Hopp und Clemens sind weiter, Schindler scheidet aus

Es ist die Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2019: Die Players Championship Finals begannen Freitagnachmittag im Butlins Resort in Minehead. Mit am Start waren die 64 Spieler, die bei den 22 über das Jahr verteilten Players-Championship-Turnieren das meiste Preisgeld einspielen konnten. Um das gesamte Turnier an einem Wochenende unterbringen zu können, wurden die Partien parallel auf zwei Bühnen ausgetragen. Mit Gabriel Clemens, Max Hopp und Martin Schindler gelang drei Deutschen die Qualifikation für dieses Major-Turnier, nach der Absage von Mensur Suljovic stand mit Rowby-John Rodriguez zudem ein Österreicher im Teilnehmerfeld. Abgesehen von Rodriguez waren die restlichen drei deutschsprachigen Starter schon in der ersten Turniersession im Einsatz, gespielt wurde in der ersten Runde im Modus „best of 11 Legs“.

De Zwaan mit erfolgreichem Turnierauftakt

Für den Turnierauftakt sorgte ein rein niederländisches Duell zwischen Jeffrey de Zwaan und Jelle Klaasen, welches auf der Hauptbühne ausgetragen wurde. Erstgenannter startete besser in das Match, schaffte gleich ein Break, legte anschließend nach, verpasste im dritten Leg jedoch eine Möglichkeit auf Tops, um noch weiter davonzuziehen. Dies rief „The Cobra“ auf den Plan, der zu seinem ersten Erfolgserlebnis kam. De Zwaan antwortete mit einem 66er-Checkout, ehe Klaasen die Doppel-10 treffen konnte und auf 2:3 aus seiner Sicht verkürzte. In den nächsten Minuten verlief das Match analog zur letzten Situation, „The Black Cobra“ legte vor und erhöhte seinen Vorsprung, Klaasen gelang es erneut, diesen Rückstand zu verkürzen. Als de Zwaan im darauffolgenden achten Leg 112 Punkte mitnehmen konnte war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt, vergab wenig später aber zwei Matchdarts auf der Doppel-8. Klaasen checkte 88 Zähler auf der Doppel-7 und hielt sich am Leben, von langer Dauer war dies aber nicht. Denn Jeffrey de Zwaan brachte seinen Pfeil schon kurze Zeit später in der doppelten 8 unter und hatte dieses Spiel mit 6:4 für sich entschieden.

Parallel dazu begann auch das Geschehen auf der kleineren Nebenbühne, auf welcher Brendan Dolan und Michael Barnard den Anfang machte. Barnard, der die diesjährige Challenge Tour als Erstplatzierter abgeschlossen hatte, schnappte sich das Auftaktleg, profitierte im zweiten von einem Fehler seines Gegners auf ein Doppelfeld, löschte selbst 80 Punkte aus und baute seinen Vorsprung durch dieses Break aus. Der „History Maker“ ließ sich davon allerdings überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und glich dank zweier 14-Darter zum 2:2 aus. Barnard übernahm im Anschluss daran wieder die Führung, verpasste wenig später aber einen Breakdart, um diese auszubauen. So glich Dolan wieder aus und schaffte dank eines weiteren 14-Darters ein Leg später selbst ein Break, er lag nun mit 4:3 vorne. Danach patzte der Nordire jedoch zwei Mal auf Doppel, auf diese Weise ermöglichte er seinem Gegner den erneuten Ausgleich. Die letztlich spielentscheidende Szene passierte dann im neunten Leg, als Barnard vier Möglichkeiten auf Doppel ausließ und seinen Kontrahenten praktisch zum Break einlud. Dieses Geschenk nahm Dolan auch dankend an, ging in Führung, machte im zehnten Leg schließlich alles perfekt und zog durch das 6:4 in die nächste Runde ein.

