Dimitri Van den Bergh


Dimitri Van den Bergh ist ein belgischer Dartspieler, der am 8. Juli 1994 in Antwerpen geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Dreammaker“ und für seine Tanzeinlagen beim Walk-On bekannt. Dimitri startete seine Karriere im Jahr 2012 bei der BDO und erreichte dort bei den Luxembourg Open direkt das Viertelfinale. Nachdem er 2013 die British Teenage Open für sich entscheiden konnte und das Finale der Catalonian Open erreichte, entschied er sich, sich auf der PDC Challenge Tour auszuprobieren. Dort konnte er gleich sein erstes Turnier gewinnen und erreichte ein weiteres Mal das Halbfinale, sodass er endgültig den Schritt zu den Profis wagte. Nachdem er es dort verpasste sich eine Tour Card zu erspielen, war er vor allem auf der Development und Challenge Tour aktiv, konnte bei der Development Tour sogar drei Turniere für sich entscheiden. Am Ende beendete er die Youth Tour auf dem ersten Platz und bekam so seine zweijährige Tour Card. Seine Erfolge beschränkten sich aber auch in den folgenden Jahren eher auf die Development Tour. Im Jahr 2016 gab er sein WM-Debüt, wo ihm sogar ein Sieg gegen Ian White gelang. Aber vor allem durch seine Tanzmoves beim Walk-On wurde er einer breiteren Masse bekannt. Gegen Ende 2017 hatte Dimitri dann eine richtig starke Phase. Zunächst erreichte er beim World Series Finale sein erstes Viertelfinale bei einem Major Turnier, dann sicherte er sich gegen Josh Payne den Titel bei der Junioren-WM. Auch bei der Weltmeisterschaft der Herren konnte er voll überzeugen und ins Viertelfinale einziehen, verlor in einem an Spannung kaum zu überbietenden Match gegen den späteren Weltmeister Rob Cross mit 4:5.

Dimitri Van den Bergh Fakten
Name Dimitri Van den Bergh Spitzname The Dreammaker
Geburtsort Antwerpen, Belgien Geburtstag 8.7.1994
Darts Unicorn 22g Besonderheit Tanzmoves beim Walk-On
BDO 2012-2013 PDC 2013-heute

Der Beste der Youth Tour(2012-2015)

Dimitri Van den Bergh entschied sich zu Beginn seiner Karriere im Jahr 2012 zunächst erst mal bei der BDO zu starten. Dort konnte er auch bei den Luxembourg Open überzeugen, als er es bis ins Viertelfinale schaffte. Er nahm das Selbstvertrauen mit in die British Teenage Open im Jahr 2013 wo er im Halbfinale Fallon Sherrock und im Endspiel Billy Longshaw jeweils mit 3:0 besiegte. Er entschied sich dafür sich auch auf der PDC Challenge Tour auszuprobieren und dort gelang ihm gleich im ersten Turnier der Sieg, nachdem er im Endspiel Reece Robinson locker 4:0 besiegte. Ein weiteres Mal erreichte er dort noch das Halbfinale, bevor er sich nach verpasster WM-Qualifikation bei der BDO für einen Wechsel in die Professional Darts Corporation entschied.

Dimitri spielte die Q-School im Jahr 2014, verpasste es allerdings sich die Tour Card zu sichern. So musste er sich auf der Challenge Tour austoben und machte vor allem im Development-Bereich von sich reden. Dort konnte er 2014 gleich drei Turniere gewinnen, schlug dort in den Endspielen Shaun Narain, Adam Hunt und Adam Smith-Neale. So beendete er die Youth Tour auf dem ersten Platz und bekam damit ab dem Jahr 2015 eine zweijährige Tour Card. Erfolge sollten sich im Herrenbereich jedoch zunächst nicht einstellen. Stattdessen bewies er sich weiterhin auf der Development Tour, wo er gegen Rhys Griffin bzw. Josh Payne zwei weitere Turniersiege verbuchen konnte. Bei den Herren überraschte er, als er sich durch Siege gegen unter anderem Vincent van der Voort und Mervyn King für das World Series Finale 2015 qualifizierte, auch wenn er dort in der ersten Runde mit 3:6 an Max Hopp scheiterte.


