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Rob Cross ist vorzeitig ausgeschieden

Bereits in Sichtweite zur Judgement Night wurde am Mittwochabend der achte Spieltag der Premier League 2021 ausgetragen. Da Glen Durrant bereits als sicherer „Absteiger“ feststand, ging es vor allem darum, sich vom bedrohlichen neunten Tabellenplatz abzusetzen. Dies galt in ganz besonderer Weise für Rob Cross und Peter Wright, die gegen Nathan Aspinall beziehungsweise Glen Durrant wichtige Spiele vor der Brust hatten. Gar keine Sorgen musste sich hingegen Dimitri Van den Bergh machen: für ihn ging es darum, im Match gegen Gary Anderson die Tabellenführung zu behaupten. Außerdem gab es die Partien zwischen Michael van Gerwen und José de Sousa sowie zwischen Jonny Clayton und James Wade zu sehen.

Ebenjenen neunten Tabellenplatz hatte vor diesem Spieltag Rob Cross inne. Der Engländer wollte im Match gegen Nathan Aspinall die Serie von drei Niederlagen in Folge beenden und wichtige Punkte einsammeln.

Aspinall, der seinerseits seit fünf Partien ungeschlagen war, verlor das Auftaktleg und war im zweiten auf der Doppel-16 zur Stelle. Nachdem auch die beiden darauffolgenden Legs gerecht aufgeteilt worden waren, war „The Asp“ für das erste Highlight der Partie verantwortlich: er machte 146 Punkte aus und ging damit erstmals in Führung. Dieses starke Checkout nutzte Aspinall als Initialzündung. Mit 13, 17 und 11 Darts gewann der Vorjahresfinalist noch drei weitere Legs hintereinander, sodass er nach dem 6:2 die Ziellinie dicht vor den Augen hatte. Von Cross war in den letzten Minuten nichts zu sehen gewesen, gerade noch rechtzeitig leistete „Voltage“ allerdings wieder Gegenwehr. Er holte sich auf der Doppel-4 seinen dritten Leggewinn und ließ diesem einen 14-Darter zum Break folgen. Weil der frühere Weltmeister durch einen weiteren 14-Darter noch ein drittes Leg in Folge eingesammelt hatte, erzwang er den finalen zwölften Durchgang. In dieser wichtigen Situation konnte Aspinall seinen Anwurf ausnutzen und der Aufholjagd des Gegners ein Ende setzen. Der dritte Matchdart von Aspinall steckte in der Doppel-5 und brachte ihm den 7:5-Erfolg ein. Für Cross wurde die Luft im Tabellenkeller dagegen immer dünner.

Nathan Aspinall 7:5 Rob Cross
94,58 Average 90,52
4 180s 2
146 High Finish 68
1 100+ Checkouts 0
7/12 Finishing 5/11

Anderson verschenkt mindestens einen Punkt

Im Anschluss daran ging es für Dimitri Van den Bergh wie oben dargestellt darum, den ersten Rang zu verteidigen. Um das zu schaffen, musste er Gary Anderson aus dem Weg räumen.

Der Schotte eröffnete die Partie mit einem fehlerfrei ausgeführten 100er-Finish, kassierte allerdings auch den sofortigen Ausgleich und verfehlte im dritten Leg zweimal die Doppel-20. Van den Bergh bedankte sich folgerichtig mit dem Break, profitierte unmittelbar danach von fünf weiteren Patzern des Konkurrenten und erhöhte selbst auf der Doppel-1 auf 3:1. Im nächsten Leg machte „Dreammaker“ mit zwei 180ern auf sich aufmerksam, sodass er sich mit 141 Restpunkten am 9-Darter versuchen durfte. Auch seine nächsten beiden Würfe auf die Triple-20 beziehungsweise Triple-15 waren erfolgreich, erst auf der Doppel-18 verpasste Van den Bergh das perfekte Spiel. Letztlich war es ein großartiger 10-Darter, mit dem der Belgier ein weiteres Break erzielte. Lange währte die Freude darüber aber nicht, weil ihm nur kurz darauf ganze sechs Versuche auf Doppel misslangen. Anderson kam aus diesem Grund zum sofortigen Rebreak und lag ein 77er-Checkout später nur noch knapp mit 3:4 in Rückstand. Dass der Ausgleich im Anschluss daran nicht gelang, hatte der „Flying Scotsman“ nur sich selbst zuzuschreiben – diesmal setzte er drei Pfeile am äußeren Ring vorbei. Diesen Fehler konnte Anderson aber eindrucksvoll korrigieren. Mit 14 und 12 Darts gewann der zweimalige Premier League-Sieger die nächsten beiden Legs, um mit dem 5:5 Parität herzustellen. In der so wichtigen Schlussphase stellte sich Anderson dann zum wiederholten Male selbst ein Bein. Ganze fünf Darts jagte er im elften Leg an den anvisierten Doppelfeldern vorbei, im zwölften Leg kamen vier weitere Fehlversuche hinzu. Van den Bergh bekleckerte sich heute Abend keinesfalls mit Ruhm, nutzte die massenhaften Fehler des Gegners letztlich aber aus und war mit 7:5 siegreich.

D. Van den Bergh 7:5 Gary Anderson
87,28 Average 91,16
4 180s 4
40 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
7/31 Finishing 5/27

Van Gerwen brennt ein Feuerwerk ab

Nach einem glücklosen Saisonstart war José de Sousa mittlerweile endgültig in der Premier League angekommen. Auf beeindruckende Art und Weise gewann der Portugiese drei Spiele hintereinander und arbeitete sich auf Rang vier vor. Nur einen Punkt und einen Platz vor ihm lag der heutige Gegner Michael van Gerwen.

