Littler und Price ziehen ins Traumfinale ein
Der Finaltag des World Matchplay ist komplett: Nach zwei Halbfinals in den Winter Gardens treffen am Sonntag ausgerechnet die beiden formstärksten Spieler des Turniers aufeinander. Luke Littler setzte seine beeindruckende Titelverteidigung mit einer weiteren Machtdemonstration fort, während Gerwyn Price seine starke Turnierwoche mit dem Einzug in sein zweites Endspiel in Blackpool krönte.
Price stoppt Van Veens Premierenlauf und kehrt ins Endspiel zurück
Gerwyn Price hat zum zweiten Mal nach 2022 das Finale des World Matchplay erreicht. Der Waliser setzte sich im ersten Halbfinale mit 17:10 gegen Gian van Veen durch und beendete damit dessen bislang erfolgreichsten Lauf beim World Matchplay.
Price legte den Grundstein früh. Mit konsequentem Scoring und einem sehenswerten 125er-Checkout erspielte er sich eine 6:1-Führung und schien die Partie schnell unter Kontrolle zu bringen. Van Veen zeigte jedoch Moral und meldete sich eindrucksvoll zurück. Der Niederländer gewann vier Legs in Folge und verkürzte auf 5:6.
Die Antwort des früheren Weltmeisters ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Price fand sofort wieder in seinen Rhythmus, setzte sich auf 11:7 ab und ließ Van Veen in der Schlussphase kaum noch Möglichkeiten. Sechs der letzten sieben Legs gingen an den Waliser, der seinen Vorsprung souverän ins Ziel brachte und mit einem Average von 96,65 Punkten den Finaleinzug perfekt machte.
„Am meisten freue ich mich darüber, wieder die Nummer eins in Wales zu sein“, erklärte Price nach der Partie. Durch den Halbfinalsieg zog der "Iceman" in der Weltrangliste an Jonny Clayton vorbei und kehrte zudem in die Top Vier der Welt zurück. „Jonny war anderthalb oder zwei Jahre lang die Nummer eins in Wales – jetzt bin ich wieder zurück.“
Auch mit seiner bisherigen Saison zeigte sich Price zufrieden: „In den ersten sechs Monaten des Jahres habe ich wirklich gut gespielt. Vielleicht hätte ich etwas häufiger antreten sollen. Heute war ich nervöser als zuletzt, weil ich unbedingt wieder ein TV-Ranglistenfinale erreichen und zurück in die Top Vier wollte.“
| Gerwyn Price | 17:10 | Gian van Veen |
| 96,65 | Average | 91,62 |
| 6 | 180s | 4 |
| 125 | High Finish | 110 |
| 2 | 100+ Checkouts | 1 |
| 43% | Finishing | 30% |
Littler zerlegt Van Duijvenbode und schreibt erneut Geschichte
Luke Littler bleibt beim World Matchplay das Maß aller Dinge. Der Titelverteidiger ließ Dirk van Duijvenbode beim 17:5 keine Chance und zog mit einer weiteren Ausnahmeleistung in sein zweites Endspiel in Folge ein.
Der Weltranglistenerste erwischte einen Traumstart und spielte sich mit einem Average von zeitweise 117 Punkten schnell eine 8:2-Führung heraus. Van Duijvenbode setzte mit einem starken 146er-Checkout zwar ein Ausrufezeichen und verkürzte auf 3:8, doch Littler blieb unbeeindruckt und dominierte das Geschehen nach Belieben.
Mit einem 130er-Finish baute der Engländer seinen Vorsprung auf 12:3 aus und steuerte scheinbar mühelos dem Sieg entgegen. Zwar ließ Littler anschließend fünf Matchdarts zum 17:4 ungenutzt, wodurch Van Duijvenbode noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, ehe der Titelverteidiger die Partie mit einem 13-Darter zum 17:5 beendete. Mit 110,88 Punkten spielte Littler bereits seinen vierten Average in Folge oberhalb der 109-Punkte-Marke und erreichte als erster Spieler der PDC-Geschichte die Marke von drei Millionen Pfund Preisgeld.
„Vielleicht habe ich mich etwas zu sehr auf den Average konzentriert, obwohl ich das gar nicht sollte“, meinte Littler nach seinem Auftritt. „Aber wir haben den Job erledigt und stehen jetzt zum zweiten Mal in Folge im Finale.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der 19-Jährige von seinem zwischenzeitlichen Niveau: „Ich habe irgendwann auf die Anzeigetafel geschaut und dort standen 117 Punkte im Average. Das war wieder eine richtig gute Leistung. Ich möchte dominant bleiben und einfach weiter Titel gewinnen.“
Für das Finale hat der Titelverteidiger bereits das nächste Ziel vor Augen: „Ich möchte versuchen, Phils Rekord zu brechen, also muss ich genauso weitermachen. Gezzy und ich liefern uns eigentlich immer tolle Spiele. Ich denke, er wird versuchen, mich in einen richtigen Schlagabtausch zu verwickeln. Wenn ich früh in Führung gehe, bin ich aber zufrieden.“ Damit kommt es am Sonntag zum Endspiel zwischen den beiden bislang überzeugendsten Akteuren des Turniers.
| Luke Littler | 17:5 | D. van Duijvenbode |
| 110,88 | Average | 92,02 |
| 16 | 180s | 3 |
| 130 | High Finish | 146 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 50% | Finishing | 50% |

