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Mentaltraining beim Darts

Es wird oft davon gesprochen, dass sich Profi-Dartsspieler einen Mentalcoach leisten oder sich zumindest einen wünschen, um sich besser auf den Wurf beim Darts konzentrieren zu können. Ich finde, dass das noch eine Stufe besser geht, wenn man sich mein Wissen aneignet, wie der Mensch am besten seine Erkenntnisse gewinnt. Denn davon kann man ableiten, wie das Fokussieren tatsächlich im Gehirn abläuft und funktioniert. Man kann dort nämlich feststellen, dass wir Menschen bisher sehr fehleranfällig an diese Aufgabe herangehen. Jede psychologische Methode arbeitet mit Eingriffen in das bewusste Denken des Sportlers, also mit Tricks und Mechanismen des Willens. Niemand ahnt bisher, dass der Feind der Konzentration auf den Wurf des Darts das bewusste Denken ist, also der Verstand und die Logik und Emotion.

Ich habe herausgefunden, dass das logische Denken des Menschen einen Konstruktionsfehler aufweist, der stets dafür sorgt, dass wir immer wieder in unsere Wurfabläufe eingreifen und das Zielen und Ausführen des richtigen Wurfs unterbrochen wird, oder abgelenkt wird, was immer entsprechende Fehler nach sich zieht. Erst muss man also den Fehler im bewussten Denken durchschauen. Dann kann man die viel erfolgsträchtigere Vorgehensweise trainieren, um ein erfolgreicher Dartsspieler zu werden, bzw. sich konstant zu beweisen.

Die grundsätzliche Voraussetzung für einen gezielt erfolgreichen Wurf ist eine äußerst feinfühlige und reproduzierbare sinnliche Wahrnehmung bezüglich sämtlicher Bestandteile einer vollständigen Wurfbewegung. Verbinden sich alle Merkmale und Bestandteile eines gezielten Wurfes miteinander zu einer Wahrnehmungskette, dann hat man die Möglichkeiten in den berühmten „Flow“ zu kommen.

Wie kommt man in den „Flow“?

Tatsächlich gibt es eine revolutionäre neue Philosophie auf dem Markt, die - fast wie nebenbei - aufklärt, was einerseits einen Flow überhaupt ausmacht, und zum anderen klarmacht, dass und wie man einen solchen Flow in der Tat trainieren kann. Das Schöne daran ist dann auch, dass man sich über kein Problem der üblichen Art mehr Sorgen zu machen braucht, weil man dann gar nicht mehr über derartiges nachdenkt oder befürchten muss, dass man in solche Probleme abschweift. Dazu zählen alle Gedanken unter dem Druck des Treffenmüssens, Gedanken an das Gewinnen oder Verlieren, Gedanken darüber, was jetzt die Zuschauer oder die Angehörigen denken oder erwarten, und was derlei sonst noch ins Bewusstsein gelangen kann im Moment kurz vor dem Wurf.

Was ist ein Flow (aus der Sicht des Dartspielers)?

Der Flow besteht darin, dass jegliches bewusste Denken ausgesetzt ist und das Gehirn im reinen sinnlichen Wahrnehmen verhaftet ist. Dann sind alle muskulären Bewegungsabläufe beim Wurf eng verknüpft mit der Augenwahrnehmung, die sich auf das angepeilte Wurfsegment fokussiert. Sobald der Fokus passt, ist dieser Moment auch gleichzeitig der Auslöser für die dazugehörige Bewegungskombination, ohne dass da nochmal ein willentlicher, also bewusster Befehl erfolgen muss. Erst wenn der Dart im Board steckt ist ein bewusstes Denken wieder erlaubt. Da ein geübter Dartsspieler aber nicht mehr rechnen muss, sondern sofort „sieht“, welches das nächste Wurfziel sein soll, kann so ein Flow durchaus über alle drei zur Verfügung stehenden Würfe andauern.

Wie soll das funktionieren?

