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Players Championships 9+10


Zwei Niederländer gewinnen Players-Championship-Events

Am letzten Wochenende des Aprils standen die Turniere Nummer neun und zehn der diesjährigen Players Championship-Serie an. Im Robin Park Tennis Centre von Wigan ging es den 128 Teilnehmern wie immer darum, sich Preisgeld für die Players Championship-Rangliste zu erspielen, welche die Teilnahme an dem TV-Event im November regelt. Diese Möglichkeit nutzten auch so gut wie alle Topspieler. Die deutsche Fahne wurde dabei von Martin Schindler, Gabriel Clemens und Robert Marijanovic hochgehalten, der zuletzt so starke Max Hopp musste krankheitsbedingt absagen. Für Österreich gingen Mensur Suljovic, Zoran Lerchbacher und Rowby-John Rodriguez an den Start.

PC 9: van Gerwen feiert neunten Titel in diesem Jahr


Michael van Gerwen feiert neunten Titel in diesem Jahr Schatten

Michael van Gerwen besiegte den Überraschungsfinalisten Scott Taylor im Endspiel des neunten Players-Championship-Turniers mit 6:4 und machte sich auf diese Weise mit seinem neunten Titel in diesem Jahr und den damit verbundenen 10.ooo Pfund Preisgeld ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Taylor, der sein erstes PDC-Finale überhaupt spielte, hielt das Endspiel aus der Außerseiterposition heraus lange Zeit offen. Er war viermal in der Lage, den eigenen Anwurf zu verteidigen, spielte dabei auch einen 11-Darter. Doch weil van Gerwen selbiges schaffte lautete der Spielstand nach acht absolvierten Legs 4:4-Unentschieden. Der entscheidende Moment mit Blick auf den Sieg folgte im neunten Leg, als es van Gerwen erstmals gelang, seinen Gegner per 13-Darter zu breaken. Dem Weltranglistenersten fehlte jetzt also nur noch das zehnte Leg bei eigenem Anwurf zum Titel, und dieses griff er sich dank eines 12-Darters inklusive 132er-Finish.

Der spätere Sieger hatte zum Auftakt den diesjährigen WM-Halbfinalisten Jamie Lewis zugelost bekommen, welchem er beim 6:2 keine Chance ließ. Ähnlich erging es seinem Zweitrundengegner Darren Johnson, der gar mit 1:6 unterlag. Immerhin drei Leggewinne schaffte Landsmann Jermaine Wattimena eine Runde später, ehe van Gerwen im Achtelfinale Simon Whitlock mit 6:1 vom Board fegte. Ein 6:3 gegen den frischgebackenen Austrian Darts Open-Sieger Jonny Clayton brachte „Mighty Mike“ ins Halbfinale, in welchem er auf James Wade traf. Van Gerwen lag mit 5:4 in Front, profitierte dann aber davon, dass Wade vier Chancen verpasste, um den Weltranglistenersten in ein Entscheidungsleg zu zwingen. So konnte van Gerwen 51 Punkte ausmachen und ins Finale einziehen; dort vollendete er dann seinen erfolgreichen Arbeitstag.

Da van Gerwen sowieso erfolgsverwöhnt ist war die Freude bei Scott Taylor über seinen Finaleinzug wahrscheinlich größer. Er begann seinen tollen Lauf mit einem 6:4-Erfolg über Davy van Baelen, eine Runde später bezwang er Wayne Jones kalr mit 6:1. Routinier Steve Beaton scheiterte in der dritten Runde an Taylor, diesem 6:4-Sieg legte der Engländer ein zweites 6:1, diesmal über Steve West, nach. Taylor stand jetzt im Viertelfinale und hatte mit Gary Anderson den bislang größten Brocken vor sich, doch er konnte den Schotten aus dem Weg räumen und durch das 6:4 in die Vorschlussrunde einziehen. Dort hieß es Taylor versus Lowe – doch es spielte hier anders als vor einigen Jahrzehnten nicht Phil gegen John, sondern Scott gegen Jason. Scott konnte auch dieses Match mit 6:3 für sich entscheiden und so in sein erstes PDC-Finale seiner Karriere einziehen, in welchem es gegen van Gerwen nicht ganz zum ganz großen Wurf reichte.