Tanzend zum Durchbruch(2016-heute)

Seine gute Entwicklung hatte zur Folge, dass Dimitri sich erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Bei der Auflage von 2016 nutzte er das Rampenlicht und unterhielt die Zuschauer im Alexandra Palace mit netten Tanzeinlagen beim Walk-On. Zudem gelang ihm ein toller 3:1-Sieg gegen Ian White, sodass der Belgier begann sich einen Namen zu machen. Auch wenn er eine Runde später gegen Benito van de Pas ausschied, gab ihm dies nochmal eine ganze Menge mehr Selbstvertrauen. Sein größtes Problem war in den anderthalb Jahren danach jedoch, dass er trotz richtig guten Leistungen häufig die Matches nicht gewann. Oft dominierte er mit tollen Scores seine Gegner, traf dann aber die Doppel nicht mehr und gab Vorsprünge aus der Hand. Dennoch erreichte er bei einem Players Championship Turnier in Barnsley 2016 erstmals das Halbfinale. Er scheiterte dort erst an Michael van Gerwen.

Ein tolles Debüt gab Dimitri Van den Bergh im gleichen Jahr beim Grand Slam of Darts, wo er allerdings durch ein 9-Dart-Shootout gegen Robert Thornton mit nur fünf Punkten Rückstand bereits nach der Gruppenphase ausschied. Auf den Players Championship Events und der European Tour zeigte Dimitri in den Monaten danach hier und da mal gute Leistungen, doch für richtig Aufsehen sorgte er erst Ende 2017. Dort konnte er beim World Series Finale Michael Smith und Raymond van Barneveld schlagen und damit zum ersten Mal in das Viertelfinale eines Major Turnieres einziehen, auch wenn er jenes gegen James Wade verlor. Er sicherte sich nur wenig später den Titel des Juniorenweltmeisters gegen Josh Payne und spielte dann bei der WM das Turnier seines Lebens. Nachdem er unter anderem Mensur Suljovic mit 4:0 besiegte, hatte er im Viertelfinale gegen Rob Cross einen 1:4-Rückstand aufgeholt und führte im entscheidenden neunten Satz sogar mit 1:0. Er vergab dann minimal ein 132’er Finish auf der Doppel-16 und verlor danach noch 4:5. Er schied damit gegen den späteren Weltmeister aus, war aber endgültig einer breiten Masse bekannt.

Dimitri Van den Bergh Chronologie

Dimitri Van den Bergh
Dimitri Van den Bergh

Dimitri Van den Bergh ist ein belgischer Dartprofi, der am 8. Juli 1994 in Antwerpen geboren wurde. Er trägt den Spitznamen „The Dreammaker“ und läuft mit dem Walk On „Happy“ von Pharell Williams auf die Dart-Bühnen, zu dem er gerne eine Tanzeinlage zeigt. Er ist für die Belgier wohl das zweite „Kind der PDC Europe“ (nach Kim Huybrechts), denn der 24-Jährige macht in seiner bisherigen Karriere vor allem bei den European Tour Events auf sich aufmerksam.

Die Karriere von Van den Bergh begann im Jahr 2012, als er das erste Mal an kleinen WDF Turnieren teilnahm. Dort kam er unter anderem in das Viertelfinale. Daran wollte er 2013 anknüpfen. Er nahm weiter erfolgreich an kleinen WDF Turnieren teil, bei denen er einmal das Finale erreichte, reiste zur German Open und wurde Sieger der British Teenage Open. So erhielt er einen Platz für das World Masters, bei dem er jedoch in der ersten Runde ausschied (gegen Asko Niskala mit 1:3). Außerdem spielte der „Dreammaker“ 2013 seine ersten drei Turniere bei der Challenge Tour, wobei er direkt eins gewann und einmal das Halbfinale erzielte.

Dimitri Van den Bergh

2014 begann dann die Karriere bei der PDC. Der Belgier erspielte sich die Tour Card und somit konnte er in den nächsten zwei Jahren bei allen Pro Tour Turnieren der PDC antreten. Vor allem spielte er dabei die Development Tour und die Challenge Tour. Hier erlangte er immer wieder Erfolge. Von den 16 Challenge Tour Events kehrte er zwar meist ohne Erfolg zurück, bei der Development Tour schaffte er dafür drei Turniersiege, sowie ein Finale und zwei Viertelfinals. Doch auch seine ersten Players Championship Turniere nahm Van den Bergh mit. Bei allen vier Teilnahmen scheiterte er aber in der ersten Runde. Die Formkurve zeigte jedoch nach oben. Er qualifizierte sich für vier European Tour Events, wo er zweimal die zweite Runde erreichte. In Hildesheim verlor er seine Erstrundenpartie mit 2:6 gegen Ronnie Baxter. In Veldhoven gewann er vor heimischer Kulisse zunächst gegen Josh Payne (6:2), bevor gegen Mervyn King mit einem Whitewash Schluss war. Gegen Andrew Gilding (2:6) scheiterte der „Dreammaker“ in der ersten Runde in Leipzig. Seinen zweiten Einzug in eine zweite Runde erzielte der Belgier in Gibraltar. Dort gelang ihm zunächst ein 6:4-Sieg gegen Mark Webster, bevor er Brendan Dolan mit 4:6 unterlag. Doch das Highlight für Van den Bergh war die Jugendweltmeisterschaft bei der PDC. Dort musste er sich erst im Achtelfinale gegen Reece Robinson mit 3:6 geschlagen geben. Zuvor besiegte er Paddy Meaney (6:5) und Nicholas Day (6:1).

