Clemens steht in Runde drei, Hopp scheidet aus

Die Players Championship Finals dauern nur drei Tage – daher ging es direkt am Samstagnachmittag weiter mit den Zweitrundenspielen. 16 Matches wurden auf zwei Bühnen verteilt in der ersten Session des Tages ausgetragen, sodass alle verbliebenen Spieler ans Board treten durften. Mit Max Hopp und Gabriel Clemens waren noch zwei Deutsche im Rennen, die alles dafür tun wollten, um einen weiteren Schritt gehen zu können. Wie in der vorangegangen Runde wurden die Matches auf zwei Bühnen aufgeteilt, der Modus blieb unverändert bei „Best of 11 Legs“.

Gurney überlebt drei Matchdarts

Die Nummer fünf der Welt, Daryl Gurney, eröffnete auf der Hauptbühne vor den Fernsehkameras. Dabei bekam er es in der zweiten Runde mit Ryan Searle zu tun. Letztgenannter begann mit einem 76er-Finish, ließ im nächsten Leg aber einen Breakdart ungenutzt. So ging dieses Leg an „Superchin“ doch Searle hatte die passende Antwort auf Lager und spielte ein Highfinish in Höhe von 108 Punkten. Gurney ließ das natürlich nicht lange auf sich sitzen und zeigte wenig später seinerseits einen 101er-Checkout, verpasste im fünften Leg aber eine Breakchance auf Tops. Searle hielt sein starkes Finishing stattdessen aufrecht, machte 100 Punkte mithilfe von zweimal Doppel-20 und führte mit 3:2 zur Pause. Auch das sechste Leg des Spiels wurde mit einem Highfinish gewonnen, es war Gurney mit in diesem Fall 117 Punkten zum Ausgleich. Ein Leg später brachte Searle seinen Anwurf mit einem 81er-Finish ganz sicher nach Hause, konnte im achten Leg aber drei Breakdarts auf die Doppel-20 nicht ausnutzen. Gurney kam mit einem Schrecken davon und erwischte die Doppel-16 zum 4:4-Unentschieden. Per 13-Darter übernahm der Engländer im Anschluss daran erneut die Führung und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Allerdings hatte jetzt zunächst Gurney im zehnten Leg Anwurf, gab sich dabei keine Blöße und brachte die Partie in das entscheidende elfte Leg. Searle hatte dieses Leg angeworfen und positionierte sich nach 18 Darts bei 40 Restpunkten. Sein erster Matchdart flog allerdings ganz knapp an Tops vorbei und landete in der Doppel-1, mit den nächsten beiden Darts konnte er das Match ebenfalls nicht zumachen. Gurney ließ sich jetzt nicht mehr lange bitten, versenkte in der Doppel-16 und hatte den Einzug in die dritte Runde geschafft.

Noch etwas eher begann auch das Geschehen auf der Nebenbühne, wo es mit dem Aufeinandertreffen von Stephen Bunting und Madars Razma losging. Bunting kam gut rein ins Spiel, holte sich völlig problemlos die ersten beiden Legs und legte im dritten Leg einen 12-Darter nach, um auch dieses Leg für sich zu entscheiden. Der Mann aus Lettland kam überhaupt nicht in die Partie hinein, durfte im vierten Leg schließlich zum ersten Mal auf ein Doppelfeld zielen, verfehlte dieses aber deutlich. Folglich musste er auch dieses Leg an seinen Gegner abtreten, profitierte im nachfolgenden Leg aber von einem Fehler seines englischen Kontrahenten auf Tops und traf selbst die Doppel-6 zum 1:4 aus seiner Sicht. Mit einem 71er-Finish schaffte Razma anschließend ein Break, konnte dieses aber nicht bestätigen. Stattdessen traf Bunting die Doppel-10 und war noch ein Leg von der dritten Runde entfernt war. Auch weil „The Bullet“ einen ersten Matchdart auf Tops ausließ konnte Razma noch zwei Legs auf die eigene Seite ziehen und hatte seinen Rückstand auf nur noch ein Leg reduziert. Im zehnten Leg war der Lette drauf und dran, die Partie ins Entscheidungsleg zu bringen, vergab aber insgesamt drei Möglichkeiten dazu. So konnte sich Bunting vors Oche stellen, seinen fünften Matchdart in der Doppel-4 unterbringen und den 6:4-Sieg unter Dach und Fach bringen.

