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Michael van Gerwen bricht Averagerekord

Schottland begrüßt die Premier League. In Aberdeen wurde der vierte Spieltag dieser Saison ausgetragen und hatte einige heiße Begegnungen auf dem Papier. So zum Beispiel das Duell der beiden letzten Sieger, Gary Anderson und Raymond van Barneveld. Auch Phil Taylor, der immer besser in Form kommt, gegen Dave Chisnall versprach Spannung. Adrian Lewis möchte nach der Niederlage in der letzten Woche gegen James Wade seinen dritten Sieg holen. Das gleiche Ziel hat Michael van Gerwen gegen Michael Smith. Der Tabellenführer mit der weißen Weste, Peter Wright, trifft zudem auf seinen schottischen Landsmann Robert Thornton.

Titelverteidiger holt ersten Saisonsieg


PDC Premier League

Als erstes machten sich Adrian Lewis und James Wade auf dem Weg zur Bühne. Dort sollte sich ein sehr enges und spannendes Match entwickeln. „Jackpot“ legte direkt los wie die Feuerwehr, spielte hohe Scores, vergab aber insgesamt fünf Darts auf Doppel. Ein Wade lässt sich sowas in der Regel nicht nehmen und holte sich entsprechend das Break und legte einen 12-Darter zum 2:0 nach. Lewis aber kam direkt zurück und glich wenig später zum 2:2 aus. Es folgten erst mal drei weitere Breaks, bei denen „The Machine“ 120 Punkte zum 4:3 auf null brachte. Dies toppte er noch mit einem 121’er Finish auf Bull zum 5:3. Dies sollte das letzte echte Highlight von James Wade in dieser Partie sein. Danach kam Lewis wieder, verkürzte auf 4:5 und glich mit einem 142’er Finish zum Break aus. Es folgte das 6:5 für Adrian und ein letztes Leg der vergebenen Chancen. Beide Spieler vergaben reihenweise Möglichkeiten auf die Doppel, standen am Ende bei Doppel-1. Dort war es am Ende dann doch Lewis, der sich das 7:5 und somit zwei Punkte sicherte.

Adrian Lewis 7:5 James Wade
15 100+ 16
11 140+ 10
0 170+ 0
4 180 5
99.55 Average 97.27
142 High Finish 121
4 Breaks of Throw 3
7/23 - 30% Checkout % 5/19 - 26%

PDC Premier League

Es wurde laut. Aberdeen freute sich auf seinen Weltmeister, Gary Anderson wurde von den schottischen Fans gewohnt lautstark gefeiert. Sein Gegner war der ansonsten überall auf der Welt beliebte Raymond van Barneveld. Die tolle Stimmung sollte nicht abebben, schon gar nicht nach dem klasse Start von Anderson, als er 121 Punkte auf Bull auscheckte. In den ersten fünf Legs kam es nicht zu Breaks, obwohl Raymond wirklich fantastisch spielte und auch die Chance bekam. 120 Punkte hatte er Rest, vergab aber einen Dart auf Tops. So konnte Gary seinen Aufschlag doch durchbringen und seinerseits das erste Break holen. Er konnte sich sogar bis auf 5:2 absetzen. Zwar verkürzte Raymond nochmal, doch er schien nicht mehr an die Wende zu glauben. Er wirkte lustlos und träge. So hatte der „Flying Scotsman“ keine Probleme das Spiel locker nach Hause zu bringen und zwei Punkte einzuheimsen. Mit 7:3 holte sich Anderson am Ende seinen ersten Saisonsieg.

Gary Anderson 7:3 Raymond van Barneveld
13 100+ 12
8 140+ 8
0 170+ 0
4 180 3
103.34 Average 98.89
121 High Finish 56
2 Breaks of Throw 0
7/17 - 41% Checkout % 3/5 - 60%

