Cristo Reyes


Cristo Reyes ist ein spanischer Dartspieler, der am 30. Juli 1987 in La Laguna, Teneriffa geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The Spartan“ bekannt. Cristo Reyes war eigentlich ein unbeschriebenes Blatt, bis er sich für die PDC Weltmeisterschaft 2015 qualifizierte. Dort konnte er nach einem Vorrundensieg auch Wes Newton im Entscheidungsleg bezwingen und sich letztlich bis ins Achtelfinale spielen. Bereits in seinem ersten richtigen Jahr auf der PDC machte er von sich reden, als er auf der Pro Tour gleich zwei 9-Darter warf und immer wieder in Achtelfinals diverser Turniere einzog. Obwohl er auch immer wieder die großen Namen des Business ärgern konnte, blieben ihm die ganz großen Erfolge zunächst verwehrt. Besondere Berühmtheit erzielte er vor allem durch seine Zweitrundenpartie bei der WM 2017. Dort bekam er es mit Top-Favorit Michael van Gerwen zu tun, dem er einen echten Kampf bot. Obwohl er letztlich verlor und ausschied, konnte er mit 106 Punkten den bis dato höchsten WM-Average eines verlierenden Spielers erzielen. Dieser wurde im selben Turnier allerdings noch von Raymond van Barneveld überboten. Im Anschluss bewies er vor allem auf European Tour Events seine Klasse, wo er im Jahr 2017 auch zwei Mal das Halbfinale erreichen konnte. Das Endspiel eines PDC Turnieres hatte er bis dato jedoch noch nicht von dichtem gesehen. Daran sollte sich auch im folgenden Jahr nichts ändern, jedoch gelang ihm 2019 erstmals das Erreichen des Achtelfinals bei den UK Open.

Cristo Reyes Fakten
Name Cristo Reyes Spitzname The Spartan
Geburtsort La Laguna, Teneriffa Geburtstag 30.7.1987
Darts 21g Bull's Walk-On Song Hall Of Fame
Besonderheit 1. Spanier Top 32 PDC 2014-heute

Dartskarriere aus dem Nichts(2014-2016)

Im Jahr 2014 war es, da entschied sich der ansonsten in Spanien eher lokal bekannte Cristo Reyes einen Versuch zu wagen, sich für die anstehende Weltmeisterschaft der PDC zu qualifizieren. Er konnte bei dem Qualifier Event auch tatsächlich das Endspiel erreichen und besiege dort José Rodriguez mit 6:0, um die Vorrunde im Alexandra Palace spielen zu dürfen. Bei der Auflage von 2015 bekam er es dort mit Christian Perez zu tun, den er mit 4:0 bezwingen konnte. In der ersten Hauptrunde traf er dann auf Wes Newton und spielte eine richtig gute Partie, erzwang sogar das Entscheidungsleg. Dieses ließ Caller Paul Hinks beginnen, ohne zuvor durch den Bullseyewurf entschieden zu haben, wer anfangen dürfe. So musste das Leg nochmal abgebrochen werden, ehe Cristo dann erneut startete, die Nerven behielt und sich durchsetzte. Nach einem erneut engen Duell in dem er Kevin Painter besiegte, schied er erst im Achtelfinale mit 1:4 gegen den späteren Weltmeister Gary Anderson aus.

In der Folge entschied sich Reyes den Schritt in der PDC zu wagen. Er spielte auch durchaus gleich eine gute Rolle, konnte sich für European Tour Events qualifizieren und zeigte auf den Players Championship Turnieren, dass mit ihm zu rechnen ist. Dort gelang ihm 2015 in zwei Turnieren in Barnsley jeweils ein 9-Darter, zudem erreichte er dort immer wieder das Achtelfinale. Bei den Alcalas Open im gleichen Jahr, bewies er dass er der stärkste Mann von der iberischen Halbinsel ist. Er schlug dort im Endspiel Daniel Zapata um sich den Titel zu sichern. Eine besondere Ehre wurde ihm dann zu Teil, als er als bester Spanier sein Land beim World Cup of Darts 2015 erstmals vor TV-Kameras vertreten durfte. Zusammen mit Antonio Alcinas konnte er Norwegen schlagen und verlor erst im Achtelfinale gegen die deutlich favorisierten Belgier. Alcinas schlug er auch bei seinem bisher besten Players Championship Turnier, wo er sich am Ende bis in das Halbfinale spielte und erst an Joe Cullen scheiterte. Nach und nach kletterte er die Order of Merit nach oben und konnte bei vielen Major Events debütieren, ohne jedoch großen Erfolg zu erzielen.


