Christian Kist

Christian Kist
Christian Kist

Christian Kist ist ein niederländischer Dartspieler, der am 21. April 1986 in Mariënberg geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „Lipstick“ bekannt, den er von Bobby George bekam, da sein Nachname wie das englische Wort „kissed“ klingt und er bei jedem Wurf seinem Mund kurz öffnet.

Christian entschied sich im Jahr 2009 den Schritt zur BDO zu wagen und sich dort auf internationaler Bühne auszuprobieren. Zunächst reichte es jedoch nur für die Teilnahme an eher kleineren, meist auch regionalen Turnieren, wo der Erfolg allerdings oft noch ausblieb. Im Jahr 2011 gewann er dann überraschend den Spring Cup und erreichte das Endspiel der Swiss Open, besiegte im Verlauf auch Geert de Vos und Benito van de Pas. Noch im gleichen Jahr feierte er einen großen Erfolg, als er beim World Masters bis ins Achtelfinale vordrang, dort nach fünf vergebenen Matchdarts an Tony West scheiterte. Er konnte sich für die BDO Weltmeisterschaft 2012 qualifizieren und erreichte direkt bei seinem Debüt nach toller Leistung das Finale. Auch dort behielt er die Nerven und krönte sich durch einen 7:5-Erfolg gegen Tony O’Shea zum Weltmeister.

Er merkte dann beim Grand Slam of Darts im gleichen Jahr, bei welchem er das Viertelfinale erreichte, dass er durchaus auch mit den PDC-Spielern mithalten konnte und so entschied er sich zu einem Wechsel im Jahr 2014. Dort erspielte er sich eine Tour Card, erreichte bei den UK Open direkt das Achtelfinale und kam auch auf der Pro Tour immer wieder recht weit. Im Jahr 2015 gab er sein WM-Debüt unter dem Banner der PDC, wo er jedoch direkt verlor. Im Anschluss zeigte er sich zwar immer noch recht solide, so wie es keine Ausreißer nach unten gab, gab es aber auch keine nach oben. So kletterte Kist nur sehr langsam die Order of Merit nach oben. Im Herbst 2016 erreichte er erstmals das Finale eines Pro Tour Events, verlor dort aber deutlich gegen Michael van Gerwen. Zudem kam er bei den Players Championship Finals 2016 zum ersten Mal auch in das Viertelfinale eines PDC Major Events, scheiterte dort dann aber an Darren Webster. Im Anschluss hatte Christian mit einigen Formschwankungen zu kämpfen und zeigte nur selten sein Talent.

Christian Kist Fakten
Name Christian Kist Spitzname Lipstick
Geburtsort Mariënberg, Niederlande Geburtstag 21.4.1986
Darts 22g Winmau Größter Erfolg Weltmeister 2012
BDO 2009-2014 PDC 2014-heute

Als Debütant zum Weltmeistertitel(2009-2014)

Christian Kist begann seine Karriere im Jahr 2009 bei der BDO, war aber zunächst eher im regionalen Bereich erfolgreich. So erreichte er bei den Hemeco Open Rosmalen 2009 überraschend das Halbfinale, unterlag aber Phil Taylor mit 2:5. Seinen ersten größeren Erfolg feierte er im Jahr 2011. Mit dem Sieg beim Spring Cup, wo er unter anderem Jan Dekker und Rick Hofstra bezwingen konnte, leitete er eine richtig gute Phase in seiner Karriere ein. Er kam auch ins Finale der Open Venlo und Swiss Open und nahm danach erstmals am World Masters teil. Auch dort zeigte er sich in einer sehr guten Form. Wieder besiegte er im Turnierverlauf Jan Dekker und kam immerhin bis ins Achtelfinale, wo er dann allerdings Tony West nach fünf vergebenen Matchdarts mit 2:3 unterlag. Er wurde daraufhin auch zu den Zuiderduin Masters eingeladen, überstand dort jedoch die Gruppenphase nicht.

Dennoch konnte sich Kist für seine erste Weltmeisterschaft qualifizieren, an der er im Jahr 2012 teilnahm. Dort legte er eine unglaubliche Serie hin und besiegte bei seinem Debüt Jan Dekker, Geert de Vos, Alan Norris und Ted Hankey um ins Finale einzuziehen. Dort traf er auf Tony O’Shea und behielt erneut die Nerven. Er siegte mit 7:5 und krönte sich damit bei seiner ersten Teilnahme direkt zum Weltmeister. Beim Grand Slam of Darts 2012 erreichte er in seiner Gruppe mit Raymond van Barneveld, Mark Walsh und Wayne Jones den zweiten Platz, schlug im Achtelfinale auch noch Wes Newton, ehe er gegen van Barneveld ausschied. Dies zeigte ihm, dass er auch mit den PDC-Akteuren mithalten kann und so reifte in ihm der Gedanke an einen Wechsel. Er entschied sich jedoch noch eine weitere Saison bei der BDO abzuwarten und nachdem er dort ein solides Jahr spielte, wechselte er im Jahr 2014 zur Professional Darts Corporation.

