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Suljovic und Clemens ereilt das Aus

Schon wenige Stunden nach Abschluss der zweiten Runde ging es in Minehead mit den Begegnungen der dritten Runde weiter. Die übrig gebliebenen 16 Akteure kämpften also darum, auch noch am letzten Turniertag der Players Championship Finals dabei zu sein. Mit am Start im Achtelfinale waren mit Gabriel Clemens und Mensur Suljovic auch noch zwei Profis aus dem deutschsprachigen Raum. Im Modus „best of 19 Legs“ benötigten die Spieler dabei zehn Legs zum Weiterkommen.

Wade zwingt van Gerwen zu starker Leistung

In das erste Match des Abends auf der Hauptbühne war Mensur Suljovic involviert. Der Wiener hatte seine ersten beiden Partien nur mit Mühe überstanden und dabei auch jeweils Matchdarts abgewehrt. Gegen den unglaublich formstarken Gerwyn Price war Mensur nicht nur deswegen Außenseiter. Doch „The Gentle“ startete richtig gut, kam gleich zu einem Break und bestätigte dieses mit einem 13-Darter. Danach wachte jedoch der „Iceman“ auf. Er verkürzte zunächst mit einem 72er-Finish und startete mit zwei 180ern ins nächste Leg – die Grundlage für einen 13-Darter zum Ausgleich. Price ließ nun nicht mehr locker, übernahm erst die Führung und holte sich dann per 12-Darter ein Break. Es folgte ein 104er-Finish, ehe er seinem chancenlosen Gegner mit dem nächsten Break immer mehr enteilte. Als Price im Anschluss daran ein 13-Darter gelang, hatte er mittlerweile sieben Legs nacheinander für sich entschieden. Suljovic benötigte schon einen der ganz seltenen Patzer seines Gegners, um wieder mal ein Leg auf seine Seite zu ziehen. Letztlich ging der Österreicher mit einem 3:7 in die zweite Pause. Da die nächsten drei Durchgänge ausnahmslos vom anwerfenden Spieler eingefahren wurden, hatte Price das Weiterkommen bereits in Sichtweite. Mit einem Treffer in der Doppel-5 machte Price schließlich alles klar, siegte deutlich mit 10:4 und kam auf einen Punkteschnitt von knapp 102.

Auf der Nebenbühne war zu dieser Zeit Gabriel Clemens in Aktion. Der Start in das Match gegen William O’Connor verlief für der Saarländer aber alles andere als erfreulich. Nachdem er das Auftaktleg bereits abgegeben hatte, patzte er in den nächsten beiden Legs insgesamt fünf Mal auf den äußeren Ring. O’Connor nutzte diese Fehler fleißig aus und erhöhte wenig später gar auf 4:0. Danach platzte beim „German Giant“ aber der Knoten, er checkte 124 Punkte auf dem Bullseye und legte einen 13-Darter sowie ein 68er-Finish hinterher. O’Connor hatte nun drei Legs nacheinander verloren und seinen großen Vorsprung eingebüßt. Er erholte sich jedoch gut davon und brachte mit einem 12- und einem 14-Darter wieder Land zwischen sich und seinen Gegner. Nachdem Clemens im nachfolgenden zehnten Leg einmal an der Doppel-9 vorbeiwarf, war „The Magpie“ wieder zu Stelle und erhöhte auf 7:3. Nach der Pause wurde Clemens besser, kam mit einem blitzsauberen 82er-Finish zu einem Break und legte erfolgreich nach. O’Connor wollte es aber nicht mehr spannend werden lassen und traf die Doppel-8 zum 8:5. Clemens hielt mit einem 89er-Finish nochmals dagegen, setzte anschließend jedoch einen Breakdart an der Doppel-7 vorbei. Stattdessen war der Ire nun soweit, als dass ihn nur noch ein Leg vom Sieg trennte. Clemens sollte auch der nun folgende großartige 10-Darter nicht mehr helfen. O’Connor löschte 64 Punkte und besiegelte den 10:7-Erfolg. Clemens reichte ein 102er-Average am Ende nicht, und er musste die Heimreise antreten.

