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Players Championships in Deutschland, 2.Tag

Ich weiß, ich weiß, dieser Blog hat etwas Verspätung, aber die Reiserei hat schon ihre Nachteile, man findet nicht überall einen Internet-Anschluss. Der zweite Tag war der bessere Tag, ich hatte gut geschlafen und fühlte mich beim Aufwachen "normal" und konnte meine Turnier Routine einhalten. Um 7.30 Uhr war ich auf den Beinen, spielte rund 45 Minuten, ging dann Frühstücken und spielte dann noch ein paar Stunden. Ich teilte mein Zimmer mit "einem Spieler, den ich später benennen werde" und er hatte an der Abendunterhaltung teilgenommen und kämpfte sich so um 10.15 Uhr schließlich aus seinem Bett und war ganz schockiert zu sehen, dass ich schon am trainieren war und mit meinem eigenen Board reise.

Ich reise mit einem eigenen Board, weil es wirklich schwierig ist, sich richtig einzuwerfen, wenn sich vier Spieler ein Practiceboard teilen müssen und man außerdem dazu neigt zu gesellig zu werden, wenn man zu früh vor Ort ist, zumindest trifft das auf mich zu. Etwas, was Dir wirklich dazu hilft ein besserer Spieler zu werden, ist herauszufinden, was Dir persönlich hilft und Deine eigene Routine zu entwickeln.

Zurück zu meinem Bericht - ich fühle mich also gut und mache mich um 11.30 Uhr auf den Weg zum Austragungsort, um bei der Auslosung dabei zu sein. So um 12 Uhr kreuzen Gary Mawson und Matt Clark auf und sagen zu mir: "Hast Du schon gehört? - Sie sind zu spät dran und um Zeit zu sparen, wird einfach noch einmal nach der gestrigen Auslosung gespielt, also darfst Du heute noch einmal gegen Taylor antreten." "Wie bitte?", antworte ich. "Das gibt´s doch nicht. Nach den neuen Regeln muss doch jeden Tag neu gelost werden." Nach einem Blick in Garys Gesicht ist mir klar, dass er lügt, aber Matt Clark macht noch weiter "aber wenigstens bist Du wieder im Fernsehen." Das verunsichert mich wieder. Es ist ja nicht so ungewöhnlich, dass die PDC in letzter Minute noch etwas ändert und man kann ja gar nichts dagegen machen wenn es passiert. Aber dann lacht er und wir gehen uns zusammen die wirkliche Auslosung ansehen… ich wusste ja auch, dass Ronnie Baxter ausgestiegen war, da mussten sie ja eine neue Auslosung machen…. Ja, ich weiß, was los war, aber wenn Du wissen willst, warum Ronnie nicht dabei war, musst Du ihn schon selber fragen…

Dann wird die Auslosung bekannt gegeben und ich muss in der Preliminary Round spielen, ich hatte das schon fast vermutet, also war es nicht so schlimm. Das heißt es war nicht so schlimm, bis ich erkannte gegen wen ich spielen musste. Ich habe schon E-Dart gegen ihn gespielt, er gehört zur deutschen Nationalmannschaft…ein sehr guter Spieler (Mario Masurka). Er holt sich das erste Leg gegen den Wurf und kommt auch gut ins zweite aber dank zweier 180er kann ich mir dieses Leg gegen den Wurf holen. Ich hatte mit Rod Harrington über mein Spiel gesprochen und er hatte mir etwas mit auf den Weg gegeben, was aus diesem Tag einen meiner besten seit langem machte - er sagte mir, ich sollte meinen dritten Dart nicht so rasch werfen, sondern etwas abbremsen und so gelang es mir fünf 12-Darter nacheinander zu werfen und diesen Kerl 6:1 zu schlagen.

Dann spielte ich gegen einen guten Spieler aus Yorkshire, der, wie ich zugeben muss, nicht zu meinen Lieblingspielern gehört, nachdem er auf mich zu kam und sagte: "Ich habe gehört Du spielst als nächstes gegen so einen nutzlosen Trottel" worauf ich antworte: "das musst wohl Du gesagt haben, ich würde nie so etwas verlauten lassen" darauf er: "Nicht dass ich wüsste." Und damit geht er wieder. Das kann doch wohl nicht sein Ernst sein??? Hier nach Deutschland zu kommen und dann solche Spiele zu spielen? Eigentlich hätte ich 6:2 gewinnen müssen, meine Form war immer noch da, aber ich vergab drei Matchdarts und so stand es plötzlich 5:5. Ich muss einräumen, dass der Kerl so schnell war, dass ich den Eindruck hatte ich wäre in das Spiel zwischen Wade und Barney geraten, wo Wade alles versuchte, Barney schneller zu machen und Barney immer langsamer wurde. Rod Harrington hatte ja gemeint, ich solle Tempo rausnehmen, aber ich traf ja und warum sollte ich dann meinen Rhythmus verändern nur um meinem Gegner zu helfen. Es endete mit 6:5 für mich und mein Gegner sah gar nicht glücklich aus…

Als nächstes hatte ich es mit Adrian Gray zu tun, darauf hatte ich mich gefreut, weil ich gegen ihn noch nie verloren hatte … normalerweise waren es große Siege. Heute war es aber nicht so, was mir immerhin zu meiner Erkenntnis des Tages verhalf: "Dein Lieblingsbarkeeper vor Beginn muss nicht immer noch Dein Lieblingsbarkeeper sein, wenn es einmal angefangen hat." Ich brauche also gar nicht mehr sagen, dass es mit meiner Form vorbei war und Adrian mich ohne große Problem mit 6:2 geschlagen hat … da stand ich nun einerseits enttäuscht über mich und andrerseits glücklich, weil ich heute besser gespielt hatte … weil etwas da war, auf dass ich diese Woche in Schottland aufbauen kann.

Jetzt mache ich mich auf den Weg nach Stonehenge und werde mich auf dem Weg in den Norden auch mit einem wichtigen Hersteller treffen (das ist der einzige Tipp den Du bekommst!) um über Sponsoring zu verhandeln. Also trainiere mehr als alle, die Du kennst und dann wirst Du auch besser sein als alle die Du kennst!

Vorschau auf Schottland

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