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Clemens erlebt Debakel gegen de Sousa

Am Sonntagabend erlebte der einzige deutsche Teilnehmer beim World Matchplay 2021 seinen Turniereinstand. Gabriel Clemens durfte zum zweiten Mal in seiner Karriere beim zweitwichtigsten Turnier antreten und forderte dort im letzten Match des Tages José de Sousa heraus. Im Blickpunkt der Zuschauer stand besonders Publikumsliebling Peter Wright, der Weltranglistenzweite bekam es seinem Erstrundenspiel mit Danny Noppert zu tun. Außerdem kam es zu rein englischen Duellen zwischen Joe Cullen und Chris Dobey sowie zwischen Michael Smith und Ryan Searle.

Cullen kämpft sich in die zweite Runde

Für die Eröffnung der Session am Sonntagabend waren also Joe Cullen und Chris Dobey verantwortlich. Dobey, der vor etwa zwei Wochen beim Players Championship 18 seinen ersten Turniersieg eingefahren hatte, kassierte gleich im Auftaktleg ein Break gegen sich. Gegen den 11-Darter des Gegners im zweiten Leg war „Hollywood“ dann machtlos, sodass er sich erst im Anschluss daran zu Wort meldete. Kurz darauf ließ Dobey jedoch zwei Breakdarts liegen, sodass der „Rockstar“ seinen alten Abstand durch ein perfekt ausgeführtes 87er-Checkout zurückeroberte. Dobey schaffte allerdings die sofortige Antwort und verkürzte demzufolge noch vor der Unterbrechung auf 2:3 aus seiner Sicht.

Cullen kehrte mit einem brillanten 10-Darter zurück auf die Bühne, doch Dobey verringerte seinen Rückstand erneut und beobachtete danach, wie drei Darts seines Konkurrenten knapp oberhalb der Doppel-20 landeten. In dieser Situation kam Dobey zunächst zum Ausgleich, ehe er sogar erstmals in Führung ging. Dies war aber nur von kurzer Dauer, weil Cullen per 13-Darter für den 5:5-Pausenstand sorgte.

Nach der Unterbrechung gab es je einen 13-Darter auf beiden Seiten zu sehen, ehe Dobey zweimal deutlich an der Doppel-20 vorbeiwarf und Cullen das Break ermöglichte. Der Letztgenannte spielte unmittelbar danach allerdings ein schwaches Anwurfleg und kassierte sofort wieder den Ausgleich. Anders gestaltete sich die Situation in den beiden darauffolgenden Legs: Cullen legte erneut per Break vor und schaffte es in diesem Fall, dieses dank eines souveränen 92er-Checkouts zu bestätigen. Dobey war Sekunden vorher haarscharf an 164 Restpunkten gescheitert und stand jetzt mit dem Rücken zur Wand. Selbstverständlich gab er sich noch nicht geschlagen, verkürzte erneut und wartete im 18. Leg bei 24 Rest auf die Chance, für die Verlängerung zu sorgen. Cullen konnte das allerdings verhindern, er traf die Doppel-8 mit dem letzten Dart in der Hand und jubelte über den knappen 10:8-Erfolg.

Joe Cullen 10:8 Chris Dobey
98,07 Average 97,06
5 180s 8
92 High Finish 78
0 100+ Checkouts 0
10/19 Finishing 8/20

Weiter ging es einige Zeit später mit dem Aufeinandertreffen von Michael Smith und Ryan Searle. Der Matchplay-Finalist von 2019 entschied das Eröffnungsleg mit einem 81er-Finish für sich, Searle antwortete ohne zu Zögern in Form eines 80er-Checkouts. Der „Bully Boy“ holte sich seine Führung anschließend zurück und produzierte zudem das erste Break der Partie. Im fünften Leg verpasste Smith jedoch eine Möglichkeit, um seine Führung weiter auszubauen. Sein Gegner nutzte das aus, checkte nochmal 80 Zähler und verkürzte auf 2:3.

Durch einen 14-Darter nach der Pause schaffte es Searle schließlich, auszugleichen. Davon ließ sich Smith nicht beeindrucken, der Weltranglistensiebte ging zunächst direkt wieder in Front und glänzte danach mit einem 136er-Highfinish zum Abschluss eines 12-Darters. Searle verlor anschließend noch ein drittes Leg nacheinander, hatte kurz vor der zweiten Unterbrechung aber die große Chance, um diese Negativserie zu beenden. „Heavy Metal“ warf jedoch dreimal außen an der Doppel-16 vorbei und konnte nicht mehr verhindern, dass Smith seinen Vorsprung auf 7:3 vergrößerte.

