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Premier League Darts 2011


Spielberichte Premier League Zweiter Abend

Raymond van Barneveld

„Barney“ und „The Power“ sind wieder da

In der Vorwoche fragten sich die Dartfans noch, was mit Raymond van Barneveld und vor allem Phil Taylor los sei, denn die Auftritte der zwei Dartstars waren weit von dem entfernt, was sie wirklich können. Bei beiden Spielern fehlte die Körpersprache, sie schienen im Kopf nicht frei und dadurch abgelenkt.

Gegen Terry Jenkins verlor „Barney“ mit 6:8, und dabei wirkte der Holländer nachdenklich, schüttelte wie so oft wenn es nicht läuft mit dem Kopf, er schien einfach nicht voll auf das Spiel konzentriert. Er zeigte gegen „The Bull“ eine Leistung, welche an die Weltmeisterschaft erinnerte, bei der er gegen Gary Anderson im Viertelfinale ausschied und im Verlauf des gesamten Turnieres nicht sonderlich überzeugen konnte. Nicht wenige prognostizierten eine Krise bei van Barneveld. Doch gegen Simon Whitlock meldete sich „Barney“ überzeugend mit einem fantastischen Spiel zurück. Gleich im ersten Leg schaffte Raymond van Barneveld das Break, und anhand seiner Reaktion konnte man sehen, dass er dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Fortan spielte sich van Barneveld in einen Rausch, und Simon Whitlock konnte zu keiner Zeit ernsthaft Paroli bieten. Selbst in enormen Drucksituationen behielt „Barney“ diesmal die Nerven, was bei den vergangenen Matches des Holländers oft das Problem war.

Neben seinen sehr starken Scores, welche ihm einen Punktedurchschnitt von 100,15 einbrachten, konnte der Holländer, der auch in Nottingham wieder von der „Barney Army“ unterstützt wurde, durch enorm starke und hohe Finishes beeindrucken. Unter Druck warf van Barneveld ein 160er Finish, womit er Nervenstärke bewies und deutlich zeigte: Ich bin wieder da! Weitere High Finishes von ihm waren 160,156,141 und 116, und damit erzielte er den Topwert an Auswürfen über 100 Punkten für den zweiten Spieltag. Für seine Leistung vom Donnerstagabend darf man „Barney“ getrost das Prädikat „Weltklasse“ verleihen, und auch ihm selbst war anzumerken, wie gut ihm seine Leistung und der Sieg tat. Er wirkte viel lockerer als in den Vorwochen, auch seine Körpersprache war deutlich positiver als zuvor, so dass man guter Hoffnungen sein darf, dass er auch bei den nächsten Spieltagen wieder überzeugen kann.

Phil Taylor Was haben Fans und Medien nach der 2:8 Niederlage aus der vergangenen Woche gegen Adrian Lewis nicht spekuliert, ob Phil Taylor, der beste Dartspieler aller Zeiten, müde sei, keine Kraft mehr hätte oder ganz einfach nicht mehr gut genug sei. Gegen Mark Webster hat „The Power“ eindrucksvoll bewiesen, dass nichts davon auf ihn zutrifft. Ganz im Gegenteil, denn man konnte ihm anmerken, dass er den Sieg wirklich wollte, und auch seine Körpersprache war eine ganz andere als noch gegen Adrian Lewis. Nach einer 180 oder einer 140 ballte er seine Faust, und sein Gesichtsausdruck verriet, wie ihm mit jedem guten Score der Druck und die Anspannung von den Schultern fielen. Wie van Barneveld war Taylor komplett verändert im Vergleich zum ersten Spieltag. Mark Webster hielt relativ gut mit, jedoch spielte Taylor zwischenzeitlich auf einem derart hohen Niveau, dass auch der Taylor-Bezwinger der letzten Weltmeisterschaft nicht mithalten konnte. In der Mitte des Matches stand für ihn ein 110er Average zu Buche, welcher sich bis zum Ende des Spiels auf 103,87 senkte, dennoch alles überragte und der Topwert des zweiten Spieltages wurde. Lediglich bei den hohen Finishes haperte es noch bei Taylor, der hier nicht mit Webster mithalten konnte, der die 170 ebenso auswerfen konnte wie die 160, und sich damit die Prämie für das höchste Finish sicherte.

