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Clayton meldet sich eindrucksvoll zurück

Wie ausgeglichen die Premier League of Darts 2022 ist, lässt sich daran erkennen, dass die sieben bisherigen Spieltage von sechs unterschiedlichen Spielern gewonnen wurden. Aus der Reihe stechen nur Michael van Gerwen, der bislang als Einziger zwei Turniere für sich entscheiden konnte sowie Michael Smith und James Wade, die in dieser Hinsicht noch mit leeren Händen dastehen. Der in Birmingham stattfindende achte Spieltag stellte den Abschluss der „Hinrunde“ dar, nach dem heutigen Abend liegt die Hälfte der regulären Saison hinter den acht Teilnehmern. Den Anfang an diesem 31. März machten Michael van Gerwen und James Wade, ehe sich Joe Cullen und der trotz einer Handverletzung antretende Gerwyn Price duellierten. In den beiden anderen Viertelfinals standen sich Peter Wright und Gary Anderson sowie Jonny Clayton und Michael Smith gegenüber.

Schwache Leistung von van Gerwen führt zur klaren Niederlage

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge war James Wade ans Tabellenende abgerutscht. Um diese ungewollte Position wieder zu verlassen, benötigte der Engländer einen Sieg über Spitzenreiter Michael van Gerwen. Nachdem die ersten beiden Legs des Abends gerecht aufgeteilt worden waren, scheiterte „Mighty Mike“ denkbar knapp an 167 Restpunkten. Ein eigener 13-Darter brachte Wade daher das erste Break ein, welches er auch aufgrund zweier unbeschadet überstandener Breakdarts zum 3:1 bestätigte. Zwei Möglichkeiten, um die Führung noch weiter auszubauen, ließ Wade wenig später jedoch ungenutzt. Aus diesem Grund konnte van Gerwen trotz sechs eigener Patzer verkürzen. „The Machine“ stellte den alten Abstand allerdings umgehend wieder her und sorgte wenige Minuten später im siebten Leg der Partie mit einem 127er-Bullfinish für die Vorentscheidung. Mit einem 13-Darter machte Wade abschließend den Deckel drauf, das Endergebnis von 6:2 spricht eine deutliche Sprache.

James Wade 6:2 M. van Gerwen
99,00 Average 87,93
3 180s 2
127 High Finish 18
1 100+ Checkouts 0
6/11 Finishing 2/13

Trotz einer Handverletzung setzte Gerwyn Price seine Teilnahme an der Premier League fort. Abzuwarten blieb, inwieweit diese Verletzung den Waliser im Duell mit Joe Cullen beeinträchtigen würde. Im Auftaktleg schaffte er es zumindest nicht, sich bei 74 Rest einen Wurf auf ein Doppelfeld zu erspielen. Cullen rettete sein Anwurfleg auf der Doppel-12 und kam kurze Zeit später dank eines 90er-Checkouts auf dem Bullseye selbst zu einem frühen Break. Dagegen hatte Price in dieser Phase mit den Doppelfeldern zu kämpfen: im dritten Leg setzte er drei Pfeile an den gewünschten Feldern vorbei, im vierten Durchgang zielte er sogar fünfmal daneben. Cullen checkte währenddessen unter anderem 78 Punkte und baute seinen Vorsprung auf 4:0 aus. Danach hatte das Warten für den „Iceman“ ein Ende: ein Treffer im Bullseye brachte ihm sein erstes Erfolgserlebnis ein. Dabei handelte es sich um ein Break, welches Price per 14-Darter bestätigte. Cullen hatte kurz zuvor knapp ein 167er-Finish verpasst. Schmerzhafter aus der Sicht des „Rockstar“ waren allerdings die zwei Fehlwürfe im darauffolgenden Leg, womit er seinem Gegner den dritten Leggewinn nacheinander ermöglichte. Diese Serie beendete Cullen kurz darauf mit einem Treffer in der Doppel-16. Das direkte Rebreak war gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. Es dauerte nicht mehr lange, bis der erfolgreiche dritte Matchdart den 6:3-Erfolg von Joe Cullen amtlich machte.

