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Price und van Gerwen bleiben auf Titelkurs

Es war Sonntag, 14 Uhr deutscher Zeit, als im Südwesten Englands der Finaltag der Players Championship Finals 2019 anbrach. Acht Spieler und sieben Matches warteten am letzten Turniertag auf die Fans in Minehead. Die beiden großen Favoriten auf den Titel waren Michael van Gerwen und Gerwyn Price, die aber zunächst wie alle anderen auch ihre Viertelfinals gewinnen wollten. Die wurden analog zur dritten Runde im Modus „best of 19 Legs“ ausgetragen, das restliche Turnier fand nur noch auf der Hauptbühne statt.

Van Barneveld enttäuscht auf ganzer Linie

Der seit Wochen überragend spielende Gerwyn Price zeigte auch in Minehead kein Zeichen der Schwäche und peilte den nächsten TV-Titel an. Sein Viertelfinalgegner hatte bisher aber ebenso wenig Schwierigkeiten: Stephen Bunting verlor in drei Matches nur sieben Legs und zeigte zweimal einen Average von über 100 Punkten. „The Bullet“ vergab im ersten Leg zwei Breakdarts und erlebte dadurch einen kleinen Fehlstart. Erst als Price im dritten Durchgang selbst zweimal patzte holte sich Bunting mit dem direkten Rebreak sein erstes Leg. Price antwortete jedoch sofort mit einem 13-Darter und erhöhte anschließend auf 4:1. Bunting verringerte den Rückstand nach der Pause, doch dieses zweite Erfolgserlebnis sollte für längere Zeit sein letztes bleiben. Denn Price schraubte sein Niveau jetzt deutlich nach oben, zeigte Checkouts von 82 sowie 116 Punkten und ließ dem 12-Darter bei Letzterem einen 13- und einen 11-Darter folgen. Durch vier Leggewinne in Serie nahm der Waliser einen komfortablen 8:2-Vorsprung mit in die letzte Pause. Mit einem 121er-Finish konnte Bunting danach mal wieder ein Leg für sich entscheiden, mehr war letzten Endes aber trotz eines 101er-Average nicht mehr drin. Price löschte zweimal nacheinander 82 Punkte und machte das 10:3 klar. Dabei brillierte der Weltranglistendritte mit einem Schnitt von 108,75 Punkten und einer 62,5-prozentigen Doppelquote.

Wenige Wochen vor seinem Karriereende zeigte Raymond van Barneveld in Minehead endlich wieder, was in ihm steckt. Ganz locker spazierte er bis in die Runde der letzten Acht und wollte nun gegen Chris Dobey den nächsten Schritt gehen. „Barney“ ließ im Auftaktleg zwei Möglichkeiten ungenutzt und musste deshalb sofort ein Break hinnehmen, erfolgreich war er erstmals im dritten Durchgang. Danach schwächelte der Niederländer jedoch weiter vor allem auf die Doppelfelder und setzte in den nächsten drei Legs insgesamt neun Pfeile teilweise sehr deutlich vorbei. Dobey hatte mit diesen Feldern ebenfalls zu kämpfen, traf letztlich aber doch und baute seinen Vorsprung auf 5:1 aus. Auch im siebten Durchgang hatte van Barneveld einige Schwierigkeiten, in dieser Situation aber genug Zeit, um sein zweites Leg einzufahren. Dobey konterte mit einem starken 167er-Highfinish und produzierte anschließend ein weiteres Break. Van Barneveld zeigte in dieser Phase keine nennenswerte Gegenwehr und musste einen 2:8-Rückstand zur zweiten Unterbrechung akzeptieren. Auch danach brachte „Barney“ nichts mehr zustande. Spätestens nachdem er zwei weitere Darts vorbeiwarf und sich ein 68er-Bullfinish von Dobey ansehen musste wollte der Niederländer diese Partie nur noch vergessen. Dobey reichte am Ende ein 91er-Schnitt zum 10:2-Sieg. Van Barneveld versagte heute mit einer Doppelquote von 8,7 Prozent und hatte nun nur noch die Weltmeisterschaft vor sich.

