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Titelverteidiger startet mit klarem Sieg

Am Abend des zweiten Tages in Sindelfingen wurden die letzten Zweitrundenmatches ausgetragen. Dabei griff auch Titelverteidiger und Weltmeister Michael van Gerwen ins Turniergeschehen ein, er traf auf Ex-Juniorenweltmeister Keegan Brown. Das von den Namen her hochklassigste Match war die Partie von Ian White und Adrian Lewis. Mensur Suljovic, letzter deutschsprachiger Akteur, musste gegen den Polen Krzysztof Ratajski ran und Peter Wright bekam es mit James Richardson zu tun.

Die Waliser auf Wolke 7

Das erste Match des Abends war dann auch direkt ein sehr namhaftes Duell. James Wade bekam es mit Mark Webster zu tun. Das Spiel begann auf einem guten Niveau, bei dem beide Spieler zunächst ihre eigenen Legs nach Hause brachten. Dann aber begann auch schon das große Auslassen von Möglichkeiten. Beide Spieler waren auf die Doppel nicht sonderlich gut. Es sah vorerst so aus, als würde „The Machine“ davon mehr profitieren, da er sich mit einem Break mit zwei Legs Vorsprung in Front brachte. Dann aber kam Webster ein wenig stärker wieder und weil es nun Wade war, der Möglichkeiten liegen ließ, konnte der Waliser gleich drei Legs hintereinander holen. So drehte er das Spiel von 2:4 auf 5:4 und hatte nun alle Möglichkeiten. Doch Wade gab nicht auf, spielte nochmal ein gutes Leg zum Ausgleich. In der entscheidenden Phase war es dann jedoch zu wenig und so brachte Webster die Partie mit 6:5 über die Ziellinie. Danach wollte Gerwyn Price gegen Dimitri van den Bergh eine Überraschung vermeiden und seiner Favoritenrolle gerecht werden. Er begann auch sehr gut und setzte Dimitri sofort unter Druck. Diesem konnte der zunächst auch noch standhalten, checkte 96 Punkte. Doch vier perfekte Darts sprachen dann eine deutliche Sprache in Richtung Price, der sich mit einer kleinen Serie bis auf 4:1 in Führung brachte. Dimitri van den Bergh war eigentlich auch gut drin, jedoch auf die Doppel nicht gut genug. Price wusste dies gut auszunutzen. Mit der ersten 180 der Partie meldete van den Bergh dann nochmal Ansprüche an, versuchte nochmal zurückzukommen. Doch ein 120’er Finish vom „Iceman“ hielt den Abstand auf drei Legs. Am Ende war der Vorsprung bereits zu deutlich und so siegte auch im zweiten Spiel des Abends der Waliser. Mit 6:3 zog Gerwyn Price ins Achtelfinale ein.

Steve West bezwang vor etwas mehr als einem halben Jahr Phil Taylor in der ersten Runde des World Grand Prix. Danach stieg die Erwartungshaltung ihm gegenüber, doch zu selten konnte er diese bestätigen. Gegen Michael Smith sollte es dann aber doch mal wieder gelingen. Er begann gut, holte sich unter Druck das erste Leg. Dann drehte Smith zwar stark das Spiel, doch West ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und antwortete prompt. Er war auch in der Folge vor allem in den Scores sehr stark und so brachte er sich auf 5:3 in Front. Damit schien die Vorentscheidung gefallen, doch Smith zeigte, warum viele ihn als zukünftigen Weltmeister sehen. Er holte sich ein Leg trotz perfektem Start von West und hielt großem Druck stand um mit dem 5:5-Ausgleich ein Entscheidungsleg zu erzwingen. Dort lief es eigentlich gut für den „Bullyboy“, bis West eine ganz starke 177 zu werfen. Damit stellte er sich 24 Punkte Rest, welche er auch versenkte. Damit siegte Steve mit 6:5 und zog in die nächste Runde ein. Danach hieß es Nordirland gegen Schottland. Daryl Gurney traf auf John Henderson und von Beginn an entwickelte sich eine gute Partie. Vor allem Daryl zeigte was er drauf hat, als er mit einem tollen 12-Darter mit 116’er Finish mit 2:1 in Führung ging und wenig später einen 10-Darter zum Break zeigte. Nach dem 4:1 war John Henderson stark unter Druck gesetzt und Gurney schien sich gedanklich bereits als Sieger zu sehen. Ein wichtiges 119’er Finish zeigte aber, dass auch Henderson noch im Spiel war. Nach dem 5:2 durch Gurney gab der Schotte nochmal alles und versuchte zu verkürzen. Dies schaffte er auch und so kam er mit einem 120’er Finish bis auf ein Leg ran. Im letzten Leg brachte er sich auf 40 Punkte Rest und somit in eine gute Position, doch Gurney ließ nichts mehr anbrennen und brachte sein Leg nach Hause. Durch das 6:4 darf auch er morgen noch mitmischen.

