Max Hopp unterliegt van Barneveld mit 3:7

Auf alle deutschen Darts-Fans wartete an diesem Donnerstagabend ein ganz besonderer Spieltag der Premier League. Ganz besonders freuten sich die 12.000 Zuschauer in der ausverkauften Berliner Mercedes-Benz-Arena auf ihren Liebling Max Hopp, der als „Contender“ die Möglichkeit erhielt, gegen Raymond van Barneveld anzutreten. Dazu kam es aber erst am Ende des Abends, einige Stunden vorher eröffneten Gerwyn Price und Rob Cross den siebten Spieltag. Im Anschluss daran traf James Wade auf Peter Wright, Michael van Gerwen spielte gegen Daryl Gurney und Michael Smith bekam es mit Mensur Suljovic zu tun.

Wright verspielt einen 5:2-Vorsprung

Seit letzter Woche ist Rob Cross erstmals Tabellenführer der Premier League, gegen Gerwyn Price wollte der Weltmeister von 2018 diese Spitzenposition heute behaupten. Cross breakte gleich zu Beginn per 13-Darter und legte einen weiteren 13-Darter nach. Der „Iceman“ antwortete danach mit sechs perfekten Darts und konnte demzufolge wenig später seinen ersten Leggewinn verbuchen. „Voltage“ war aber in der Anfangsphase speziell im Scoring überragend unterwegs, holte sich relativ locker wiederum zwei Legs nacheinander und hatte im sechsten Durchgang die Möglichkeit, noch weiter davonzuziehen. Er verpasste allerdings ein 110er-Finish und ermöglichte Price so das Rebreak zum 2:4 aus dessen Sicht. Cross ließ das jedoch nicht lange auf sich sitzen und kam schon wenige Minuten später selbst zu einem weiteren Break. Price ließ sich davon allerdings nicht irritieren, holte sich erstmals in diesem Match selbst zwei Legs nacheinander und lag nur noch mit einem Leg in Rückstand. Doch Cross erwischte schon kurz darauf die Doppel-10 und hatte einen Punktgewinn abgesichert. Wenig später war dann auch der Sieg perfekt, Rob Cross verwandelte den zweiten Matchdart in seiner favorisierten Doppel-16 und gewann mit 7:4.

Weiter ging es dann mit dem Duell von James Wade und Peter Wright. Nachdem die ersten beiden Legs noch gerecht aufgeteilt wurden drückte „Snakebite“ aufs Gaspedal, breakte mithilfe eines 81er-Bullfinishes und legte mit dem eigenen Anwurf nach. Wade verkürzte, doch Wright spielte kurz darauf ein ganz starkes sechstes Leg: er startete mit zwei 180ern und löschte anschließend 76 Zähler für einen 12-Darter. Der Schotte schnappte sich auch das darauffolgende Leg, ließ dann aber drei Chancen aus, um noch höher zu führen. Wade stellte also per Break auf 3:5 aus seiner Perspektive, profitierte dann von zwei weiteren Patzern seines Gegners und lag nur noch mit einem Leg hinten – kurz darauf gewann „The Machine“ ein drittes Leg in Serie und hatte so für den 5:5-Ausgleich gesorgt. Es ging also in die ganz entscheidende Phase. Begünstigt durch einen weiteren Fehler seines Kontrahenten konnte Wade vorlegen und hatte einen Punkt bereits sicher, doch Wright antwortete mit einem souveränen 74er-Finish und besiegelte auf diese Weise das 6:6-Unentschieden.

Van Gerwen kassiert seine zweite Pleite

Es folgte der Auftritt des Michael van Gerwen, der am vergangenen Spieltag eine kleine Schwächephase hinter sich lassen konnte und nun Daryl Gurney die Grenzen aufzeigen wollte. Der Niederländer eröffnete die Begegnung mit einem 87er-Finish und durfte sich bei seinem Gegner bedanken, dass er ein Break folgen lassen konnte. Danach patzte van Gerwen aber seinerseits auf Tops und Gurney konnte zum direkten Rebreak kommen. Zudem warf der Weltranglistenerste im vierten Durchgang nochmals an der Doppel-20 vorbei und ermöglichte seinem nordirischen Konkurrenten den 2:2-Ausgleich. Nachdem die nächsten beiden Legs fair geteilt wurden schaffte es Gurney mithilfe eines starken 12-Darter, erstmalig in Führung zu gehen; zudem legte „Superchin“ mit 13 Würfen nach und sah sich mit 5:3 in Front. Van Gerwen verkürzte, doch Gurney gelang anschließend ein 86er-Finish, wodurch er diese Partie definitiv nicht mehr verlieren würde. Er erhielt kurz darauf sogar die erste Chance zum Matchgewinn, scheiterte aber knapp an einem 161er-Checkout. „Mighty Mike“ rettete sich mit einem 93er-Finish ins finale zwölfte Leg. Doch dort zeigte Daryl Gurney seine ganze Klasse, benötigte nur 13 Würfe und sorgte mit seinem 7:5-Erfolg über van Gerwen für eine faustdicke Überraschung.