Wade wird seiner Favoritenrolle gerecht

Mit einiger Mühe hatte sich Mitfavorit James Wade im Erstrundenspiel gegen Ross Smith behauptet und war so in die nächste Runde eingezogen, in welcher er nun auf Schindler-Bezwinger Nathan Aspinall traf. Der Favorit startete gut und holte die ersten beiden Legs, wobei er im zweiten von verpassten Breakdarts seines Kontrahenten profitierte. Im nachfolgenden Leg ließ Wade dann selbst eine Möglichkeit zum Break liegen, wodurch Aspinall zum ersten Erfolgserlebnis kam. Die beiden darauffolgenden Legs wurden dann noch zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt, sodass „The Machine“ mit einem 3:2-Vorsprung von der Bühne ging. „The Asp“ kam stark zurück auf die Bühne, spielte ein 116er-Finish zum Abschluss eines 12-Darters und hatte per Break den Ausgleich herbeigeführt. Doch Wade ließ das nicht lange auf sich sitzen, holte sich zwei Legs nacheinander und war nur noch eines von der nächsten Runde entfernt. Mit einem 76er-Finish konnte Aspinall zwar noch ein Leg für sich entscheiden, doch wenige Minuten später machte der Weltranglistenneunte dann alles klar und holte sich den 6:4-Erfolg.

Schon jetzt, also in der zweiten Partie auf der Nebenbühne, war Gabriel Clemens im Einsatz. Der Saarländer hatte sich gestern souverän gegen Andrew Gilding durchgesetzt und sich so das Zweitrundenduell mit James Wilson erspielt – auf „Gaga“ wartete also die nächste schwierige Aufgabe. Nachdem Clemens den eigenen Anwurf im ersten Leg mit einem 63er-Finish verteidigen konnte spielte er ein ganz starkes zweites Leg und kam per 11-Darter zum Break. Im dritten Leg wartete der Deutsche mit 32 Restpunkten schon auf seine Möglichkeit, er durfte aber nicht mehr ran. Denn Wilson sendete ein erstes Lebenszeichen aus und brachte 116 Punkte zum direkten Rebreak auf Null. Im vierten Leg gelang dem Engländer anschließend der Ausgleich, ehe Clemens dank eines Treffers in der Doppel-2 wieder in Führung ging, im darauffolgenden sechsten Leg aber haarscharf an einem 161er-Finish. Stattdessen stellte Wilson erneut Parität her, profitierte im siebten Leg von einem weiteren Fehler seines Gegners auf ein Doppelfeld und lag plötzlich selbst mit 4:3 in Führung. Clemens gab sich aber natürlich kein bisschen auf, kam per 15-Darter zum sofortigen Rebreak und legte einen 14-Darter bei eigenem Anwurf nach – „Gaga“ war nur noch ein Leg von der Ziellinie entfernt. Doch Wilson ließ anschließend im zehnten Leg gar nichts anbrennen, holte sich dieses per 13-Darter und brachte dieses Duell in den Decider. Clemens durfte dieses anwerfen und spielte es schlicht sensationell: trotz eines Bounceouts stellte sich der Saarländer nach neun Darts 101 Rest, während Wilson noch bei über 300 Punkten dümpelte. Tatsächlich konnte „Gaga“ die genannten 101 Zähler dann auch schon mit der nächsten Aufnahme ausmachen und den Einzug in die dritte Runde bejubeln. Dabei glänzte er mit einem Average von knapp 100 Punkte sowie einer 55-prozentigen Doppelquote.

Chisnall und de Zwaan müssen die Koffer packen

Als nächstes betraten Dave Chisnall und Chris Dobey die größere Bühne. „Hollywood“ begann mit einem 82er-Finish, auch Chisnall war beim ersten eigenen Anwurf sicher und glich aus. Weil seinem Gegner im nächsten Leg zwei Fehler auf Doppel unterliefen kam „Chizzy“ zum Break, vergab wenig später aber selbst drei Chancen auf Doppelfelder. Dobey bedankte sich dafür auf seine Weise und spielte ein zweites 82er-Finish zum Ausgleich. Auch das letzte Wort vor der Pause wurde von Dobey gesprochen, sodass er mit einer 3:2-Führung im Rücken in die Kabine ging. Nach der Pause checkte „Hollywood“ sogleich 72 Punkte auf dem Bullseye zum Break, musste aber direkt das Rebreak einstecken, weil Chisnall einen 14-Darter zum 3:4 aus seiner Sicht spielte. Doch das sollte tatsächlich das letzte Erfolgserlebnis von „Chizzy“ bleiben, Dobey holte sich die ihm noch fehlenden beiden Legs ohne wirkliche Probleme mit 15 und 13 Darts und besiegelte so den 6:3-Sieg.

