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Dartoid unterwegs in Las Vegas


Die Straße nach Mandalay (Bay)

1. Juli 2007

By the old Moulmein Pagoda, lookin´lazy at the sea,
There´s a Burma girl a-settin´, and I know she thinks o´me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say;
"Come you back, you British Soldier; come you back to Mandalay!"

Come you back to Mandalay,
Where the old Flotilla lay;
Can´t you ´ear their paddles clunkin´ from Rangoon to Mandalay?

On the road to Mandalay,
Where the flyin`-fishes play,
An´ the dawn comes up like thunder outer China ´crost the Bay!

Joseph Rudyard Kiplin (1890)

Ich habe es wirklich nach Las Vegas und dem legendären Mandalay Bay Ressort und Kasino geschafft: Rechtzeitig zur sechsten Auflage der phantastischen Las Vegas Desert Classics der PDC. Ich kann es kaum erwarten Tommy Cox zu finden und Gas zu geben.

Es scheint mir als hätte ich erst gestern im Mud Bugs und der 50 Yard Linie in Reno Darts geworfen, nur 450 Meilen von hier. Für gewöhnlich muss man für die Fahrt von der größten Kleinstadt der Welt zur Stadt der $ 1000 Nutten rund 7 Stunden rechnen. Ich habe 3 Wochen gebraucht.

Ich war nämlich zuerst im richtigen Mandalay.

Aus Gründen der journalistischen Integrität sah ich mich dazu gezwungen. Ernsthaft, wie kann man über ein Darts Turnier im Mandalay Bay berichten, wenn man sich nie die Zeit genommen hat im richtigen Ort zu ermitteln? Vielleicht können Dave Allen oder Sid Waddell diese Frage beantworten.
Alles in allem hat die Reise von meinem Zuhause in Tampa über Reno nach Mandalay in Myanmar (früher Burma), mit Darts Aufenthalten in Hong Kong und Bangkok und einer Fahrt durch Seoul, und zurück nach Las Vegas meinem Vielfliegerkonto 25076 Meilen hinzugefügt. Jetzt habe ich genug Punkte um kostenlos nach Hause zu kommen.

Bis zu einem gewissen Grad sind wir alle mit Mandalay vertraut, weil wir, als ernsthafte Studenten der Literatur wie zum Beispiel des "Playboy", früher in der Schule gezwungen wurden, die Hommage des englischen Schriftstellers und Dichters Joseph Rudyard Kipling an die exotische kleine Stadt in seinem Gedicht "Straße nach Mandalay" zu lesen. Natürlich war George Orwell dort einst als Polizist stationiert. Er traf einige sprechende Tiere und schrieb ein Buch. Frank Sinatra, Robbie Williams und sogar Manfat Voodoo haben alle Songs über Mandalay gesungen. Also ist es ein wirklicher Ort, der tatsächlich noch anders wo wirklich existiert, nicht nur auf dem Las Vegas Strip.

Fragt Ihr Euch möglicherweise wer Manfat Voodoo ist? Ich habe nicht die geringste Ahnung.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Reno, wo ich mich mit Jason Walgren traf um kurz der Truckee Meadows Darts League beim Mannschafts-Wettbewerb zuzusehen, fuhr ich 14 Stunden ostwärts um mit Noel Li und Andy Cheng von der Darts Vereinigung Hang Kong einige Nächte am Oche zu verbringen. Wir begannen in der "Admiral Bar" im Untergeschoss des Garden City Hotels in North Point, bevor wir uns durch den Regen und die Innenstadt der Neon City auf den Weg zu ernsthaften Spielen machten. Am nächsten Morgen brach ich nach Bangkok auf, ohne ein einziges Spiel gewonnen zu haben.

In Bangkok schloß ich mich Johnny "The Big Witkowski" an und spielte schließlich als Ersatzmann in drei Spielen für Mannschaften der unteren Sukhumvit Darts Liga und einem "Luck of the Draw", bei dem ich in der ersten Runde von einem Kerl aus Vietnam hinausgeworfen wurde.
Ich verbrachte Stunden beim Dartsspiel - tatsächlich Tage (dank eines besessenen britischen Darters namens Ben) im Moonshine und Flaming Moe´s im Queen´s Park Plaza. Ich vertrieb mir die Zeit auch in der "New Comboy Bar", dem "Silver Dollar und dem "Bully´s" bevor ich mich ins Unbekannte vorwagte...

Das war Myanmar.

So ähnlich wie die Britische Darts Organisation (BDO) ist auch Myanmar eine Diktatur. Die regierende Junta änderte den Namen von Burma wieder zurück, wie das Land vor der britischen Eroberung 1885 geheißen hatte.
Beobachter meinen, dass das Land heute dem Thailand vor 100 Jahren ähnelt. Das bedeutet, zumindest für mich, dass dort überall Mönche durch die Gegend schlurfen.

Myanmar ist ein einfaches, aber schönes Land gelegen an der Ostküste des Golf von Bengalen und dem Andamanischen Meer. Ein Land voller grüner Hügel, hoher Berge, flacher und fauler Flusstäler, zum Beispiel dem entlang des Ayeyarwaddy, der sich durch die gesamte Länge des Landes schlängelt, und einem Darts Board.

Das Board findet man in der Lobby Bar des Grand Plaza Parkroyal Hotels in Yangon (früher als Rangoon bekannt), der Hauptstadt des Landes. Ich verbrachte dort eine Nacht in der Hoffnung mit Morgan Zaw Win und Soe Soe Cole, Mitgliedern der Internationalen Yangon Darts Liga, Kontakt aufnehmen zu können. Offensichtlich hatten wir aneinander vorbeigeredet, denn keiner von Beiden tauchte auf. So sprang ich am nächsten Nachmittag in mein Flugzeug nach Mandalay im Norden des Landes.

