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Clayton triumphiert am zweiten Spieltag

Der zweite Spieltag der Premier League of Darts 2022 fand an diesem Donnerstagabend in Liverpool statt. Erneut warteten insgesamt sieben Partien auf die Zuschauer. Zuerst an der Reihe war dabei Peter Wright, der den ersten Spieltag für sich entschieden hatte. Er eröffnete das Geschehen gegen Michael van Gerwen. Danach trafen Jonny Clayton und Michael Smith aufeinander, ehe Joe Cullen gegen James Wade seinen ersten Sieg in der Premier League holen wollte. Im letzten Viertelfinale trafen Gerwyn Price und Gary Anderson aufeinander. Den Siegern dieser Partien waren zwei Punkte bereits sicher. Danach gab es in den Halbfinals und im Endspiel die Chance, das eigene Konto aufzustocken.

Wright erwischt einen komplett gebrauchten Tag

Für Michael van Gerwen begann die neue Saison ähnlich schlecht, wie die alte endete. Beim Masters kam er nicht übers Viertelfinale hinaus, am ersten Premier League-Spieltag ging er leer aus. Bei den ersten beiden Pro Tour-Turnieren setzte es ebenfalls relativ frühe Niederlagen. Ganz anders sah die Gefühlslage bei seinem Gegner Peter Wright aus. Der Weltmeister dominierte den ersten Spieltag und war beim zweiten Players Championship-Turnier siegreich. Diese negativen Vorzeichen ließen van Gerwen allerdings vollkommen kalt. Der Niederländer sicherte sich die ersten drei Legs des Abends, profitierte dabei aber auch in zwei Fällen von Missgeschicken beim Gegner. Im Auftaktleg warf Wright zweimal über die Doppel-20, einige Aufnahmen später überwarf er sich bei 76 Restpunkten. Per 14-Darter feierte „Snakebite“ erst im vierten Durchgang sein erstes Erfolgserlebnis. Für die direkte Antwort genügte van Gerwen sogar ein Wurf weniger. Seinen deutlichen Vorsprung ließ sich der fünffache Premier League-Champion nicht mehr nehmen. Es folgte zunächst ein weiterer 13-Darter, ehe van Gerwen den 6:1-Erfolg mit einem 12-Darter perfekt machte.

M. van Gerwen 6:1 Peter Wright
102,98 Average 84,71
2 180s 2
86 High Finish 36
0 100+ Checkouts 0
6/8 Finishing 1/4

Smith bleibt als Einziger weiter punktlos

Das zweite Viertelfinale wurde zwischen Titelverteidiger Jonny Clayton und Vizeweltmeister Michael Smith ausgetragen. „The Ferret“ legte mit einem 80er-Checkout los und sorgte direkt danach auch für das erste Break der Partie. Ein knapp verpasstes 170er-Checkout des Konkurrenten ermöglichte es Clayton, die Führung sogar auf 3:0 zu erhöhen. Nachdem Smith sein erster Leggewinn gelungen war, wurde es spektakulär: Clayton glänzte kurz darauf mit einem 142er-Highfinish, der „Bully Boy“ brachte anschließend 136 Zähler auf Null. Ein 14-Darter brachte Clayton dann an den Punkt, an dem ihm nur noch ein Leg zum Sieg fehlte. Smith verteidigte zwar nochmals sein eigenes Anwurfleg, konnte das Endergebnis aber nicht mehr umbiegen. Die letzte Aktion der Partie war ein 74er-Checkout, Clayton zog durch den 6:3-Erfolg in die nächste Runde ein.