Suljovic ringt starken Polen nieder

Mensur Suljovic wollte danach gegen Krzysztof Ratajski einen möglichst ungefährdeten Sieg einstreichen, doch der Pole erwies sich als äußerst harte Nuss. Danach sah es zu Beginn noch nicht aus, denn die ersten beiden Legs gingen noch sehr souverän an Mensur, der seinem Gegner keine Chance ließ. Doch Ratajski war danach auch im Spiel. Ein 15-Darter mit 120’er Finish wurde vom Ausgleich wenig später gekrönt. Von da an war es eine Partie auf Augenhöhe und das auf einem tollen Niveau. Beide schenkten sich nichts. Unter Druck holte sich Suljovic dann das 4:3 und genau da zeigte sich ein wesentlicher Faktor an diesem Tag. Ratajski vergab im Leg darauf unter ähnlichem Druck auf die Doppel-12 und so kam Mensur zu einem Break. Doch der Pole gab nicht auf. Mensur verpasste drei Matchdarts und Ratajski checkte 123 Punkte auf der Doppel-9 zum Rebreak. Doch erneut konnte er dies nicht bestätigen und verschenkte gleich drei Ausgleichschancen. „The Gentle“ ließ sich nicht zwei Mal bitten und checkte 96 Punkte zum 6:4-Erfolg. Peter Wright musste danach gegen James Richardson ran. Obwohl dieser perfekt startete, gelang Peter aber schnell das 1:0. James glich zunächst aus, doch James war in dieser Phase eigentlich kein echter Gegner für „Snakebite“. Der Schotte spazierte zu einer 4:1-Führung und spielte letztlich wie man es von ihm erwartete. Sehr besonnen, souverän, wie ein Top-Spieler. Richardson kam aber immer besser rein und zeigte back-to-back 180’s, die zu einem 11-Darter und dem 2:4 aus seiner Sicht führen. Doch er vergab daraufhin ein 161’er Finish, sodass Peter 116 zum 5:2 auf null bringen konnte. Wenig später vergab er zwar ein 164’er Finish, holte sich das Leg dann aber doch noch und siegte folglich mit 6:2 und 100 Punkten im Schnitt.

Mit Michael van Gerwen trat dann der Titelverteidiger ans Oche. Sein Gegner war der ehemalige Juniorenweltmeister der PDC, Keegan Brown. Michael legte einen furiosen Start hin, seine Scores in den ersten Legs waren wie gewohnt extrem stark. Doch auf die Doppel ließ der Niederländer sehr viele Möglichkeiten aus. Dennoch reichten die Scores, auch weil die wenigen Chancen von Brown nicht genutzt wurden, zu einer deutlichen 5:0-Führung. Damit war die Messe eigentlich bereits gelesen, doch Keegan wollte den Whitewash natürlich verhindern und checkte nochmal 120 Punkte. Weil MVG dann drei Matchdarts verpasste, verkürzte Keegan erneut und es ging weiter. Auch im achten Leg hatte Keegan eine Chance hier vielleicht doch nochmal für Spannung zu sorgen, doch er verfehlte Tops. So versenkte „Mighty Mike“ seinen sechsten Matchdart zum 6:2, muss seine Doppelquote von nur 28,6% für einen Turniersieg jedoch deutlich verbessern. In der letzten Zweitrundenpartie kam es dann zum Duell zwischen Ian White und Adrian Lewis, zwei etablierten Stars auf der Tour. Dabei erwischte Ian den deutlich besseren Start. Er brachte einen 12-Darter ins Ziel und setzte Adrian in dessen Aufschlag gehörig unter Druck, dem dieser aber standhielt. Auf der Anzeigetafel blieb es auch danach noch ausgeglichen, doch es schien als würde dies für Lewis nicht mehr lange gut gehen. Ganze zehn Punkte war er zu diesem Zeitpunkt im Schnitt pro Aufnahme schlechter als Ian, er musste sich dringend steigern. Ian aber behielt zunächst noch die Oberhand, ging ein drittes Mal in Führung doch zum dritten Mal kam Adrian zum Ausgleich. Ian schien allmählich genervt, dass er seine Überlegenheit nicht in zählbares umwandeln konnte und ließ ein wenig nach. Dies war der Moment auf den der zweifache Weltmeister gewartet hatte. „Jackpot“ steigerte sich von jetzt auf gleich und brachte sogleich 95 Punkte auf null um das erste Break zu holen. White aber schüttelte sich kurz, checkte seinerseits 126 Punkte auf dem Bull und stellte die alte Ordnung wieder her. Das Momentum war allerdings nun auf Seiten von Lewis, der nach back-to-back 180’s ein weiteres Break folgen ließ. „Diamond Dab“ stand nun mit dem Rücken zur Wand und schaffte es nicht mehr Lewis vom Sieg abzuhalten. So siegte Adrian am Ende durch seine Hartnäckigkeit mit 6:4 und zog als letzter Spieler ins Achtelfinale ein.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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