Gleichzeitig dazu waren Jeffrey de Zwaan und Ricky Evans auf Bühne zwei im Einsatz, und rein Wurftempo der beiden Spieler her schien es ein rasantes Duell zu werden. Nachdem Evans mit einem 11-Darter erfolgreich begann vergab er im daran anschließenden Leg zwei Möglichkeiten, um ein Break nachzulegen. Den daraus resultierenden Ausgleich steckte „Rapid“ allerdings gut weg, spielte zwei Highfinishes in Höhe von 108 und 122 Punkten nacheinander und lag mit 3:1 in Front. Auch das fünfte Leg ging nach England, erst danach konnte de Zwaan den Lauf seines Gegners stoppen und selbst per 13-Darter zum zweiten Erfolgserlebnis kommen. Evans antwortete mit einem 14-Darter, war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt und beobachtete, wie sein Gegner im nächsten Leg drei Mal an Doppelfeldern vorbeiwarf. Evans hatte mit 151 Restpunkten die erste Chance zum Matchgewinn, stellte sich vors Oche und ergriff diese Möglichkeit – der klare 6:2-Erfolg war eingetütet.

Darren Webster mit überraschender Niederlage

Mit seinem klaren und deutlichen 6:1-Erfolg über Weltmeister Rob Cross hatte Cristo Reyes für die bisher wohl größte Überraschung dieses Wettbewerbs gesorgt. Nun ging es für „The Spartan“ in Runde zwei gegen Steve Lennon. Der Mann aus Irland erhielt schon im ersten Leg eine Breakmöglichkeit, warf aber einmal am Bullseye vorbei und überwarf sich mit der nächsten Aufnahme bei den verbliebenen 25 Punkten. Dementsprechend ging er Lennon in Rückstand, konnte diesen aber umgehend egalisieren. Auch die darauffolgenden beiden Legs wurden zwischen den Spielern aufgeteilt, ehe Lennon im fünften eine Breakmöglichkeit auf Tops ausließ. So konnte Reyes Sekunden später die Doppel-5 treffen und eine knappe 3:2-Führung mit in die Pause nehmen. Nach dieser Unterbrechung glich Lennon zunächst problemlos aus, ehe sein spanischer Gegner seinen Anwurf mit einem 14-Darter verteidigte und analog zum bisherigen Spielverlauf wieder in Führung ging. Lennon stellte wenig später wiederum Parität her, profitierte im neunten Leg davon, dass Reyes 60 Zähler nicht auf Null bringen konnte und produzierte das erste Break der Partie. Zudem war Lennon nur noch ein Leg von der dritten Runde entfernt, verfehlte im zehnten Leg aber ganze fünf Matchdarts. Reyes erwischte letztlich die Doppel-3 und brachte die Partie in ein hochdramatisches Entscheidungsleg. Nachdem Lennon seinen sechsten Matchdarts auf der Doppel-18 ausgelassen hatte erhielt Reyes bei 50 Restpunkten seine große Chance zum Sieg. Doch auch er vergab zwei Matchdarts, wodurch Lennon vors Oche zurückkehren durfte. Der Ire nutzte schlussendlich seinen insgesamt achten Matchdart aus und erreichte die dritte Runde, in der er auf Gabriel Clemens treffen wird.

Das dazugehörige Parallelspiel wurde zwischen Darren Webster und Stephen Burton ausgetragen. Burton, eigentlich Außenseiter in diesem Duell startete furios und sicherte sich gleich mal drei Legs hintereinander. Während er zwei dieser Legs ziemlich souverän gewinnen konnte profitierte er im zweiten davon, dass Webster zwei Mal an Doppelfeldern vorbei warf. Erst danach, also im vierten Leg unterlief Burton der erste grobe Fehler, weil er zwei Möglichkeiten auf der Doppel-12 ungenutzt ließ. So konnte der „Demolition Man“ sein erstes Erfolgserlebnis feiern, legte ein Break nach und konnte auch das sechste Leg mit einem 124er-Finish auf dem Bullseye für sich entscheiden – der 3:3-Ausgleich war somit hergestellt. Burton ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken, stoppte die Serie seines Kontrahenten per 14-Darter und produzierte im Anschluss daran ein Break, durch welches er nur noch ein Leg von einer großen Überraschung entfernt war. Und genau die wurde es dann auch, Burton verwandelte seinen fünften Matchdart in der Doppel-9 und stand nach dem 6:3-Erfolg in der dritten Runde.