Joe Cullen 6:3 Gerwyn Price
93,69 Average 92,02
3 180s 0
90 High Finish 86
0 100+ Checkouts 0
6/19 Finishing 3/13

Anderson vergibt einen Matchdart und holt keine Punkte

Schon zum vierten Mal trafen Peter Wright und Gary Anderson im laufenden Wettbewerb aufeinander. Die ersten zwei Duelle zwischen den beiden Schotten entschied Wright für sich, vor 14 Tagen setzte sich Anderson durch. Wright sorgte früh für ein echtes Highlight, als er im allerersten Leg 140 Zähler auf Null brachte. Trotz einiger Mühen verteidigte auch Anderson sein erstes Anwurfleg, kurz darauf blieben drei Fehler von Anderson nicht mehr folgenlos. Allerdings hatte der „Flying Scotsman“ unmittelbar danach selbst Glück, dass Wright gleich acht eigene Breakdarts nicht ausnutzte. Danach war von den Doppelproblemen bei Anderson nichts mehr zu erkennen, durch Checkouts in Höhe von 132 sowie 68 Punkten erarbeitete er sich einen Vorsprung von 4:2. Auf den Rückstand zeigte Wright eine hervorragende Reaktion. Der Weltranglistenerste glänzte zunächst mit einem 156er-Highfinish und erzielte danach durch einen 14-Darter den Ausgleich. Wenig später warf Wright jedoch dreimal am äußeren Ring vorbei und musste sich Sekunden später ein 92er-Checkout seines Gegners anschauen. Auch von diesem Rückschlag erholte sich der amtierende Weltmeister schnell: durch einen 13-Darter forcierte er das Entscheidungsleg. Dort erhielt Anderson einen einzigen Matchdart auf der Doppel-20, sein Versuch war jedoch zu niedrig angesetzt. Wright ließ sich seine Chance dagegen nicht entgehen, er jagte den zweiten Matchdart in die Doppel-8 und gewann knapp mit 6:5.

Peter Wright 6:5 Gary Anderson
97,20 Average 92,49
3 180s 1
156 High Finish 132
2 100+ Checkouts 1
6/19 Finishing 5/15

Um das Viertelfinale in Birmingham abzuschließen, fehlte nur noch das Match zwischen Jonny Clayton und Michael Smith. Die ersten drei Legs der Partie gingen ausnahmslos an Clayton, der hierfür unter anderem 64 sowie 82 Punkte ausgemacht hatte. Smith, der zuvor einzelne eigene Chancen nicht ausgenutzt hatte, meldete sich im vierten Leg erstmals zu Wort. Der „Bully Boy“ traf in dieser Situation das Bullseye zum Abschluss eines 121er-Checkouts. Davon blieb Clayton vollkommen unbeeindruckt, er antwortete mit zwei 15-Dartern nacheinander und stand damit bereits kurz vor dem Sieg. Nachdem Smith ein zweites 121er-Checkout und Haaresbreite verpasst hatte, konnte er seine Niederlage nicht mehr abwenden. Clayton verwandelte den dritten Matchdart in der doppelten 6 und siegte klar und deutlich mit 6:1.

Jonny Clayton 6:1 Michael Smith
99,53 Average 99,81
3 180s 1
82 High Finish 121
0 100+ Checkouts 1
6/16 Finishing 1/4

Cullen und Wright scheitern in den Halbfinals

Vier Partien nacheinander hatte Joe Cullen in der Premier League nun für sich entschieden. Diese Serie wollte der „Rockstar“ jetzt im ersten Halbfinale gegen James Wade am Leben erhalten. Die ersten vier Legs wurden allesamt vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, Breakdarts konnte sich bis hierhin noch keiner der beiden Profis erarbeiten. Das änderte sich erst im sechsten Durchgang. Mit einem 14-Darter hatte sich Wade zuvor wieder in Führung gebracht, jetzt erhöhte „The Machine“ seinen Vorsprung durch einen 13-Darter auf 4:2. Cullen verpasste eine Möglichkeit zur direkten Antwort, sodass Wade auf der Doppel-10 den vorletzten Schritt gehen konnte. Auf der anderen Seite fand Cullen in dieser Partie nicht zu seinem Spiel, platzierte abschließend noch zwei weitere Darts neben die anvisierten Doppelfelder und verpasste den Finaleinzug deutlich. Wade besiegelte den klaren 6:2-Erfolg mit seinem ersten Matchdart und erreichte sein zweites Endspiel in dieser Saison.

