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„The Wall“ vom „Hurricane“ zerstört

Nach dem Ausscheiden von Max Hopp war nur noch ein Deutscher im Rennen. „The Wall“ Martin Schindler bekam es allerdings mit Kim Huybrechts zu tun. Der ist in einer fantastischen Form. „Das bin ich auch“, sagte Schindler nach seinem Sieg gegen Andy Boulton in der ersten Runde. Auch Mensur Suljovic startete ins Turnier, er traf auf Mick McGowan. Der beste Spieler der Welt, Michael van Gerwen, wollte gegen Darren Webster einen schnellen Sieg und Peter Wright spielte gegen Brendan Dolan.

Suljovic überzeugt auf ganzer Linie

Den Auftakt machten Jelle Klaasen und Jonny Clayton. Vor neun Monaten war Jelle noch im WM-Halbfinale und so richtig on fire. Diese Form hat er in den letzten Monaten etwas verloren. Gegen Clayton erwischte er auch einen ganz schwachen Start. Jonny hatte keine Probleme sich in aller Seelenruhe in Position zu bringen und Leg um Leg zu holen. Mit einem Average von über 100 Punkten waren eine Scores auch entsprechend stark. Die ersten vier Legs gingen allesamt an den Waliser. Erst dann konnte die „Cobra“ mit einem 13-Darter mal kontern. Dies war allerdings nichts als ein Strohfeuer. Clayton spazierte zum 6:1-Sieg und feierte damit den Einzug ins Achtelfinale. Cristo Reyes hatte mit Benito van de Pas einen sehr schweren Gegner. Der Niederländer hat sich über die letzten Jahre immer weiter verbessert und klettert die Weltrangliste munter nach oben. Den besseren Start hatte aber Reyes der gleich mal in Führung ging. Benito konterte mit einem 11-Darter und einem Break. Cristo konnte mit einem 128’er Finish aber wieder ausgleichen und die Partie offen lassen. Das war sie dann auch bis zum Schluss, obwohl „Big Ben“ eigentlich der stärkere der beiden Spieler war. Dennoch gelang es ihm nicht ein Break zu holen, womit es nach zehn Legs 5:5 stand. Im entscheidenden Moment war Benito dann aber da und nutzte den vergebenen Matchdart seines Gegners eiskalt zum 6:5 aus.

Es folgte die Partie mit deutscher Beteiligung. Die Hoffnung des Publikums lag auf Martin Schindler, er sollte nach Möglichkeit auch morgen noch am Turnier teilnehmen. Mit Kim Huybrechts hatte er aber einen richtig schweren Gegner vor sich. Von Beginn an zeigte der Belgier sich besser, war Schindler immer einen Schritt voraus. Meist konnte sich „The Wall“ nur ein Finish stellen, ehe er zusehen musste, wie Kim sich das Leg holte. Schnell rannte Huybrechts davon, führte mit 4:0. Doch Martin wollte nicht aufgeben, startete mit zwei Aufnahmen von 140 Punkten. Kim aber warf ebenfalls zwei solcher Aufnahmen in dem Leg und sicherte sich das Leg doch. Wenig später machte er mit dem 6:0 alles klar. Martin ist damit als letzter Deutscher ausgeschieden, gewann jedoch erneut an Erfahrung. Mensur Suljovic konnte kürzlich seinen ersten Turniersieg auf der European Tour feiern und erreichte auch in der vergangenen Woche wieder das Finale. Um das zu wiederholen musste er erst mal Mick McGowan bezwingen. Dies schien er auch konzentriert angehen zu wollen, als er mit einem Break startete und 121 Punkte zum 2:0 auscheckte. Danach startete er sogar perfekt, musste das Leg aber trotzdem abgeben. Mick versuchte alles um mithalten zu können, aber das war an dem Tag nicht möglich. Ein 120’er und ein 101’er Finish später stand es 4:2 für den Österreicher, der eine sehr starke Leistung zeigte. Zwei Legs fehlten noch und die holte er sich in Windeseile. Am Ende gewann er also 6:2 und spielte einen Average von 108,45 Punkten.


