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Clemens und Suljovic erreichen die zweite Runde

Die erste Hälfte der Erstrundenspiele der Players Championship Finals war bereits absolviert, die restlichen 16 folgten am Freitagabend. Neben Gabriel Clemens, der auf der Nebenbühne im Einsatz war, griffen auch zahlreiche Spitzenspieler ins Turniergeschehen ein. So hatten unter anderem Gerwyn Price, James Wade, Mensur Suljovic, Daryl Gurney, Michael van Gerwen und Peter Wright ihren ersten Auftritt in Minehead.

Price hält seine starke Form aufrecht

Für den Auftakt waren aber zwei andere Akteure verantwortlich: der an Position drei gesetzte Krzysztof Ratajski und Steve Lennon. Letzterer ließ im Premierenleg drei Breakchancen verstreichen und kassierte anschließend selbst das Break. Auf der anderen Seite konnte Ratajski mit einem 13-Darter erhöhen, ehe Lennon die Doppel-1 traf, um sein erstes Erfolgserlebnis zu verbuchen. Schon kurz darauf verfehlte der Ire allerdings die Doppel-20, Ratajski bedankte sich und stellte mit dem 4:1 den vorherigen Abstand wieder her. Lennon erwischte gerade auf die Doppelfelder einen völlig gebrauchten Tag und patzte in den nächsten beiden Durchgängen insgesamt acht weitere Male. Ratajski hatte demzufolge überhaupt keine Schwierigkeiten damit, die Partie klar mit 6:1 zu gewinnen.

Danach folgte bereits der Auftritt der Nummer eins der Setzliste. Gerwyn Price spielte seit Monaten überragende Darts und krönte sich erst kürzlich erneut zum Grand Slam-Sieger. Sein heutiger Gegner Mickey Mansell sollte eigentlich kein Problem für den Waliser werden. Price startete mit einem Knall: er checkte direkt 132 Punkte und verhinderte so das akut drohende Break. Stattdessen war es der „Iceman“ selbst, der mit einem 15-Darter kurz darauf zum ersten Break kam. Er legte ein 74er-Finish nach und musste erst danach einen Durchgang an seinen nordirischen Gegner abtreten. Doch Price antwortete sofort auf seiner favorisierten Doppel-20 und ging mit einem 4:1 in die Pause. Wenig später war Price dann soweit, dass ihm nur noch ein Leg fehlte, doch Mansell wollte die Bühne noch nicht räumen. So gewann er noch zwei Legs nacheinander, ehe Price den Sack zu machte. Er tat dies mit einem 13-Darter und gewann am Ende problemlos mit 6:3, sein Average lag bei knapp 102 Punkten.

Evetts stellt Wade vor eine echte Prüfung

Weiter ging es mit James Wade, seines Zeichens vierfacher Sieger auf der diesjährigen Pro-Tour. Für den an zwei gesetzten Engländer ging es zum Auftakt gegen Ted Evetts. „Superted“ holte sich zwar den ersten Durchgang, ließ in den nächsten beiden Legs aber je zwei Möglichkeiten auf die Doppel liegen. Wade nutzte das in seiner typischen Art aus, übernahm die Führung und startete mit zwei 180ern ins vierte Leg. Wenige Momente später ließ er jedoch zwei Chancen ungenutzt und wurde dafür knallhart bestraft, als Evetts 132 Punkte via Single-Bull, Triple-19 und Bullseye löschte. Wade konterte jedoch mit einem 13-Darter und nahm deshalb ein 3:2 mit in die Kabine. Im Anschluss daran war aber wieder Evetts am Drücker, zeigte starke Checkouts von 89 und 105 Punkten und lag nun wieder selbst in Front. Wade holte sich dann zwar das direkte Rebreak, musste kurz darauf aber eine weitere brenzlige Situation und zwei Breakdarts überstehen. „The Machine“ benötigte nun also nur noch ein einziges Leg, welches er sich schließlich mit einem 104er-Highfinish sicherte. Aus diesem Match ging Wade also als 6:4-Sieger hervor.