Hopp dreht einen 1:3-Rückstand zum Sieg

Im zweiten Match vor TV-Kameras war dann Max Hopp an der Reihe. Als Nummer 29 der Players Championship-Rangliste, unter anderem begründet durch seinen Triumph beim 19. Turnier, traf er in seinem Erstrundenmatch auf Steve West, gegen den er bis heute eine schlimme Bilanz von sechs Niederlagen in sechs Aufeinandertreffen hatte. Der „Maximiser“ erhielt schon im ersten Leg eine frühe Breakmöglichkeit, warf aber an der Doppel-4 vorbei. So brachte West dieses Leg doch noch auf seine Seite und konnte dank eines starken 12-Darters im nächsten Durchgang nachlegen. Hopp hatte ziemliche Startschwierigkeiten, durfte sich im dritten Leg aber kräftig bei seinem englischen Gegner bedanken, weil dieser sechs Chancen zum Leggewinn ausgelassen hatte. So feierte Hopp auf der Doppel-10 sein erstes Erfolgserlebnis, verpasste anschließend aber eine Möglichkeit auf Tops zum Ausgleich. Mit einem 104er-Finish via Triple-16, 16 und Doppel-20 bestrafte West diesen Fehler im Stile eines Spitzenspielers, patzte im fünften Leg aber seinerseits fünf Male auf Doppelfelder. Hopp, der in diesem Leg selbst ein paar Probleme beim Auschecken hatte erwischte letztlich die Doppel-6 und verkürzte auf 2:3 aus seiner Sicht. Nach der kurzen Pause gelang der deutschen Nummer eins zunächst der Ausgleich, ehe sich West die Führung zurückholen konnte – in diesem siebten Leg warfen beide Akteure je zwei 180er. Auf der Doppel-14 holte sich der „Maximiser“ schon wenige Momente später den neuerlichen Ausgleich, ehe sich das jetzt folgende neunte Leg als ganz entscheidendes herausstellte: West warf einen Dart an der Doppel-20 vorbei, Sekunden später stellte sich Hopp mit 85 Restpunkten vors Oche und checkte ganz souverän mit zwei Darts über Triple-19 und Doppel-14. Durch dieses Break fehlte dem Deutschen jetzt nur noch ein Leg zum Weiterkommen, und dank eines brillanten 11-Darters inklusive zweier 180er machte Max Hopp schon kurz darauf alles klar und besiegelte den 6:4-Erfolg.

Gleichzeitig duellierten sich auf der zweiten Bühne Josh Payne und Ryan Searle. Nach einem ausgeglichenen Spielbeginn, beide Akteure verteidigten ihre ersten beiden eigenen Anwürfe, wobei Payne im vierten Leg allerdings zwei Breakchancen ungenutzt ließ. In der Folge übernahm Searle dann das Kommando und glänzte im fünften Leg mit einem 121er-Finish auf dem Bullseye zum 12-Darter, nebenbei gelang ihm damit das erste Break der Partie. Searle war jetzt zweifellos der bessere Spieler, legte Legs mit 16 und 15 Darts nach und stand jetzt kurz vor der Ziellinie. Payne hatte seit dem vierten Leg nicht mehr auf Doppelfelder werfen dürfen, und daran änderte sich auch im achten Leg der Partie nichts mehr. Searle konnte das Match mit einem 14-Darter beenden, das Schlussresultat war mit 6:2 ziemlich deutlich. Der Gewinner profitierte unterm Strich vor allem von seiner starken Doppelquote mit über 50 Prozent.

Schindler chancenlos gegen Aspinall

Nach der ursprünglichen Planung wäre nun Mensur Suljovic an der Reihe gewesen, „The Gentle“ musste seine Teilnahme aus familiären Gründen jedoch absagen. Davon profitierte der eigentlich nicht qualifizierte Benito van de Pas, der nun auf der Hauptbühne gegen Keegan Brown antrat. Ohne jegliche Schwierigkeiten konnte „The Needle“ die ersten beiden Legs auf seine Seite ziehen, patzte im dritten allerdings drei Male auf Doppelfelder. Nutznießer dessen war natürlich sein niederländischer Gegner, der 56 Punkte auf Null bringen konnte und auf diese Weise zum ersten Erfolgserlebnis kam. Brown stellte den alten Abstand wenig später wieder her, erneut gelang es „Big Ben“ wieder heranzukommen. Im darauffolgenden sechsten Leg ließ van de Pas jedoch zwei Chancen zum Ausgleich liegen, wodurch Brown den Spielstand auf 4:2 stellte. Er patzte im nächsten Leg jedoch dreimal auf Doppelfelder, stattdessen gelang van de Pas sein Highlight in diesem Match, als er 96 Punkte via 20, Doppel-18 und Doppel-20 ausmachen konnte. Erneut vergab der Niederländer anschließend eine Möglichkeit zum Ausgleich, was Brown seinerseits durch eine tolle Aktion bestrafen konnte: er löschte 100 Restpunkte mithilfe von zweimal Doppel-20. Brown war jetzt noch ein Leg vom Sieg entfernt, und genau dieses holte er sich im folgenden neunten Leg der Partie auf äußerst sehenswerte Weise: mit einem 144er-Checkout besiegelte der frühere Juniorenweltmeister den 6:3-Erfolg.

