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Michael Smith gewinnt Gibraltar Darts Trophy

Von den 48 Teilnehmern waren am Abend des dritten Tages lediglich vier übrig geblieben. Unter ihnen auch noch Top-Favorit Peter Wright, der es im Halbfinale mit Michael Smith zu tun bekam. Der Sieger dieser Partie traf direkt im Anschluss auf den Gewinner des Duells zwischen Mensur Suljovic und Daryl Gurney um im Endspiel den Sieger der Gibraltar Darts Trophy 2017 zu ermitteln.

„Bullyboy“ schockt Peter Wright

Peter Wright ging als haushoher Favorit ins Turnier. Nicht nur hatte er drei der vier bisherigen European Tour Events des Jahres 2017 gewonnen, es fehlten auch einige Hochkaräter, so zum Beispiel Titelverteidiger Michael van Gerwen oder WM-Finalist Gary Anderson. Bis ins Halbfinale hatte sich „Snakebite“ also vorgekämpft, dort lauerte nun Michael Smith. Der ehemalige Juniorenweltmeister zeigte von Beginn an, dass er sich Wright nicht kampflos ergeben würde und war sogar der bessere Spieler. Nach relativ mäßigem Beginn brachte er zunächst seine Aufschläge nach Hause, vergab dabei ein Mal ein 170’er Finish. Als das erste Break des Spiels an Peter Wright ging, der nach drei vergebenen Chancen von Smith 101 Punkte checkte, schien das Spiel einen angenommenen Verlauf zu nehmen. Doch Smith wehrte sich, glich direkt wieder aus und holte letztlich drei Legs in Folge. Damit konnte er sich auf 5:3 absetzen und schien plötzlich der sichere Sieger zu sein. Doch er verpasste einen Matchdart und so kam Peter doch nochmal zurück. Trotz vieler Fehler und Ausrutscher schaffte es der Schotte zum 5:5-Ausgleich zu kommen. Im Entscheidungsleg begann „Bullyboy“ dann aber perfekt und legte eine 140 nach. Alles lief für ihn und trotz erneuter kleiner Fehler brachte er die Partie mit dem 6:5 tatsächlich ins Ziel. Michael Smith zog damit als erster ins Endspiel ein.

Ähnlich spannend verlief auch das zweite Halbfinale. Dort wollte Mensur Suljovic mal wieder in ein European Tour Finale. Doch vorher stand noch der Nordire Daryl Gurney im Weg, den er erst mal schlagen musste. Der Beginn verlief von beiden noch nicht sonderlich stark. Zunächst konnten sie sich ihre eigenen Aufschläge holen, wobei Mensur jedoch der leicht stärkere Spieler war. Beinahe wäre ihm auch schon ein Break im dritten Leg gelungen, doch er vergab ein 115’er Finish. Im fünften Leg schaffte er es dann aber doch und nachdem er auch 83 Punkte auf null brachte, führte er mit 4:2. Die Partie verlief ganz in seine Richtung, doch unter enormem Druck checkte „Super Chin“ plötzlich 107 Punkte. Dies drehte das Momentum nochmal und so fand Daryl zurück ins Spiel. Er glich mit einem starken Break aus und war danach so richtig in Fahrt. Nach dem 5:4 schien er die Partie nur noch ins Ziel bringen zu müssen. Doch Mensur gab nicht auf. Er behielt in seinem eigenen Leg die Nerven und glich ein letztes Mal zum 5:5 aus. Es folgte somit ein Entscheidungsleg, in dem beide ebenbürtig waren. Dadurch das Gurney jedoch anfangen durfte, hatte er als erster die Möglichkeiten zum Sieg. Weil er aber ganze vier Matchdarts vergab, hatte „The Gentle“ nun alles in der Hand und brauchte nur noch Tops treffen. Suljovic traf gleich mit dem ersten Dart und zog mit dem 6:5 ins Endspiel ein.

Michael Smith siegt in Nervenkrimi

Für Michael Smith begann die Gibraltar Darts Trophy in der zweiten Runde. Als gesetzter Spieler bekam er es dort mit dem Niederländer Christian Kist zu tun und schien dort schon recht schnell der sichere Sieger zu sein. Er schenkte aber einen Vorsprung her, sodass es spannend wurde und er am Ende nur knapp mit 6:5 siegte. Auch in der dritten und vierten Runde ging es für den Engländer über die maximale Distanz. Er rang auf diese Weise Dimitri van den Bergh und Rob Cross nieder, die beide eigentlich mindestens ebenbürtig waren. Nervenstärke bewies er dann auch im Halbfinale, als er Peter Wright mit 6:5 aus dem Turnier warf. Für Mensur Suljovic lief es nicht immer so knapp. Auch er startete in der zweiten Runde ins Turnier und bekam es dort mit Alan Tabern zu tun. Der Altmeister spielte fantastisch, doch Mensur war nochmal ein Stück stärker und gewann mit 6:4. Auch in den folgenden Runden hatte er harte Gegner. Zunächst traf er auf den Spanier Cristo Reyes, im Viertelfinale dann auf den Überraschungsmann Magnus Caris. Beide konnte der Österreicher mit 6:3 besiegen. Im Halbfinale überlebte er dann vier Matchdarts um mit einem 6:5 gegen Daryl Gurney ins Finale einzuziehen.

Das erste Leg begann für Mensur eigentlich fantastisch. Er warf drei 140’er hintereinander, während die Scores von Smith noch weit von seinem normalen Niveau entfernt waren. Doch weil „The Gentle“ ganze sieben Chancen auf die Doppel verpasste, holte sich Smith doch noch das erste Leg und damit direkt ein Break. Von diesem angestachelt spielte der Engländer auch ein sehr gutes zweites Leg, bei dem er 108 Punkte auscheckte und so mit 2:0 in Führung ging. Suljovic war erneut gut mit dabei, konnte Michael jedoch nicht attackieren. Die Chancen die er in der Anfangsphase hatte, ließ der Österreicher liegen, so auch einen Dart auf Tops. So holte sich Smith das 3:0, was Mensur bereits stark unter Druck setzte. Derjenige, der in der Folge aber Fehler machte, war Michael Smith. In den folgenden beiden Legs ließ er insgesamt fünf Darts auf Doppel liegen und lud Mensur damit zu Leggewinnen ein. Er holte sich zwei hintereinander und war plötzlich wieder im Spiel. Vier perfekte Darts legten den Grundstein zu einem weiteren Break und dem 3:3-Ausgleich. Das Momentum war nun klar auf Seiten des Österreichers, der mit einem fantastischen 11-Darter erstmals in Führung ging. Die Serie von vier Leggewinnen wurde dann allerdings von Michael unterbrochen, der 81 Punkte mit zwei Darts auf null brachte. Nachdem sich Mensur dann 56 Punkte Rest stellte und sich gedanklich wohl schon mit dem Auschecken beschäftigte, holte sich Michael Smith mit einem 132’er Finish auf Bull ein erneutes Break zum 5:4. In seinem eigenen Leg vergab der „Bullyboy“ dann zwar ein 116’er Finish, Suljovic aber brachte 110 nicht auf null. So checkte Smith doch noch zum 6:4 und holte sich den Turniersieg.

Tobias Gürtler

Gibraltar Darts Trophy


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