Phil Taylor Am Ende stand für Phil Taylor der 8:5 Sieg, welcher natürlich vollkommen verdient war. Im Interview merkte man dem 15-maligen Weltmeister an, dass er sich wieder viel besser fühlte und anscheinend auch das Problem erkannt hat. „Ich habe in den letzten Wochen viel experimentiert, aber die Leute haben zu mir gesagt: Du musst deinen Kopf frei bekommen. Und das habe ich geschafft und merke, wie ich besser und besser werde. I want to improve, improve, improve, improve“ rief er, und die vielen, vielen Taylor-Fans jubelten, denn sie haben den „alten“ Phil Taylor wieder, der durch unglaublich konstante Leistung zum besten Dartspieler aller Zeiten geworden ist.

Anderson souverän, Wade schlägt den Weltmeister

Mit einem souveränen, aber nicht ganz so starken Auftritt wie in seinen Matches zuvor, gewann Gary Anderson 8:4 gegen Terry „The Bull“ Jenkins. Damit übernimmt der Schotte auch die Tabellenführung der Premier League, denn der vorherige Spitzenreiter, Weltmeister Adrian Lewis, musste sich in einem packenden Spiel knapp mit 6:8 James Wade geschlagen geben, der damit seinen ersten Sieg in der Premier League 2011 feiern konnte.

Gegen Terry Jenkins hatte der Schotte zu Beginn leichte Schwierigkeiten, musste sogar ein Break hinnehmen, letztendlich aber gewann „The Flying Scotsman“ verdient. Wieder einmal warf Anderson einen überragenden Average (102,21), jedoch lies er ungewöhnlich viele Doppelfelder aus und war nicht ganz so herausragend, wie man ihn aus den letzten Wochen kannte. Nichtsdestotrotz ist der Punkte Durchschnitt natürlich absolute Spitze, und mit seinen starken Scores besitzt Anderson in jedem Spiel Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. „The Bull“ versuchte alles, und konnte dank eines Fehlers von Anderson am Anfang sogar ein Break erzielen, insgesamt aber konnte er dem Schotten nicht wirklich etwas entgegensetzen. Die Zuschauer machten trotzdem wieder einmal deutlich, dass ihre Sympathien nicht beim Schotten Gary Anderson liegen. In einem Leg wurde jeder Wurf mit Pfiffen und Zurufen gestört, woraufhin Anderson die Konzentration und das Leg verlor. Zwar hörte dies in der Folgezeit wieder auf, trotzdem hat Anderson dieses Problem nicht zum ersten Mal, und er zeigte sich auch sichtlich genervt.

James Wade James Wade konnte, nach der Niederlage am ersten Spieltag der Premier League, Weltmeister Adrian Lewis besiegen, und zeigte dabei starke Nerven. Mit drei hohen Finishes (141, 136, 102) bewies er jene Nervenstärke mehrfach, und auch das entscheidende Leg gewann er dank eines fantastischen 136-Checkout. Auch Lewis gelang zweimal ein Highfinish (121, 100), jedoch reichte es für ihn trotz des leicht besseren Averages (97,69 von Wade und 99,09 von Lewis) nicht für einen Punkt. Beide Akteure zeigten am zweiten Spieltag eine ausgesprochen starke Leistung, und so entwickelte sich eine hochspannende Partie, bei der beide Spieler die Chance auf den Sieg hatten. Beim Stand von 6:5 für James Wade stand dieser unter Druck, und hatte noch 141 Punkte Rest. Doch dann zeigte „Mr. Premier League“, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Er checkte die 141 Punkte aus und konnte somit die Führung auf 7:5 ausbauen. Nach einem Leg-Gewinn von Lewis stand es vor dem entscheidenden Leg 7:6, so dass Wade einen Punkt sicher hatte. Als Wade noch 136 Punkte Rest hatte, rechneten die meisten mit einem Unentschieden. Adrian Lewis anscheinend auch, denn sein Gesichtsausdruck nach dem fantastischen 136er Checkout von Wade verriet, dass ihn diese Niederlage sehr wurmte. Wade hingegen wurde gefeiert, und hatte sich dies durch seine starke Leistung auch redlich verdient.

Jan Schenkel

Premier League Darts - Tabelle und Ergebnisse

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