Jonny Clayton 6:3 Michael Smith
100,82 Average 95,95
3 180s 1
142 High Finish 136
1 100+ Checkouts 1
6/8 Finishing 3/5

Sein Debüt vor sieben Tagen hatte Joe Cullen nicht erfolgreich gestalten können. Gegen James Wade unternahm der „Rockstar“ den zweiten Versuch, um den ersten Sieg zu landen. Wade startete mit einem 69er-Checkout, Cullen traf im zweiten Leg das Bullseye für ein 82er-Finish. Nachdem auch die beiden darauffolgenden Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen worden waren, produzierte Cullen durch ein 72er-Checkout das erste Break. Wade schlug zwar umgehend zurück, verfehlte kurze Zeit später aber seine bevorzugte Doppel-20. Das dadurch ermöglichte Break konnte Cullen in diesem Fall bestätigen, zu diesem Zweck löschte der Weltranglistenelfte 115 Punkte. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Ein starker 11-Darter besiegelte den 6:3-Sieg von Joe Cullen.

Joe Cullen 6:3 James Wade
93,74 Average 87,85
4 180s 1
115 High Finish 69
1 100+ Checkouts 0
6/10 Finishing 3/6

Der letzte freie Platz in der Vorschlussrunde wurde zwischen Gerwyn Price und Gary Anderson vergeben. Ein 127er-Bullfinish brachte dem „Flying Scotsman“ frühestmöglich ein Break ein, ehe er vier Breakdarts gegen sich unversehrt überstand. Price schüttelte sich kurz und kam dank zwei 14-Dartern nacheinander zügig zum Ausgleich. Danach leistete sich der Weltranglistenerste allerdings erneut drei Patzer auf die Doppel, sodass er wieder in Rückstand geriet. Im darauffolgenden Leg hatten beide Profis massive Probleme. Weil Anderson gleich zwei Single-Felder verfehlt hatte, holte sich Price trotz acht Fehlwürfen das direkte Rebreak. Auf dieses schwache Leg folgte ein sehenswertes 156er-Highfinish des „Iceman“. Mit dem daran anschließenden 80er-Checkout sorgte Price für die Vorentscheidung. Der erste Matchdart steckte in der Doppel-20 und machte den 6:3-Erfolg des Walisers amtlich.

Gerwyn Price 6:3 Gary Anderson
96,33 Average 90,85
2 180s 1
156 High Finish 127
1 100+ Checkouts 1
6/21 Finishing 3/7

Van Gerwen und Price verspielen klare Führungen

Weiter ging es einige Minuten später mit dem ersten Halbfinale zwischen Michael van Gerwen und Jonny Clayton. Im Auftaktleg zeigte van Gerwen fünf perfekte Darts, die die Grundlage für einen 12-Darter bildeten. Im zweiten Durchgang genügten „Mighty Mike“ sogar nur elf Würfe, um bei Null anzukommen. Allerdings holte sich Clayton mit einem 110er-Highfinish das direkte Rebreak. Den drohenden Ausgleich verhinderte van Gerwen mit einem spektakulären Checkout: 129 Punkte löschte er über Triple-19 und zweimal Doppel-18. Weil er dieser Aktion ein 94er-Finish folgen ließ, erhöhte van Gerwen seinen Vorsprung auf 4:1. Clayton war selbst hervorragend unterwegs und ließ sich vom Zwischenstand nicht entmutigen. Durch starke Legs von 13, 12 sowie nochmals 13 Darts gelang ihm eine fulminante Aufholjagd – die Belohnung war der 4:4-Ausgleich. Clayton ließ nicht locker, erzielte im darauffolgenden Leg mithilfe eines 110er-Checkouts das so wichtige Break und brachte sich zum ersten Mal in Front. Wenig später erhielt van Gerwen seine letzte Chance, um noch im Spiel zu bleiben. Er warf aber knapp am Bullseye vorbei und verließ die Bühne letztendlich trotz eines 105er-Averages als Verlierer. Clayton versenkte den zweiten Matchdart mitten in der Doppel-16, drehte den 1:4-Rückstand zum 6:4-Triumph und zog genau wie vor einer Woche ins Endspiel ein. Auch er wies mit einem Durchschnitt von fast 107 Punkten und einer 75-prozentigen Doppelquote überragende Statistiken auf.