Bester Verlierer(2017-heute)

Bei der Weltmeisterschaft 2017 startete Cristo Reyes als 32. der Setzliste. Er war der erste Spanier, dem es gelang, in der Order of Merit diese Position zu erreichen. Das Turnier sollte aber noch aus einem anderen Grund in seinem Gedächtnis bleiben. Nach dem 3:2-Erfolg gegen Dimitri van den Bergh bekam es Cristo in der zweiten Runde mit dem Weltranglistenersten, Michael van Gerwen, zu tun. Gegen den Top-Favoriten spielte er die Partie seines Lebens und verlangte ihm alles ab. Erst in der ganz entscheidenden Phase machte Cristo ein paar Fehler auf die Doppel, sodass er letztlich mit 2:4 unterlag. Mit seinen 106,07 Punkten im Schnitt stellte er den Bestwert des Turniers zu diesem Zeitpunkt auf und nebenbei holte er sich den Rekord für den höchsten Average eines Verlierers bei einer WM-Partie. Dieser Rekord sollte jedoch nur für zwei weitere Runden bestehen bleiben, ehe Raymond van Barneveld noch einen draufsetzte. Im Anschluss kam Reyes nicht mehr konstant an sein Top-Niveau heran, konnte aber hier und da noch ein paar Achtungserfolge erzielen. So erreichte er bei zwei European Tour Events das Halbfinale, welche er gegen Mensur Suljovic bzw. Michael van Gerwen verlor. Auf einen Turniersieg oder einen ganz großen Erfolg auf der großen Bühne wartete er bis 2018 aber noch vergebens.

Das Jahr war dennoch nicht schlecht. Zwar blieben die ganz großen Erfolge aus, er erreichte kein einziges Viertelfinale, jedoch konnte er auf den größeren Bühnen wieder etwas besser überzeugen. So kam er bei der Europameisterschaft zum dritten Mal ins Achtelfinale und konnte auch bei der WM einen wichtigen Sieg einfahren, der ihm einiges an Preisgeld einbrachte. So blieb er auch in den Top-32 der Welt und durfte bei den UK Open 2019 in der dritten Runde starten. Dies beflügelte ihn anscheinend, denn er spielte sich erstmals bis ins Achtelfinale dieses Turnieres, wo er letztlich an Rob Cross scheiterte.

Cristo Reyes Chronologie

Cristo Reyes ist ein spanischer Dartsprofi, welcher am 30. Juli 1987 in La Laguna/Teneriffa geboren wurde. Cristo Reyes trägt den Nicknamen „The Spartan“ und läuft mit dem Walk On Hall of Fame von „The Script“ auf die Bühnen des Dartsports.

Cristo Reyes ist wohl das größte Beispiel für einen überraschenden Einstieg in das Profi-Darts-Geschäft. Das erste Auftauchen auf einer PDC-Bühne war die Weltmeisterschaft 2014/2015. Als spanischer Qualifikant musste er in die Vorrunde und schlug Christian Perez dort mit 4:0. Und das sollte nicht der einzige Sieg bleiben. Nachdem er Wes Newton (3-2) und Kevin Painter (4-3) schlug, stand er völlig überraschend im Achtelfinale der WM. Dort kam es jedoch zu einer Niederlage gegen den späteren Weltmeister Gary Anderson mit 1-4. Seine tolle Leistung brachte ihm die Auszeichnung des Darts1 Spieler des Monats.

Nach der Weltmeisterschaft ging die Karriere des Spaniers 2015 dann richtig los. Er erhielt augrund seiner Leistungen bei der WM eine Tour Card der Professional Darts Corporation und kann somit bis 2016 alle Turniere der PDC Pro Tour spielen. Und das macht der 30-jährige auch. Auf der Players Championship Turnierserie gelangen ihm bei 12 Teilnahmen zwei Neundarter und drei Mal der Einzug in das Achtelfinale. Des Weiteren nahm er bisher an allen European Tour Events in 2015 teil, wobei er zwei Mal eine Runde weiter kam. Das bisherige Highlight für den Spanier war die Teilnahme am World Cup of Darts für Spanien. Mit seinem Partner Antonio Alcinas gewann er in der ersten Runde mit 5-0 gegen Norwegen, bevor das Team im Achtelfinale Belgien mit 0-2 unterlag.