Weiter ging es dann auf der Hauptbühne mit dem Duell zwischen James Wade und Michael van Gerwen – letzterer sorgte am Nachmittag mit dem 9-Darter für das bisherige Highlight des Turniers. Nachdem die ersten drei Legs vom jeweils anwerfenden Profi gewonnen wurden, erlaubte sich van Gerwen gleich sechs Fehler auf Doppel. Wade bedankte sich mit dem ersten Break der Partie, konnte sich darüber aber nicht besonders lange freuen. Denn „Mighty Mike“ kam per 11-Darter zunächst zum Rebreak und wenig später dank eines 13-Darters auch zum Ausgleich. Danach leistete sich der Weltranglistenerste aber wieder zwei Fehler auf Doppel. Er konnte den daraus resultierenden Rückstand zwar korrigieren, doch Wade hielt bislang gut dagegen und glänzte im neunten Leg mit einem 12-Darter. Van Gerwen machte es anschließend noch ein Stückchen besser, benötigte nur elf Würfe und stellte den 5:5-Pausenstand her. „The Machine“ konzentrierte sich in dieser Phase vor allem auf seine Anwurflegs und war nach der Unterbrechung mit einem 11-Darter erfolgreich; auch diesmal konnte van Gerwen locker ausgleichen. Erst als Wade in den nächsten beiden Legs je eine wichtige Chance ungenutzt ließ, setzte sich der Niederländer mit dem 8:6 erstmals ab. In das nächste Leg startete der Weltmeister dann mit sieben Triple-20ern nacheinander, musste aber dennoch zittern. Nur weil Wade einen Pfeil am Bullseye vorbeisetzte, konnte van Gerwen einen 11-Darter spielen. Kurz darauf war das Match dann Geschichte und van Gerwen nach dem 10:6 im Viertelfinale. Mit einem Average von 106 Punkten zeigte der Weltranglistenerste dabei seine beste Turnierleistung.

Van Barneveld knüpft an alte Zeiten an – Debakel für Cross

Schon wenig später trafen zwei mehrfache Weltmeister aufeinander: Glen Durrant und Raymond van Barneveld spielten um das nächste Viertelfinalticket. „Duzza“ bestrafte einen Fehlwurf seines Gegners im Auftaktleg mit einem 105er-Finish, doch dann übernahm van Barneveld das Kommando. Er landete im dritten Durchgang mit einem 12-Darter das erste Break, welchem er ein 120er-Highfinish folgen ließ. Durrant sah lange nur zu und erhielt erst im fünften Leg wieder Gelegenheiten, warf allerdings zweimal vorbei. „Barney“ bedankte sich und erhöhte auf 4:1. Nachdem van Barneveld auch ein fünftes Leg in Folge gewann, wurde es für Durrant im siebten Durchgang besonders bitter. Dabei ging es hier richtig gut los: er startete mit zwei 180ern und traf bei 141 Rest mit der nächsten Aufnahme sowohl die Triple-20 und die Triple-19. Der neunte Dart war jedoch nicht mehr perfekt und landete knapp unterhalb der Doppel-12. Dies brachte Durrant so aus dem Konzept, dass er die verbliebenen 12 Punkte auch mit den nächsten beiden Aufnahmen nicht löschen konnte. Van Barneveld zeigte sich Augenblicke später eiskalt und brachte 96 Punkte auf Null. Erst nachdem der Niederländer kurz darauf auf 7:1 stellte, holte sich Durrant nach ewig langer Wartezeit wieder ein Leg. Doch „Barney“ antwortete sofort, stellte den vorherigen Abstand wieder her und nahm ein 8:2 mit in die Kabine. Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf nichts mehr, sodass sich van Barneveld über ein eindeutiges 10:3-Schlussergebnis freuen konnte.

Im letzten Match des Abends spielten dann noch die beiden Engländer Rob Cross und Mervyn King gegeneinander. „Voltage“ löschte im Eröffnungsleg 76 Zähler, zeigte in der Folge aber Schwächen auf den Doppelfeldern. So ließ der Weltranglistenzweite sowohl im zweiten als auch im dritten Leg je eine Möglichkeit liegen. King hatte so ein Break erzielt, welchem er zwei 13-Darter zum 4:1 folgen ließ. Nach der Pause holte sich Cross zwar das umgehende Rebreak, er warf dann aber wieder zweimal am äußeren Ring vorbei. Dagegen hatte King auf die Doppelfelder keine Schwierigkeiten und zeigte in aufeinanderfolgenden Legs Checkouts von 72 und zweimal 81 Punkten. Dabei streute er auch einen 12- und einen 11-Darter ein und lag mittlerweile haushoch mit 7:2 vorne. Cross konnte vor der zweiten Pause immerhin noch Schadensbegrenzung betreiben und das Break zum 3:7 landen. Wenige Minuten später verringerte „Voltage“ den Abstand mit einem 13-Darter, doch King blieb weiter auf Kurs und beobachtete dann, wie Cross im 13. Leg dreimal an der Doppel-16 vorbeiwarf. „The King“ traf ebenjenes Doppelfeld und benötigte nur noch ein Leg zum Sieg. Dieses holte er sich auf eine ganz besondere Weise: King checkte 131 Punkte aus, gewann mit 10:4 und machte das Viertelfinal-Duell mit van Gerwen perfekt.

Players Championship Finals


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