Auch der Name Jason Lowe dürfte für die meisten noch eher unbekannt klingen, er erreichte am Samstag sein insgesamt zweites PDC-Halbfinale, nachdem ihm dieses Kunststück bereits beim vierten UK Open Qualifier Anfang Februar gelungen war. Das Kuriose ist: Lowe ist gar nicht im Besitz eine Tourkarte und rückte nur durch einige Absagen ins Teilnehmerfeld dieses Turnieres. Nach zwei deutlichen 6:3-Siegen über Mark und James Wilson spielte Lowe in Runde drei mit Dave Chisnall gegen einen Top-Zehn-Spieler, diesen konnte er mit 6:3 schlagen. Einem 6:4 über Stephen Burton folgte dann das Viertelfinalduell gegen Adrian Lewis. Letztgenannter vergab beim Stand von 5:4 für ihn zwei Matchdarts. Dies wäre folgenlos geblieben, wenn Lowe nicht 142 Punkte ausgemacht hätte. Doch genau das tat er, er checkte via Triple-20, Bullseye und Doppel-16 und zwang Lewis so in das entscheidende Leg, welches Lowe auch noch beginnen durfte. Und dort machte er das ganz souverän, schaffte in diesem wichtigen Moment einen starken 13-Darter und zog in die Runde der letzten vier ein.

Weniger überraschend war da der Halbfinaleinzug von James Wade, schließlich ist es allein auf der Pro Tour sein dritter in diesem Jahr. „The Machine“ zog nach Siegen über Jason Cullen und Zoran Lerchbacher zunächst in die dritte Runde ein, in der er Gerwyn Price bezwingen konnte. Ein 6:4-Achtelfinalerfolg über den in diesem Jahr auf der Pro Tour sehr erfolgreichen Ryan Joyce brachte ihn ins Viertelfinale, dort konnte sich der siebenmalige Major-Sieger mit 6:3 gegen Daryl Gurney behaupten.

Neben den späteren Halbfinalisten zogen Jonny Clayton, Daryl Gurney, Adrian Lewis und Gary Anderson in die Runde der letzten acht ein.

Weniger gut lief es für den an Position zwei gesetzten Peter Wright. Er scheiterte in der dritten Runde trotz 5:4-Führung mit 5:6 an Simon Stevenson. Ähnlich lief es auch bei Weltmeister Rob Cross, der ebenfalls die dritte Runde erreichte, dort aber mit 5:6 gegen Ryan Joyce verlor. Der an Position drei gesetzte Michael Smith schied sogar schon eine Runde früher aus, 5:6 lautete das Endergebnis gegen Jan Dekker aus seiner Sicht.

Anders als bei vielen anderen Players-Championship-Turnieren blieben die ganz großen Überraschungen in der ersten Turnierrunde dieses Mal aus. Aus der Riege der erweiterten Weltspitze sind lediglich Kim Huybrechts, Benito van de Pas, Darren Webster, Dimitri van den Bergh und Mervyn King als Erstrundenverlierer zu nennen. Joe Cullen, Kyle Anderson und Jelle Klaasen erwischte es in Runde zwei, während neben Wright und Cross auch Gerwyn Price, Alan Norris, Dave Chisnall und Mensur Suljovic ihre Segel nach der dritten Runde streichen mussten.

Österreicher erfolgreicher als die Deutschen

Nach der krankheitsbedingten Absage des zuletzt so erfolgreichen Max Hopp standen Martin Schindler, Gabriel Clemens und Robert Marijanovic nun umso mehr in der Pflicht, um für gute Ergebnisse für Deutschland zu sorgen. Mit dieser Aufgabe kam Martin Schindler anscheinend überhaupt nicht klar, denn er unterlag Rob Cross ohne eigenen Leggewinn. Dabei hatte „The Wall“ aber einen wirklich stark aufgelegten Gegner erwischt, der über 101 Punkte im Schnitt spielte, während Schindlers Punktedurchschnitt bei gut 92 Punkten lag.

