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Rob Cross gewinnt die Darts-EM 2019

Am Sonntagabend gingen die European Darts Championship 2019 ihrem Abschluss entgegen. 32 Spieler waren am Donnerstag ins Rennen eingestiegen, zum Halbfinale waren es nur noch vier. Dies waren zum einen Rob Cross und Daryl Gurney, die den ersten Finalplatz untereinander ausspielten, und Michael Smith und Gerwyn Price, die sich im zweiten Halbfinale gegenüberstanden. Noch am selben Abend wurde dann das große Finale ausgetragen. Alle drei Partien hatten die Distanz „best of 21 Legs“.

Gurney geht die Puste aus, Smith ist nicht konstant genug

Im ersten Semifinale standen sich also Rob Cross und Daryl Gurney gegenüber. Mit 13 und 14 Darts holte sich „Voltage“ binnen weniger Minuten die ersten beiden Legs, doch Gurney schlug zurück und kam mit zwei 14-Dartern zum Ausgleich. Ein Treffer in der Doppel-20 hätte den Turnaround sogar komplettiert, doch stattdessen erwischte Cross ebenjenes Doppelfeld zum 13-Darter und zum 3:2. Nach der Pause warf der Engländer zweimal an der Doppel-20 vorbei, Gurney atmete auf und rettete seinen Anwurf. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, schaffte es Gurney dank eines Break erstmalig, sich selbst in Front zu bringen. Lange freuen konnte sich der Nordire darüber jedoch nicht, denn er setzte zwei Darts an der Doppel-16 vorbei und kassierte das umgehende Rebreak. Nach zehn absolvierten Durchgängen stand es also noch immer unentschieden. Nach der Pause legte Cross mit Checkouts von 96 sowie 73 Punkten gut los, doch „Superchin“ war auch hier nicht um eine Antwort verlegen, verkürzte zunächst mit einem 11-Darter und stellte anschließend mit einem 118er-Highfinish Parität her. Kurz darauf profitierte er auch noch von drei Fehlern seines englischen Gegners und holte sich ein drittes Leg nacheinander. Cross stoppte diese Serie und stellte demzufolge auf 8:8. Im darauffolgenden Leg überstand er dann einen Breakdart gegen sich und traf selber die Doppel-1, doch Gurney schlug zurück und glich wieder aus. Das besser Ende sollte dann letztlich Cross für sich verbuchen: er ging mit einem 15-Darter in Front und beendete das Match mit einem 13-Darter. „Voltage“ erreichte zum zweiten Mal nach 2017 das Finale der Europameisterschaft.

Sein Finalgegner wurde nun im Aufeinandertreffen von Michael Smith und Gerwyn Price ermittelt. Der „Bully Boy“ setzte in den ersten drei Legs konstant je einen Dart am äußeren Ring vorbei. Price war jedes Mal zur Stelle und brachte dabei im dritten Durchgang sogar 149 Zähler auf Null. Per 11-Darter ging auch das vierte Leg nach Wales. Erst als Price kurz darauf vierfach auf Doppel patzte, holte sich Smith sein erstes Erfolgserlebnis. Nach der Unterbrechung zeigte der Engländer seinerseits einen 11-Darter, Price konterte auf der Doppel-10 und stellte den alten Abstand wieder her. Nichtsdestotrotz war Smith mittlerweile im Match angekommen, holte sich drei Legs nacheinander und hatte zur zweiten Pause auf 5:5 ausgeglichen. Das erste Leg nach der Unterbrechung ging an Price, der kurz darauf zudem beobachtete, wie Smith drei Pfeile oberhalb der Doppel-20 platzierte. Der „Iceman“ selbst nutzte per 88er-Finish die Gelegenheit zum Break und legte mit einem 13-Darter erfolgreich nach. Erst als er drei Breakdarts ungenutzt ließ, musste er wieder ein Leg abgeben. Smith war ebenfalls alles andere als fehlerbefreit und ließ im darauffolgenden Leg gleich vier Möglichkeiten liegen. Price bedankte sich und führte zur dritten und letzten Unterbrechung mit 9:6. Der Engländer checkte wenige Minuten später 94 Punkte via Single Bull, Triple-19 und Doppel-6, doch Price verteidigte sein Anwurfleg ebenfalls und hatte die Ziellinie bereits in Sichtweite. Der Waliser verlor dann keine Zeit mehr, glänzte noch mit einem 104er-Highfinish und gewann dieses Halbfinale letztlich mit 11:7.

Price kann nicht mehr dagegenhalten

Nach einer etwas längeren Pause stand das Endspiel in den Startlöchern. Im Duell von Rob Cross und Gerwyn Price ging es neben dem Major-Titel auch um das Preisgeld von 120.000 Pfund. Das Auftaktleg ging an den „Iceman“, doch auch Cross gewann sein erstes Anwurfleg, indem er die Doppel-1 traf. Der Engländer konnte kurz darauf für das erste Break sorgen, welches er mit einem souveränen 84er-Finish bestätigen konnte. Price glänzte dann kurz darauf mit einem 100er-Checkout und verkürzte auf 2:3. Nach der Unterbrechung stellte „Voltage“ den alten Abstand wieder, verpasste es aufgrund zweier Fehlwürfe allerdings, noch mehr Land zwischen sich und seinen Gegner zu bringen. Insgesamt war Cross bis hierhin aber der klar bessere Spieler, Price war eine gewisse Erschöpfung aufgrund der kurzen Erholungszeit seit dem Halbfinale anzumerken. So konnte der frühere Weltmeister ohne wirkliche Schwierigkeiten drei Legs in Folge einfahren und eine 7:3-Führung in die zweite Pause nehmen. Mit einem 72er-Finish holte sich Price einige Minuten später nach längerer Wartezeit mal wieder einen Leggewinn. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, stand Price im 14. Durchgang bei 170 Rest, verfehlte das abschließende Bullseye aber relativ deutlich. Stattdessen verteidigte Cross ein Anwurfleg und rückte dem Titelgewinn wieder ein Stück näher. Fast wäre kurz danach sogar die Vorentscheidung gelungen, der Pfeil des Engländers flog jedoch knapp am Bullseye vorbei. Price traf Tops letztlich im vierten Versuch und stellte den 6:9-Zwischenstand her. Nach der Pause verlor Cross dann keine Zeit mehr: nach einem 11-Darter profitierte er von zwei Fehlern seines Gegners und nutzte seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-16. Rob Cross gewann das Endspiel mit 11:6 und holte sich seinen insgesamt dritten großen TV-Titel.

European Championship


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