Die 10 … größten WM-Überraschungen Teil 2


10 wichtige Dartmomente

8. Suljovic beweist schon früh sein Können

Bei der Weltmeisterschaft des Jahres 2011 trat Mensur Suljovic zum vierten Mal an. Er hatte zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht das Standing wie heute, ebenso wenig wie sein Erstrundengegner Michael van Gerwen, welchen er mit 3:1 besiegte. Dann sollte er auf die Nummer 2 der Welt treffen, James Wade. Heute ein Duell auf Augenhöhe, damals David gegen Goliath.

Es war eine unheimlich enge Partie vom Start weg. Nachdem James Wade sich den ersten Satz sichern konnte, glich Mensur Suljovic aus. Immer wieder waren die Sätze sehr umkämpft, nach vier Legs stand es jedes Mal wieder 2:2. Beide zeigten nicht ihren besten Dart auf die Doppel, doch Mensur wirkte in den entscheidenden Momenten immer wieder sicherer als sein Kontrahent. Sehr wichtig waren auch die 180’er von „The Gentle“, der sie immer dann warf, wenn es immens wichtig war. Nach vier Sätzen stand es 2:2 und es war der Startschuss für Mensur. Von da an spielte eigentlich nur noch der Österreicher. Er holte sich den fünften Satz und durfte damit Satz Nummer sechs eröffnen. Dort stand es nach vier Legs erneut 2:2 und ein sehr entscheidendes Leg begann. Mensur hatte schon einen Matchdart vergeben, steckte das aber locker weg und startete mit einer 140. Wade konnte zwar kontern, doch nicht lange. Die Aufnahmen von Mensur waren klar stärker und so hatte er sechs Darts Zeit für 116 Punkte. Diese sechs Darts nutzte er auch komplett aus und so setzte er seinen dritten Matchdart in die Doppel-20 und zum 4:2-Erfolg.

Schatten

Nach der Partie gab der Österreicher ein sehr ausgelassenes Interview, bei dem er für ihn untypisch sogar selbst ein wenig auf Englisch antwortete. Bis dahin war es der größte Sieg seiner Karriere und eine große Überraschung des Turniers. In der dritten Runde bekam es Mensur dann mit Wes Newton zu tun, verlor allerdings mit 0:4. Den Moment in der zweiten Runde konnte ihm aber keiner mehr nehmen.

7. Die USA schlägt Kanada

In den USA werden des Öfteren Witze auf Kosten der Kanadier gemacht. Im Steeldart war das jedoch nicht möglich, denn dort hatte Kanada mit John Part einen dreifachen Weltmeister in ihren Reihen, bei der Weltmeisterschaft 2009 war er sogar der Titelverteidiger. In der ersten Runde bekam es „Darth Maple“ dann mit Bill Davis aus Philadelphia zu tun. Das Duell USA gegen Kanada sollte einen klaren Verlauf nehmen, jedoch anders als alle dachten.

John Part erwischte einen grauenhaften Start ins Spiel, während Bill in seinen Scores eine gute Leistung zeigte. Er holte sich seinen ersten Aufschlag und konnte wenig später sogar ein Break schaffen. Nachdem Part ein sehr zähes drittes Leg zum Rebreak holte und Davis extrem nervös zu werden schien, dachte man die Partie würde nun ihren normalen Verlauf nehmen. Part aber zeigte weiterhin ein schwaches Niveau und vergab auch immer wieder Doppelchancen. Ein 116’er Finish brachte Davis den ersten Satz und ein Break auch die Führung im zweiten. Mit einem 120’er Finish erhöhte er ein weiteres Mal den Druck auf den amtierenden Weltmeister. Doch dies war ein Weckruf für John, der mit einem 11- und 12-Darter ausglich und das fünfte Leg dominierte. Doch er vergab fünf Satzdarts auf die Doppel-18, sodass sich Davis die 2:0-Führung doch noch schnappte. Die Überraschung schien tatsächlich möglich. Part fand einfach weiter nicht ins Match und so gab es weitere Chancen für Bill, der auch immer cooler wurde. Nach vier Legs stand es 2:2 und Davis durfte das fünfte Leg eröffnen. Dennoch bekam Part die große Chance, vergab aber 125 Punkte auf Tops. Davis stand bei 56 Punkten Rest und traf die Doppel-10 zum Match.

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Mit 3:0 fertigte der Amerikaner den Weltmeister ab und zog damit in die zweite Runde ein. Ein Ergebnis, das zum einen natürlich der Konstellation wegen überraschte, zum anderen aber auch auf Grund der Deutlichkeit. In Runde zwei unterlag Davis dann allerdings mit 2:4 gegen Barrie Bates, für sein Heimatland hatte er aber einen wichtigen Prestigeerfolg feiern können.

Tobias Gürtler



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