Währenddessen betrat Martin Schindler die Nebenbühne. „The Wall“ waren während dieser Pro-Tour-Saison zwei Halbfinalteilnahmen gelungen, heute ging es für ihn gegen den Sieger des 18. Players Championship-Turnieres, Nathan Aspinall. Schindler begann mit einem guten 15-Darter, konnte sich bei 61 Restpunkten im nächsten Leg aber keinen Wurf auf ein Doppelfeld erspielen. Dementsprechend gelang „The Asp“ der sofortige Ausgleich, welchem er einen 13-Darter zum Break folgen lassen konnte. Schindler kam in dieser Phase des Spiels überhaupt nicht mit, konnte auch in den beiden darauffolgenden Legs keinen Schaden anrichten und sah sich mit einem 1:4-Rückstand konfrontiert. Wenig später konnte Aspinall die Doppel-16 treffen und stand mittlerweile ganz kurz vor der Ziellinie. Im jetzt folgenden siebten Leg durfte der Deutsche immerhin nochmal auf ein Doppelfeld zielen, verfehlte allerdings Tops. Aspinall nutzte dann Sekunden später seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-20 und hatte das Spiel deutlich mit 6:1 gewonnen. Auch die Statistiken sprachen hier eine deutliche Sprache, während Schindler auf einen 85er-Average kam warf der Sieger fast 98 Punkte im Schnitt pro Aufnahme.

Adrian Lewis mit souveränem Sieg

Nach dem Erstrundenaus bei der diesjährigen Weltmeisterschaft war Adrian Lewis in der Weltrangliste mächtig abgesackt, sich danach aber schnell gefangen und speziell bei den Players Championship Turnieren immer mal wieder gute Ergebnisse eingefahren. Auch dank drei Finalteilnahmen war bei diesem TV-Turnier an Position fünf gesetzt und spielte auf der Hauptbühne gegen Adam Hunt. Um Millimeter verpasste der „Hunter“ im ersten Leg ein 127er-Finish. Er wurde für diesen Fehler auch umgehend bestraft, indem Lewis 70 Punkte zum Break von der Scheibe nehmen konnte. „Jackpot“ legte im zweiten Leg stark nach und zeigte ein Highfinish in Höhe von 126 Punkten. Wenig später gelang ihm ein starker 11-Darter, wodurch er sogar mit 3:0 in Führung lag. Erst als Lewis ein Leg später einmal an Tops vorbeiwarf durfte sich Hunt über seinen ersten Leggewinn freuen. Das änderte aber nichts daran, dass Lewis weiterhin der klar überlegene Profi war. Er legte Legs mit 15 und 14 Darts nach und war nur noch eins vom Weiterkommen entfernt. Kurios wurde es dann im achten Leg, als Lewis ganze sieben Matchdarts ungenutzt ließ, So kam Hunt, der in diesem Leg selbst acht Mal an Doppelfelder vorbeigeworfen hatte, doch noch zu seinem zweiten Erfolgserlebnis. Ein Leg später war das Match aber wirklich vorbei, Lewis verwandelte in der Doppel-20 und hatte diese Partie mit 6:2 für sich entschieden.

Zwei Deutsche hatten ihre Erstrundenpartien nun schon hinter sich gebracht, Gabriel Clemens war jetzt an der Reihe. Der Saarländer hat ein starkes Debütjahr hinter sich, erreichte im Mai sogar sein erstes Pro Tour-Endspiel und verlor dieses knapp gegen Gary Anderson. Als Nummer 22 der Players Championship Order of Merit duellierte sich „Gaga“ auf Bühne 2 mit Andrew Gilding. Mit einem Treffer in der Doppel-20 sicherte sich Clemens ohne Probleme das Auftaktleg, dank eines 64er-Checkouts zum Abschluss eines 15-Darter konnte er sogar nachlegen und bei der ersten Gelegenheit auch sofort breaken. Gilding hatte in der Anfangsphase vor allem Schwierigkeiten mit seinem Scoring. Die Schwächen seines Gegners konnte „Gaga“ stattdessen voll ausnutzen und mit einem 81er-Finish auf dem Bullseye sogar auf 3:0 stellen. Erst als Clemens im vierten Leg haarscharf an 154 Restpunkten scheiterte meldete auch „Goldfinger“ seine Anwesenheit in diesem Match an und holte sich sein Premierenleg. Der Saarländer antwortete mit einem perfekt ausgeführten 89er-Finish, ehe Gilding die Doppel-8 treffen konnte und seinen Rückstand wieder auf zwei Legs verringerte. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt, sodass Clemens beim Stand von 5:3 nur noch ein Leg von der zweiten Runde entfernt war. Genau dieses konnte er auch schon wenige Minuten später einfahren, zum Abschluss glänzte er mit einem 121er-Finish auf der Doppel-14 am Ende eines 12-Darters und machte so sein Weiterkommen perfekt.