Averages in schwindelerregenden Höhen

Was die Fans dann zu sehen bekam war einfach nicht von diesem Planeten. Sensationell. Überragend. Weltklasse. Alles Untertreibungen. Michael van Gerwen bekam es mit Michael Smith zu tun und ließ zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch eines Zweifels an einem Sieg. Ganz im Gegenteil. Er spielte eines der stärksten Matches aller Zeiten und konnte dabei einen neuen Rekord für einen 3-Dart-Average im TV aufstellen. Innerhalb der ersten vier Legs warf er abwechselnd 11- und 12-Darter. Danach startete er mit sechs perfekten Darts, es war einfach unglaublich was für eine Leistung er dort auf der Bühne anbot. Er holte auch das fünfte und sechste Leg mit jeweils zehn Darts und hatte noch immer einen Punkteschnitt von fast 136. Weil er im Leg drauf jedoch einige Darts auf die Doppel-18 liegen ließ, sank der Average. Smith konnte bis dahin nur zuschauen, versuchte aber mitzuspielen. So nutzte er diese ersten Fehler seines Gegners mit einem 116’er Finish um so auch den Whitewash zu verhindern. Dennoch gelang Michael das 7:1 und am Ende ein geschichtsträchtiger Average von 123,40 Punkten. Damit verbesserte er Phil Taylors Rekord von 118,66 Punkten, den er 2011 bei den UK Open gegen Kevin Painter aufstellte, deutlich.

Michael van Gerwen 7:1 Michael Smith
10 100+ 6
9 140+ 2
1 170+ 0
4 180 3
123.40 Average 91.41
132 High Finish 116
4 Breaks of Throw 1
7/12 - 58% Checkout % 1/1 - 100%

Und die fantastischen Darts sollten auch weiterhin in Aberdeen geworfen werden. Phil Taylor und Dave Chisnall kamen zwar zunächst etwas langsam rein, konnten sich aber steigern. Vor allem Chisnall war es, dem zunächst die besseren Würfe gelangen. So holte er sich auch ein Break und führte mit 3:1. Taylor antwortete mit sechs perfekten Darts und im Leg darauf mit einem 126’er Finish um direkt wieder auszugleichen. Von da an war das Spiel sehr eng, beide konnten ihre beiden folgenden Aufschläge nach Hause bringen. Auffällig waren auch hierbei die hohen Averages. Beide spielten rund 115 Punkte im Schnitt. Es war ein richtig hohes Niveau. Phil schaffte dann wenig später das 6:5, womit ein Punkt ihm schon mal sicher war. Erneut startete er dann mit sechs perfekten Darts, hatte aber Probleme beim Auschecken. So bekam „Chizzy“ nochmal die Möglichkeit zum Ausgleich, vergab diese aber. Damit setzte sich Phil Taylor 7:5 durch und lag nicht sehr weit weg von seinem alten Average-Rekord.

Phil Taylor 7:5 Dave Chisnall
15 100+ 12
9 140+ 10
1 170+ 0
7 180 6
115.25 Average 109.63
126 High Finish 88
2 Breaks of Throw 1
7/14 - 50% Checkout % 5/10 - 50%

Thornton vergibt ersten Sieg


PDC Premier League

Das letzte Match des Abends bestritten Peter Wright und Robert Thornton. „Snakebite“ war der einzige Spieler in dieser Saison, der noch keinen einzigen Punkt abgeben musste. Beide starteten sehr gut, so gelang Wright direkt ein 100’er Finish, welches Thornton mit einem 95’er Finish konterte. Beide waren auf einem sehr ähnlichen Niveau. In ihren eigenen Legs zeigten sie sich sehr souverän und ließen den Gegner zu keinen großen Chancen kommen. So stand es nach acht Legs folgerichtig 4:4 und für beide Spieler war noch alles drin. Dann aber passierte es tatsächlich. Es folgte das erste Break der Begegnung und anders als erwartet erzielte dies Robert Thornton, der die weiße Weste seines Landsmannes beschmutzen wollte und seinerseits seine ersten Punkte einfahren wollte. Zuvor vergab Wright einen Dart auf Doppel-12 zum 138’er Finish. Thornton zeigte sich konsequenter als in den Wochen zuvor. Doch nachdem Wright verkürzte, schien er die Nerven etwas zu verlieren und warf nicht mehr so hohe Scores. So vergab er noch den Sieg und Wright holte sich das 6:6-Unentschieden und bleibt damit Tabellenführer.

Peter Wright 6:6 Robert Thornton
18 100+ 18
8 140+ 7
1 170+ 0
2 180 2
98.45 Average 91.98
100 High Finish 95
1 Breaks of Throw 1
6/10 - 60% Checkout % 6/12 - 50%

In der nächsten Woche wird die Premier League in Exeter ausgetragen. Eine sehr interessante Partie wird wohl die zwischen Peter Wright und Michael van Gerwen sein, welche beide bekanntlich schon einigen Zwist auf der Bühne hatten. Auch Phil Taylor gegen Adrian Lewis wird wohl wie immer äußerst interessant sein. Einen schottischen Fight werden sich Gary Anderson und Robert Thornton liefern. Michael Smith gegen Raymond van Barneveld und Dave Chisnall gegen James Wade sind die weiteren Spiele.

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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