Anderson lässt Whitlock keine Chance – White fliegt raus

Ein sehr hochklassiges Line-Up wartete als Nächstes auf die Zuschauer vor der größeren Bühne, als Gary Anderson es mit Simon Whitlock aufnahm. Der Australier kam denkbar schlecht in die Begegnung hinein, ließ im ersten Leg ganze vier Breakmöglichkeiten liegen und musste dieses letztlich abgeben. Noch dicker kam es für Whitlock im zweiten Leg, als er sich bei 36 Restpunkten wartend ansehen durfte, wie der „Flying Scotsman“ einfach mal 160 Punkte von der Scheibe nahm. Auch das dritte Leg ging nach Schottland, ehe Whitlock im vierten mit einem starken 11-Darter zum ersten Erfolgserlebnis kam. Mit 13 Darts ging das letzte Leg vor der Pause allerdings noch an Anderson, der zu diesem Zeitpunkt deutlich mit 4:1 in Führung lag. Nach dieser Unterbrechung war es für den Weltranglistenvierten kein Problem mehr, die ihm noch fehlenden beiden Legs einzufahren. Ein 15- und ein 14-Darter brachten den klaren 6:1-Erfolg unter Dach und Fach und Gary Anderson ins Achtelfinale.

Der bei diesem Turnier an Position eins gesetzte Ian White hatte gestern auf voller Linie überzeugt und beim klaren Sieg über Scott Taylor einen 111er-Average gespielt. Heute ging es für den „Diamond“ auf der Nebenbühne gegen Brendan Dolan. Der seit seinem historischen Double-In 9-Darter „History Maker“ genannte Dolan freute sich über einen erfolgreichen Start in die Partie, verteidigte zunächst den eigenen Anwurf und schaffte danach ein Break; letzteres auch, weil White einmal am Bullseye vorbeiwarf. Erst im dritten Leg patzte Dolan zweimal auf Doppel, wodurch White sofort rebreaken konnte – ein Leg später war zudem auch der 2:2-Ausgleich hergestellt. Doch Dolan war heute Nachmittag ziemlich gut aufgelegt, zeigte in den beiden nachfolgenden Legs Checkouts in Höhe von 110 und 81 Punkten und hatte wieder einen Vorsprung von zwei Legs herausgespielt. Die Vorentscheidung viel dann im darauffolgenden siebten Leg: „Diamond“ patzte fünf Mal auf diverse Doppelfelder, sein nordirischer Gegner erwischte stattdessen die Doppel-16 und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Zwar vergab Dolan im nächsten Leg die ersten drei Matchdarts, White kam dementsprechend zu seinem dritten Leggewinn, doch bei eigenem Anwurf machte Dolan dann dank eines 110er-Finishes alles klar und tütete den durchaus überraschenden 6:3-Sieg gegen die Nummer eins der Setzliste ein.

Michael van Gerwen erneut ohne jede Mühe

Gestern hatte Danny Noppert noch den österreichischen Vertreter Rowby-John Rodriguez aus dem Turnier genommen, heute ging es für die Nummer 12 der Setzliste gegen Mervyn King. Letzterer ließ schon im ersten Leg wertvolle Möglichkeiten für ein frühes Break aus und setzte drei Pfeile an der Doppel-16 vorbei. King kam per 15-Darter zum Ausgleich, profitierte ein Leg später von fünf Fehlern seines niederländischen Kontrahenten auf Doppelfelder und legte ein Break nach. Noppert hatte jedoch eine angemessene Antwort parat und holte sich sofort das Rebreak. Auch das darauffolgende Leg wurde als Break gewonnen, indem King 110 Punkte auf der Doppel-16 löschen konnte. Erneut gelang es dem Engländer allerdings nicht, dieses anschließend auch zu bestätigen. Stattdessen machte „Noppie“ 91 Punkte aus und hatte zum 3:3 ausgeglichen. Mit einem 14-Darter inklusive eines perfekt ausgeführten 100er-Finishes setzte sich Noppert wenige Momente später selbst in Front, hatte im achten Leg Glück, dass King zwei weitere Male an Doppelfeldern vorbeiwarf und war durch einen eigenen Treffer in der Doppel-5 so weit, als dass ihn nur noch ein Leg von der Ziellinie trennte. Im darauffolgenden Leg erhielt Noppert schon die erste Möglichkeit dazu, warf seinen erstes Matchdart jedoch relativ deutlich am Bullseye vorbei. King checkte auf Tops zum 14-Darter, ließ diesem einen 13-Darter im zehnten Leg folgen und brachte dieses Duell in das alles entscheidende elfte Leg. Dieses war ziemlich ausgeglichen, bis seine erste Möglichkeit zum Sieg erhielt. Auch er vergab einen Matchdart und hatte das Spiel somit verloren. Noppert ließ sich jetzt nicht mehr bitten, verwandelte in der Doppel-10 und hatte den Drittrundeneinzug klar gemacht.

