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Suljovic und Cross unterstreichen mit Turniersiegen ihre Topform

Im Vorfeld des World Grand Prix fanden Freitag und Samstag im Citywest-Hotel in Dublin die Turniere 19 und 20 der Players-Championship-Serie statt. Für die Spieler also eine gute Möglichkeit, so kurz vor dem TV- Turnier ihre Form unter Beweis zu stellen. Diese Gelegenheit nutzten auch fast alle der Spieler, die ab Sonntag beim World Grand Prix antreten werden.

Aus deutschsprachiger Sicht nahmen an den beiden Turnieren sowohl die Deutschen Max Hopp, Martin Schindler und Maik Langendorf als auch die Österreicher Mensur Suljovic, Rowby-John Rodriguez und Zoran Lerchbacher teil.

Cross gewinnt seinen 3. PDC-Titel, deutschsprachige Starter durchwachsen


Rob Cross gewinnt das PDC Players Championship 1 Schatten

Der Engländer Rob Cross zeigte auch in Dublin sein großes Talent und gewann mit dem 19. Players-Championship-Turnier seinen bereits dritten Titel der Players-Championship-Serie, alle in seinem Debütjahr bei der PDC. Im Endspiel gegen den Weltranglistendritten Peter Wright gab Cross zwar die ersten beiden Legs ab, holte sich anschließend aber mit einem 113er-Average sechs Legs in Serie und sicherte sich so in eindrucksvoller Manier den Titel. Auf dem Weg ins Finale besiegte er unter anderem Raymond van Barneveld, James Wade (gegen den Cross Matchdarts überlebte) und Mensur Suljovic, den Cross mit einem 109er-Average im Halbfinale besiegte.

Für Wright, der an beiden Turniertagen an Position eins gesetzt war, führte der Weg ins Endspiel unter anderem über Brendan Dolan und Gerwyn Price.

Das Halbfinale erreichte neben Suljovic auch Antonio Alcinas. Für den Spanier war es das erste Halbfinale auf der Pro Tour seit 2011, dort beim zweiten Players Championship in Halle/Westfalen, wo er seinerzeit Ronnie Baxter im Endspiel mit 4:6 unterlag.
Der frischgebackene Champions-League Suljovic erreichte relativ problemlos das Halbfinale, so gewann er beispielsweise 6:0 in der dritten Runde gegen Ronny Huybrechts. Richtig eng für den Österreicher wurde es erst im Achtelfinale, als er gegen Ryan Searle ran musste. Doch Suljovic zeigte seine ganze Klasse, warf einen 9-Darter und entschied auch das Sudden-Death-Leg für sich.

Die wohl größte Überraschung des Turniers gelang Vincent van der Voort. Der Niederländer besiegte Landsmann Michael van Gerwen in der dritten Runde mit 6:5 und bestrafte so zwei verpasste Matchdarts des Weltmeisters.

Abgesehen von Suljovic war es für die deutschsprachigen Starter ein durchwachsener Turniertag. Max Hopp unterlag gleich in Runde eins dem zweimaligen Major-Sieger Robert Thornton, auch Zoran Lerchbacher und Rowby-John Rodriguez scheiterten an ihren Auftakthürden.
Erfreulicherweise in die zweite Runde schafften es Maik Langendorf und Martin Schindler. Schindler hatte in Runde eins Mick McGowan deutlich mit 6:1 besiegt, der Weltranglistenelfte Michael Smith war dann aber in der Runde darauf eine Nummer zu groß. Langendorf unterlag ebenfalls in Runde zwei gegen Steve Lennon.

Überraschend früh ausgeschieden sind auch einige Topstars der PDC. So scheiterten Dave Chisnall, Raymond van Barneveld, Daryl Gurney und Joe Cullen bereits an ihren Auftaktgegnern, für Adrian Lewis und Jelle Klaasen war in der zweiten Runde Schluss.

Players Championship 19 Ergebnisse

Suljovic zeigt allen seine Topform – deutsche Starter verlieren früh


Mensur Suljovic zeigt Zähne Schatten

Bereits der Freitag mit der Halbfinalteilnahme war ein erfolgreicher Tag für Mensur Suljovic – am Samstag konnte der Österreicher aber noch einen drauf setzen. Er besiegte im Finale des 20. Turniers der Players-Championship-Serie Stephen Bunting mit 6:4 und unterstrich einen Tag vor dem World Grand Prix seine bestechende Form. Mit einem 112er-Finish auf der Doppel 16 im letzten Leg des Endspiels holte er sich seinen dritten PDC-Titel; es ist der erste bei einem Players Championship Turnier.

Auf dem Weg ins Finale räumte Suljovic einige prominente Darter aus dem Weg. Neben Justin Pipe und Alan Norris scheiterte auch der Weltranglistenerste Michael van Gerwen am Österreicher. Mit einem 122er-Finish auf dem Bullseye besiegelte der Champions-League-Sieger das Aus des Weltmeisters.
Stephen Bunting erreichte nach einer Wartezeit von anderthalb Jahren mal wieder ein PDC-Finale. Dies gelang dem ehemaligen BDO-Weltmeister auch dank Siegen über Ian White und Vincent van der Voort.

