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Van den Bergh mausert sich zum Titelkandidaten

Pünktlich zum Start des Wochenendes startete beim Grand Slam of Darts 2020 die K.O.-Phase. Nachdem gestern die letzten Gruppenspiele ausgetragen worden waren, stand heute die erste Hälfte der Achtelfinals auf dem Programm. Den Anfang machten dabei Dimitri Van den Bergh und Jonny Clayton, ehe sich James Wade und Ian White gegenüberstanden. Danach bekamen die Zuschauer vor den Bildschirmen noch die Duelle zwischen Simon Whitlock und Adam Hunt sowie Dave Chisnall und José de Sousa zu sehen. Im Format „Best of 19 Legs“ brauchten die Akteure zehn gewonnene Legs, um das Viertelfinale zu erreichen.

Clayton und White sind klar unterlegen

Neben Michael van Gerwen war Dimitri Van den Bergh zweifellos der überragende Spieler der Gruppenphase – in allen drei Spielen kam er auf einen dreistelligen Average und stellte bekanntermaßen auch einen neuen Turnierrekord auf. Im Achtelfinale gegen Jonny Clayton wollte der World Matchplay-Sieger daran anknüpfen. Van den Bergh startete hervorragend und zeigte gleich zwei 12-Darter, zwischendurch sicherte sich Clayton per 14-Darter sein erstes Leg. Mit einem 13-Darter sorgte Van den Bergh anschließend für das erste Break, doch Clayton hatte die passende Antwort parat und verkürzte noch vor der ersten Unterbrechung auf 2:3. Doch Van den Bergh präsentierte sich auch im Anschluss daran unglaublich stark und zog mit einem 12- und einem 13-Darter wieder davon. Erst als der Belgier entgegen seiner bisherigen Gewohnheit fünf Pfeile an der Doppel-16 vorbeigesetzt hatte, trat „The Ferret“ wieder in Erscheinung und gewann sein drittes Leg. In den nächsten beiden Durchgängen erhielt Clayton ebenfalls je eine Möglichkeit auf Doppel, konnte diese aber nicht verwerten. Van den Bergh bestrafte dies natürlich und ging mit einem 7:3 im Rücken zum zweiten Mal von der Bühne. Nach dieser Unterbrechung änderte sich nichts mehr, die Partie ging weiter nur in eine Richtung. Van den Bergh zeigte noch einen 14- und einen 13-Darter und machte letztlich mit einem 110er-Highfinish alles klar. Erneut kam der „Dreammaker“ auf einen dreistelligen Average, in diesem Fall verhalfen ihm 103,61 Punkte zum 10:3-Kantersieg.

Nur ein einziger Sieg reichte Ian White, um ins Achtelfinale einzuziehen – doch dieser war ziemlich beeindruckend: gestern kam „Diamond“ auf einen 108er-Average und eine 100-prozentige Doppelquote. Hier und jetzt bekam er es mit dem zweimaligen Finalisten James Wade zu tun. Beide Spieler starteten mit je einem 13-Darter und konzentrierten sich in der Anfangsphase erfolgreich auf die eigenen Anwürfe. Dieses Bild bekam erst dann Risse, als White im achten Leg vier Möglichkeiten auf Doppel vergab. Wade war auf seiner favorisierten Doppel-20 zur Stelle und führte erstmals mit zwei Legs Vorsprung, leistete sich anschließend aber einen Fehlwurf auf genau dieses Doppelfeld – White war Sekunden später mit einem 85er-Bullfinish zur Stelle. Doch wenig später ließ er eine Chance zum Ausgleich liegen, wodurch er es Wade ermöglichte, mit einem 6:4 in die Unterbrechung zu gehen. Im Anschluss daran drückte „The Machine“ nochmal auf das Gaspedal und baute seine Führung mit einem 12- sowie einem 11-Darter aus. White war im 12. Leg knapp an 161 Restpunkten gescheitert und setzte jetzt drei weitere Pfeile an den Doppelfeldern vorbei. Wade bedankte sich mit einem Treffer in der Doppel-5 und stand ganz kurz vor dem Sieg. Dieser war dann schon kurz darauf amtlich, der zweite Matchdart steckte in der doppelten 10 und brachte Wade den glatten 10:4-Sieg ein.