James Wade 6:2 Joe Cullen
94,78 Average 86,38
4 180s 0
51 High Finish 40
0 100+ Checkouts 0
6/9 Finishing 2/10

Dorthin wollten nun auch Peter Wright und Jonny Clayton gelangen. Sie bekamen es in Halbfinale Nummer zwei miteinander zu tun. Die Nummer eins der Welt fand gut ins Match hinein, startete mit einem 11-Darter und legte mit einem 14-Darter ein Break hinterher. Mit fünf Fehlwürfen auf die Doppel stellte sich Wright anschließend aber selbst ein Bein. „The Ferret“ kam mit einem eigenem 14-Darter zu seinem ersten Erfolgserlebnis, profitierte anschließend von zwei weiteren gegnerischen Fehlern und glich zum 2:2 aus. Beide Akteure verteidigten ihr nächstes Anwurfleg souverän. Mithilfe eines unter Druck zustande gekommenen 68er-Checkouts brachte sich „Snakebite“ wieder in Front, Clayton konterte mit einem ähnlich wichtigen 70er-Finish. Das starke Finishing des Walisers stellte sich in der Schlussphase als entscheidend heraus. Durch ein 72er-Checkout sicherte er sich zunächst das dringend benötigte Break. Nachdem Wright eine Möglichkeit vergeben hatte, um für das alles entscheidende elfte Leg zu sorgen, stellte sich sein Konkurrent mit 82 Restpunkten vors Oche. Clayton nutzte den einzigen Matchdart auf der Doppel-20 aus und freute sich darüber, als 6:4-Sieger aus einem hochklassigen Spiel hervorgegangen zu sein.

Jonny Clayton 6:4 Peter Wright
103,68 Average 107,71
2 180s 6
82 High Finish 81
0 100+ Checkouts 0
6/12 Finishing 4/15

Wade verlässt das Tabellenende, wartet aber weiter auf einen Tagessieg

Das Finale von Birmingham wurde also zwischen James Wade und Jonny Clayton ausgetragen. Während Wade unbedingt seinen ersten Tagessieg einfahren wollte, strebte Clayton seinen ersten Turniersieg seit dem zweiten Spieltag an. Den besseren Start in das Endspiel verbuchte Clayton, der sich mit einem 14- und einem 15-Darter die ersten beiden Legs sicherte. Kurz darauf meldete sich Wade erstmals zu Wort, er löschte 96 Zähler über 20, Doppel-18 und Tops. Clayton schenkte dem keine Beachtung, zeigte erneut einen 15-Darter und produzierte durch den daran anschließenden 12-Darter zudem ein weiteres Break. Beim Zwischenstand von 4:1 schien der Sieger bereits vorzeitig festzustehen. In der Tat verlor Clayton keine weitere Zeit mehr. Der Waliser bestätigte das zuvor geschaffte Break per 14-Darter und beendete den Abend mit einem starken 11-Darter. Ein großartiger Average von über 111 Punkten verhalf Jonny Clayton zum 6:1-Sieg und damit zu seinem zweiten Turniererfolg in der Premier League 2022.

Jonny Clayton 6:1 James Wade
111,16 Average 83,97
5 180s 0
86 High Finish 96
0 100+ Checkouts 0
6/13 Finishing 1/1

Nach acht absolvierten Spieltagen kann die Halbzeitbilanz gezogen werden. Van Gerwen ist nach wie vor Tabellenführer, allerdings hat der heute siegreiche Clayton nach Punkten zu ihm aufgeschlossen. Wright liegt mit nur einem Zähler weniger zudem dicht dahinter. Mit einigem Abstand zum Spitzentrio belegt Cullen den vierten Rang, Wade hat sich auf Platz fünf vorgearbeitet. Dahinter folgen noch Price und Smith, die rote Laterne hat Anderson wieder übernommen. Weiter geht es am nächsten Donnerstag in Leeds, dort versammelt sich die Premier League zum neunten Spieltag.

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