Gabriel Clemens schaffte es immerhin, ein Match zu gewinnen und sich so etwas Preisgeld zu erspielen. Dabei zeigte er mit einem 99er-Average beim 6:4-Erfolg über John Henderson eine ansprechende Leistung, schon eine Runde später verlor er aber mit demselben Ergebnis gegen den diesjährigen WM-Achtelfinalisten James Richardson und musste das Turnier verlassen.

Ganz ähnlich erging es am Samstag Robert Marijanovic. Der Deutsch-Kroate konnte gegen Mark Dudbridge nach einem Rückstand von 1:4 vier Legs nacheinander gewinnen und sah sich dementsprechend selber mit 5:4 in Front liegen. Mit einem 16-Darter stellte Dudbridge auf 5:5, das Entscheidungsleg durfte Marijanovic beginnen und er brachte es sicher mit einem 14-Darter inklusive 180 zum 6:5-Erfolg nach Hause. Weniger gut lief es in der zweiten Runde, Adrian Lewis war eine Nummer zu groß und so unterlag der „Robstar“ mit 2:6.

Die österreichische Delegation, angeführt von Mensur Suljovic war am Samstag erfolgreicher als die drei Deutschen. Suljovic schaffte es dabei in dritte Runde, nach eindeutigen Siegen über Tytus Kanik aus Polen und Prakash Jiwa aus Indien trat er dort gegen Keegan Brown an. Nachdem die ersten sieben Leg der Partie jeweils mit dem eigenen Anwurf gewonnen wurden, schaffte Brown per 12-Darter im achten Leg das Break zur 5:3-Führung aus seiner Sicht. Mensur gab sich noch nicht auf und konnte zweier 15-Darter auf 5:5 ausgleichen. Brown durfte das entscheidende Leg anfangen, und brachte es mit einigen Mühen und siebzehn Darts zu sich; für Mensur war dieses Turnier also zu Ende.

Ebenfalls die Runde der letzten 32 erreichte Rowby-John Rodriguez, und dass, obwohl die Auslosung nicht gerade freundlich für ihn verlief. In Runde eins ging es gegen Kevin Painter, dessen beste Zeiten zugegebenermaßen schon länger zurückliegen. Dies soll aber keinesfalls die tolle Leistung von „Little John“ schmälern, denn dieser spielte beim 6:3 über 101 Punkte im Schnitt pro Aufnahme. In der zweiten Runde hieß der Gegner dann Kyle Anderson. Rodriguez präsentierte sich äußerst sicher bei eigenem Anwurf und gewann alle seine fünf Anwürfe, weil dies dem Australier aber gleichermaßen gelang musste ein Entscheidungsleg den Sieger bestimmen. Rodriguez‘ großer Vorteil war es hier, dieses beginnen zu dürfen. Letztendlich blieb dieses Match ohne Break, der Österreicher brachte das Entscheidungsleg mit 15 Darts auf seine Seite. Die gesamte Leistung war dabei fantastisch, Rodriguez warf 107,4 Punkte im Average, dies war auch nötig, um einen ebenfalls gut aufgelegten Anderson mit fast 104 Punkten im Schnitt zu bezwingen. Der zweite Anderson mit Vornamen Gary in der dritten Runde war dann aber zu viel für den Österreicher, er unterlag chancenlos mit 1:6.

Nicht zu vergessen ist Zoran Lerchbacher, dem es ebenfalls gelang, am Samstag Preisgeld einzusammeln. Dazu reichte ihm der 6:3-Erstrundenerfolg gegen Simon Preston. In Runde zwei war „The Hypercane“ gegen James Wade klarer Außenseiter, dennoch schaffte es Lerchbacher, Wade in ein Entscheidungsleg zu bringen. Hier waren beide nervös und trafen kaum Triplefelder, bei 84 Restpunkten erhielt Lerchbacher aber dennoch eine Chance zum Matchgewinn. Weil er jedoch am Bullseye vorbeiwarf kam Wade zurück und traf die Doppel-5 zum knappen Erfolg.