Parallel dazu war Gabriel Clemens auf der Nebenbühne im Einsatz. Der Saarländer hatte einen guten Grand Slam hinter sich, gewann alle Gruppenspiele und unterlag Glen Durrant ganz knapp. Dementsprechend konnte er mit Selbstvertrauen in sein Match gegen Mark McGeeney gehen. Der „German Giant“ fand gut in die Partie hinein, spielte Checkouts von 70 sowie 72 Punkten und holte sich auch das dritte Leg. Erst als der Deutsche einmal an der Doppel-20 vorbeiwarf, gelang es McGeeney, erstmals ein Leg auf seine Seite zu ziehen. Zwar stellte Clemens den vorherigen Abstand gleich wieder her, doch McGeeney wurde insgesamt besser. Dem Engländer gelang im siebten Durchgang ein wichtiges 114er-Highfinish, mit dem er das gewünschte Break erzielte. Nachdem er dieses auch bestätigte, war der 4:4-Ausgleich perfekt. Danach vergab McGeeney jedoch einen wichtigen Breakdart auf das Bullseye, und Clemens konnte den Lauf seines Gegners mit einem eigenen 13-Darter stoppen. Nachdem McGeeney wenige Minuten später zwei Chancen ausließ, um für das Entscheidungsleg zu sorgen, musste er seine Niederlage eingestehen. Clemens nutzte seinen fünften Matchdart und war mit 6:4 siegreich.

Als nächstes war dann Mensur Suljovic an der Reihe. Für den Weltranglistenelften aus Wien ging es in Runde eins gegen Kim Huybrechts. Weil „The Gentle“ im zweiten Durchgang zwei Breakchancen in den Sand setzte, wurden die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt. Suljovic erholte sich allerdings gut von dem beschriebenen Missgeschick und brachte 144 Punkte auf Null. In den nächsten Minuten war allerdings Huybrechts der bessere Spieler, er holte sich zwei Legs nacheinander und lag dank des Breaks beim Stand von 3:2 erstmals vorne. „The Hurricane“ legte einen 12-Darter hinterher und kam dem Weiterkommen deshalb wieder ein Stückchen näher. Der Österreich konnte verkürzen, doch Huybrechts war ebenfalls mit einem 14-Darter erfolgreich und stand nun kurz vor der Ziellinie. Mensur gab das Match naturgemäß noch nicht verloren, machte zunächst 96 Punkte aus und holte sich anschließend mit einem starken 13-Darter das dringend benötigte Break. Dort ließ der Belgier seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-16 aus. Suljovic machte es auf der doppelten 10 besser und gewann eine dramatische Partie mit 6:5.

Gurney kann die Titelverteidigung abhaken

Auf der Hauptbühne ging es mit Titelverteidiger Daryl Gurney weiter; der Nordire bekam es mit Luke Woodhouse zu tun. „Superchin“ erzielte frühestmöglich ein Break und bestätigte dieses mit einem 82er-Finish; Woodhouse sicherte sich anschließend seinen ersten Leggewinn. Weil die nächsten beiden Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen wurden, kam es zum Zwischenstand von 3:2 pro Gurney. Woodhouse kam richtig gut aus der Pause heraus, warf im sechsten Durchgang zwei 180er und holte sich letztlich per 11-Darter das Break und den Ausgleich. Gurney blieb davon aber unbeeindruckt, antwortete mit einem 13-Darter und profitierte ein Leg später von zwei Fehlwürfen seines Kontrahenten. Schon wenig später erhielt Gurney die ersten Matchdarts, vergab jedoch zwei Stück. Woodhouse rettete sich auf der Doppel-1 und verkürzte. Nachdem der Engländer im zehnten Leg die Doppel-6 traf, ging das Match in den Decider, den der vermeintliche Außenseiter sogar beginnen durfte. Gurney positionierte sich nach zwölf Würfen bei 40 Rest, doch er durfte nicht mehr ran. Woodhouse machte 71 Restpunkte aus und bejubelte einen 6:5-Erfolg über den Titelverteidiger.

