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Bill Davis steigt groß ein

Der Tag begann in der Hitze und dem Glitzern von Las Vegas aussichtsreich für Bill Davis aus Philadelphia- und er ging für ihn auch glücklich zu Ende.

Und wie Adrian „Jackpot“ Lewis vor ein paar Jahren stieg er groß ein.

„Ich steckte den Höchstbetrag hinein und gewann neun Tausend“ erzählte er mir als er mit seinem Zimmergefährten Roger Carter ins Turnier spazierte.

Allerdings waren die neuntausend lediglich Pennies (und Davis vergeudete das unerwartete Geschenk schnell bis auf den kläglichen Rest von $1.90).

Morgen werde ich ihn fragen, ob er mir davon ein Drittel eines Mandalay Biers bezahlen wird.

Gemäß den Anordnungen des Turnier Direktors Tommy Cox, die keiner verstand, traten die 147 Teilnehmer des Players Championships, darunter 45 Nord Amerikaner, pünktlich um 12 Ohr mittags ans Oche. Die Amerikaner hatten alle Hände voll zu tun!

„Big Daddy“ Darin Young, seit 3 Jahren die Nummer 1 der USA, hatte die Nummer sechs der Welt Andy „the Hammer“ Hamilton gezogen und ging mit fliegenden Fahnen unter. Young wird aber am Mittwoch zur ersten Runde der Desert Classics wieder auftauchen, die Teilnahme hat er sich als einer der drei Top Spieler Amerikas (als die Spitze) des Bullseye Pro Rankings verdient. Paul Lim stand Terry Jenkins gegenüber (den er vor ein paar Wochen bei den US Open kurz und schmerzlos abgefertigt hatte) und ging ebenfalls unter. Roger Carter trat gegen die Nummer 10 der Welt, Wayne Mardle, ans Oche und stürzte ab. Joseph Swick, der die Nummer 42 der Welt, Matt Clark, erwischt hatte, hatte ebenfalls keine Chance. Frederick Krueger traf auf die Nummer 26 der Welt, Wes Newton, und musste auch abgeschrieben werden. Chicagos Steve „The Ethopian“ Panucialman wurde von Mark Dudbridge „vernichtet“. Gordon Dixon aus Ohio bekam es mit der Nummer 14 der Welt, Kevin Painter zu tun und..ging auch unter. Nick Rivera kämpfte gegen die Nummer 15 der Welt, Alan Tabern, und wurde geschlagen.

Es hat keinen Spaß gemacht! Der Fußboden des Mandalay Bay war übersät mit amerikanischen Opfern.

Einigen freilich erging es bei der Auslosung etwas besser und sie „durften“ gegeneinander antreten. Nachdem sich der Staub der ersten Runden gelegt hatte, war Dan Zimmermann erfolgreich gegen Robert Heckmann, nur um dann gegen den Weltmeister John Part auszuscheiden, Johnny Kuzcynsky hatte sich Isen Veljic ´s entledigen können (ging dann aber gegen Mervyn King unter) und Bill „Mini-Jackpot“ Davis hatte Joe Slivan aus Florida geschlagen.

Andere aus dem amerikanischen Kontingent warfen zumindest in den frühen Runden einfach gute Darts. Der legendäre „Bald Eagle“ Larry Butler begann mit Siegen über Isaac Julian und Gary Blades. Während Butler versuchte, zu dem Wurf zurückzufinden, der ihn zu seinem überraschenden Sieg 1984 über Dennis Priestley beim ersten World Matchplay (nachdem er unter anderem auf dem Weg dorthin Jocky Wilson besiegt hatte) antrieb, wurde er von seiner Frau Sharon angefeuert---seine siebenjährige Tochter war ungeachtet seiner Bitte auf der Couch außerhalb der Turnier Halle zurückgeblieben. Leider erwiesen sich seine Cheerleader an diesem Tag als zu schwach, um seine Niederlage gegen Colin Osborne zu verhindern. Butler kann sich jetzt auch ein paar Tage erholen, auch er hat sich bereits für die Desert Classics qualifiziert.

Der anscheinenden immer in Form antretende David Fatum sicherte sich einen 3:0 Sieg über die Nummer 27 der Welt Mick McGowan und Scott Kirchner kam durch seinen Sieg über den WM-Finalisten Kirk Sheperd eine Runde weiter, Dan Olsen konnte Ian Joplin schlagen.

Es gab noch andere Amerikaner, die gut begannen, aber ich bin zu faul alle Namen zu tippen, nur einen noch… Brenda Roush, die einzige anwesende Spielerin, die mit einem 3:0 Sieg über Marc Garcia durch die Vorrunde schwebte und mit einem weiteren deutlichen Sieg Steve Randal aus dem Turnier warf, dann aber auf die Nummer 11 der Welt, Peter Manley traf. Und, bevor ich es vergesse, da gab es ja auch noch Scotty Burnett, der ebenfalls sein Erstrundenspiel gewann und dann in Runde zwei auf seinen engen „Freund“ Kevin Painter, die Nummer 14 der Welt, traf. Burnett verlor nach einem harten Spiel mit 2:3. Anders als John Part kamen Chris White aus San Francisco (mit einem Sieg über Scott Kirchner) und Davis aus Philadelphia (in der Hoffnung zu seinen Pennys noch ein paar Pfund zu gewinnen) mit einem Sieg über Alex Roy, in der dritte Runde.