Whitlock siegt im Australien-Duell

Die größere Bühne war schon wenig später Austragungsort des Duells der beiden besten australischen Spieler der Sportart, als Simon Whitlock und Kyle Anderson aufeinandertrafen. Whitlock begann furios und nahm gleich zu Beginn 154 Punkte von der Scheibe, als wäre es das Einfachste auf der Welt. Dabei handelte es sich auch um ein Break, doch Anderson gelang hier das sofortige Rebreak, weil er mit einem brillanten 11-Darter konterte. Im darauffolgenden Leg unterliefen „The Original“ jedoch fünf Fehler auf die Doppelfelder, sodass Whitlock ein weiteres Break erzielen konnte. Der „Wizard“ bestätigte dieses Break wenig später und profitierte im fünften Leg von drei weiteren Patzern seines Gegners – mittlerweile lag der Weltranglistenachte mit 4:1 in Führung. Nach der Pause legte Whitlock ein 100er-Finish nach und stand kurz vor dem Sieg in diesem Erstrundenmatch. Anderson steckte allerdings noch nicht auf, zeigte Checkout von 80 und 82 Punkten und hatte bis auf 3:5 verkürzt – zudem hatte Anderson einen Matchdart überlebt. Im neunten Leg erwischte „The Original“ die Doppel-10 und arbeitete so weiter an seinem Comeback. Daraus wurde letztlich aber nichts, denn Whitlock verwandelte seinen insgesamt vierten Matchdart in der Doppel-4 und freute sich über den am Ende mühsam erkämpften 6:4-Erfolg.

Schon kurze Zeit später ging es dann auf der Nebenbühne weiter, als Ryan Joyce und Steve Lennon aufeinandertrafen. Der aus Irland stammende Lennon eröffnete mit einem 104er-Highfinish, profitierte im zweiten Leg von drei Fehlern seines Gegners auf die Doppel-16 und legte ein Break nach. Wenig später konnte Lennon sogar auf 3:0 davonziehen, ehe Joyce im vierten Leg zum ersten Mal ein Doppelfeld erwischen konnte. Davon ließ sich der Ire allerdings nicht aus der Ruhe bringen, weil er mit einem starken 12-Darter den vorherigen Abstand wiederherstellte. Auf der doppelten 2 konnte Joyce danach seinen zweiten Leggewinn einfahren, doch es sollte auch sein letzter in dieser Begegnung bleiben. Lennon holte sich die ihm noch fehlenden beiden Legs mit jeweils 15 Darts, beendete das Match mit einem 86er-Finish auf dem Bullseye und hatte die Partie mit 6:2 gewonnen.

Gurney und King bleiben dem Turnier erhalten

Auf der Hauptbühne, also vor den TV-Kameras ging es anschließend weiter – und zwar mit dem Aufeinandertreffen von Daryl Gurney und Robert Thornton. „Superchin“ vergab aber im ersten Leg einen Breakmöglichkeit auf das Bullseye, machte es im zweiten Leg aber besser und erwischte ebenjenes Feld in der Mitte des Boards zum Abschluss eines 121er-Checkouts, dadurch hatte er auf 1:1 ausgeglichen. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden zwischen den beiden Spielern aufgeteilt, ehe Thornton im fünften Leg drei Pfeile an Doppelfeldern vorbeiwarf. Gurney bedankte sich, brachte seinen Dart in der Doppel-20 unter und hatte das erste Break dieses Duells produziert. Dieses konnte der Mann aus Nordirland bei eigenem Anwurf anschließend bestätigen, verpasste im folgenden siebten Leg aber zwei Möglichkeiten, um seine Führung weiter auszubauen. So konnte Thornton zwar zunächst verkürzen, den Anwurf seines Kontrahenten im nächsten Leg aber nicht gefährden. Durch dieses Erfolgserlebnis war Daryl Gurney nur noch ein Leg von der zweiten Runde entfernt. Und dieses fehlende Leg konnte der Weltranglistenfünfte dann schon wenige Minuten später einfahren, nachdem Thornton seine letzten beiden Chancen auf Doppelfelder ausgelassen hatte nutzte Gurney seinen vierten Matchdart auf der Doppel-8 und besiegelte den Endstand von 6:3 zu seinen Gunsten.