 Players Championship 9 Ergebnisse

PC 10: de Zwaan gewinnt, zwei Deutsche unter den besten acht


Jeffrey de Zwaan Schatten

Jeffrey de Zwaan besiegte Jonny Clayton im Endspiel des zehnten Players Championship-Turnieres mit 6:5 und strich dabei neben 10.000 Pfund Preisgeld auch seinen allerersten Profititel bei der PDC ein. Im Finale war von Anfang an klar, dass es eine enge Angelegenheit werden würde. Nachdem die ersten beiden Legs als Breaks geteilt wurden, gewannen beide Spieler sicher ihre eigenen Anwürfe, zumindest bis zum Stand von 4:4. Im neunten Leg profitierte Clayton von drei Doppelfehlern der „Black Cobra“ und setzte sich per Break in Front. Dank eines 15-Darters schaffte de Zwaan allerdings das Rebreak, sodass ein entscheidendes Leg gespielt werden musste. Der Niederländer durfte es beginnen, und ein weiterer 15-Darter war ausreichend, um das Endspiel zu gewinnen. Nach zwei Finalniederlagen in diesem Jahr gewinnt de Zwaan also sein erstes PDC-Turnier, während „The Ferret“ es verpasste, seinem Triumph bei den Austrian Darts Open einen weiteren Titel nachzulegen.

Bevor de Zwaan überhaupt das Endspiel bestreiten durfte musste der junge Niederländer einen langen Weg gehen. Dieser begann gegen Zoran Lerchbacher, de Zwaan gewann mit 6:4. Gegen Michael Smith ging es dann in der zweiten Runde, und das Match ging bis ins Entscheidungsleg, in welchem de Zwaan von einem verpassten Matchdart des Engländers profitierte und doch als Sieger hervorging. Es folgte ein klarer 6:2-Drittrundenerfolg über Justin Pipe, ehe ihn zwei 6:3-Siege gegen Steve Beaton und James Wilson ins Halbfinale brachten. Ein weiteres 6:3 schaffte de Zwaan dort gegen Gabriel Clemens, das Finale komplettierte dann den tollen Turniertag.

Obwohl es am Ende nicht ganz zum Titel reichte stellte Jonny Clayton mit dem Finaleinzug auch heute seine gute Form unter Beweis. Zwei 6:4-Siege über Ron Meulenkamp und Kevin Burness, ein 6:1 über Paul Rowley sowie ein Whitewash gegen Robert Owen brachten „The Ferret“ dabei ins Viertelfinale. Dort erwartete ihn kein geringerer als Michael van Gerwen – schon gestern traf diese beiden auf derselben Turnierstufe aufeinander, van Gerwen gewann mit 6:3. Doch heute verschlief der Weltranglistenerste den Start komplett und lag schnell mit 0:4 hinten. Zwar konnte sich van Gerwen noch ein wenig erholen, doch der Rückstand war bereits zu groß. Clayton siegte mit 6:4 und spielte dabei einen beeindruckenden Average von 111 Punkten. Ein souveräner 6:3-Halbfinalsieg über Stephen Bunting brachte ihn dann noch ins Endspiel.

Stephen Bunting erreichte die Runde der letzten vier mit Siegen über unter anderem Toni Alcinas, Daryl Gurney und Martin Schindler. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich war, dass auch Gabriel Clemens die Vorschlussrunde erreichte. Mehr zu seinen Leistungen gibt es weiter unten.

Neben den späteren Halbfinalisten erreichten Michael van Gerwen, Martin Schindler, Mickey Mansell und James Wilson. Mehr Informationen zu Schindler gibt es ebenfalls weiter unten.

Weniger erfolgreich zeigte sich am Sonntag Peter Wright. Der Mitfavorit scheiterte wie gestern schon relativ früh, dieses Mal in Runde zwei, 3:6 gegen Gabriel Clemens hieß es dort. Auch der an Position drei gesetzte Michael Smith verlor in dieser Runde, während Gary Anderson (5:6 gegen James Wilson) und Rob Cross (0:6 gegen Martin Schindler) nach der dritten Runde ausschieden.

Noch früher erwischte es heute Ian White, Joe Cullen, Mervyn King, Dimitri van den Bergh, Mensur Suljovic, Simon Whitlock, Benito van de Pas und Kim Huybrechts, die allesamt über ihre Auftakthürden stolperten. Darren Webster, Jelle Klaasen, Alan Norris, Kyle Anderson und Vortagesfinalist Scott Taylor erwischte es in der zweiten Runde, während neben Cross und Anderson auch Dave Chisnall und Gerwyn Price nach der dritten Runde nach Hause mussten.

