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Martin Schindler belohnt sich selbst

Am Abend des ersten Tages von Sindelfingen starteten auch die restlichen drei Deutschen ins Turnier. Martin Schindler bekam es dabei mir Andy Boulton zu tun, eine ernstzunehmende Aufgabe für den Berliner. Auch Fabian Herz hatte es nicht leicht, er traf auf den Niederländer Jermaine Wattimena. Gabriel Clemens musste sein Können indes gegen Jonny Clayton beweisen. Mit Brendan Dolan gegen Christian Kist gab es zudem eine Partie zweier Spieler mit reichlich WM-Erfahrung. Raymond van Barneveld spielte gegen Scott Dale.

Gabriel Clemens trotz guter Leistung draußen

Das erste Spiel des Abends war direkt die spannende Partie zwischen Christian Kist und Brendan Dolan. Der Nordire erwischte dabei einen fantastischen Start, verpasste aber zunächst noch die Doppel. So konnte sich Kist auf 2:0 absetzen. Der „History Maker“ kämpfte sich aber mit drei Leggewinnen in Folge zurück. Von da an war es sehr eng. Beide holten sich jeweils ihre Legs, vergaben aber auch Möglichkeiten auf Breaks. So hätte Dolan fast 130 ausgecheckt, verfehlte aber das Bullseye, Kist konterte mit einem 105’er finish. Für das Verpassen eines 167’er Finish wurde Brendan dann aber nicht bestraft, er behielt sein Leg dennoch. Am Ende vergaben beide Spieler einige Matchdarts, Dolans sechster war dann aber drin, womit er 6:5 gewann. Danach bekam es Tony West mit Jeffrey de Graaf zu tun. Nach einem furiosen Start in dem Tony mit einem 101’er Finish breakte, ehe de Graaf mit einem 108’er Finish konterte, ließ die Partie an Spannung nach. West konnte sich immer weiter absetzen, weil Jeffrey seine vielen Chancen nicht zu nutzen wusste. Unzählige Möglichkeiten hatte er auf die Doppel, doch er traf nichts. So stand es nach sechs Legs 5:1 für West und die Doppelquote von de Graaf stand bei 6,25%. Zwar checkte er nochmal 82 Punkte mit zwei Darts, doch wenig später machte Tony West mit dem 6:2 alles klar.

Gabriel Clemens konnte sich erstmals für ein European Tour Event qualifizieren und wollte auf der größeren Bühne auch direkt überzeugen. Nach seinem Auftritt bei den World Masters 2009 sein bis hierhin vielleicht größter Erfolg. Sein Gegner war Jonny Clayton, der allerdings nicht zu unterschätzen war. Clemens startete sehr gut, verpasste es jedoch seine Überlegenheit in Punkte umzumünzen. Clayton ging so mit 2:0 in Führung. Es folgte der Anschluss von Gabriel, der jedoch nichts anderes als Ergebniskosmetik sein sollte. Zwar war der Deutsche ebenbürtig, aber die Legs gingen dennoch an seinen Gegner. So unterlag er am Ende 1:6, ein Ergebnis, das zu deutlich ausfiel. Fulminant startete auch Raymond van Barneveld in seine Partie gegen Scott Dale. Der Niederländer war eine 180 zu Beginn und checkte 124 Punkte zum 12-Darter. Dale aber war nicht nur da um Lehrgeld zu zahlen. Er spielte wirklich gut mit und kam immer wieder zum Ausgleich. Nach vier Legs stand es 2:2 und beide spielten einen Average von über 100 Punkten, Raymond sogar 118. Weil Dale ein 130’er Finish zum möglichen Break vergab, checkte Barney 160 Punkte zur erneuten Führung. Die Vorentscheidung brachte das erste Break des Spiels zum 5:3 für den Favoriten. Am Ende siegte van Barneveld mit 6:3.

Fabian Herz scheitert nach gutem Kampf


Vor einer Woche erreichte Martin Schindler nach mehreren Versuchen erstmals die zweite Runde eines European Tour Events. Dort scheiterte er nur knapp mit 5:6 gegen Robert Thornton. Nun hoffte er natürlich, dass der Knoten geplatzt ist und so wollte er gegen Andy Boulton erneut siegreich vom Oche schreiten. Er startete auch sehr gut, behielt zunächst seine Legs und checkte 114 Punkte aus. Weil er jedoch ein 120’er Finish vergab, war Boulton da und brachte 136 Punkte auf null. Die Antwort von „The Wall“ waren vier perfekte Darts. Wenig später gelang dem Berliner mit dem ersten Break das 4:2. Danach ließ er jedoch einige Möglichkeiten aus, sodass Boulton immer wieder ins Spiel zurückfand. Seinen fünften Matchdart nutzte Schindler dann aber zum 6:4 und damit zum erneuten Weiterkommen. Er wird in Runde zwei auf Kim Huybrechts treffen. Es folgte die Begegnung von Cristo Reyes und Robert Marijanovic. Cristo ging als Favorit ins Spiel und startete auch mit einem guten 15-Darter. Beide Spieler zeigten sich dann ebenbürtig und verfehlten in den ersten vier Legs nicht einen Dart aufs Doppel. Das erste Break holte sich Robert zur 3:2-Führung, allerdings ließ er danach zu sehr nach. Reyes drehte nochmal auf, warf unter anderem vier perfekte Darts und sprintete zum 6:3-Sieg.

Mit Fabian Herz betrat dann der letzte deutsche Qualifikant die Bühne. Sein Gegner war der Niederländer Jermaine Wattimena, eine schwierige Aufgabe. Dies zeigte sich auch recht schnell. Beide starteten auf einem ähnlichen Niveau, jedoch wirkte Wattimena von Anfang an sicherer. Er holte sich auch direkt die ersten beiden Legs, was die Lage für Herz nicht vereinfachte. Ein 116’er Finish zum 3:0 war dann umso bitterer. Aber Herz konnte wenig später auf 1:3 verkürzen. Es war eine Art Weckruf für den Deutschen, der nun immer besser ins Spiel fand. Zwar verlor er zunächst ein weiteres Leg, verkürzte aber wenig später mit einem 127’er Finish auf 3:4. Jedoch vergab er die große Ausgleichschance, die letztlich den 6:3-Sieg für Wattimena einleitete. Die letzte Erstrundenpartie bestritten Devon Petersen und James Wilson. Dabei startete der Engländer aus Huddersfield besser in die Partie. Er holte sich das erste Leg und vergab die Chance auf das Break. Wenig später ging er dank eines 121’er Finishes dennoch wieder in Führung und legte auch das erste Break zum 3:1 nach. Es war ein Match auf gutem Niveau, beide spielten zu dem Zeitpunkt einen Average zwischen 95 und 100 Punkten. In den entscheidenden Momenten war es aber einfach James Wilson, der zur Stelle war und auf 4:1 erhöhte. Erst danach kam auch Devon Petersen ins Spiel. Er verkürzte auf 3:4, verpasste dann aber vier große Ausgleichchancen. So holte sich Wilson das 5:3 und tütete wenig später den 6:3-Sieg ein.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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