Michael van Gerwen mit solider Leistung

Michael van Gerwen hatte keine Lust auf eine enge Partie mit knappem Weiterkommen, er wollte Darren Webster schnell schlagen. Entsprechend stark fing er auch an. Ein 12- und ein 11-Darter zu Beginn sorgten für die schnelle 2:0-Führung. Doch danach ließ er dann doch etwas federn. Der Weltranglistenerste rutschte immer mal wieder in die kleineren Felder ab, in der Phase traf er auch nicht die sonst so vielen Triple. So hatte auch Darren Webster die Chance einiges gut zu machen und das tat er auch. Der Engländer war nach anfänglichen Problemen nämlich inzwischen auch in der Partie und so verkürzte er von 1:4 auf 3:4. Zwei Legs später stand es 4:5 aus Sicht von Darren und es folgte ein äußerst wichtiges Leg. In diesem war „Mighty Mike“ dann aber plötzlich wieder voll da und checkte 138 Punkte zum 6:4-Sieg aus. Einen Sieg wollte auch Peter Wright gegen Brendan Dolan, ein Duell, welches es auch auf den ganz großen Bühnen bereits gab. Brendan läuft seiner Form von vor anderthalb Jahren hinterher, ging aber gegen Peter sehr souverän in Führung. Dieses Gefühl sollte aber nicht von großer Dauer sein. Peter glich aus und holte direkt ein Break zur Führung. Dabei checkte er 106 Punkte aus. Dolans Problem war in dieser Phase das Scoring. Während Wright zwei Triple traf, traf der Nordire nur eines. So sprintete Peter zum 4:1. Danach ließ auch „Snakebite“ ein wenig nach, wodurch Dolan zumindest wieder näher an die Doppel kam. Letztlich brachte Wright die Partie aber mit 6:1 verdient über die Ziellinie.

Ian White bekam es danach mit James Wilson zu tun und schien überrascht über den furiosen Start seines Gegners. Dieser sprintete mit drei schnellen Leggewinnen zu einer komfortablen Führung und wirkte schon fast wie der sichere Sieger. Dann aber vergab er einen Dart auf Tops, wodurch White verkürzte. James ließ sich aber nicht schockieren, stellte sich 16 Rest und wartete, was „Diamond“ machen würde. Der checkte mal eben 170 Punkte aus und holte sich wenig später sogar den Ausgleich. Wie aus dem Nichts war die Partie wieder offen. Wilson sicherte sich umgehend wieder die Führung und konnte sich dann bei Ian White bedanken, dass dieser ein Leg nahezu wegwarf. Er vergab große Chancen und so holte sich Wilson das Leg doch noch. Wenig später brachte er 70 Punkte zum 6:3 auf null und zog damit ins Achtelfinale ein. Die letzte Partie war die erste für Joe Cullen aber auch für seinen Gegner Robbie Green. „Kong“ kam nämlich am Vortag kampflos weiter, weil Arron Monk die Teilnahme noch absagen musste. Beide starteten mit einigen Problemen in die Partie, bei der Cullen jedoch das Glück anfangs auf seiner Seite hatte. Er kam sofort zu einem Break und konnte dieses wenig später auch bestätigen. Robbie spielte zwar ein gutes drittes Leg, sah sich aber dennoch früh mit 0:3 in Rückstand. Es war schon überraschend wie deutlich Joe Cullen die Partie im Griff hatte. Er erhöhte bis auf 4:0, ehe Green sich auch auf der Anzeigetafel melden konnte. „Kong“ rannte nun aber schon einen zu großen Rückstand hinterher. Dieser war unter normalen Bedingungen einfach nicht mehr aufzuholen und so brachte Cullen die Partie auch mit 6:1 über die Ziellinie.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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