Ein Markenzeichen von Reyes ist es, dass er bei den im Fernsehen übertragenen Turnieren stets einen Übersetzer dabei hat, um die englischen Fragen der Journalisten beantworten zu können. So kam es zum Beispiel bei der WM gegen Newton im Sudden Death Leg zu einem Missverständnis zwischen dem Caller und ihm, da er nichts von dem Bull-Wurf wusste, der entscheidet wer das Leg beginnt.

Neben dem World Cup of Darts besuchte Cristo Reyes im Jahr 2015 auch die Europameisterschaft erstmals als Teilnehmer. Dort konnte er auch tatsächlich mit einem 6:2 gegen Max Hopp gewinnen, verlor allerdings nur eine Runde später 3:10 gegen Michael van Gerwen. Bei der Weltmeisterschaft 2016 kam es in der ersten Runde dann tatsächlich zur Neuauflage des Vorjahres gegen Wes Newton. Dieses Mal hatte das Spiel aber weit weniger Dramatik und Cristo schied nach einem 1:3 bereits nach nur einer Partie aus. So lief es auch bei den UK Open. Dort unterlag er in seinem Auftaktmatch mit 4:6 gegen Andrew Davidson. 2016 fuhr Reyes auch seinen bis dahin größten Erfolg bei einem Players Championship Turnier ein. Gegen seinen Landsmann Antonio Alcinas gewann er in der ersten Runde glatt mit 6:0 und legte eine Serie hin. Er schlug dabei Mark Frost, Benito van de Pas, Vincent van der Voort und Mensur Suljovic um letztlich bis ins Halbfinale vorzudringen. Dort unterlag er jedoch Joe Cullen mit 4:6 und schied kurz vor seinem ersten Endspiel aus. Sein Debüt beim World Grand Prix verlief dann eher schlecht als recht. Mit 1:2 verlor er gegen Kyle Anderson und schied daher direkt aus. Bei der Europameisterschaft konnte er wie im Vorjahr die zweite Runde erreichen, nachdem er Robert Thornton mit 6:4 besiegte. Peter Wright war dann jedoch eine Nummer zu groß und so verlor Reyes mit 7:10. Gleiches Bild auch beim World Series Finale. Nach einem erfolgreichen Start, bei dem er Max Hopp mit 6:5 bezwang, verlor er nur eine Runde später mit 3:6 gegen Adrian Lewis und schied aus. Die Generalprobe für die WM ging dann richtig in die Hose. Gegen Berry van Peer schied Reyes schon in der ersten Runde aus, verlor mit 5:6.

Die Weltmeisterschaft 2017 sollte dafür deutlich besser laufen. Nach einem 3:2-Sieg über Dimitri van den Bergh, lieferte er in der zweiten Runde gegen Michael van Gerwen ein echtes Spektakel ab. Zwar verlor er am Ende mit 2:4, konnte mit 106,07 Punkten aber zwischenzeitlich den Averagerekord für einen Verlierer bei einer Weltmeisterschaft aufstellen. Viel Glück hatte er dann bei den UK Open 2017. In seiner ersten Runde sollte er auf Michael van Gerwen treffen, der hatte jedoch aufgrund von Rückenproblemen die Teilnahme absagen müssen. So kam Cristo kampflos weiter, musste sich jedoch eine Runde später bereits Joe Cullen mit 5:10 geschlagen geben. Besser lief es auf der European Tour. Dort konnte er innerhalb von zwei Wochen große Erfolge feiern. Zunächst besiegte er beim European Matchplay Nathan Aspinall, Peter Wright und Stephen Bunting, verlor erst im Halbfinale mit 3:6 gegen Mensur Suljovic. Dann schaffte er es diesen Erfolg bei den Austrian Darts Open zu wiederholen. Dort kam er durch die Siege gegen René Eidams, Simon Whitlock und Daryl Gurney in die Vorschlussrunde. Dieses Mal war es Michael van Gerwen, der sich als zu stark erwies und Cristo mit einem 6:1 nach Hause schickte. Sein Debüt beim World Matchplay konnte er mit einem klaren 10:3-Sieg gegen Robert Thornton feiern, ehe er sich Peter Wright 4:11 geschlagen geben musste. Beim World Grand Prix folgte das Aus hingegen schon in der ersten Runde, nach einem 1:2 gegen Benito van de Pas. Auch bei der Europameisterschaft(1:6 gegen Dave Chisnall) und den Players Championship Finals(5:6 gegen Peter Jacques) blieb der Spanier letztlich ohne Sieg.