Jonny Clayton 6:4 M. van Gerwen
106,64 Average 105,11
2 180s 3
110 High Finish 129
2 100+ Checkouts 1
6/9 Finishing 4/6

Sowohl Gerwyn Price als auch Joe Cullen hatten vor einigen Stunden den ersten Sieg in der aktuellen Premier League-Saison eingefahren. Nun wollten beide den nächsten Schritt gehen und ins Endspiel vorrücken. Das erste Wort in diesem Match wurde von Cullen gesprochen, der 89 Zähler auf dem Bullseye checkte. Price sicherte sich aber das zweite Leg und profitierte danach von vier Fehlern seines Konkurrenten. Weil der „Iceman“ mit einem 76er-Checkout nachlegte, vergrößerte er seine Führung auf 3:1. Ein weiteres wichtiges Finish gelang Price kurz darauf, in diesem Fall fielen ihm 101 Restpunkte zum Opfer. Mit einem 14-Darter setzte Cullen der Serie von vier verlorenen Legs nacheinander ein Ende. Price stellte den alten Abstand jedoch sofort wieder her und benötigte dadurch nur noch einen einzigen Leggewinn zum Sieg. Jetzt drehte Cullen auf: einem starken 11-Darter folgte ein mit einem 121er-Bullfinish abgeschlossener 12-Darter. Durch einen 14-Darter erzwang Cullen schließlich den Decider, in dem er sogar den Anwurf hatte. Der „Rockstar“ warf zum genau richtigen Zeitpunkt ein Maximum, das ihm nur noch 78 Punkte übrigließ. Für diese Restpunktzahl genügten ihm mit der nachfolgenden Aufnahme nur zwei Darts. Cullen hatte den 2:5-Rückstand in den Sieg verwandelt und dadurch das Finale erreicht.

Joe Cullen 6:5 Gerwyn Price
101,54 Average 95,59
4 180s 2
121 High Finish 101
1 100+ Checkouts 1
6/12 Finishing 5/11

Zu viele ausgelassene Chancen kosten Cullen den Tagessieg

Sechs Legs mussten Jonny Clayton und Joe Cullen im jetzt folgenden Endspiel für sich entscheiden, um den Tagessieg einzufahren. Im ersten Leg bestrafte Cullen zwei gegnerische Fehlwürfe mit einem souveränen 63er-Checkout. Dabei handelte es sich um ein Break, welches Cullen ohne ernsthafte Komplikationen bestätigte. Ein 14-Darter brachte Clayton den ersten Leggewinn in diesem Finale ein, durch einen 13-Darter stellte Cullen den alten Abstand umgehend wieder her. Einen enorm wichtigen Versuch auf das Bullseye konnte der „Rockstar“ kurz darauf jedoch nicht verwerten. Clayton verkürzte daher erneut, legte ein 68er-Checkout hinterher und hatte zum 3:3 ausgeglichen. Mit einem 13-Darter produzierte Cullen das sofortige Rebreak, ehe er einen Dart zur möglichen Vorentscheidung knapp oberhalb der Doppel-20 platzierte. „The Ferret“ stellte zunächst wieder Parität her und profitierte in der Folge von weiteren Patzern seines Gegners. Nachdem im neunten Leg bereits vier seiner Darts vorbeigeflogen waren, vergab Cullen eine Chance, um immerhin noch für das Entscheidungsleg zu sorgen. Ein solcher Decider blieb Clayton daher erspart. Er brachte seinen ersten Matchdart in der Doppel-16 unter und freute sich über den 6:4-Finalsieg.

Jonny Clayton 6:4 Joe Cullen
88,13 Average 93,12
3 180s 4
90 High Finish 63
0 100+ Checkouts 0
6/16 Finishing 4/13

Erst Runner-Up, dann Turniersieger – wenig überraschend führt Clayton die Tabelle nach zwei Spieltagen an. Es folgen Wright mit fünf sowie Cullen mit den heute eingesammelten drei Zählern. Mit Wade, Anderson, van Gerwen und Price haben gleich vier Spieler zwei Punkte auf dem Konto. Nur Smith hat bislang noch keines seiner Spiele gewinnen können. Am dritten Spieltag am kommenden Donnerstag geht es für die acht Teilnehmer nach Belfast.

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