Österreicher sieglos, Schindler und Clemens überragend

Anders als am gestrigen Turniertag waren die deutschen Akteure deutlich erfolgreicher unterwegs als ihre Kollegen aus Österreich – denn: alle drei mussten ihre Koffer nach der ersten Runde packen. Mensur Suljovic unterlag gegen den hocherfahrenen Brendan Dolan trotz des besseren Punktedurchschnitts mit 3:6. Zoran Lerchbacher scheiterte am späteren Sieger Jeffrey de Zwaan mit 4:6. Der dritte Österreicher im Bunde, Rowby-John Rodriguez, verlor erst im Entscheidungsleg gegen Cristo Reyes. Dabei hatte sich „Little John“ aus einem 2:5-Rückstand heraus das 5:5 erkämpft, doch der 17-Darter des Spaniers im elften Leg reichte ihm zum knappen Weiterkommen. Somit ging am Sonntag kein Preisgeld nach Österreich.

Auch Robert Marijanovic erging es so. Der Deutsch-Kroate sah gegen Steve Lennon in Runde eins kein Land und verlor deutlich mit 2:6.

Ganz anders sah die Gefühlslage bei den anderen beiden Deutschen im Turnier aus. Die von der Weltrangliste her deutsche Nummer zwei Martin Schindler zog ins Viertelfinale ein und erzielte so sein bestes Resultat bei einem Players-Championship-Turnier. „The Wall“ begann seinen Erfolgslauf mit einem klaren 6:1 über einen harmlosen José Justicia. Schindlers Zweitrundengegner hieß Jermaine Wattimena; entscheidend war hier, dass Schindler beim Stand von 1:1 vier Legs nacheinander gewinnen konnte. Zwar überließ er seinem niederländischen Kontrahenten noch zwei Legs, dies blieb beim 6:3-Sieg aber folgenlos; zudem glänzte der Deutsche mit einem Average von über 102 Punkten. In der dritten Runde kam es für Schindler zum Wiedersehen mit Rob Cross, von dem er gestern noch beim 0:6 vernichtet wurde. Es war fast Ironie, dass die Partie dieses Mal genau andersrum laufen sollte. Der Weltmeister kam nur auf 86 Punkte im Schnitt und erlebte ein Desaster auf den Doppeln. Schindler spielte zwar auch nicht überragend, nutzte aber alle sich ihm sich bietenden Chancen aus und schickte den Weltranglistendritten sensationell mit 6:0 nach Hause. Martin stand jetzt also im Achtelfinale, wo mit Adrian Lewis ein weiterer namhafter Gegner auf ihn wartete. Bis zum 3:3 verlief die Partie ausgeglichen, dann aber schaffte es Schindler, dank zwei Leggewinnen in Folge auf 5:3 davonzuziehen. Lewis holte sich zwar noch das neunte Leg, doch mit einem 13-Darter machte „The Wall“ den 6:4-Erfolg perfekt, bei welchem er einen Durchschnitt von knapp 97 Punkten zeigte. Dementsprechend ging es jetzt in Schindlers allererstes Players-Championship-Viertelfinale überhaupt, Gegner war Stephen Bunting. Letztgenannter ging durch einen 13- und einen 11-Darter schnell mit 2:0 in Front, doch Schindler erholte sich schnell davon und schaffte dank eines 12- und eines 10-Darters den Ausgleich. Im Anschluss setzte sich Bunting wieder auf zwei Legs Abstand ab, erneut war Schindler in der Lage, auf 4:4 auszugleichen. Das blieb dann jedoch sein letztes Erfolgserlebnis, Bunting zeigte noch zwei 15-Darter und tütete so den 6:4-Erfolg ein. Für Martin Schindler sind 2.250 Pfund aber ein schöner Trostpreis für diese Niederlage.