Ein weiteres Match, welches auf der kleineren Bühne vonstattenging, wurde zwischen Mervyn King und Simon Stevenson ausgetragen. Nachdem die ersten beiden Legs der Partie zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden unterlief „The King“ im dritten Leg der erste grobe Patzer, als er zwei Mal an der Doppel-20 vorbeiwarf. Dementsprechend musste er dieses Leg an seinen Gegner abtreten, schlug aber schnell zurück und spielte einen 13-Darter zum direkten Rebreak. Auch das darauffolgende fünfte Leg wurde als Break gewonnen, Stevenson brachte 83 Zähler mit zwei Würfen auf Null und übernahm die Führung. Er vergab im nächsten Leg jedoch drei wichtige Möglichkeiten, um diese auszubauen und brauchte sich dann nicht mehr wundern, dass King beim Stand von 3:3 wiederum Parität her. Das bisherige Bild der Partie setzte sich auch in der Folge fort, denn auch die nächsten beiden Legs wurden gegen den Anwurf gewonnen. Zunächst patzte King im siebten Leg zwei Mal auf Doppelfelder und verlor dieses folglich aus, ein Leg später unterliefen Stevenson ganze sieben Fehler beim Werfen auf den äußeren Ring des Boards. So durfte King erneut ausgleichen, zudem konnte er in dieser Schlussphase noch einen Gang höherschalten. Mit 17 und 15 Darts holte sich King die ihm noch fehlenden zwei Legs und hatte das Spiel mit 6:4 gewonnen.

Wade muss gegen Ross Smith lange zittern

Es folgte das siebte und vorletzte Match auf der Hauptbühne, in welches der Weltranglistenneunte James Wade involviert. Der zweifache Major-Sieger in diesem Jahr musste zu seinem Turnierauftakt gegen Ross Smith an die Arbeit. Der Außenseiter erhielt schon im ersten Leg eine Möglichkeit zum Break, setzte aber einen Dart an der Doppel-7 vorbei. So konnte Wade dieses Leg trotz einiger Schwierigkeiten auf Doppelfelder noch verteidigen, kassierte wenig später aber den Ausgleich, weil Smith 70 Punkte löschen konnte. „The Machine“ antwortete mit eine 11-Darter und traf anschließend die Doppel-6, um erstmalig in dieser Partie zu breaken. Als er im fünften Leg jedoch knapp an der Doppel-20 vorbeiwarf war Smith zur Stelle, traf die doppelte 18 und hatte auf 2:3 aus seiner Sicht verkürzt. Nach der Unterbrechung patzte Wade zunächst einmal auf Tops, wodurch Smith Sekunden später auf 3:3 ausgleichen konnte. Die Antwort des Weltranglistenneunten darauf war ein 130er-Finish auf dem Bullseye, doch „The Smudger“ ließ sich weiterhin nicht abschütteln und brachte im achten Leg 79 Punkte zum wiederholten Ausgleich auf Null. Im Anschluss daran ging Wade wieder in Führung und brauchte noch ein Leg zum Sieg, vergab im zehnten Leg aber die ersten beiden Matchdarts. Weil allerdings auch Smith zwei Möglichkeiten auf Doppelfelder ungenutzt ließ durfte „The Machine“ nochmal vors Oche treten und seinen dritten Matchdart in der Doppel-6 unterbringen. Unterm Strich überstand Wade die ersten Runde mit einem 6:4-Erfolg.