Schon ganz früh in der Partie setzte der dreifache Weltmeister ein Ausrufezeichen, 125 Punkte checkte er spektakulär über Bullseye, Single-Bull und Bullseye. De Sousa blieb davon gänzlich unbeeindruckt und beantwortete diesen 12-Darter mit einem eigenen „Zwölfer“. Ähnlich stellte sich die Situation in den nächsten beiden Legs dar: van Gerwen legte mit 15 Darts wieder vor, „The Special One“ war unmittelbar danach nach ebenso vielen Würfen bei Null angelangt. Der Niederländer präsentierte sich heute bestens aufgelegt, zeigte im fünften Leg erneut einen 12-Darter und profitierte kurz darauf davon, dass de Sousa erstmals mehrfach an Doppelfeldern scheiterte. Van Gerwen war in diesem Moment auf der doppelten 11 erfolgreich und baute seinen Vorsprung durch den daran anschließenden 11-Darter auf 5:2 aus. Auch die Tatsache, dass „Mighty Mike“ im achten Durchgang ausnahmsweise drei Breakdarts ungenutzt ließ, brachte ihn überhaupt nicht aus dem Konzept. Durch einen 15-Darter stellte van Gerwen den alten Abstand sofort wieder her und sicherte das Unentschieden vorzeitig ab. Auch wenn der Weltranglistenzweite zum Ende hin etwas nachließ und noch ein Leg an seinen Gegner abgab, war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. In erster Linie konnte sich van Gerwen beim 7:4-Erfolg auf seine Scoring-Power verlassen, sein Average lag bei fast 105 Punkten.

M. van Gerwen 7:4 José de Sousa
104,72 Average 98,69
7 180s 7
125 High Finish 66
1 100+ Checkouts 0
7/21 Finishing 4/14

Wade wiederholt die starke Leistung von gestern

Als nächstes folgte die Partie zwischen Jonny Clayton und dem gestern alles überragenden James Wade. Der Letztgenannte erlebte einen Traumstart und brachte die ersten beiden Legs mit 13 und 11 Darts auf seine Seite. Im dritten Durchgang konnte Wade trotz sieben Fehlern auf Doppelfelder auf 3:0 erhöhen, weil Clayton seine erste Möglichkeit auf dem Bullseye ungenutzt gelassen hatte. Der Waliser meldete sich danach auf der doppelten 8 erstmals zu Wort, doch Wade hielt auf seiner bevorzugten Doppel-10 direkt wieder dagegen. Mit 13 Darts erzielte Clayton im Anschluss daran seinen zweiten Leggewinn, doch Wade blieb bei seinen Anwurflegs weiter hochkonzentriert und hielt seinen Vorsprung konsequent aufrecht. Beim Zwischenstand von 5:2 sorgte „The Machine“ wenige Minuten später für die Vorentscheidung. Als sein walisischer Gegner mit 22 Restpunkten auf seine Chance wartete, löschte Wade 101 Punkte für ein Break. Das ihm noch fehlende Leg sicherte sich der Engländer letztendlich mit einem 12-Darter, der zweite Matchdart steckte in der Doppel-20. Wade lieferte beim deutlichen 7:2-Erfolg die nächste herausragende Leistung ab, kam auf einen Average von über 105 Punkten und machte einen gewaltigen Sprung in der Tabelle.

James Wade 7:2 Jonny Clayton
105,29 Average 103,23
3 180s 1
101 High Finish 36
1 100+ Checkouts 0
7/20 Finishing 2/4

Zum Abschluss des Abends wollte Peter Wright gegen das abgeschlagene Schlusslicht Glen Durrant keinesfalls Punkte liegen lassen. „Snakebite“ hatte das erste Leg bereits für sich entschieden, als er per 13-Darter für ein frühes Break sorgte. Da Durrant kurz darauf zwei eigene Breakdarts vergab, konnte Wright auch das dritte Leg einsammeln. Danach durfte sich „Duzza“ über eine gelungene Aktion freuen: er checkte 121 Zähler auf dem Bullseye und stellte auf 1:3 aus seiner Sicht. Doch abgesehen von dieser einen Szene war Durrant seinem Gegner klar unterlegen. Der Schotte stellte den alten Abstand sofort wieder her, baute den Vorsprung durch einen 14-Darter sogar noch weiter aus und präsentierte den Fernsehzuschauern wenige Aufnahmen später ein 156er-Highfinish. Im achten und schlussendlich auch letzten Leg durfte Durrant immerhin nochmal auf Doppelfelder zielen, drei Darts landeten aber teils deutlich neben den gewünschten Feldern. Wright brachte gleich den ersten Matchdart in der Doppel-20 unter und gewann mit 7:1. Durch den Sieg konnte Wright seinen Verbleib in der Liga vorzeitig absichern.

Peter Wright 7:1 Glen Durrant
94,75 Average 79,54
2 180s 1
156 High Finish 121
1 100+ Checkouts 1
7/15 Finishing 1/6

Schon einen Spieltag vor der Judgement Night stehen mit Cross und Durrant die beiden Teilnehmer fest, die die Premier League morgen werden verlassen müssen. Am anderen Ende der Tabelle verteidigt Van den Bergh (zwölf Punkte) seine Spitzenposition, allerdings bleiben die heute ebenfalls siegreichen van Gerwen und Aspinall mit jeweils elf Punkten dicht an ihm dran. Wade hat sich mit jetzt neun Punkten bis auf Rang vier vorgearbeitet, hinter ihm stehen mit Anderson, de Sousa, Wright und Clayton vier Profis bei acht Zählern. Morgen Abend folgt noch der neunte Spieltag, bevor die Premier League wieder eine Pause einlegt.

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