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Clayton übernimmt mit dem Tagessieg die Tabellenführung

Der Premier League-Spielort in Aberdeen ist bekannt für seine großartige Atmosphäre, und die schottischen Fans sind bekannt für die bedingungslose Unterstützung ihrer Landsleute. So war es nicht verwunderlich, dass am elften Spieltag vor allem Gary Anderson und Peter Wright im Blickpunkt standen. Beide taten sich zuletzt schwer, wollten jetzt aber mit den Zuschauern im Rücken wichtige Siege über Jonny Clayton beziehungsweise Joe Cullen einfahren. Im dritten Viertelfinale kam es zum Duell zwischen Michael Smith und Vorwochensieger James Wade, danach waren noch Gerwyn Price und Tabellenführer Michael van Gerwen im Einsatz.

Auch der Heimvorteil hilft nicht: Anderson verliert weiter an Boden

Als Tabellenletzter war Gary Anderson nach Aberdeen angereist. An gleich acht der bisherigen zehn Spieltage schied der zweimalige Premier League-Champion bereits in der ersten Runde aus. Um dieses Schicksal bei seinem Heimspiel zu vermeiden, musste er Jonny Clayton bezwingen. Allerdings erlebte Anderson einen schlechten Start, er verpasste im Auftaktleg eine Breakchance und kassierte unmittelbar danach selbst ein frühes Break. Auch das dritte Leg musste der „Flying Scotsman“ abgeben, in dieser Situation hatte er zwei eigene Breakdarts vergeben. Durch ein 78er-Finish holte sich Anderson anschließend seinen ersten Leggewinn, im fünften Leg stand er sich aber erneut selbst im Weg und vergab zwei weitere Breakdarts. Immerhin zeigte der Schotte eine gute Reaktion, ein hervorragender 11-Darter reduzierte seinen Rückstand wieder auf 2:4. Doch Clayton konterte umgehend mit einem 14-Darter und stand dadurch kurz vor dem Sieg. Diesen ließ sich Clayton nun nicht mehr nehmen, er versenkte den zweiten Matchdart in der doppelten 10 und brachte damit das Publikum zum Verstummen.

Jonny Clayton 6:2 Gary Anderson
93,53 Average 87,44
3 180s 1
62 High Finish 78
0 100+ Checkouts 0
6/14 Finishing 2/8

Gleich den allerersten Spieltag entschied Peter Wright für sich, weitere Tagessiege kamen im Anschluss daran aber nicht mehr hinzu. Heute Abend unternahm der Weltranglistenerste einen neuen Versuch, zuerst stellte sich ihm Joe Cullen in den Weg. Der „Rockstar“ setzte im allerersten Leg zwei Breakdarts an der Doppel-15 vorbei und hatte daher erst im zweiten Durchgang erstmals Grund zum Jubeln. Wright beendete anschließend einen 12-Darter mit einem 101er-Highfinish. Direkt danach verteidigte Cullen wiederum seinen eigenen Anwurf, ehe ihm durch einen 14-Darter auch das erste Break dieser Partie gelang. „Snakebite“ setzte wenig später zwei Gelegenheiten zum Rebreak in den Sand, sodass Cullen seine Führung auf 4:2 erhöhen konnte. Von diesem Rückschlag ließ sich Wright nicht entmutigen. Er zeigte zwei 14-Darter nacheinander und sorgte auf diese Weise für den Ausgleich. Mit 13 Würfen gewann der Schotte sogar noch ein drittes Leg nacheinander, doch Cullen ging gerade rechtzeitig dazwischen und erzwang mit einem 14-Darter den Decider. Dort ließ Wright bei eigenem Anwurf nichts anbrennen, nach zwölf Darts hatte er nur noch 32 Punkte übrig. Gleich der erste Matchdart war punktgenau gezielt, sodass Wright ins Halbfinale einzog.

