Dartspieler des Monats März 2018

Mit den Osterfeiertagen endet der dritte Kalendermonat im Jahr 2018 und wieder war im Dartsport über die letzten Wochen eine Menge Action geboten. Zwar fiel aufgrund der Wetterlage ein Premier League Spieltag komplett aus, vier weitere fanden aber statt. Genau wie das Major Turnier mit der größten Teilnehmerzahl, die UK Open. Daneben startete auch die European Tour seine Serie in Leverkusen und zwei weitere Players Championship Wochenenden wurden in Barnsley und Milton Keynes ausgetragen.

Zeit also einen Blick zurück zu werfen und einen Spieler zu ehren, der sich in dieser Zeit am stärksten hervorgetan hat. Die Wahl fällt dieses Mal nicht sonderlich schwer. Nicht nur blieb er in der Premier League ungeschlagen, er konnte auch das Players Championship Wochenende in Barnsley dominieren. Und als wäre das nicht genug, sicherte er sich auch erstmals den prestigeträchtigen Titel bei den UK Open. Spieler des Monats März ist: Gary Anderson.


Warum Gary?

Besonders bei den UK Open lieferte Anderson ab. In einem Wettbewerb, in dem viele Champions bereits früh das Turnier verließen, zeigte er durchweg starke Partien und war schnell der absolute Top-Favorit auf den Titel. Nach zwei lockeren 10:3-Erfolgen wurde es erst im Achtelfinale ein wenig enger für ihn, doch auch gegen Jermaine Wattimena blieb er cool und gewann mit 10:6. Seine vom Namen her wohl schwierigste Aufgabe hatte er im Viertelfinale vor sich. Gegen Weltmeister Rob Cross dominierte er aber über die gesamte Spieldauer und ließ keine Zweifel aufkommen, gewann am Ende mit 10:5. Nach dem 11:7 gegen einen überraschend starken David Pallett stand er erstmals nach 2010 wieder im Finale dieses Turnieres und traf auf Youngstar Corey Cadby. Auch der spielte einen tollen Wettbewerb und verlangte Gary einiges ab. Hier war die Erfahrung und Coolness des „Flying Scotsman“ entscheidend. Am Ende sicherte er sich mit dem 11:7 verdient seinen verbandsübergreifend zehnten Major Titel, ein Meilenstein.

Doch nicht nur an diesem einen Wochenende war Anderson stark. Auch in der Premier League zeigte er seine Klasse. Gegen Daryl Gurney und Raymond van Barneveld kam er jeweils nach Rückständen noch zurück, zeigte starke Nerven. Besonders das 144’er Finish zum 6:6-Endstand gegen Barney blieb in Erinnerung. Eines seiner persönlichen Highlights erlebte er wie jedes Jahr in Glasgow, wo er wie ein König empfangen wurde und sich nach toller Leistung auch einen Sieg gegen Simon Whitlock holte. Mit einem weiteren Erfolg gegen Mensur Suljovic setzte er sich in der Spitzengruppe fest. Am European Tour Event in Leverkusen nahm er dann zwar nicht teil, dafür aber an den Players Championship Events. Während er in Milton Keynes nicht über das Viertelfinale hinauskam, konnte er in Barnsley dafür dominieren. Konnte er am ersten Tag noch Rob Cross und im Endspiel Peter Wright jeweils mit 6:0 nach Hause schicken, waren die Siege am zweiten Tag nicht ganz so klar. Gegen Jeffrey de Zwaan holte er sich aber auch dort den Turniersieg und unterstrich damit seine starke Form. Für diese tollen Leistungen hat er sich die Ernennung zum Spieler des Monats März definitiv verdient.

Prognose

Im kommenden Monat finden neben vier weiteren Spieltagen der Premier League und einem Players Championship Wochenende auch drei European Tour Events statt. München, Saarbrücken und Graz heißen die Spieler dann willkommen. Beim Turnier in Bayerns Landeshauptstadt wird Gary nicht anwesend sein, wie es bei den anderen beiden Turnieren aussieht, wird man sehen. In der Premier League wird er kommende Woche gegen Rob Cross spielen, der ihm ja zu liegen scheint. Je nach Auslosung sind in diesem Monat dann fünf bis sieben Punkte für den Schotten drin. Außerdem erreicht er das Halbfinale von einem Players Championship Turnier. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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