Für die Weltmeisterschaft 2018 hatte sich Reyes dann eine Menge vorgenommen und bekam es in der ersten Runde ausgerechnet mit seinem Landsmann und guten Freund Antonio Alcinas zu tun. Die Situation schien Reyes zu überfordern, der überhaupt nicht an sein Niveau herankam. Am Ende unterlag er mit 1:3 und schied erneut bereits in der ersten Runde aus. Auch die UK Open Qualifier liefen für ihn nicht wie geplant und so muss er bereits in der ersten Runde an den Start, wo er es mit Benito van de Pas zu tun bekam.

Gegen diesen verlor er dann auch noch mit 5:6 und schied somit direkt aus. Dafür konnte er bei einem Players Championship Event wenig später einige gute Siege, unter anderem über den damals frischen Weltmeister Rob Cross, feiern und schied erst im Achtelfinale mit 4:6 gegen John Henderson aus. Auf der European Tour lief es für Cristo in dem Jahr dann allerdings auch nicht mehr ganz so rund wie zuvor und so war das Achtelfinale bei den Austrian Darts Open seine beste Leistung. Er besiegte dort zum Auftakt Bastian Pitschnig mit 6:1 und legte gegen Jelle Klaasen ein 6:2 nach, ehe er mit 3:6 an Mensur Suljovic scheiterte. Zusammen mit Antonio Alcinas vertrat er wieder Spanien beim World Cup of Darts und holte gegen Russland einen 5:4-Sieg. Eine Runde später gewann er dann zwar gegen Simon Whitlock, doch sein Landsmann unterlag Kyle Anderson mit 3:4, sodass es ins Entscheidungsdoppel ging, welches die Spanier mit 3:4 verloren und folglich ausschieden. Einen Sieg feierte er bei der Europameisterschaft 2018, wo er mit Mensur Suljovic einen Hochkaräter aus dem Turnier war. 6:3 war dort der Endstand. Doch eine Runde später schied Cristo dann auch schon wieder aus, er unterlag Darren Webster hauchdünn mit 9:10. Dort hatte er zunächst 145 Punkte zum 9:9 auf null gebracht, bevor Webster ein 156’er Finish zum Match zeigte. Cristo hatte auf 97 Punkten Rest gewartet. Dies warf ihn auch tatsächlich nochmal ein wenig zurück und so verpasste er auch die Qualifikation für den Grand Slam of Darts. Bereits in der erste Quali-Runde verlor er dabei gegen Jim Brown mit 4:5. Beim Players Championship Finale überraschte er dann nochmal mit einem klaren 6:1-Erfolg über Rob Cross, verlor aber nur eine Runde später mit 5:6 gegen Steve Lennon und schied aus.

Bei der Weltmeisterschaft 2019 startete Cristo Reyes gegen Rowby-John Rodriguez ins Turnier und hatte das Glück auf seiner Seite. Er lag bereits 0:2 in den Sätzen zurück, steigerte sich aber im Verlauf des Matches. Letztlich hatte sein Gegner keinen Matchdart und Reyes drehte das Spiel noch in einen 3:2-Sieg. Eine Runde später unterlag er dann aber Rob Cross deutlich mit 0:4 und schied aus. Bei den UK Open konnte Cristo dann aber nochmal zwei Siege einfahren. Nach einem klaren 10:2 gegen Ryan Joyce schlug er auch Richard North mit 10:7 und erreichte so erstmals das Achtelfinale dieses Turnieres. Dort unterlag er dann aber Rob Cross mit 6:10.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler


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