2015 ging der Aufstieg für den Mann aus Antwerpen weiter. Die Development Tour verlief ähnlich erfolgreich wie im Vorjahr. 2015 zeigte die Bilanz zwei Siege und ein Viertelfinale. Auf der Players Championship Tour erzielte er deutlich mehr Erfolge als im Vorjahr. Bei 20 Teilnahmen standen ein Achtelfinale und zweimal die dritte Runde zu Buche. Wie bereits erwähnt kann Dimitri Van den Bergh als „Kind der PDC Europe“ bezeichnet werden. 2015 qualifizierte er sich erneut für vier European Tour Events. In Gibraltar schied er in der zweiten Runde gegen seinen Landsmann Kim Huybrechts (5:6) aus, nachdem er Dirk van Duijvenbode mit 6:5 bezwungen hatte. Auch bei der European Darts Open erzielte Van den Bergh einen Sieg (6:3 gegen Christian Kist), bevor er mit 5:6 gegen Robert Thornton verlor. Bei den Dutch Darts Masters konnte der „Dreammaker“ jedoch nicht an seine Form anknüpfen. Dort unterlag er in der ersten Runde David Pallett mit 4:6. Aber bei den European Masters lief es wieder besser. Ihm gelang ein 6:2-Sieg gegen Paul Milford, bevor er gegen Ian White mit 4:6 aus dem Turnier flog. Bei der Jugendweltmeisterschaft steckte der Belgier dann einen großen Rückschlag ein. Er ging als einer der Favoriten in das Turnier, musste sich aber direkt in der ersten Runde geschlagen geben. Besser lief es dann wieder bei dem Qualifikationsturnier für das World Series Finale, wofür er die Teilnahme erlangte. Dort schied Van den Bergh jedoch in der ersten Runde gegen den Deutschen Max Hopp aus. Aufgrund seiner guten Leistungen ergatterte sich der „Dreammaker“ einen Startplatz für die Weltmeisterschaft 2016. Dort zeigte er dann in seiner Erstrundenpartie das wohl bisher wichtigste Spiel seiner Karriere. Er besiegte Ian White mit 3:1 in Sätzen und zog somit in die zweite Runde ein, in der er dann mit 2:4 gegen Benito van de Pas verlor. Aufgrund der guten Leistungen sprang der Belgier in der Weltrangliste unter die Top 64 und hatte somit die nächste Tour Card automatisch sicher.

An das erfolgreiche Jahr 2015 wollte der Belgier ein Jahr darauf anknüpfen. Er nahm an 15 Development Turnieren teil, bei denen er eins gewann und dreimal das Viertelfinale erzielte. Bei den Players Championship Turnieren lief es nochmal besser. Er spielte einige Male die dritte Runde und schaffte einmalig den Einzug in ein Halbfinale. Dabei besiegte er Devon Petersen mit 6:4, Jan Dekker mit 6:3, Ronny Huybrechts ebenfalls 6:3, Chris Dobey mit 6:4 und Cristo Reyes mit 6:3, bevor ihn Michael van Gerwen mit 3:6 stoppte. Durch diese Erfolge qualifizierte sich Van den Bergh für das Players Championship Finale im November 2016. Außerdem ging es auf der European Tour weiter. Bei den Dutch Darts Masters (5:6 gegen John Henderson) und den German Darts Masters (3:6 gegen Daryl Gurney) unterlag er zwar in der ersten Runde, aber bei den Austrian Darts Open (1. Runde: 6:1 gegen Wayne Jones, 2. Runde 4:6 gegen Terry Jenkins), den European Darts Open (1. Runde: 6:2 gegen Jeffrey de Graaf, 2. Runde: 3:6 gegen Kim Huybrechts) und der European Darts Trophy (1. Runde 6:3 gegen Mervyn King, 2. Runde: 0:6 gegen Michael Smith) zog er jeweils in die zweite Runde ein. Auch bei der Youth-WM zeigte der „Dreammaker“ eine starke Leistung. Nach Siegen über Callan Rydz (6:5), Aaron Knox (6:5), Callum Loose (6:5) und Ted Evetts (6:4) musste sich Van den Bergh erst im Halbfinale gegen Corey Cadby geschlagen geben. Zudem ergatterte er sicheinen Startplatz für den Grand Slam of Darts, bei dem er im November 2016 antreten wird.

