Players Championships 3+4


Gary Anderson mit perfektem Wochenende


Vier Players Championship-Turniere werden im März stattfinden und die ersten beiden davon wurden dieses Wochenende absolviert. Langsam beginnt die Hauptsaison und so waren die beiden Turniere im Barnsley Metrodome eine gute Gelegenheit um sich weiter einzuspielen. Das galt dieses Mal nicht für Michael van Gerwen, Raymond van Barneveld und Corey Cadby, die sich allesamt eine Pause gönnten. Die deutschen Farben wurden von Martin Schindler, Gabriel Clemens, Robert Marijanovic und Max Hopp vertreten (Maik Langendorf sagte seine Teilnahme ab), während Mensur Suljovic (nur am Samstag), Zoran Lerchbacher und Rowby-John Rodriguez für Österreich mit dabei waren.

PC 3: Anderson fertigt Wright im Schotten-Finale ab

Gary Anderson schlug Peter Wright im Endspiel des dritten Players-Championship-Turniers glatt mit 6:0 und fügte seiner Sammlung sechs Tage nach dem Triumph bei den UK Open einen weiteren PDC-Titel hinzu. Im Vorfeld hatte wohl niemand ein so klares Ergebnis erwartet, schließlich gab es vor wenigen Wochen in der Premier League noch ein Unentschieden. Der „Flying Scotsman“ profitierte jedoch das ganze Spiel über von den massiven Problemen seines Gegners auf Doppelfelder, so ließ Wright beispielsweise im zweiten Leg drei Möglichkeiten liegen. Anderson zog davon, erst beim Stand von 0:5 spielte Wright wieder ein gutes Leg und hatte nach neun Pfeilen 51 Rest, patzte aber erneut auf die Doppel. Anderson machte den Deckel drauf und spielte seinerseits mit einem Average von über 101 eine sehr starke Partie.

Anderson eröffnete seine Siegesserie mit einem äußerst knappen Erfolg über Terry Jenkins. Der spätere Champion lag schon mit 1:5 zurück, konnte jedoch zurückkommen und mit 6:5 triumphieren. Es folgten 6:4-Erfolge über Gary Eastwood und Simon Stevenson, ehe Anderson im Achtelfinale Rob Cross dank eines 109er-Averages mit 6:0 vom Board fegte. Danach gab es zwei 6:3-Siege gegen Steve Hine (Viertelfinale) und Jamie Lewis (Halbfinale); bei letzterem spielte Anderson fast 110 Punkte im Schnitt.

Wrights Auftaktgegner hieß Chris Quantock, den er mit 6:3 bezwingen konnte. Im Anschluss daran musste der Weltranglistenzweite zwei Mal nacheinander ins Entscheidungsleg, gewann dieses dank guter Nerven sowohl gegen Steve Lennon als auch gegen Jermaine Wattimena. Es folgte ein Whitewash im Achtelfinale über Darren Webster, ehe Brendan Dolan und Jeffrey de Graaf jeweils mit 6:3 nach Hause geschickt wurden.

Einen erfolgreichen Arbeitstag konnte auch Jamie Lewis für sich verbuchen. Nachdem er in der ersten Runde Diogo Portela schlagen konnte sorgte er eine Runde später für das Highlight des Tages. Gegen Adam Hunt gelang ihm der 9-Darter über den klassischen Weg 180, 180 und 141 zum 5:5-Ausgleich; das Spiel selber gewann der diesjährige WM-Halbfinalist am Ende knapp mit 6:5. Souverän meisterte Lewis die nächsten drei Runden, er fuhr klare Siege über Stephen Bunting, Danny Noppert und Joe Cullen ein. Im Halbfinale war gegen einen starken Anderson danach Endstation.

Bei Jeffrey de Graaf war die Freude über das gutes Abschneiden möglicherweise noch größer, schließlich war es sein erstes PDC-Halbfinale überhaupt. Der Niederländer besiegte zunächst Robert Marijanovic und Luke Woodhouse, ehe er mit Jelle Klaasen und Daryl Gurney zwei favorisierte Akteure stürzte. Im Viertelfinale folgte noch ein 6:4-Sieg über Richard North, erst im Anschluss daran unterlag er gegen Wright.

Brendan Dolan erreichte nach längerer Wartezeit auf ein solches Ergebnis mal wieder ein Viertelfinale auf der Pro Tour. Auf dem Weg dahin schlug er unter anderem Dave Chisnall in der dritten Runde mit 6:2.