Zurück vor den Kameras präsentierte sich Searle leicht verbessert, unter anderem mit einem 98er-Finish gewann er zwei Legs nacheinander. Im 13. Durchgang ließ er jedoch vier Möglichkeiten ungenutzt, um bis auf ein Leg an seinen Gegner heranzurücken. Searle konterte zwar mit einem 96er-Checkout, doch Smith löschte nur wenige Minuten später 95 Zähler auf dem Bullseye und sorgte mit diesem starken Finish für die Vorentscheidung. Nachdem er noch ein Leg an seinen Gegner abgegeben hatte, brachte Smith die Partie zum Abschluss. Er versenkte seinen ersten Matchdart in der doppelten 18 und erreichte nach dem 10:7 die zweite Turnierrunde.

Michael Smith 10:7 Ryan Searle
92,46 Average 92,00
0 180s 3
136 High Finish 98
1 100+ Checkouts 0
10/19 Finishing 7/18

Wright hat leichtes Spiel mit Noppert

Danach folgte der erste Auftritt von Peter Wright beim diesjährigen World Matchplay. Dem Weltranglistenzweiten war zum Auftakt der Niederländer Danny Noppert zugelost worden. Nach einem ausgeglichenen Start in die Partie patzte Noppert dreifach auf Doppelfelder, sodass Wright ein frühes Break erzielte. Ähnlich gestaltete sich die Situation im fünften Durchgang: „The Freeze“ leistete sich zwei weitere Fehlwürfe, sodass Wright nach einem eigenen 87er-Checkout mit einem deutlichen 4:1 im Rücken zum Pausentee gehen durfte.

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Begegnung einseitig. Im ersten Leg nach der Unterbrechung benötigte Wright 13 Würfe, ehe der Schotte einen Fehlwurf auf das Bullseye von Noppert mit einem 105er-Highfinish bestrafte. Der Niederländer hatte mittlerweile sechs Legs nacheinander verloren, beendete die Serie jetzt aber dank eines 13-Darters. Nur wenige Aufnahmen später unterliefen Noppert jedoch zwei weitere Fehler, sodass er sich jede Hoffnung auf ein Comeback selbst zunichtemachte. Auf der anderen Seite spielte Wright seinen Stiefel konsequent herunter, glänzte im zehnten Leg mit einem 121er-Finish und baute seinen Vorsprung auf 8:2 aus. Alles in allem endete die Partie für Noppert mit einer deutlichen Niederlage, ihm waren keine weiteren Erfolgserlebnisse mehr vergönnt. Wright zeigte abschließend noch einen 15- sowie einen 13-Darter und feierte mit dem 10:2 einen Turnierstart nach Maß.

Peter Wright 10:2 Danny Noppert
99,75 Average 92,14
3 180s 2
121 High Finish 40
2 100+ Checkouts 0
10/19 Finishing 2/13

Das Glück hatte Gabriel Clemens bei der Auslosung der ersten Runde nicht auf seiner Seite. Nichtsdestotrotz wollte der Saarländer die Außenseiterrolle gegen José de Sousa annehmen und für eine Überraschung sorgen. Den besseren Start in die Partie erlebte allerdings der Favorit, der nach dem bereits gewonnenen Auftaktleg per 12-Darter zu einem frühen Break kam. Clemens durfte letztlich erst im vierten Durchgang auf Doppelfelder zielen, verpasste allerdings ganze sechs Möglichkeiten. Der Portugiese erwischte im direkten Gegenzug die Doppel-8, bestätigte auch dieses Break und lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit 5:0 in Führung.

Nach der Pause machte de Sousa nahtlos weiter und baute seinen ohnehin schon komfortablen Vorsprung durch einen 13- und einen 15-Darter weiter aus. Doch jetzt war der Zeitpunkt für den lang ersehnten ersten Leggewinn des „German Giant“ gekommen: einen 13-Darter beendete er mit einem Treffer in der Doppel-20. Sein portugiesischer Gegner konnte sich das Grinsen nicht verkneifen und antwortete umgehend mit dem nächsten eigenen 13-Darter. Im zehnten Durchgang gelang de Sousa ein 116er-Highfinish, sodass beide Profis die Bühne beim Stand von 9:1 nochmal verlassen mussten. Weil der erste Matchdart von „The Special One“ neben der Doppel-12 gelandet war, entschied Clemens noch ein Leg für sich, weitere kamen aber nicht mehr hinzu. Stattdessen verwandelte de Sousa seinen fünften Matchdart in der Doppel-5 und vollendete den 10:2-Erfolg.

José de Sousa 10:2 Gabriel Clemens
97,45 Average 92,08
3 180s 2
116 High Finish 52
1 100+ Checkouts 0
10/27 Finishing 2/10

World Matchplay


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