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Van Gerwen triumphiert auch am fünften Spieltag

Bei den UK Open am vergangenen Wochenende schaffte es keiner der acht Teilnehmer der Premier League, sich den Titel zu sichern. Das gelang stattdessen Danny Noppert, der im Endspiel Michael Smith schlug. Ebenjener Smith musste die Enttäuschung über das nächste verlorene Finale schnell vergessen, um den letzten Tabellenplatz der Premier League zu verlassen. Am fünften Spieltag in Brighton traf er im Kellerduell auf Gary Anderson. Im Anschluss an dieses Eröffnungsmatch waren Peter Wright und Jonny Clayton im Einsatz, ehe Michael van Gerwen und James Wade aufeinandertrafen. Das vierte und letzte Viertelfinale zwischen Gerwyn Price und Joe Cullen wurde nicht ausgetragen, weil Price seine Teilnahme wegen einer Handverletzung absagen musste. Das Spiel wurde mit 6:0 zugunsten von Cullen gewertet, der dadurch kampflos ins Halbfinale einzog.

Anderson bleibt weit von seiner Bestform entfernt

Letzter gegen Vorletzter – sowohl Michael Smith als auch Gary Anderson benötigten dringend Punkte, um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Umso wichtiger war daher das direkte Duell zum Start dieses fünften Spieltags. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase warf Anderson zwei Darts über die Doppel-20, sodass er Smith das erste Break ermöglichte. Der „Bully Boy“ bestätigte dieses zunächst problemlos per 14-Darter und profitierte im weiteren Verlauf von weiteren Fehlern aufseiten des Gegners. Im fünften Leg der Partie verfehlte Anderson die Doppel-7, nur kurze später misslang auch der Versuch auf seine bevorzugte Doppel-20. Angesichts des Zwischenstands von 5:1 zugunsten des Weltranglistenvierten war die Partie bereits vorentschieden. Anderson fand weiterhin nicht zu seinem Spiel, jagte abschließend noch drei weitere Darts am äußeren Ring vorbei und musste die klare Niederlage akzeptieren. Während der Schotte durch das 1:6 die rote Laterne übernahm, zog Smith verdientermaßen ins Halbfinale ein.

Michael Smith 6:1 Gary Anderson
90,89 Average 85,71
3 180s 1
82 High Finish 20
0 100+ Checkouts 0
6/15 Finishing 1/13

Wright verliert sein erstes Match als Weltranglistenerster

Nach einem hervorragenden Start in die Premier League-Saison hatte Titelverteidiger Jonny Clayton zuletzt mit zwei frühen Niederlagen Rückschläge kassiert. Um wieder zurück in die Spur zu finden, wollte der Waliser die neue Nummer eins der Welt, Peter Wright, bezwingen. Nach dem gewonnenen Auftaktleg übte Wright Druck auf den gegnerischen Anwurf aus, doch Clayton hielt diesem stand und glich durch ein 120er-Finish zum 1:1 aus. Wenig später setzte „The Ferret“ mit einem 141er-Checkout sogar noch einen drauf, ehe er sich noch ein drittes Leg nacheinander sicherte. Wright verkürzte umgehend mit einem 15-Darter, setzte kurz darauf jedoch drei Breakchancen in den Sand. Vom dadurch entstandenen Rückstand von 2:4 ließ sich „Snakebite“ allerdings nicht entmutigen. Nach dem 15-Darter im siebten Leg gelang ihm durch einen 13-Darter auch das Break und der damit verbundene Ausgleich. Die beiden darauffolgenden Legs wurden ebenfalls als Breaks gewonnen, sodass diese Partie erst im finalen elften Leg entschieden wurde. Dort erhielt der anwerfende Wright die ersten Chancen zum Sieg, verpasste bei 96 Rest allerdings zwei Matchdarts. Clayton hatte selbst noch 121 Punkte übrig, platzierte die ersten beiden Darts in der Single-20 und der Triple-17 und versenkte seinen Matchdart im Bullseye. Trotz des im Vergleich zum Gegner deutlich niedrigeren Averages hatte sich Clayton mit 6:5 durchgesetzt und ins Halbfinale vorgespielt.

Jonny Clayton 6:5 Peter Wright
92,61 Average 102,92
2 180s 2
141 High Finish 68
3 100+ Checkouts 0
6/15 Finishing 5/11

Auf den in beeindruckender Manier erzielten Gesamtsieg am vierten Spieltag folgte bei Michael van Gerwen die Ernüchterung bei den UK Open. Das frühe Ausscheiden hatte zur Folge, dass der langjährige Weltranglistenerste aktuell nur noch auf Position fünf der Order of Merit geführt wird. In Brighton wollte sich van Gerwen nun wieder von seiner besseren Seite zeigen, er bekam es mit dem neuen Weltranglistendritten James Wade zu tun. Mit einem 120er-Highfinish bestrafte Wade im allerersten Leg zwei gegnerische Fehler, doch „Mighty Mike“ antwortete ohne zu Zögern mit einem 121er-Checkout auf der Doppel-14. Die beiden darauffolgenden Durchgänge wurden ebenfalls gegen den Anwurf gewonnen. Diese Serie endete erst, als van Gerwen die Doppel-5 erwischte und sich selbst mit 3:2 in Führung brachte. Durch einen starken 12-Darter, inklusive 121er-Checkout, glich Wade zügig wieder aus. Auch der Niederländer glänzte kurz darauf mit einem „Zwölfer“, er beendete ihn mit einem 130er-Highfinish. Die nächsten beiden Legs wurden ohne besondere Vorkommnisse auch vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass van Gerwen beim Zwischenstand von 5:4 nur noch ein Leg zum Weiterkommen benötigte. Er brachte es allerdings nicht zustande, einen von sieben Matchdarts zu nutzen und musste daher doch das Entscheidungsleg absolvieren. Dort schaffte es Wade jedoch nicht, genügend Druck auf seinen Konkurrenten aufzubauen. Van Gerwen brachte seinen neunten Matchdart in der Doppel-20 unter und komplettierte das Line-Up der Vorschlussrunde.