Ab zu den Big Boys(2014-heute)

Nachdem er sich die Tour Card bei der PDC gesichert hatte, konnte er schon bei den UK Open zeigen, dass der Wechsel die richtige Entscheidung war. Er erreichte direkt das Achtelfinale, schlug dabei Antonio Alcinas und Vincent van der Voort, scheiterte nur an Mervyn King. Schon im März 2014 erreichte er sein erstes Viertelfinale auf der Pro Tour, was er nur zwei Wochen später mit dem Halbfinale sogar noch übertraf. Es schien zunächst ein steiler Weg nach oben zu sein für Kist, doch auf den größeren Bühnen konnte er zunächst nicht abliefern. Bei seinem Debüt 2015 im Alexandra Palace unterlag er schon in der ersten Runde Jelle Klaasen, im Jahr darauf holte er immerhin einen Sieg gegen Justin Pipe, ehe er gegen Dave Chisnall ausschied. Es lief bis zum Herbst 2016 nicht mehr ganz so rund für Kist, ehe er in Irland auf einem Players Championship Turnier dann doch erstmals das Endspiel eines PDC Turniers erreichte. Mit Gary Anderson, Dave Chisnall und Mensur Suljovic schlug er dabei einige etablierte Namen, ehe er an Michael van Gerwen scheiterte. Seine bisher beste Performance bei einem Major Event zeigte Kist bei den Players Championship Finals im Jahr 2016. Dort scheiterte er erst im Viertelfinale an Darren Webster. Doch auch im Anschluss fand er nicht mehr zu seiner einst so vielversprechenden Form zurück und holte nur selten gute Ergebnisse. Im Jahr 2017 warf er zwar auf der Pro Tour einen 9-Darter, kam allerdings in keinem einzigen Turnier an dem er teilnahm weiter als bis ins Achtelfinale. So kratzt er heute nur an den Top-32, muss aber noch zulegen um dort wieder hineinzuspringen.

Christian Kist Chronologie

Christian Kist wurde 2012 Lakeside Weltmeister
Christian Kist wurde 2012 Lakeside Weltmeister

Christian Kist ist ein niederländischer Dartsprofi, welcher am 21. April 1986 in Marienberg/Niederlande geboren wurde. Christian Kist trägt den Nicknamen „Lipstick“ und läuft mit dem Walk On Thunderstruck von „AC/DC“ auf die PDC-Bühnen.

Christian Kist begann seine Dartskarriere im Jahr 2009 bei der BDO. In diesem Jahr und in 2010 nahm er an mehreren kleineren WDF-Turnieren teil, welche noch keinen großen Erfolg brachten. 2011 versuchte er sich an den gleichen Turnieren und erzielte die ersten besseren Ergebnisse seiner Karriere. Dabei erreichte er unter anderem bei dem WDF World Masters das Achtelfinale, was bis dahin sein größter Erfolg war. Durch dieses Ergebnis gelang ihm die Qualifikation zur BDO World Championship 2011/2012. Dieses Turnier sollte der Meilenstein für den bisher noch unerfahrenen Niederländer werden. Denn es gelang ihm als Newcomer der Weltmeistertitel. Dabei schlug er Jan Dekker, Geert de Vos und Ted Hankey, bis er im Finale gegen Tony O'Shea gewann.

Durch denn Weltmeistertitel hat sich „The Lipstick“ einen Namen im Dartsgeschäft gemacht. 2012 schnitt er bei den WDF Turnieren gut ab und er wurde zum Grand Slam der PDC durch seinen Titel eingeladen. Hier erreichte er das Viertelfinale. Bei der BDO Weltmeisterschaft 2012/2013 gelang ihm jedoch nur der Einzug unter die Letzten 32.

2013 zog sich der 32-jährige etwas zurück, da er nun weniger WDF Turniere spielte. Bei dem diesjährigen Grand Slam kam er über die Gruppenphase nicht hinaus und auch dieses Jahr kam er bei der Weltmeisterschaft nicht über die Letzten 32 hinaus. Vermutlich fasste er durch das durchschnittliche Abschneiden in 2013 den Entschluss ab 2014 bei der PDC zu spielen und seinen Wechsel zu vollziehen.