Peter Wright 6:5 Joe Cullen
103,22 Average 96,08
4 180s 3
101 High Finish 57
1 100+ Checkouts 0
6/14 Finishing 5/11

Smith und Price laufen den eigenen Ansprüchen weiter hinterher

Da sich James Wade am vergangenen Donnerstag den Tagessieg gesichert hatte, verblieb Michael Smith nun als einziger Teilnehmer ohne eigenen Turniererfolg im laufenden Wettbewerb. In Aberdeen trafen die beiden Genannten im Viertelfinale aufeinander. Nachdem die ersten beiden Legs auf das Konto von Smith gewandert waren, erzielte Wade durch einen 14-Darter sein erstes Erfolgserlebnis. Auch aufgrund eines überstandenen Breakdarts stellte Smith den alten Abstand wieder her, dieser Zustand war aber nur von kurzer Dauer. Wade nutzte das schwache Scoring seines Gegners aus, entschied weitestgehend problemlos drei Legs nacheinander zu seinen Gunsten und lag folglich selbst mit 4:3 in Führung. Mit einem Treffer in seiner bevorzugten Doppel-20 beendete Smith anschließend die Serie seines Gegners. Das 110er-Highfinish seines Konkurrenten im neunten Leg beantwortete der „Bully Boy“ zudem mit einem perfekt ausgeführten 100er-Checkout, sodass auch in diesem Match ein Entscheidungsleg absolviert werden musste. Dort schaffte es Smith nicht, den gegnerischen Anwurf ernsthaft zu gefährden. Wade spielte den Stiefel konsequent herunter, versenkte den dritten Matchdart in der Doppel-20 und vollendete den knappen 6:5-Erfolg.

James Wade 6:5 Michael Smith
89,74 Average 91,04
0 180s 1
110 High Finish 100
1 100+ Checkouts 1
6/17 Finishing 5/11

Zum Abschluss der Runde der letzten Acht trafen Gerwyn Price und Michael van Gerwen aufeinander. Der Start in diese Begegnung verlief sehr ausgeglichen, beide Profis verteidigten ihre ersten beiden Anwurflegs souverän. Dieses Muster setzte sich zunächst fort, ein erfolgreicher Wurf in die Doppel-20 ließ den „Iceman“ wiederum in Führung gehen. Danach schaltete van Gerwen jedoch mindestens einen Gang höher. Der Niederländer glänzte zunächst mit einem 11-Darter und ließ diesem weitere starke Legs von 13 sowie 12 Darts folgen. Price, der damit bereits kurz vor dem Ausscheiden stand, vergab wenig später zwei Möglichkeiten, um sich zumindest vorerst im Match zu halten. Damit ließ ihn „Mighty Mike“ nicht davonkommen. Nur Sekunden später jagte van Gerwen den zweiten Matchdart in die Doppel-10, zum 6:3-Erfolg verhalf ihm vor allem der Average von fast 107 Punkten.

M. van Gerwen 6:3 Gerwyn Price
106,93 Average 92,10
3 180s 1
85 High Finish 60
0 100+ Checkouts 0
6/10 Finishing 3/7

Wright scheitert erst im Entscheidungsleg

Die vier Spieler, die bereits vor diesem elften Spieltrag die ersten vier Tabellenplätze eingenommen haben, haben alle den Sprung ins heutige Halbfinale geschafft. Eröffnet wurde die Vorschlussrunde von Jonny Clayton und Peter Wright. Nach dem verlorenen ersten Leg meldete sich Wright eindrucksvoll zu Wort, mit 13 und 12 Darts sicherte er sich die beiden darauffolgenden Legs. Im Anschluss daran überstand der amtierende Weltmeister einen Breakdart gegen sich unversehrt, sodass er auf 3:1 davonziehen konnte. Eine Chance, um die Führung noch deutlicher zu gestalten, konnte Wright jedoch nicht wahrnehmen. Aus diesem Grund verkürzte „The Ferret“, der Ausgleich gelang ihm wenig später aber wieder nicht. Das änderte sich allerdings im achten Durchgang dieser Partie. Clayton beobachtete, wie sein Gegner drei Darts am äußeren Ring vorbeigesetzt hatte und checkte im Gegenzug selbst 76 Zähler für den 4:4-Ausgleich. Mit einem 14-Darter sammelte Clayton sogar noch ein drittes Leg nacheinander ein. Wright reagierte darauf mit einem 13-Darter, womit er die Partie ins Entscheidungsleg brachte. Dort nutzte Clayton den Vorteil des Anwerfens letztendlich aus. Er brachte den dritten Matchdart in der Doppel-8 unter und warf auch den zweiten Schotten aus dem Turnier.