Nun folgte der Auftritt des Titelverteidigers und Topfavoriten, namentlich Michael van Gerwen. Gegen Keegan Brown wollte er seine Hausaufgaben erledigen und in die nächste Runde einziehen. Van Gerwen startete so, wie man es von ihm auch erwarten durfte: einem 14-Darter im Auftaktleg legte er einen 12-Darter zum Break nach. Mit einem 88er-Finish ging auch das dritte Leg an die Niederlande, ehe sich Brown im vierten berechtigte Hoffnungen auf einen Leggewinn machten durfte, weil er nach 15 Darts nur noch 40 Punkte übrighatte. Doch van Gerwen hatte ganz andere Pläne, machte 143 Punkte via Triple-19, Triple-18 und Doppel-16 und hatte auch dieses Leg für sich entschieden. Einen 13-Darter später war van Gerwen soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Erst als der Weltranglistenerste im sechsten Leg drei Matchdarts ausließ durfte sich Brown darüber freuen, zumindest den Whitewash verhindert zu haben. Schon wenige Minuten später war die Partie dann aber wirklich abgeschlossen, van Gerwen checkte 113 Punkte nach einem Ausrutscher in die Triple-3 noch via Triple-18 und Bull, ein Average von 106 Punkten verhalf ihm in die dritte Runde.


Jonny Clayton hält seine gute Form aufrecht

Mittlerweile hatte Max Hopp lange genug auf seinen Zweitrundenauftritt gewartet, jetzt durfte der „Maximiser“ endlich auf die Bühne. In Person von Peter Wright hatte der Deutsche zwar einen schwierigen, in der momentanen Verfassung aber sicherlich keinen unschlagbaren Gegner erwischt. Die deutsche Nummer eins erhielt schon im ersten Leg einen Breakdart, verfehlte das gewünschte Bullseye jedoch ziemlich deutlich, So rettete „Snakebite“ den eigenen Anwurf und schaffte es mit einem 68er-Finish auf der Doppel-14 das erste Break der Partie zu erzielen – Hopp hatte Augenblicke zuvor zwei Mal an Doppeln vorbeigeworfen. Obwohl der Deutsche im dritten Leg knapp an einem 164er-Finish scheiterte konnte er sich dieses eine Aufnahme später doch sichern und zum direkten Rebreak kommen. Wenig später brachte Hopp dann seinen Anwurf durch und hatte den Ausgleich herbeigeführt. Das fünfte Leg ging dann aber noch an den Weltranglistenzweiten, der mit einer 3:2-Führung in die Pause ging. Nach der Pause gelang Wright mit einem 14-Darter sogleich ein Break, welches er mit einem sehenswerten 121er-Finish bestätigen konnte. Der Schotte hatte sich jetzt nicht nur einen Vorsprung von drei Legs herausspielen können, sondern war zudem nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Im achten Leg erhielt Hopp dann nach längerer Zeit immerhin mal wieder Möglichkeiten zu einem Leggewinn, überwarf sich aber bei 64 Zählern und konnte diese Punktzahl auch im nächsten Versuch nicht auf Null bringen. Wright versenkte dann schon Sekunden später in der Doppel-20, gewann dieses Duell mit 6:2 und schickte die deutsche Nummer eins nach Hause.

