nominierung für die Premier League Darts.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler


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