Jonny Clayton 6:5 Peter Wright
96,21 Average 99,60
4 180s 4
76 High Finish 96
0 100+ Checkouts 0
6/20 Finishing 5/12

Für James Wade bot das jetzt bevorstehende zweite Halbfinale die Chance, zum vierten Mal nacheinander ins Endspiel eines Mini-Turniers einzuziehen. Sein Gegner Michael van Gerwen wollte das natürlich verhindern. Das im Auftaktleg kassierte Break musste sich Wade selbst zuschreiben, weil er fünf Darts an den anvisierten Doppelfeldern vorbeigesetzt hatte. Durch ein 72er-Finish produzierte „The Machine“ allerdings das sofortige Rebreak, hier hatte van Gerwen zuvor zweimal gepatzt. Der Niederländer schlug allerdings umgehend mit einem 13-Darter zurück und bestätigte das Break in diesem Fall auch. Die beiden darauffolgenden Legs wurden gerecht aufgeteilt, sodass van Gerwen das Finale durch das 4:2 bereits in Sichtweite hatte. Durch einen 13-Darter kam Wade zwar nochmal heran, mit einem „Zwölfer“ ging van Gerwen wenig später den vorletzten und vorentscheidenden Schritt. Mit einem 90er-Checkout auf dem Bullseye machte van Gerwen abschließend den Deckel drauf, der 6:3-Sieg brachte ihn in sein fünftes Endspiel in der aktuellen Premier League-Saison.

M. van Gerwen 6:3 James Wade
99,84 Average 88,25
2 180s 1
90 High Finish 72
0 100+ Checkouts 0
6/18 Finishing 3/10

Finalniederlage kostet van Gerwen Rang eins

Im Finale von Aberdeen ging es nicht nur um den Tagessieg am elften Spieltag, sondern zusätzlich auch um die Tabellenführung. Sollte Jonny Clayton Michael van Gerwen bezwingen, wäre der Waliser der neue Spitzenreiter. Beide Akteure verteidigten ihr jeweils erstes Anwurfleg mühelos – Clayton benötigte hierfür 15 Würfe, „Mighty Mike“ genügten 13 Stück. Das erste Missgeschick unterlief wenig später van Gerwen, der zwei Breakdarts neben die Doppel-8 setzte. Den daraus resultierenden Rückstand egalisierte van Gerwen direkt, ehe er mit einem 94er-Finish über 18 und zweimal Doppel-19 für Aufsehen sorgte. Da Clayton wenige Aufnahmen später einen eigenen Breakdart ungenutzt gelassen hatte, erhöhte van Gerwen seinen Vorsprung auf 4:2. Diesen Zwischenstand ließ „The Ferret“ nicht lange auf sich sitzen. Durch wichtige Checkouts in Höhe von 66 und 88 Punkten holte er sich den Ausgleich und sorgte gleichzeitig für eine hochspannende Schlussphase. Zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt leistete sich Clayton zwei Fehlwürfe auf die Doppel. Van Gerwen sicherte sich daher das Break, warf einen Matchdart aber um kaum mehr als einen Millimeter am Bullseye vorbei. Clayton genügten bei 84 Rest zwei Darts, um auch das Finale in das Entscheidungsleg zu bringen. Dort hatte der anwerfende Waliser das bessere Ende für sich. Jonny Clayton löschte abschließend 82 Punkte, entschied das Endspiel mit 6:5 für sich und übernahm durch den dritten Turniererfolg die Tabellenführung.

Jonny Clayton 6:5 M. van Gerwen
103,40 Average 102,76
4 180s 3
88 High Finish 94
0 100+ Checkouts 0
6/13 Finishing 5/11

Diese Aussage wird durch einen Blick auf die Tabelle bestätigt. Clayton überholt van Gerwen und ist erstmals seit dem dritten Spieltag wieder Spitzenreiter. Hinter dem Spitzenduo befinden sich Wright und Wade, sie haben ihre Position in den Play-Off-Rängen am heutigen Abend gefestigt. Cullen bleibt unverändert Fünfter. Schwierig sieht es für die drei Teilnehmer am Ende der Tabelle aus: Price, Smith und Anderson weisen bereits einen enormen Rückstand auf die Top-4 auf. Weiter geht es am kommenden Donnerstag mit Spieltag Nummer zwölf, Austragungsort wird Dublin sein.

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