Auf seinem Weg zu größeren Gewinnen musste Davis Jim Withers, ein neues Gesicht im PDC Circuit, überwinden, was ihm keine Probleme bereitete. Er traf dann in Runde vier auf Michael van Gerwen. Das nächste Hindernis für White war der Bezwinger von Brenda Roush, Peter Manley. White kämpfte, musste sich aber mit 2:3 geschlagen geben. So stand dann nach einigen Stunden Bill Davis als einziger Amerikaner noch im Turnier und seinem Einzug ins Viertel-Finale konnte ihm nur noch van Gerwen verwehren. Es war schade für Davis, dass der methodisch vorgehende van Gerwen seine Hoffnungen mit 3:1 zerschlug, aber wenigstens konnte er noch weitere 60.000 Pennys für diesen Arbeitstag einstreichen. Genau wie Young, Butler und der Kanadier Convery, wird Davis zur ersten Runde der Deserts Classics wieder ans Oche treten.

Außer den Amerikaner kämpften aber noch andere Spieler um weiterzukommen. Vor allem Phil Taylor, der 13fache Weltmeister beeindruckte wieder einmal. Mit zwei 3:0 Siegen und einem 112 er Durchschnitt landete er in der vierten Runde.

Der Deutsche Michael Rosenauer, der Raymond van Barneveld in Runde 1 geschlagen hatte, zog weiter voran. Das taten auch Ronnie Baxter, Mark Frost, Terry Jenkins, Mark Walsh, James Wade und van Gerwen. Das waren die Spieler, die an den Viertel-Finalen beteiligt waren. Baxter gewann dort gegen Terry Jenkins, Taylor und Walsh schickten van Gerwen und Wade mit 3:1 nach Hause und Rosenauer fertigte Frost ab. In den Halbfinalen trafen dann Rosenauer auf Baxter und Taylor auf Walsh. Rosenauer und Walsh konnten als Verlierer immerhin noch jeder $ 2.500 einstreichen. Im Finale stand dann der dreizehnfache Weltmeister Phil Taylor Ronnie Baxter, dem Liebling des amerikanischen Publikums, gegenüber. Taylor schoss mit zwei 180ern as den Startlöchern und holte sich das erste Leg in 12 Darts. Baxter konnte mit einem 14-Darter wieder ausgleichen. Taylor sicherte sich das erste Set dann mit weiteren 16 Darts, nachdem Baxter einige niedrige Scores geworfen hatte. Aber noch konnte Baxter sich behaupten und gewann das zweite Set mit einem 11 und einem 15 Darter. Aber dann zeigte Taylor die Power, der er seinen Spitznamen verdankt. Im Eiltempo und während das Turnier in seine 6.Stunde ging, holte er sich die nächsten 4 Legs und damit 2 Sets, das ganze Spiel und $ 10.000, während Baxter mit $ 5000 nach Hause ging.

Und das war´s dann schon, ein weiteres Las Vegas Players Championship, damit war das Turnier, so eine Art Aufwärmen für die kommenden heftigen Las Vegas Desert Classics beendet. Die müden Zuschauer gingen hinaus in die abendliche Hitze…

Morgen Mittag beginnt die erste Qualifikation, bei der sich acht Spieler für die Erstrunden-Spiele am Mittwoch und Donnerstag qualifizieren können. Sie werden sich zu den zwölf Spitzenspielern, die sich bereits qualifiziert haben, Phil Taylor, Raymond van Barnefeld, James Wade, John Part, Terry Jenkins, Andy Hamilton, Adrian Lewis, Colin Lloyd, Roland Scholten, Wayne Mardle, Peter Manley und Dennis Priestley und zu den vier Nord Amerikanern Darin Young, Bill Davis, Larry Butler und Gerry Convery gesellen.

Die letzten acht Plätze werden am Dienstag ausgespielt.

Also bleibt am Ball, bis zum Ende der Woche werden über $ 250.000 Preisgeld vergeben werden, $ 40.000 davon werden das Bankkonto des Siegers anwachsen lassen, acht Spieler werden den Betrag, den Taylor heute gewonnen hat mit nach hause nehmen können und 16 so viel wie Baxter.

Und jetzt, heute Abend, nun, wir sind hier in Vegas, Baby.

Mehr darf ich nicht verraten.

Und morgen Vormittag werde ich mich dann mal wegen dem Bier mit Bill Davis treffen…

Vor Ort
Dartoid

15 - Roger Carter spielt ein perfektes Spiel, aber…

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