Die weiteren Akteure, die erst im Viertelfinale ausschieden, hießen am Samstag Richard North, Steve Hine und Joe Cullen.

Für James Wade war dieser Turniertag im Gegensatz dazu ein Tag zum Vergessen. Er kassierte gegen Ricky Evans die Höchststrafe und schied nach dem 0:6 frühestmöglich aus dem Wettbewerb aus.

Mit Simon Whitlock, Kim Huybrechts, Kyle Anderson, Adrian Lewis und Robert Thornton scheiterten weitere prominente Spieler gleich an ihren Auftaktgegnern, während Ian White, Dimitri van den Bergh und Michael Smith das Aus in der zweiten Runde ereilte. Nach der dritten Runde mussten Benito van de Pas, Dave Chisnall, Alan Norris, Daryl Gurney und Mensur Suljovic die Segel streichen.

Für Gerwyn Price war der Grund seines Ausscheidens schnell ausgemacht. Er bemäkelte auf Twitter die Qualität der Boards, von ihm begründet durch Bounceouts nach seinen Würfen. In der von Price angesprochenen Achtelfinalpartie unterlag er mit 5:6 gegen Cullen.

Suljovic und Clemens unter den besten 32

Insgesamt war das Abschneiden der deutschsprachigen Profis beim dritten Players-Championship-Turnier als Fortschritt anzusehen. Dies galt nicht für Martin Schindler, der seinem Auftaktgegner Nathan Aspinall mit 3:6 unterlegen war; mit gleichem Ergebnis scheiterte Robert Marijanovic in der ersten Runde am späteren Halbfinalisten Jeffrey de Graaf.

Einen Sieg konnte der in der Weltrangliste am höchsten platzierte Deutsche Max Hopp einfahren. Gegen Vincent Kamphuis führte er schon mit 5:3, der Niederländer konnte allerdings zum Ausgleich kommen. Im Entscheidungsleg blieb Hopp dann cool, stellte sich nach zwölf Pfeilen 66 Restpunkte. Unter maximalem Druck, Kamphuis hatte sich 24 Rest gestellt, checkte Hopp diese 66 Punkte aus und gewann das Spiel. Andersherum lief es dann in der zweiten Runde – auch wenn zunächst nichts dafürsprach. Hopp führte gegen Ritchie Edhouse bereits mit 5:4, vergab dann allerdings fünf Matchdarts. Edhouse holte sich den Ausgleich und ließ dem Deutschen im Entscheidungsleg nicht den Hauch einer Chance, indem er bei eigenem Anwurf einen 12-Darter zeigte. Nach Wochen ohne Preisgeld konnte sich Hopp dieses Mal immerhin etwas verdienen.

Gabriel Clemens stellte seine gute Form auch am Samstag unter Beweis. Der Führende der Super League bezwang mit einem Average von mehr als 101 Punkten zunächst Mark Frost klar mit 6:1, ehe er in der zweiten Runde den Österreicher Zoran Lerchbacher mit 6:2 bezwang. In der Runde der letzten 32 war Jelle Klaasen der Gegner. Zwar führte Clemens mit 2:1, vier Legs in Folge für Klaasen bedeuteten aber die Vorentscheidung. Letztendlich siegte Klaasen mit 6:3, Clemens durfte sich über 1000 Pfund Preisgeld freuen.

Auch Mensur Suljovic schaffte es in die dritte Turnierebene. Der Weltranglistensechste bezwang Michael Barnard (6:2) und Cameron Menzies (6:4), ehe er an Richard North scheiterte.

Suljovics Landsmänner Zoran Lerchbacher und Rowby-John Rodriguez erreichten beide die zweite Runde. Lerchbacher bezwang zunächst den favorisierten Jonny Clayton mit 6:4, ehe er an Clemens scheiterte. Rodriguez war in der ersten Runde mit 6:3 gegen Kevin Burness erfolgreich, mit gleichem Ergebnis unterlag er schon eine Runde später gegen Joe Cullen.