Christian Kist begann seine Dartskarriere im Jahr 2009 bei der BDO
Christian Kist begann seine Dartskarriere im Jahr 2009 bei der BDO

Es gelang ihm auf Anhieb, die Tour Card für die PDC für zwei Jahre zu erspielen und er nahm direkt an den UK Open teil, wo er das Achtelfinale erreichte. Des Weiteren nahm er an 18 Player Championship Turnieren teil, wovon er ein Mal das Halbfinale und zwei Mal das Viertelfinale erreichen konnte. Durch diese 18 Turniere konnte er sich für das Finalturnier qualifizieren, bei dem er jedoch sein Erstrundenspiel verlor. Außerdem gelang ihm drei Mal die Qualifikation für die European Tour, bei der er jedoch jedes Mal in der ersten Runde ausschied. Auch die Major Turniere liefen durchschnittlich. Bei der Europameisterschaft erreichte er die Letzten 32 und beim Grand Slam das Achtelfinale. Jedoch konnte er sich durch das Jahr für die Weltmeisterschaft 2014/2015 der PDC qualifizieren. Hier verlor er sein Erstrundenspiel jedoch gegen seinen Landsmann Jelle Klaasen mit 3:1.

2015 läuft bisher noch sehr mäßig. Bei den UK Open verlor er in der ersten Runde und bei den Players Championship Turnieren gelang ihm ein Mal das Halbfinale. Auf der European Tour kam er zumindest das ein oder andere Mal in die zweite Runde. Viel Preisgeld gab es dort also nicht, doch für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2015 sollte es genügen. Allerdings verlor er dort gleich in der ersten Runde mit 4:6 gegen Rowby-John Rodriguez und schied aus. Bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2016 gelang ihm dann sein erster Sieg im Alexandra Palace. In der ersten Runde traf er dort auf Justin Pipe und fertigte diesen locker mit 3:0 ab. Nach der zweiten Runde war für Kist dann aber schon wieder Schluss. Er unterlag Dave Chisnall mit 1:4. Im Jahr 2016 wollte es nicht so richtig klappen für Kist. Auf der Pro Tour gelang ihm nur ein einziges gutes Ergebnis, dieses war dafür so richtig stark. Er startete bei einem Players Championship Event mit einem 6:5-Sieg gegen Gary Anderson und nahm den Schwung mit. 6:5 gewann er auch gegen Prakash Jiwa und gegen Kyle Anderson war es sogar ein 6:3. Nach dem 6:4-Sieg gegen Dave Chisnall und dem darauf folgenden 6:1 gegen Justin Pipe erreichte Christian das Halbfinale. Dort behielt er in einem Kampfspiel die Nerven und bezwang Mensur Suljovic um erstmals ins Endspiel eines PDC Turnieres einzuziehen. Gegen Michael van Gerwen hatte er dort jedoch keine Chance. Er unterlag klar mit 1:6. Nachdem er daraufhin die Qualifikation für das World Series Finale und den Grand Slam of Darts verpasste, zeigte er beim Players Championship Finale erneut eine richtig gute Leistung. Er startete mit einem 6:4-Sieg gegen Ricky Evans ins Turnier und schlug danach auch noch Dimitri van den Bergh mit 6:2. Durch das 10:6 gegen Justin Pipe stand er dann sogar erstmals im Viertelfinale eines PDC Major Turnieres. Dort verlor er dann jedoch mit 6:10 gegen Darren Webster und schied aus.

Christian Kist bei der PDC Darts WM 2017
Christian Kist bei der PDC Darts WM 2017

Die PDC World Darts Championship 2017 lief dann wieder alles andere als nach Plan für Christian Kist. Er startete gegen Brendan Dolan ins Turnier und beendete es auch gegen den Nordiren. Mit 1:3 verlor Kist und schied damit direkt wieder aus. Auch bei den UK Open machte er nur ein Spiel. Er verlor direkt seine Auftaktpartie gegen Dirk van Duijvenbode mit 5:10. Dafür gab er 2017 aber auch sein Debüt bei zwei Major Turnieren. Er durfte beim World Matchplay antreten, verlor dort allerdings ebenfalls in der ersten Runde. Trotz guter Leistung hieß das Endergebnis gegen Gary Anderson 7:10. Beim World Grand Prix erlebte er dann den Modus Double-In/Double-Out vor TV-Kameras zum ersten Mal, musste sich aber erneut in der ersten Runde geschlagen geben. Dieses Mal verlor er 1:2 gegen den späteren Finalisten Simon Whitlock. Ein absoluter Tiefpunkt war sein Erstrundenmatch gegen Jelle Klaasen bei der Europameisterschaft 2017. Er kassierte dort einen 0:6-Whitewash und musste erneut direkt nach Hause fahren. Und auch bei den Players Championship Finals konnte er nicht an die tolle Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen, als er wieder mal nach nur einer Partie den Heimweg antrat. Wieder verlor er gegen den Australier Simon Whitlock, dieses Mal mit 3:6.

Etwas Lospech hatte Christian bei der Weltmeisterschaft 2018, als er schon in der ersten Runde auf Michael van Gerwen traf. Kist verlor mit 1:3 und schied damit direkt wieder aus. Im Jahr 2018 startete er dann bei drei UK Open Qualifier Events und einem Players Championship Wochenede mit insgesamt fünf Erstrundenniederlagen.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler


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