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Wright setzt sich erst im Entscheidungsleg durch

Schon rund zwei Stunden nach Abschluss der zweiten Runde ging es in Coventry mit den Begegnungen der Achtelfinals weiter. Die übriggebliebenen 16 Spieler kämpften also darum, auch am letzten Turniertag morgen noch dabei zu sein. Auf der Hauptbühne machten José de Sousa und Michael Smith den Anfang, ehe Gerwyn Price auf Luke Humphries traf und Peter Wright von Callan Rydz herausgefordert wurde. Zum Abschluss war dann noch Titelverteidiger Michael van Gerwen im Einsatz, er bekam es mit seinem Landsmann Jeffrey de Zwaan zu tun. Die Distanz wurde im Vergleich zum Nachmittag erhöht und lag jetzt „Best of 19 Legs“.

Smith beendet den Erfolgslauf von de Sousa

Die beiden Kontrahenten im ersten Achtelfinale kannten sich bestens: allein im Monat November trafen José de Sousa und Michael Smith bereits aufeinander. Dabei gewann Smith dreimal – unter anderem in einem Players Championship-Endspiel. Doch das letzte und wichtigste Duell im Viertelfinale des Grand Slam entschied „The Special One“ für sich. De Sousa zeigte gleich zum Auftakt einen starken 11-Darter, ließ kurz darauf aber zwei Breakdarts ungenutzt. Per 13-Darter holte sich der Portugiese seine Führung allerdings sofort wieder zurück und produzierte im Anschluss daran das erste Break des Abends. Smith meldete sich aber sehr schnell wieder, spielte zwei 14-Darter nacheinander und glich zum 3:3 aus. Danach übernahm allerdings wieder de Sousa das Kommando. Erst löschte er 100 Punkte über 20 und zweimal Tops, dann legte er einen 12- sowie einen 14-Darter hinterher. Vor der zweiten Unterbrechung konnte der „Bully Boy“ aus seiner Sicht Schlimmeres verhindern, den 4:6-Rückstand musste er trotzdem akzeptieren. Nach der Pause gab Smith weiter Gas, sicherte sich mit 15 und 14 Darts die nächsten beiden Legs und hatte mit dem 6:6 wieder Parität hergestellt. Einige Minuten später traf Smith die doppelte 9 und lag beim Zwischenstand von 8:7 erstmals im Spielverlauf vorne. Da de Sousa eine Chance zum direkten Rebreak vergeben hatte, konnte Smith nachlegen und stand mittlerweile kurz vor dem Sieg. Wenig später war dieser dann offiziell, Smith machte als letzte Aktion 82 Punkte aus und bezwang den Grand Slam-Champion mit 10:7. Beide Profis kamen am Ende auf einen dreistelligen Average, besonders wertvoll für Smith war jedoch die Doppelquote mit exakt 50 Prozent Erfolgsquote.

Nach dem 6:6 zündet Price den Turbo

Das hochklassigste Match des bisherigen Turniers spielte sich am Nachmittag auf der Nebenbühne ab. Luke Humphries und Jermaine Wattimena kamen beide auf einen Average von über 107 Punkten, das bessere Ende hatte Humphries für sich, weil er beim Spielstand von 4:4 zwei 12-Darter zustande brachte. Mit dieser Leistung verdiente sich „Cool Hand Luke“ das Achtelfinalduell gegen Gerwyn Price. Nach einer etwas ruhigeren Anfangsphase ging das dritte Leg mit einem 12-Darter an Humphries, doch der „Iceman“ antwortete mit einem eigenen 12-Darter und beendete diesen sogar mit einem 130er-Bullfinish. Vor der Pause setzte Humphries dann noch ein echtes Ausrufezeichen, als er 135 Zähler via Bullseye, Triple-15 und Doppel-20 ausmachte. Im Anschluss daran glich Price zunächst wieder aus und produzierte wenig später begünstigt durch zwei gegnerische Fehlwürfe das erste Break der Partie. Price legte einen starken 11-Darter hinterher, vergab kurz darauf jedoch einen Breakdart, um noch weiter davonziehen. Ganz im Gegenteil gelang Humphries im zehnten Durchgang das erhoffte Break, sodass es zu diesem Zeitpunkt 5:5-Unentschieden stand. Nachdem die nächsten beiden Durchgänge gerecht aufgeteilt worden waren, gelangen Price zwei hervorragende Checkouts: sowohl 130 als auch 121 Punkte löschte er auf dem Bullseye. Der Waliser machte zudem mit einem 76er-Finish weiter und stand kurz vor dem Sieg. Im nächsten Leg hatte Price dann zwar ein paar Komplikationen, doch letztlich steckte sein siebter Matchdart in der Doppel-1. Dank des starken Schlussspurts setzte sich Price mit 10:6 durch und erreichte erneut das Viertelfinale.