 Players Championship 3 Ergebnisse

PC4: Anderson dominiert den Sonntag


Gary Anderson besiegte Jeffrey de Zwaan im Finale des vierten Players-Championship-Turniers mit 6:2 und fuhr damit seinen dritten Titel innerhalb von sieben Tagen ein. Anderson war im Vorfeld des Turniers als Favorit gehandelt worden, und das zeigte er auch von Anfang an im Endspiel. Begünstigt durch einige Fehler des jungen Niederländers auf Doppelfelder erspielte sich der „Flying Scotsman“ schnell einen 3:0-Vorsprung. Erst danach konnte sich de Zwaan sein erstes Leg holen, dabei war er der Profiteur von sechs Fehlern Andersons auf Doppelfelder. Im Anschluss daran holte sich Anderson sein viertes und per 11-Darter auch sein fünftes Leg. De Zwaan sicherte sich kurz vor der Finalniederlage noch sein zweites Leg, schon kurz darauf beendete der Schotte dann das Spiel. Am Ende stand für Anderson der Players-Championship-Doppelpack; er nutzte die Abwesenheit Michael van Gerwens perfekt aus, dem dieses Kunststück bei den ersten beiden Players-Championship-Turnieren gelungen war. Turnierübergreifend ist Anderson jetzt 22 Mal in Folge ungeschlagen.

Über das gesamte Turnier betrachtet hatte Anderson nur wenige Schwierigkeiten mit seinen Gegnern. Er legte mit zwei 6:2-Siegen gegen Mark Dudbrigde und Tytus Kanik los, ehe er in Runde drei gegen Cristo Reyes zehn Legs spielen musste und mit 6:4 gewann. Es folgten eindeutige Erfolge über Ryhs Griffin und Keegan Brown, danach stand ihm im Halbfinale Dave Chisnall gegenüber. Wer jetzt ein enges Spiel erwartete wurde getäuscht, Anderson zeigte einen Average von fast 106 Punkten und fertigte Chisnall mit 6:1 ab. Der Finaltriumph über de Zwaan machte das Wochenende für Anderson perfekt.

Für Jeffrey de Zwaan war das zweite PDC-Finale in diesem Jahr, er erreichte es bereits beim vierten UK Open Qualifier und unterlag damals demselben Gegner mit demselben Ergebnis. Mehr Aufsehen erregte er jedoch letztes Wochenende, als er Michael van Gerwen in der dritten Runde der UK Open nach Hause schickte. Auf seinem Weg ins Finale musste „The Black Cobra“ am Sonntag sogar in drei Spielen über die volle Distanz gehen. Gleich in Runde eins besiegte er Landsmann Vincent van der Voort, später in Runde drei Matthew Edgar mit 6:5. Am engsten war es im Halbfinale gegen Adrian Lewis: de Zwaan überlebte im zehnten Leg drei Matchdarts, holte sich den Ausgleich und setzte sich dann doch noch mit 6:5 durch. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass de Zwaan auch Altmeister John Part (mit 6:2 in der zweiten Runde), Alan Tabern (mit 6:4 im Achtelfinale) und Jan Dekker (mit 6:1 im Viertelfinale) bezwingen konnte.

Adrian Lewis rehabilitierte sich mit dem heutigen Halbfinale für das gestrige Erstrundenaus. Er begann seinen Tag mit einem Whitewash über James Richardson, danach musste er gegen Robert Owen über die maximale Distanz gehen. Vor der Halbfinalpleite gelangen ihm dann noch ungefährdete Erfolge über Robbie Green, Josh Payne und Jamie Caven.

Von einem Weltranglistensiebten darf man durchaus erwarten, dass er ein Pro-Tour-Halbfinale erreicht, aufgrund der anhaltenden Formschwäche von Dave Chisnall kam dieses gute Ergebnis heute zumindest ein wenig überraschend. Chisnall gewann seine ersten drei Spiele gegen Peter Jacques (6:3), Ritchie Edhouse (6:5) und Vortagshalbfinalist Jeffrey de Graaf (6:2), ehe er gegen Ricky Evans seine beste Performance zeigte und dank eines 111er-Averages zu null siegte. Ein 6:4 über Stephen Bunting brachte ihn dann ins Halbfinale, in welchem er gegen Anderson unterging.

Neben den vier späteren Halbfinalisten erreichten Jan Dekker, Jamie Caven, Stephen Bunting und Keegan Brown die Runde der letzten acht.

Wie bei eigentlich jedem Players-Championship-Turnier gab es auch am Sonntag zahlreiche Überraschungen in den ersten Turnierstufen. Die größte war wohl die Niederlage von Vortagesfinalist Peter Wright, der krachend an Danny Noppert scheiterte, 2:6 lautete das Erstrundenergebnis aus Sicht des topgesetzten Wright.