Michael Smith, mit Sicherheit einer der Mitfavoriten auf den Titel hatte gestern gegen Vincent van der Voort für den einzigen Whitewash des Turniers gesorgt, heute hatte „Bully Boy“ mit Jonny Clayton einen formstarken Gegner vor der Brust. Nachdem Smith das erste Leg problemlos verteidigen konnte vergab er im darauffolgenden zwei Möglichkeit zum Break. So gelang „The Ferret“ der Ausgleich, doch Smith schlug mit einem 13-Darter zurück. Jedoch vergab er auch in diesem Leg einen Breakdart, wodurch Clayton erneut Parität herstellen konnte. Auch die nächsten beiden Legs wurden gerecht zwischen den beiden Profis aufgeteilt, ehe Clayton im siebten Leg 88 Punkte auf Null bringen konnte und dank dieses Breaks mit 4:3 in Führung ging. Smith ließ allerdings nicht lange auf sich sitzen und stellte erneut einen unentschiedenen Spielstand her, die Schlussphase versprach also eine Menge Spannung. Clayton konnte im neunten Leg zunächst für ein weiteres Break sorgen und brauchte noch ein Leg zum Sieg. Der Waliser vergab im nächsten Leg jedoch ganze sechs Matchdarts, die Konsequenz dessen war natürlich, dass Smith die Partie ins Entscheidungsleg brachte, welches er auch noch anwerfen durfte. Doch Smith ließ einen Matchdart auf der Doppel-14 ungenutzt und hatte seine Chance zum Matchgewinn verwirkt. Clayton ergriff seine Möglichkeit nun beim Schopfe, nahm 80 Punkte von der Scheibe und hatte den Einzug in die dritte Runde vollbracht.

Ratajski wirft auch Lewis raus

Eine Partie fehlte nun noch auf der Hauptbühne. Im Einsatz war dabei Krzysztof Ratajski, dem gestern gegen Gerwyn Price die Performance des Tages gelungen war. Der „Polish Eagle“ drehte einen 1:5-Rückstand noch zum Sieg und spielte dabei in den letzten fünf Legs einen sensationellen 119er-Average. Die heutige Anfangsphase verlief jedoch nicht nach dem Geschmack des Polen, er musste im Auftaktleg sofort ein Break schlucken und konnte den gegnerischen Anwurf im zweiten Leg nicht ansatzweise gefährden. Erst als Lewis im dritten Leg ganz knapp an einem 136er-Checkout scheiterte kam Ratajski zu seinem ersten Erfolgserlebnis. Die nächsten beiden Legs wurden dann noch jeweils mit dem Anwurf gewonnen, sodass „Jackpot“ eine knappe 3:2-Führung mit in die Pause nahm. Zurück auf der Bühne stellte Ratajski per Break zunächst den Ausgleich her, ehe er sich wenig später dank eines Treffers in der Doppel-10 erstmalig in der Partie selbst in Führung brachte. Bei Lewis lief nach der Pause kaum noch etwas zusammen, zu allem Überfluss patzte er im fünften Leg zwei Mal auf Doppelfelder und lud Ratajski zur Vorentscheidung ein. Dieses Geschenk nahm letzterer gerne an, breakte auf der Doppel-8 und stand kurz vor dem Sieg. Als Lewis im neunten Leg noch zwei weitere Male am äußeren Ring des Dartboards vorbeiwarf war das Duell gelaufen. Ratajski nutzte gleich seinen ersten Matchdart, besiegelte seinen 6:3-Erfolg und zog in die dritte Runde ein.

Auch auf der kleineren Bühne fehlte noch ein Match, und in diesem duellierten sich Steve Beaton und Joe Cullen. Nachdem „The Bronzed Adonis“ das erste Leg für sich verbuchen konnte gelang es ihm, per 13-Darter ein Break nachzulegen. Erst als der Weltmeister von 1996 ein Leg später drei Fehler auf Doppelfelder beging konnte Cullen dank eines 63er-Finishes zu seinem ersten Leggewinn kommen, bei welchem es sich um ein Break handelte. Wenige Minuten später checkte der „Rockstar“ 68 Punkte aus und hatte den unentschiedenen Spielstand von 2:2 hergestellt. Die nächsten beiden Legs wurden zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt, ehe Beaton im siebten einmal an der Doppel-20 vorbeiwarf und seinem Gegner im Umkehrschluss ein Break ermöglichte; mit einem 14-Darter bestätigte Cullen dieses im Anschluss daran und stand kurz vor dem Erreichen der nächsten Runde. Mit einem 121er-Finish auf dem Bullseye im neunten Leg konnte Beaton sein Ausscheiden zwar noch herauszögern, als er ein Leg später aber eine letzte Möglichkeit auf die Doppel-20 ausließ war das Aus besiegelt. Cullen versenkte in der Doppel-9 und setzte einen Schlussstrich unter den Endstand von 6:4.

Players Championship Finals


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