Dort konnte er auch überzeugen und holte sich gegen Gerwyn Price und Scott Mitchell zwei Siege. Gegen Robert Thornton verlor er allerdings und gegen diesen musste dann ein 9-Dart-Shootout die Entscheidung bringen. Dimitri warf zwei 100’er und eine 140, verlor damit am Ende aber 340:345 und schied damit nach der Gruppenphase aus. Gerwyn Price schien dem Belgier aber zu liegen, denn auch bei den Players Championship Finale konnte er ihn besiegen, dieses Mal mit 6:5. Er schied aber nur eine Runde später gegen Christian Kist mit 2:6 aus.

Dimitri ging mit Selbstvertrauen in die Weltmeisterschaft 2017 und konnte dort auch durchaus eine gute Leistung abrufen. Gegen Cristo Reyes unterlag er am Ende aber dennoch, da er in den entscheidenden Momenten einfach nicht zur Stelle war. Das Endergebnis hieß 2:3 und so musste Van den Bergh nach der ersten Runde nach Hause fahren. Auf der European Tour konnte Dimitri immer mal wieder richtig gute Leistungen zeigen. So zum Beispiel bei der Gibraltar Darts Trophy, wo er nach Erfolgen gegen Antony Lopez und James Wade erst im Achtelfinale mit 5:6 am späteren Sieger Michael Smith scheiterte. Auch bei den European Darts Open reichte es für das Achtelfinale. Nach dem 6:0-Whitewash gegen Matt Clark schlug Dimitri Simon Whitlock mit 6:5. Gegen Gerwyn Price verlor er aber dieses Mal mit 3:6 und schied damit aus. Mit solchen Ergebnissen hatte Van den Bergh keine Probleme sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren, dort verlor er aber schon in der ersten Runde mit 1:6 gegen Jonny Clayton. Dafür lieferte er beim World Series Finale umso besser ab. Er schlug in der ersten Runde Michael Smith mit 6:1 und warf danach auch Raymond van Barneveld durch ein 6:4 aus dem Turnier. Im Viertelfinale war erst Schluss, er verlor dort gegen James Wade mit 6:10. Bei der Juniorenweltmeisterschaft im Jahr 2017 lief es für Dimitri dann fantastisch. Er konnte sich bis ins Finale vorkämpfen und schlug auf dem Weg dorthin Qingyu Zhan, Rhys Griffin, Scott Dale, Ted Evetts und Luke Humphries. Im Endspiel bekam er es dann mit Josh Payne zu tun und behielt die Nerven. Mit einem 6:3 sicherte er sich den Juniorenweltmeistertitel.

Davon angestachelt ging Dimitri Van den Bergh mit viel Selbstvertrauen in die Weltmeisterschaft des Jahres 2018. Nach dem 3:1-Auftakterfolg über Stephen Bunting konnte er gegen Jan Dekker mit dem 4:2 in der zweiten Runde nachlegen. Im Achtelfinale bekam er es dann mit Mensur Suljovic zu tun und kam mit der Situation gegen einen Freund zu spielen besser zurecht, fertigte den Österreicher mit 4:0 ab. Im Viertelfinale traf er dann auf Rob Cross und lag bereits mit 1:4 aussichtlos zurück. Er kämpfte jedoch und kam tatsächlich noch zurück. Er glich zum 4:4 aus und führte im Entscheidungssatz mit 1:0. Dann vergab er jedoch knapp ein 132’er Finish auf der Doppel-16 und Cross drehte das Spiel noch. Mit dem 4:5 musste sich Van den Bergh also aus der WM verabschieden. Etwas überraschend folgte dann bei den UK Open das frühe Aus in der ersten Runde nach einem 3:6 gegen Lee Evans.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler


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