Das frühestmögliche Aus ereilte neben dem genannten Schotten eine ganze Reihe namhafter Akteure. Sie hießen am Sonntag Benito van de Pas, Ian White, Simon Whitlock, Joe Cullen, Daryl Gurney, Alan Norris und James Wade; für Whitlock und Wade ein insgesamt katastrophales siegloses Wochenende. Nach der zweiten Runde mussten Jamie Lewis, Kyle Anderson, Rob Cross, Jelle Klaasen, Robert Thornton und Kim Huybrechts ihre Koffer packen. Immerhin in die dritte Runde schafften es Dimitri van den Bergh, John Henderson und Michael Smith.

Clemens erneut bester Deutscher, Rodriguez gewinnt drei Spiele


Es war ein Wochenende zum Vergessen für Martin Schindler. Nach seinem gestrigen Erstrundenaus scheiterte er auch am Sonntag gleich an seinem Auftaktgegner. Gegen Christian Kist holte Schindler nach einem 2:5-Rückstand noch den Ausgleich, im Entscheidungsleg brachte der Niederländer dann jedoch sein eigenes Leg per 15-Darter zum Sieg nach Hause.

Auch Max Hopp konnte beim vierten Players-Championship-Turnier kein Spiel gewinnen. Sein Gegner hieß Andrew Gilding, gegen den Hopp zunächst mit 0:2 hinten lag. Per 144er-Checkout schaffte der ehemalige Juniorenweltmeister den Anschluss, gab danach aber drei weitere Legs an den erfahrenen Engländer ab. Mit dem Rücken zur Wand holte sich Hopp selber drei Legs nacheinander. Beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht vergab der Deutsche drei Darts zum Ausgleich, Gilding war zur Stelle und tütete einen mühevollen 6:4-Erfolg ein.

Für einen Sieg reichte es bei Robert Marijanovic. Der Deutsch-Kroate bezwang seinen Auftaktgegner Arron Monk mit 6:3, ehe er eine Runde später gegen Simon Stevenson ziemlich chancenlos war, 2:6 lautete der Entstand.

Wieder einmal bester Deutscher war Gabriel Clemens, wie am Vortag erreichte er auch am Sonntag die dritte Runde. Auf dem Weg dahin besiegte er jeweils mit 6:2 Mark Wilson und Kevin Painter, in der dritten Runde musste er sich dann Rowby-John Rodriguez geschlagen geben.

Ebenjener Rodriguez schaffte am Sonntag den besten Lauf eines deutschsprachigen Spielers an diesem Wochenende. Er eröffnete seinen Arbeitstag mit einem 6:4-Erfolg über Ronny Huybrechts, welchem er ein klares 6:1 über Wright-Bezwinger Danny Noppert nachlegte. Dem bereits erwähnten 6:4-Sieg über Gabriel Clemens folgte dann aber eine knappe 5:6-Achtelfinalniederlage gegen Jan Dekker; über 1.500 Pfund Preisgeld darf sich der Österreicher dennoch freuen.

Zoran Lerchbacher erreichte genau wie am Samstag auch heute die zweite Runde. Er siegte zunächst mit 6:3 gegen Ron Meulenkamp, ging aus dem Zweitrundenduell gegen Keegan Brown, einer Neuauflage der zweiten Runde der diesjährigen Weltmeisterschaft, dann allerdings mit 4:6 als Verlierer hervor.

Der prominenteste deutschsprachige Spieler, Mensur Suljovic, ging beim vierten Players-Championship-Turnier nicht mehr an den Start.

Nächstes Wochenende geht’s weiter

Die beiden beschriebenen Turniere haben natürlich Auswirkungen aus die Players Championship Order of Merit, die die Teilnahme am TV-Turnier im November regelt. Begründet durch die Abwesenheit van Gerwens hat Anderson nach vier von 22 Turnieren die Spitzenposition inne, gefolgt von van Gerwen. Die Plätze drei bis fünf besetzen Ryan Joyce, Peter Wright und Corey Cadby. Dave Chisnall und Jeffrey de Zwaan haben sich auf die Positionen sechs und sieben vorgeschoben, Adrian Lewis rückt ebenfalls in die Top Ten. Beste deutschsprachige Spieler sind Gabriel Clemens und Rowby-John Rodriguez auf den Positionen 39 beziehungsweise 36 mit jeweils 2.500 Pfund an erspieltem Preisgeld.

Mit der Players-Championship-Serie geht es bereits nächstes Wochenende weiter. Vorher schon gastiert die Premier League am Donnerstagabend in Nottingham zum sechsten Spieltag.

 Players Championship 4 Ergebnisse

 Players Championship Order of Merit

 Players Championship Finals


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