Parallel dazu war „The Bullet“ Stephen Bunting im Einsatz, er bekam es mit Richard North zu tun. Bunting erlebte einen Start nach Wunsch, holte sich problemlos Leg Nummer eins und zeigte wenig später ein tolles 164er-Finish zum Break. Auf der anderen Seite entwickelt sich der Spielverlauf für North immer mehr zum Albtraum, so patzte er im dritten Leg selbst zweimal auf Tops und durfte sich Sekunden später mit ansehen, wie sein Gegner 111 Punkte auf Null bringen konnte. Erst danach verbuchte „Northy“ sein erstes Erfolgserlebnis und dank eines starken 128er-Finishes mit zweimal Triple-18 und Doppel-10 konnte seinen Rückstand auf nur noch ein Leg verringern. Dank eines 76er-Finishes auf dem Bullseye gelang ihm wenig später dann tatsächlich der 3:3-Ausgleich, doch Bunting stoppte die Serie seines Gegners im siebten Leg der Partie und übernahm wiederum die Führung. Dank eines 109er-Checkouts unter hohem Druck gelang North es danach, erneut Parität herzustellen; bei Spielstand von 4:4 kündigte sich nun eine spannende Schlussphase an. In dieser legte Bunting vor, holte sich ohne Schwierigkeiten Leg Nummer neun und stand kurz vor dem Sieg. Weil er im nächsten Leg jedoch drei Matchdarts ungenutzt ließ schaffte es North mit einem Treffer in der doppelten 1, die Partie in das Entscheidungsleg zu bringen. Dieses durfte dann jedoch wieder „The Bullet“ anwerfen, der diesen Vorteil auch ausnutzen konnte und seinen insgesamt sechsten Matchdart in der Doppel-4 unterbrachte.


Auch Chisnall erreicht die zweite Runde

Für den Abschluss der ersten Turniersession auf Bühne eins sorgte dann noch der an Position neun gesetzte Dave Chisnall mit seinem Spiel gegen Jamie Lewis. „Chizzy“ durfte einen guten Beginn erleben, holte sich bei frühestmöglicher Gelegenheit das erste Break und legte auf der Doppel-1 bei eigenem Anwurf nach. Im Anschluss an diese Situation wachte auch Lewis auf, checkte im dritten Leg zunächst 122 Punkte auf der Doppel-7 und legte einen 15-Darter zum Break nach – „Fireball“ hatte den Ausgleich hergestellt. Auch das letzte Wort vor der Pause wurde von ihm gesprochen, er traf die Doppel-10 zum Abschluss eines 14-Darters und ging mit einem 3:2-Vorsprung von der Bühne. Mit einem 13-Darter kam Chisnall zurück vor die Kameras und egalisierte den Spielstand wiederum. Im nachfolgenden siebten Leg scheiterte Lewis knapp an einem 148er-Checkout um seinen eigenen Anwurf zu verteidigen. Demzufolge gelang dem Mann im gelben Hemd ein Break um in Führung zu gehen; das beschriebene Break konnte Chisnall anschließend auch bestätigen, sodass er nur noch ein Leg vom Sieg entfernt war. Zwar konnte sich der Waliser noch ein Leg sichern, doch im zehnten Leg warf Chisnall zwei 180er und machte den 6:4-Erfolg letztlich mit einem 12-Darter perfekt.

Wenige Minuten später waren Mickey Mansell, Sieger des achten Players-Championship-Turnieres und Madars Razma aus Lettland im Einsatz. Razma erlebte einen schlechten Start, überwarf sich zunächst, indem er die Doppel-13 statt der Doppel-4 erwischte und durfte sich wenige Augenblicke später auch noch mit ansehen, wie Mansell 111 Punkte ausmachen konnte. Auch das zweite Leg ging nach Nordirland, erst danach feierte Razma sein erstes Erfolgserlebnis, als er einen 14-Darter zum 1:2 aus seiner Sicht spielte. Im vierten Leg warf Mansell dann zwei Mal an Doppelfeldern vorbei, und die Bestrafung dafür ließ nicht lange auf sich warten und war äußerst sehenswert: mit einem 147er-Finish glich Razma aus. Anschließend machte der Lette 79 Punkte aus, wodurch er erstmals in dieser Partie in Front lag. Diese Führung konnte er sogar ausbauen, mit einem 120er-Checkout setzte Razma sein starkes Finishing fort und lag zu diesem Zeitpunkt mit 4:2 vorne. Mansell kämpfte allerdings zurück, holte sich zwei Legs nacheinander und schaffte es, wieder Parität herzustellen. Mit einem 99er-Finish auf der Doppel-18 meldete sich Razma wenig später zurück und war nur noch 501 Punkte von der zweiten Runde entfernt. Auf der anderen Seite wollte Mansell diese Partie noch in das Entscheidungsleg bringen, verpasste im zehnten Leg jedoch ganze sechs Chancen dazu. So konnte Razma seinen fünften Matchdart ausnutzen und das Spiel mit 6:4 für sich entscheiden.

Players Championship Finals


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