Die Halbfinals erreichten James Wilson und Madars Razma. Für den Letten Razma war es das erste Halbfinale überhaupt bei einem PDC-Turnier. Bei seinen 13 bisherigen Players-Championship-Teilnahmen waren ihm gerade einmal drei Erstrundensiege gelungen. Razma hatte auf dem Weg ins Halbfinale unter anderem Jamie Lewis und Gerwyn Price geschlagen, bevor er gegen Bunting verlor.
Eine gute Leistung erbrachte auch der Schotte John Henderson, der das Viertelfinale erreichte.

Wie schon am Vortag war es aus Sicht der deutschsprachigen Starter abgesehen von Suljovic ein enttäuschender Turniertag. Max Hopp. Martin Schindler, Maik Langendorf und Zoran Lerchbacher scheiterten geschlossen in Runde eins. Besonders Hopp und Schindler hatten allerdings schwere Auftaktlose erwischt. Hopp verlor gegen den Australier Kyle Anderson deutlich mit 1:6, Schindler unterlag Jamie Lewis erst im Sudden-Death-Leg. Langendorf verlor gegen Darren Johnson, Lerchbacher gegen Mike De Decker.
Im Gegensatz dazu bezwang Rowby-John Rodriguez seinen Auftaktgegner. Gegen Peter Jacques siegte er erfreulicherweise mit 6:3, in Runde zwei verlor anschließend aber mit demselben Ergebnis gegen den Engländer Steve West.

Auch am Samstag sind nicht wenige der besten Darter der Welt früh ausgeschieden. Der an Position eins gesetzte Peter Wright unterlag Ricky Evans in der ersten Runde. Ebenfalls frühestmöglich scheiterten Kim Huybrechts, Jelle Klaasen, Daryl Gurney und Joe Cullen. James Wade verlor in Runde zwei; Dave Chisnall, Adrian Lewis und Michael Smith ereilte in der dritten Runde des Turniers das Aus.

Players Championship 20 Ergebnisse

Grand Prix: van Gerwen bleibt Topfavorit, Suljovic und Wright machen Druck

Sonntagabend beginnt mit dem World Grand Prix und dem damit verbundenen „Double-In-Double-Out“-Modus ein ganz spezielles TV-Turnier. 32 der besten Spieler der Welt kämpfen eine Woche lang um den Titel.

Wie bei jedem Turnier, an dem er teilnimmt, ist Michael van Gerwen der absolute Topfavorit. Nach zwei European-Tour-Siegen in den letzten Monaten endeten die beiden Players-Championship-Turniere mit zwei relativ frühen Niederlagen gegen van der Voort und Suljovic. Insgesamt haben diese kleinen Turniere aber nur wenig Aussagekraft darüber, was der Weltmeister auf einer großen TV-Bühne präsentieren wird. Sie zeigen aber: auch van Gerwen kann, wie z. B. letztens bei der Champions League, geschlagen werden – wenn der Gegner eine Topleistung aufbringt.

Einer, für den das möglich ist, ist Mensur Suljovic. Er war ohne Zweifel der stärkste Spieler der beiden Turniertage. Nach seinem fantastischen Sieg in der Champions League zeigte er sich auch Freitag und Samstag von seiner besten Seite. Nach dem Halbfinale bei Players Championship Nr. 19 gewann er Nr. 20 und schlug dabei auch van Gerwen. Spätestens nach diesem Sieg steht Suljovic weit oben auf der Favoritenliste. Der Modus des Turniers könnte ihm dabei zugutekommen.

Der dritte Mitfavorit ist Peter Wright. Nach dem Finale am Freitag schied er am Samstag zwar gleich in der ersten Runde aus, „Snakebite“ bleibt aber trotz dieses Ausrutschers ein heißer Anwärter auf den Titel.
Der Weltranglistenzweite Gary Anderson hatte nicht an den Turnieren teilgenommen. Bei der Champions League erreichte der zweimalige Weltmeister aber das Finale, er sollte trotz wenig Turnierpraxis nicht unterschätzt werden.
Rekordsieger Phil Taylor verzichtet auf seine Teilnahme.

Der zweite Gewinner der beiden Turniertage neben Suljovic heißt Rob Cross. Der Turniersieg am Freitag war bereits sein dritter PDC-Titel im Debütjahr; beim Turnier am Samstag erreichte er immerhin das Achtelfinale. Auch Cross wird für den World Grand Prix hoch gehandelt und kann sicherlich für einige Überraschungen sorgen.

Außer Suljovic konnte keiner der anderen etablierten und in der Weltrangliste hochplatzierten Spieler wirklich glänzen. Topdarter wie Dave Chisnall, Adrian Lewis, Daryl Gurney, Raymond van Barneveld, Jelle Klaasen, Michael Smith, Joe Cullen, Kim Huybrechts und James Wade scheiterten an beiden Turniertagen relativ früh. Ihnen allen werden Außenseiterchancen auf den Titel eingeräumt. Es bleibt abzuwarten, wie sie sich auf der TV-Bühne präsentieren. Dennoch könnten einige der Topstars auch beim World Grand Prix früh ausscheiden.

Alexander Kuck, 30.09.2017

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