White beendet seinen Halbfinal-Fluch

Als Nächstes war dann Topfavorit Michael van Gerwen im Einsatz. Rund 24 Stunden nach seinem 9-Darter bekam er es mit Mervyn King zu tun. Dieser hatte gestern Abend Rob Cross auseinanderkommen und dabei im Schnitt 105 Punkte gespielt. Van Gerwen begann mit Checkouts von 96 und 78 Punkten, ehe „The King“ mit seinem ersten Erfolgserlebnis verkürzte. Van Gerwen stellte den alten Abstand gleich wieder her und legte mit dem Break zum 4:1 nach. King holte sich nach der Pause jedoch das direkte Rebreak und kam wenig später bis auf ein Leg ran. Den Ausgleich konnte van Gerwen mit einem 89er-Finish verhindern, verpasste anschließend allerdings seinerseits zwei Breakdarts. Da der Weltranglistenerste bei den eigenen Anwürfen aber kaum Schwierigkeiten hatte nahm er dennoch ein 6:4 mit zum Pausentee. Nach der Unterbrechung musste King weiter abreißen lassen, weil er viermal an Doppeln vorbeiwarf. Sein niederländischer Gegner nahm das Geschenk dankend an und erweiterte seinen Vorsprung anschließend auf vier Legs. King landete anschließend einen 13-Darter, setzte im nachfolgenden Durchgang jedoch ganze sechs Breakdarts vorbei und stand dementsprechend kurz vor dem Aus. Mit einem 121er-Bullfinish sorgte der Engländer kurz vor dem Ende noch für ein Highlight, doch dann machte van Gerwen den Deckel drauf. Er verwandelte in der Doppel-11 und gewann unterm Strich mit 10:6.

Zum Abschluss der Nachmittagssession erhielt Ian White eine weitere Chance, endlich den Sprung in sein erstes Major-Halbfinale zu schaffen. Gegen William O’Connor schien das in jedem Fall im Bereich des Möglichen zu sein. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden patzte White ganze sieben Mal auf Doppelfelder und kassierte deswegen ein Break. Kurz darauf scheiterte „Diamond“ dann nur knapp an einem 139er-Finish, korrigierte dies aber im nachfolgenden Leg und ging mit einem 2:3-Rückstand zum ersten Mal von der Bühne. Im Anschluss daran stellte O’Connor mit einem 12-Darter den alten Abstand wieder her, verpasste kurz darauf aber eine Gelegenheit, um ihn größer werden zu lassen. Doch White verteilte ebenfalls Fahrkarten, fünf Fehler im achten Leg kosteten ihn den Ausgleich. Der Engländer machte es im nächsten Durchgang besser und machte souverän 74 Zähler aus, doch O’Connor verteidigte sein Anwurfleg ebenfalls und führte zu diesem Zeitpunkt mit 6:4. Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang es White nach der Pause tatsächlich, Parität herzustellen. Aufgrund dreier Fehlwürfe auf Tops ging er dann zwar wieder in Rückstand, machte das Break aber sofort rückgängig und stellte auf 7:7. Da auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden kündigte sich eine spannende Schlussphase an. Dabei unterlief O’Connor ein bedeutender Fehler, als er drei Breakdarts nicht nutzen konnte. „The Magpie“ erholte sich aber rechtzeitig davon und brachte die Partie mit einem 105er-Highfinish ins Entscheidungsleg. Dort zeigte White überragende Darts: er warf zwei 180er und überschritt die Ziellinie mit einem starken 11-Darter. Ian White gewann dieses Match mit 10:9 und erreichte erstmals in seiner Laufbahn die Vorschlussrunde eines großen TV-Events.

Players Championship Finals


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