M. van Gerwen 6:5 James Wade
96,41 Average 92,32
3 180s 2
130 High Finish 121
2 100+ Checkouts 2
6/21 Finishing 5/12

Deutliche Halbfinalniederlagen für Clayton und Cullen

Jetzt richteten sich die Blicke aller Zuschauer auf die Runde der letzten Vier. Den Anfang machten hier Michael Smith und Jonny Clayton. Im Auftaktleg ließ der Waliser seine erste Breakmöglichkeit ungenutzt, im zweiten Durchgang gelang ihm dann ein 12-Darter. Smith holte sich seine Führung unmittelbar danach wieder zurück, ehe er per 80er-Checkout für das erste Break verantwortlich war. Der „Bully Boy“ bestätigte dieses Break mit einem souveränen 14-Darter und zog auf 4:1 davon. Noch deutlicher wurde der Vorsprung, als Clayton zwei Pfeile an der Doppel-8 vorbeigesetzt hatte und das nächste Break gegen sich einstecken musste. Durch einen 14-Darter hielt sich „The Ferret“ zwar noch im Match, drei Fehlwürfe im darauffolgenden Leg machten die Niederlage jedoch unabwendbar. Smith versenkte seinen zweiten Matchdart in der doppelten 10 und erreichte zum ersten Mal in dieser Premier League-Saison ein Endspiel.

Michael Smith 6:2 Jonny Clayton
89,19 Average 90,25
3 180s 1
80 High Finish 81
0 100+ Checkouts 0
6/13 Finishing 2/14

Nach dem Freilos im Viertelfinale stand Joe Cullen jetzt zum ersten Mal auf der Bühne des Brighton Centre. Im zweiten Semifinale forderte der „Rockstar“ Michael van Gerwen heraus. Der Letztgenannte legte furios los und entschied die ersten beiden Legs mit 13 sowie 14 Darts für sich. Cullen erhielt erst danach den ersten Versuch zu einem eigenen Leggewinn, warf aber knapp am Bullseye vorbei. Van Gerwen löschte Sekunden später 88 Zähler auf der Doppel-7, ehe er den Zuschauern das größtmögliche Finish von 170 Punkten präsentierte. Mit einem 14-Darter setzte der Niederländer anschließend die Machtdemonstration fort. Durch einen Treffer in der Doppel-16 verhinderte Cullen zumindest den Whitewash, die Partie war aber natürlich längst entschieden. Der erfolgreiche vierte Matchdart besiegelte den klaren 6:1-Erfolg von „Mighty Mike“.

M. van Gerwen 6:1 Joe Cullen
101,79 Average 88,84
2 180s 4
170 High Finish 42
1 100+ Checkouts 0
6/11 Finishing 1/5

Van Gerwen entscheidet das hochklassige Finale für sich

Im Endspiel des fünften Spieltags kam es also zum Duell zwischen Michael Smith und Michael van Gerwen. Während Smith seinen ersten Turniersieg in der laufenden Saison anpeilte, ging es van Gerwen darum, als erster Spieler den zweiten Tagessieg einzufahren. Ein 106er-Highfinish brachte dem fünffachen Premier League-Sieger frühestmöglich ein Break ein, welches er problemlos bestätigte. Erst als sich van Gerwen unerwartet vier Fehler auf die Doppel geleistet hatte, kam Smith erstmals zum Zuge. Dieses Missgeschick brachte van Gerwen nicht aus dem Konzept, mit einem 12-Darter stellte er den alten Abstand sofort wieder her. Kurz darauf unterliefen van Gerwen drei weitere Fehler. In diesem Fall überstand er die Patzer aber unbeschadet, weil Smith selbst vier Darts an den gewünschten Doppelfeldern vorbeigesetzt hatte. Trotz des dadurch entstandenen Rückstands von 1:4 gab sich Smith nicht auf, sondern kam dank eines 83er-Checkout zum sofortigen Rebreak. Diesem ließ der „Bully Boy“ ein ähnlich wichtiges 126er-Bullfinish folgen. Eine einzige Chance zum 4:4-Ausgleich nutzte Smith jedoch nicht aus. Van Gerwen blieb auf der doppelten 8 eiskalt und benötigte mittlerweile nur noch ein einziges Leg. Smith kam zwar noch mal heran, bei seinem eigenen Anwurf ließ van Gerwen jedoch nichts mehr anbrennen. Er spielte einen starken 11-Darter und besiegelte damit das Endergebnis von 6:4. Michael van Gerwen gewann auf diese Weise sein sechstes Premier League-Match hintereinander und belohnte sich dafür mit dem zweiten Tagessieg.

M. van Gerwen 6:4 Michael Smith
103,89 Average 100,61
3 180s 5
106 High Finish 126
1 100+ Checkouts 1
6/17 Finishing 4/11

Dieser zweite Tagessieg in Folge bringt van Gerwen erstmals an die Tabellenspitze, sein Vorsprung auf die nächsten Verfolger Wright und Clayton liegt bei ganzen vier Punkten. Bei jeweils sieben Punkten stehen Price und Wade. Durch das heute erreichte Finale erhöht Smith sein Punktekonto auf fünf, genauso viele Zähler hat bislang auch Cullen eingesammelt. Den letzten Tabellenplatz belegt Anderson mit nur zwei Punkten. Fortgesetzt wird die Premier League wie üblich am kommenden Donnerstag mit dem sechsten Spieltag, der in Nottingham stattfinden wird.

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