Noch besser als beim eben beschriebenen Schindler lief es für Gabriel Clemens. Der Saarländer, der schon bei vorherigen Pro Tour-Events auf sich aufmerksam gemacht hatte erreichte am Sonntag sein allererstes PDC-Halbfinale. „Gaga“ startete dabei mit einem eindeutigen 6:1 über Jim Brown in den Tag, in Runde zwei wartete mit Peter Wright aber eine ungleich schwerere Aufgabe auf ihn. Aber Clemens ließ sich von dem großen Namen seines Gegners überhaupt nicht beeindrucken und zeigte eine fantastische Leistung. Bis zum 3:3 verlief das Match ausgeglichen und kam ohne Breaks zu Recht, dabei gelang dem Deutschen sogar ein 152er-Finish. Doch im siebten Leg gelang Clemens genau so ein Break, mit einem 12-Darter stellte er auf 4:3, welchem er dank eines 123er-Checkouts auch das 5:3 nachlegen konnte. Ein Leg fehlte ihm jetzt noch zum überraschenden Sieg, und erneut spielte er dafür ein Highfinish. 130 Punkte brachte er auf null, machte den Deckel auf das 6:3 drauf und zeigte einen tollen Average von 103 Punkten. Ted Evetts war wenig später dann der Drittrundengegner. Clemens zog binnen weniger Minuten auf 4:0 davon, ehe er im fünften Leg ein paar Mal auf Doppelfelder patzte und Evetts so das 1:4 ermöglichte. Dies war aber keinesfalls der Beginn einer Aufholjagd des Engländers, denn „Gaga“ gewann die beiden folgenden Legs und entschied das Spiel für sich. Es ging jetzt also ins Achtelfinale, wo Clemens auf einen weiteren prominenten Spieler in Person von James Wade antreten musste. Nach vier gespielten Legs lautete der Spielstand noch 2:2, doch ab dann übernahm Clemens das Kommando und kegelte durch vier Legs in Serie einen weiteren Favoriten aus dem Turnier. Er war jetzt also im Viertelfinale, und diese Turnierebene kannte er schon aus dem fünften Players Championship Turniers dieses Jahres. Dass er es heute sogar einen Schritt weiter schaffte, lag am klaren 6:1-Erfolg über Mickey Mansell, bei dem der Saarländer über 95 Punkte im Schnitt warf. In der Runde der letzten vier ging es dann gegen den späteren Sieger Jeffrey de Zwaan. Clemens kam nicht mehr an seine Leistungen aus den vorherigen Matches heran und warf im Schnitt lediglich 78 Punkte pro Aufnahme; die letztendliche 3:6-Pleite bedeutete das Ende eines famosen Turniers für ihn. 3.000 Pfund Preisgeld kommen zur ersten PDC-Halbfinalteilnahme noch hinzu. Bemerkenswert ist auch: sieht man vom Halbfinale ab gab Gabriel Clemens von Runde eins bis ins Viertelfinale bei 30 eigenen Leggewinnen nur acht Legs an seine Gegner ab.

 Players Championship 10 Ergebnisse

Nächste Players-Championship-Turniere in drei Wochen

Nur die 64 Spieler, die nach allen Players-Championship-Turnieren das meiste Preisgeld einsammeln können dürfen auch beim TV-Event, den Players Championship Finals, im November an den Start gehen. Nach zehn von 22 Events führt Michael van Gerwen die Rangliste weiterhin mit großem Abstand vor Gary Anderson an. Adrian Lewis ist Dritter, Jeffrey de Zwaan spielt sich dank seines Turniersieges bis auf Rang vier vor; komplettiert werden die Top-5 von Dave Chisnall. Gabriel Clemens hat sich als bester Deutscher bereits 9.750 Pfund erspielt und steht auf Position 18, nach jetzigem Stand befinden sich auch Max Hopp, Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez unter den besten 64.

Mit der Players-Championship-Serie und den Turnieren Nummer elf und zwölf geht es erst in drei Wochen, am 19. und 20. Mai, in Milton Keynes weiter. Vorher stehen noch die European Tour-Events in Sindelfingen und Zwolle im Kalender, zudem werden die letzten beiden Spieltage sowie die Play-Offs der Premier League absolviert.

Alexander Kuck / 29. April 2018

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