Whitlock hat den längeren Atem

Genau wie White reichte auch Adam Hunt ein Erfolg, um in die Runde der Letzten 16 vorzurücken. Deutlich souveräner lief es da bei Simon Whitlock, der alle drei Partien für sich entschied. Der „Hunter“ ließ im Auftaktleg eine Möglichkeit auf Tops aus und kassierte sogleich das Break, welches Whitlock auf der anderen Seite mit einem 90er-Checkout bestätigte. Nachdem Hunt anschließend erstmals erfolgreich gewesen war, warf er am Bullseye vorbei und verpasste deswegen den Ausgleich. Da er bei seinem eigenen Anwurf aber eine gute Reaktion gezeigt hatte, ging er nur mit einem 2:3-Rückstand in die Pause. Nach der Pause setzte Hunt vier seiner Pfeile am äußeren Ring vorbei und verfehlte den Ausgleich erneut. Ganz ähnlich stellte sich die Situation einige Minuten später dar: Hunt hatte mit einem 112er-Finish wiederum verkürzt, setzte danach jedoch vier weitere Breakdarts in den Sand. Der „Wizard“ bestrafte ihn mit einem 116er-Highfinish und stellte den alten Abstand wieder her. Da die nächsten beiden Legs ebenfalls gerecht aufgeteilt worden waren, nahm Whitlock einen 6:4-Vorsprung mit zum Pausentee. Nach der Pause baute der Australier seine Führung sogar weiter aus, doch Hunt produzierte das aus seiner Sicht sehr wichtige Rebreak. Vergleichbar dazu liefen auch die nächsten beiden Legs ab: Whitlock sorgte direkt für das nächste Break, vergab in diesem Fall jedoch zwei Möglichkeiten, um erfolgreich nachzulegen. Hunt löschte 89 Punkte über das Bullseye und kam auf 6:8 heran. Dies blieb schlussendlich sein letztes Erfolgserlebnis. Ohne besonders zu glänzen, holte sich Whitlock die beiden ihm noch fehlenden Legs und erreichte durch das 10:6 die Runde der letzten Acht.

Chisnall kann die Aufholjagd nicht vollenden

Zum Abschluss des Freitagabends fehlte jetzt nur noch die Begegnung von Dave Chisnall und José de Sousa. Der Engländer begann gut und sicherte sich auch unter Mithilfe des Gegners die ersten beiden Legs, setzte dann jedoch fünf Darts an der Doppelfeldern vorbei. De Sousa kam an dieser Stelle folgerichtig zum Break und hatte schon wenig später mit einem 72er-Finish Parität hergestellt. Im letzten Leg vor der Pause wurde es dann kurios: bei 70 Restpunkten traf de Sousa die Single-1 und die Single-19, verweigerte aber den Wurf aufs Bullseye – und das, obwohl Chisnall bei 20 Rest wartete. Doch der Engländer traf mit der nächsten Aufnahme kein Doppel und de Sousa erwischte ganz entspannt die Doppel-16. Während sich „The Special One“ einige Minuten später sogar ein viertes Leg nacheinander gesichert hatte, lief bei Chisnall kaum etwas zusammen. Im siebten Leg verfehlten zwei weitere Versuche die anvisierten Doppel, sodass er das nächste Break einstecken musste. De Sousa nutzte die Schwäche seines Gegners konsequent aus und legte mit einem 14-Darter sowie einem 12-Darter völlig ungefährdet nach. Auch der zehnte Durchgang ging nach Portugal, sodass de Sousa zu diesem Zeitpunkt klar und deutlich mit 8:2 führte.

Nach der Pause konnte Chisnall die Horrorserie von acht verlorenen Legs hintereinander mit einem Treffer in der Doppel-10 beenden, ehe er beobachtete, wie de Sousa fünf Chancen zur möglichen Vorentscheidung verpasste. Chisnall konnte das ausnutzen, legte diesem 13-Darter zudem einen weiteren hinterher und lag mittlerweile nur noch mit 5:8 hinten. Dagegen hatte de Sousa den Faden verloren und leistete sich wenig später vier weitere Fehler auf die Doppelfelder. Chisnall bedankte sich mit dem Break, sammelte wenig später das fünfte Leg in Serie ein und hatte den großen Rückstand bis auf ein Leg reduziert. Kurz darauf bekam „Chizzy“ sogar einen Breakdart zum Ausgleich, setzte ihn jedoch außen an der Doppel-18 vorbei. De Sousa erwischte stattdessen genau dieses Doppelfeld und benötigte jetzt selbst nur noch ein Leg zum Sieg. Zwar scheiterte der Portugiese haarscharf an 161 Restpunkten, doch Chisnall konnte 25 Punkte nicht auf Null bringen und ermöglichte seinem Gegner eine zweite Chance. Diese konnte de Sousa auch wahrnehmen, er verwandelte in der Doppel-12 und gewann unterm Strich mit 10:7, nachdem er eine 8:2-Führung fast verspielt hatte.

Grand Slam of Darts


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