Mandalay ist das kulturelle und religiöse Zentrum des Buddhismus in Myanamar, eine Stadt mit fast einer Million Einwohnern, zahlreichen Klöstern und fast 1000 Pagoden. Am Fuß des Mandalay Bergs findet man die größte, offizielle "Buddhistische Bibel", auch als das größte Buch der Welt bekannt. Sie besteht aus 729 Steinplatten, die die gesamte Lehre des Buddhismus enthalten, die zusammengefaßt so lautet: Wenn Du in Deinem jetzigen Leben kein guter Mensch bist, wirst Du im nächsten Leben als Wurm zurückkommen.

Mit einer Liste von Pubs drehte ich eine Runde. Als erstes ins Myanamar Lion in der 65th Straße. Da ich weiß, dass der beliebteste Name für ein englisches Pub "Red Lion" ist, dachte ich, dass ich dabei richtig liegen würde. Das stimmte aber nicht. Ich trank ein Myanmar Red Lager und zog weiter.

Ich war in fast einem Dutzend Bars in Mandalay, im "King Star", "Light Ace"," New Sweet", "Takara", "Tharapi"," Maha Maha" und mehreren anderen und in keinem einzigen gab es ein Dartsboard. Ich habe keine Ahnung wer für diesen offenen Akt, die Darts zu entrechten, verantwortlich ist, aber ich bin sicher, dass sich irgendjemand in seinem nächsten Leben am Ende eines Angelhakens winden wird.

Als Ergebnis kann ich sagen: Myanamar ist keine gute Gegend für Darts. Ein Aufenthalt in Yangon lohnt sich, dort gibt es ein Dartsboard. Mandalay ist einen einmaligen Besuch wert, zumindest um es zu besichtigen (aber der beste Weg dorthin zu reisen, ist eine einwöchige Schiffsfahrt auf dem durch Kipling bekannten alten Ayeyarwaddy).

Das einzige Mandalay aber, dass es lohnt wegen Darts zu besuchen, liegt in Las Vegas und dort bin ich heute und dort werde ich meine Zelte während des Players Championships und der Desert Classics aufschlagen. Wie in den vergangenen Jahren werde ich über alles Wesentliche von meiner Operationsbasis im Palomino berichten, wenn es geht, werde ich sogar beim Turnier vorbeischauen.

Morgen beginnt der offizielle Teil mit dem Players Championship. Eine Menge Nord-Amerikaner haben ihren Einsatz gezahlt, um um die fast $ 10000 Preisgeld gegen alle Top 32 Professionals der PDC (bis auf Chris Mason) anzutreten. Vielleicht ist Mason beleidigt wegen irgendetwas, was ich geschrieben habe...

Am Montag und Dienstag beginnen die Desert Classics mit den Qualifikationen, die 16 Spieler in die erste Runde am Unabhängigkeits Tag bringen, wo sie gegen die schon Gesetzten kämpfen werden. Ihr Ziel: den regierenden Desert Classic Champion und zweimaligen Weltmeister John Part aus Kanada vom Thron zu werfen und den Scheck von nahezu $ 40000 für den ersten Platz in die eigene Tasche zu stecken.

Dienstag Abend sind Stacy Bromberg und Joe McElligott zum 10. Mal die Gastgeber des jährlichen "Score for Charity" zugunsten der "Make-A-Wish" Foundation in der CD´s Sports Lounge (3025 East Desert Inn Road).
Es beginnt um 20 Uhr, direkt nach der Ziehung der Desert Classics. Das sollte man auf keinen Fall versäumen, bevor es am nächsten Morgen wirklich ernst wird. Die Besucherzahl ist immer riesig und in diesem Jahr wird der Event, der bisher fast $ 100000 für die Kinder eingebracht hat, sicher noch besser. John Part wird da sein (in der Hoffnung mich in einem kleinen Dodgeball Spiel zu schlagen) zusammen mit Paul Lim, Dennis Priestley, Ronnie Baxter, Roland Scholten, Wayne Mardle und einer Menge anderer. Der Einzige, der nicht da sein wird ist Erik McVay, der sich vor unserem Charity Challenge Match drücken will (und der nun ein Kleid tragen muss).

Wie viele Amerikaner freue auch ich mich jedes Jahr wieder, bei den Desert Classics Menschen britischen Glaubens zu treffen. Ich möchte zum Schluss meiner ersten Folge der diesjährigen Dartoid`s World Series zu diesem Ereignis Euch aus dem Mutterland, die Ihr hier in der Stadt seid einladen, Euch mit mir zu Klatsch und Tratsch zu treffen. Ihr könnt mich auch gern zu einem Glas einladen.

Bis ich von Tommy Cox hinausgeworfen werde, kann ich an den meisten Nachmittagen im PDC Presse Zimmer gefunden werden, wo ich mich damit beschäftigen werde, David Allens Ideen zu übernehmen und noch mehr dummes Gefasel zu schreiben. Wenn Ihr mich aufstöbert, bringt bitte einen Übersetzer mit, ich spreche nämlich kein Britisch. Und vergeßt das Bier nicht.

Oh, und bevor ich es vergesse, solltest Du Dave "Boy" Green heißen und das hier lesen, fordere ich Dich zu einem freundschaftlichen Match heraus. Ich weiß, dass Du ein "Big deal Professional" bist, der an einem schlechten Tag so um die 110 Durchschnitt wirft, aber ich habe den leisen Verdacht, dass ich dagegen halten kann, obwohl ich tatsächlich keine Darts besitze.

Vor Ort
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