Dann waren Michael Smith und Mensur Suljovic an der Reihe. Smith begann mit einem 75er-Finish, vergab dann aber drei Möglichkeiten, um für ein Break zu sorgen. Stattdessen glich Mensur zunächst aus und checkte im darauffolgenden dritten Leg 94 Punkte via 18, Triple-16 und Doppel-14 aus, um seinerseits zum Break zu kommen. Dieses konnte der Wiener anschließend mit einem 70er-Finish auch bestätigen und schaffte es per 14-Darter zudem, für ein weiteres Break zu sorgen – mittlerweile lag „The Gentle“ mit 4:1 vorne. Smith musste sich nun etwas einfallen lassen, konnte den gegnerischen Anwurf aber auch im nächsten Durchgang nicht gefährden. Der „Bully Boy“ feierte wenige Minuten später zwar mithilfe eines 86er-Checkouts sein zweites Erfolgserlebnis, doch Suljovic konterte problemlos mit einem 77er-Finish und hatte beim Stand von 6:2 das Remis schon in der Tasche. Schließlich sollte dem Österreicher aber auch der Sieg gelingen, er brachte in den zweiten Matchdart in der doppelten 3 unter und freute sich über einen verdienten 7:2-Erfolg.

Jetzt wurde es nochmal so richtig laut in der Mercedes-Benz-Arena, denn Max Hopp zelebrierte unter lautstarkem Jubel seinen Walk-On. Sportlich ging es für den „Maximiser“ gegen den schwächelnden Altmeister Raymond van Barneveld. Doch dieser hatte am Sonntag mit einem Finale auf der Pro Tour ein Lebenszeichen ausgesendet und benötigte heute dringend Punkte. Hopp kam toll in die Partie hinein, gleich seine zweite Aufnahme war eine 180, wenige Momente später löschte er weiterhin 104 Punkte zum 1:0. Im zweiten Durchgang ließ er aber eine Breakchance auf das Bullseye liegen und kassierte den Ausgleich. Zudem ließ der Deutsche auch im dritten Leg eine Möglichkeit liegen und lag nun in Rückstand. Trotz einiger Schwierigkeiten auf die Doppelfelder konnte van Barneveld das eben produzierte Break bestätigen. Der Niederländer bestimmte jetzt klar das Geschehen und holte sich auch das fünfte Leg, ließ dann aber zwei wichtige Chancen auf Doppel aus. Hopp kam trotz drei eigener Patzer zu seinem zweiten Leggewinn, verteidigte wenige Minuten später das eigene Anwurfleg und lag beim Stand von 3:4 nur noch mit einem Leg in Rückstand. Danach zeigte allerdings wieder „Barney“ seine ganze Klasse, beendete einen 12-Darter mit dem ersten 170er-Finish dieser Premier-League-Spielzeit. Zudem legte der fünffache Weltmeister per Break nach und sorgte so für die Vorentscheidung. Nachdem Hopp dann im zehnten Leg seine letzten vier Möglichkeiten auf Doppel ungenutzt ließ musste er seine Niederlage akzeptieren. Van Barneveld nutzte seinen fünften Matchdart aus und holte sich den für ihn unglaublich wichtigen ersten Saisonsieg.

Nach sieben Spieltagen ist Cross nun mit elf Zählern alleiniger Tabellenführer. Ihm folgt mit zwei Punkten Rückstand der heute geschlagene van Gerwen, dahinter stehen Wright, Suljovic und Wade mit je acht Punkten. Einen Zähler weniger auf dem Konto haben Price und Gurney auf den Plätzen sechs und sieben, während Smith bei fünf Punkten verharrt. Van Barneveld bleibt zwar Schlusslicht, ist mit vier Punkten aber in Reichweite. Für die Premier League steht nächste Woche der Doppelspieltag in Rotterdam auf dem Programm, wobei der achte Spieltag bereits am Mittwoch stattfindet.

Premier League Interviews Woche 7

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