Im dritten Match auf der Hauptbühne war der topgesetzte Peter Wright klarer Favorit gegen Callan Rydz. Wright legte mit einem 13-Darter los, Rydz verteidigte sein erstes Anwurfleg mit einem 94er-Finish über Bullseye, 4 und Tops. Insgesamt war Wright in der Anfangsphase aber der klar überlegene Spieler, beim Average bestanden in dieser Phase rund 25 Punkte Unterschied zwischen den beiden. Die drei restlichen drei Legs dieser Session gingen dementsprechend an Wright, der zu diesem Zeitpunkt mit 4:1 vorne lag. Nach der Pause schwächelte „Snakebite“ etwas, vergab mehrere Gelegenheiten und ließ seinen Gegner bis auf ein Leg herankommen. Davon motiviert, legte Rydz ein 92er-Finish nach und hatte auf 4:4 ausgeglichen. Danach leistete sich jedoch „The Riot“ mehrere Fehlwürfe, in den nächsten beiden Legs gingen insgesamt sechs Versuche daneben. Wright, der in diesem Match mehrfach seine Darts wechselte, war in beiden Situationen zur Stelle und lag auch zum Zeitpunkt der zweiten Unterbrechung in Führung. Wie zuvor auch schaffte es Rydz erneut, den Rückstand nach der Pause aufzuholen. Im zwölften Leg profitierte er von sechs gegnerischen Fehlern und stellte mit dem 6:6 wieder Parität her. Nachdem auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt worden waren, merkte Wright, dass er einen Gang höherschalten musste. Ihm gelang ein 13-Darter sowie ein 12-Darter, sodass ihm mittlerweile nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Doch Wright vergab seinen ersten Matchdart und musste dann mit ansehen, wie Rydz mit dem Rücken zur Wand 167 Punkte auf Null brachte. Der Engländer bestätigte dieses Break mit einem 13-Darter und sorgte für das alles entscheidende 19. Leg. Dort bekleckerte sich der anwerfende Wright keineswegs mit Ruhm, bekam aber zu wenig Gegenwind von seinem Gegner. Schlussendlich steckte der fünfte Matchdart von Wright in der Doppel-4 und brachte ihn ins Viertelfinale.

De Zwaan wird van Gerwen nur phasenweise gefährlich

Jetzt fehlte nur noch das rein niederländische Duell zwischen Titelverteidiger Michael van Gerwen und Jeffrey de Zwaan. Beide Akteure brachten ihr jeweils erstes Anwurfleg sicher nach Hause, van Gerwen gelang dies auch im dritten Leg. Der Weltranglistenerste glänzte anschließend mit einem 11-Darter und erzielte das erste Break. Noch vor der Unterbrechung konnte er seine Führung auf 4:1 ausbauen. Nach der Pause leistete sich van Gerwen erstmals einen größeren Fehler und warf vier Pfeile am äußeren Ring vorbei. Trotz vier eigener Patzer konnte de Zwaan seinen Anwurf verteidigen und sorgte anschließend mit einem 142er-Finish für ein echtes Highlight. Der 4:4-Ausgleich blieb „The Black Cobra“ jedoch verwehrt, weil er zwei Möglichkeiten dazu in den Sand setzte. Van Gerwen bedankte sich dafür, profitierte anschließend von einem weiteren Fehler seines Konkurrenten und hatte seinen alten Vorsprung von drei Legs wieder aufgebaut. Kurz darauf konnte er ihn sogar noch ausbauen, dank eines 14-Darters ging van Gerwen mit einem 7:3 im Rücken in die Kabine. Nach der Pause bestätigte „Mighty Mike“ das vorhin geschaffte Break, de Zwaan benötigte anschließend ebenfalls 13 Würfe, um seinen vierten Leggewinn einzufahren. De Zwaan befand sich jetzt in einer besseren Phase und entschied auch die nächsten beiden Legs für sich. Der dreifache Weltmeister merkte, dass er nun gefordert war und setzte der Serie seines Gegners mit einem 96er-Finish ein Ende. Der erste Matchdart landete nicht im anvisierten Ziel, sodass sich de Zwaan auf 7:9 aus seiner Sicht stellen konnte. Danach vergab er jedoch selbst einen Breakdart, der die Angelegenheit nochmals richtig spannend hätte machen können. Van Gerwen konzentrierte sich kurz, verwandelte den insgesamt vierten Matchdart in der Doppel-2 und gewann dieses Achtelfinale mit 10:7.

Players Championship Finals


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