Nun, dazu gilt es ganz wesentlich zu verstehen, dass ein guter Dartsspieler über all sein Training mithilfe aller seiner Körpersinne die einzelnen Bestandteile an sinnlich erfassbaren Abläufen für den perfekten Wurf sammelt. Dies tut er mindestens so lange, bis er auf ein (mit Sicherheit sehr komplexes) Muster gestoßen ist, das einen erfolgreichen Wurf garantiert (mit nur noch winzigen Unwägbarkeiten). Dazu gilt es, eine riesige Menge an feinsten Wirkfaktoren zu beleuchten, sprich: gezielt nachzuspüren, um herauszufinden, welche Muskelsteuerung in welcher Reihenfolge eingehalten werden muss, oder welche Wurfstärke und welcher Gleichgewichtszustand für jedes einzelne Segment im Board angepeilt sein will. Die Muster, die man als zuverlässig entdecken kann, lassen sich nicht verallgemeinern, also nicht an einen anderen Spieler vermitteln, oder sonstwie sprachlich formulieren. Nur wenige Wurfbestandteile sind dabei für jeden Spieler gleichermaßen einzuhalten, während die meisten Wurfstile rein dem individuellen und damit optimalen Körpergefühl überlassen sind.

Aus den Erfahrungen im Dartssport, also dass es eben zu allen Zeiten Spieler gab, die ihre Würfe extrem präzise unter Kontrolle hatten, so lange sie während des Werfens nicht abgelenkt waren, kann man darauf bauen, dass es eine solche notwendige und geschlossene Wahrnehmungskette in der Tat gibt. Im Training gilt es also eine ansteuerbare Wahrnehmungskette zu identifizieren, wenn man der Reihe nach und immer wieder alle seine am Wurf beteiligten Körperteile, entweder fixiert (wie zum Beispiel den Stand oder die Schulter und den Ellenbogen) oder perfekt koordiniert mit der Augeninformation und gleichzeitig identischem Kraft- und Schwungeinsatz. Es gilt genau zu beobachten welche Abläufe funktionieren, also zu einem sicheren und erfolgreichen Wurf führen. Dann gilt es den bewussten Startbefehl herauszufinden, mit dem man die Flowsequenz einleiten kann. Des weiteren wird man feststellen, dass der Wurf für ein gutes Gefühl sorgt, wenn man all seinen Sinnen in ihrem Einsatz nachspürt, also den Wurf „sinnlich“ begleitet. Damit beschäftigt man sein Gehirn, damit es nicht ins „Denken“ abgleitet. Wer denkt – also in Begriffen und Sprache – hat schon verloren, wer sich vollständig ins sinnliche Wahrnehmen stürzt, hat dann bereits gewonnen, sobald für jedes einzelne Trefferfeld eine geschlossene Wahrnehmungskette abrufbar ist.

Dieser Teil des Trainings ist der entscheidendste, aber nicht der einzige. Wer heutzutage im Dartssport Spitzenleistungen abrufen will, muss ein hohes Maß an Belastbarkeit mitbringen, also für körperliche Fitness sorgen. Dazu gehört nicht nur das Kreislaufsystem, also die körperliche Ausdauer, sondern ein hohes Maß an motorischem Feingefühl, welches zum einen eine ausgeprägte und gleichzeitig isoliert ansprechbare Muskulatur erfordert, und zum anderen viel Erfahrung mit dem Spannungs- und Entspannungszustand in den jeweiligen (durchaus einzelnen) Muskeln gebrauchen kann. Gerade Letzteres ist dann auch Grundvoraussetzung dafür, um zum Ausbilden einer Flowsequenz überhaupt feinfühlig genug zu sein, um die zuverlässigen Wahrnehmungsmuster auffinden zu können. Dies bedeutet, dass man über die Schulung der Motorik sein Talent fördern und trainieren kann.

Wer dem Thema Wahrnehmung, insbesondere in der Gegenüberstellung zum bewussten Denken, also zu Verstand und Logik, genauer nachgehen will und sich das Grundwissen und das Grundverständnis dazu aufbauen will, der möge sich meines Buches „Realtik“ bedienen, erschienen im Novum Verlag, welches sich mit der Erkenntnistheorie beschäftigt, die sämtliche bisherigen Philosophien mit demselben Wahrnehmungsansatz deuten kann und somit ein neues Level in der Philosophie eröffnet.

Viel Spaß dabei, und viel Erfolg beim Darts!
Konrad Winter


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