Weltmeister Michael van Gerwen landete in der Players Championship-Rangliste nur auf Rang 18, doch diese Platzierung täuschte. Denn obwohl der Niederländer auf sehr viele Events verzichtete, gewann er zwei Turniere. Sein heutiger Gegner war Luke Humphries. Van Gerwen startete mit zwei 14-Dartern in die Partie und ermöglichte seinem Gegners erst danach die ersten Chancen. Doch Humphries nutzte diese nicht aus und geriet mit 0:3 ins Hintertreffen. Auch das vierte Leg ging an den Weltranglistenersten, wobei er ein 170er-Finish bejubelte. „Cool Hand Luke“ konnte sein erstes Leg danach einfahren, er bestrafte einen Patzer des Gegners mit einem 68er-Checkout zum 1:4 aus seiner Sicht. Nach der Pause streute „Mighty Mike“ weitere Fehler ein, warf sowohl im sechsten als auch im siebten Durchgang je einmal am äußeren Ring vorbei. Humphries war jeweils zur Stelle und machte dabei auch 105 Punkte aus. Kurz darauf ließ der Engländer jedoch zwei große Chancen zum Ausgleich ungenutzt. Van Gerwen bedankte sich und brauchte nach diesem Break nur noch ein Leg zum Sieg. Zum Abschluss beglückte der Niederländer die Zuschauer dann noch mit einem sehenswerten 95er-Checkout über Single-19 und zweimal Doppel-19. Das Schlussergebnis lautete dabei 6:3.

Wright schenkt eine 5:3-Führung her

Als nächstes standen sich Peter Wright und James Wilson gegenüber. Wright, der vor fünf Tagen noch im Endspiel des Grand Slam stand, fand besser ins Match hinein. Nach einem lockeren Auftaktleg löschte er 100 Punkte trotz eines anfänglichen Ausrutschers in die Triple-1 und kam zum ersten Break. Weil dem Schotten wenig später jedoch vier Fehler auf Doppel unterliefen und Wilson 96 Zähler von der Scheibe nahm, kassierte er postwendend das Rebreak. Wilson vermeldete kurz darauf den Ausgleich, doch Wright zeigte eine starke Reaktion und glänzte noch vor der Pause mit einem 147er-Highfinish. Im Anschluss danach zeigte Wright einen weiteren 12-Darter, diesmal garniert mit einem 121er-Highfinish. Wilson kam dann wieder ran, vergab im achten Durchgang allerdings acht Möglichkeiten, um dieses Break auch zu bestätigen. Wright war der Nutznießer und die Vorentscheidung schien gefallen. „Jammy Dodger“ kämpfte sich jedoch zurück ins Match, überstand den ersten Matchdart und führte das Entscheidungsleg herbei. Dort ließ „Snakebite“ zwei weitere Matchdarts aus und gab die Partie komplett aus den Händen. Wilson hielt seine Nerven bei 64 Rest zusammen und machte die 6:5-Überraschung perfekt.

Im letzten Match des Abends freuten sich die Fans in Minehead vor allem auf Raymond van Barneveld. Der Niederländer absolvierte sein vorletztes Turnier als Darts-Profi, war dabei im Erstrundenduell mit UK Open-Sieger Nathan Aspinall aber nicht favorisiert. „Barney“ erlebte einen Traumstart, als er mit Checkouts von 88 und 94 Punkten loslegte. Aspinall holte sich wenig später sein erstes Leg, doch van Barneveld antwortete mit einem 14-Darter und stellte den alten Abstand wieder her. Dem fünffachen Weltmeister unterlief erst im vierten Durchgang ein grober Fehler, als er dreimal am äußeren Ring vorbeiwarf. Aspinall löschte im Gegenzug 92 Zähler und verkürzte zum Zeitpunkt der Unterbrechung auf 2:3. Nach der Pause drückte „Barney“ wieder aufs Gaspedal, sicherte sich drei Legs in Folge und hatte so das Soll erfüllt. Schlussendlich machte van Barneveld mit einem 100er-Finish alles klar und gewann mit 6:2.

Players Championship Finals


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