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Clemens bezwingt Titelverteidiger Cross

Am zweiten Abend des World Matchplay warteten die nächsten fünf Erstrundenpartien auf die Fernsehzuschauer. Dabei waren am heutigen Sonntag auch die beiden einzigen deutschsprachigen Teilnehmer Mensur Suljovic und Gabriel Clemens, die es mit Jamie Hughes beziehungsweise mit dem Titelverteidiger Rob Cross zu tun bekamen. Mit Michael Smith, Peter Wright und Glen Durrant waren zudem noch drei weitere Profis aus den Top 16 der Weltrangliste im Einsatz.

Suljovic übersteht einen Matchdart und kämpft sich durch

Mensur Suljovic musste sich heute Abend nicht lange gedulden, schließlich war er gleich im ersten Match an der Reihe, sein Gegner war Jamie Hughes. „Yozza“ ließ im Auftaktleg zwei Breakchancen ungenutzt, konnte sein erstes Erfolgserlebnis allerdings schon kurz darauf mit einem 13-Darter verbuchen. Suljovic startete seinerseits ebenfalls stark in die Partie, erzielte im vierten Leg mithilfe eines 12-Darters das erste Break und legte mit einem 101er-Finish auf der Doppel-14 sogar zum 4:1 nach. Hughes kam einige Minuten später mit einem eigenen 12-Darter zurück auf die Bühne, ehe ihm im siebten Leg ein Break gelang. Der Wiener ließ sich das aber nicht lange gefallen und konterte umgehend mit einem starken 11-Darter, ließ in den nächsten beiden Legs aber je eine Möglichkeit auf Doppelfelder liegen. Hughes war in beiden Situationen zur Stelle und glich pünktlich zur Unterbrechung auf 5:5 aus.

Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, warf „The Gentle“ zweimal am äußeren Ring vorbei und ermöglichte seinem Kontrahenten das Break. Hughes ließ ein 118er-Highfinish folgen, um seinen Vorsprung auf 8:6 auszubauen. Suljovic verkürzte anschließend mit einem 108er-Checkout und setzte Hughes weiterhin unter Druck, doch „Yozza“ hielt diesem stand und brauchte nach einem 65er-Finish nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Mensur gab sich aber noch lange nicht geschlagen, kam mit einem 117er-Highfinish wieder heran, überlebte anschließend den ersten Matchdart und stellte selbst mit der Doppel-8 auf 9:9. Nachdem die Verlängerung ausgeglichen startete, erhielt Hughes zwei wichtige Breakchancen, setzte aber beide in den Sand. Suljovic bestrafte diesen Fehler mit einem 127er-Bullfinish und schaffte es wenig später tatsächlich, die Ziellinie zu überschreiten. Dies gelang dem Österreicher mit seinem fünften Highfinish, in diesem Fall waren es 112 Zähler. Unterm Strich triumphierte Suljovic in einem spannenden Duell mit 12:10, wobei beide Akteure im Schnitt über 100 Punkte pro Aufnahme warfen.

Durrant erteilt de Zwaan eine Lehrstunde

Erst seit rund anderthalb Jahren ist Glen Durrant PDC-Profi, hat dabei eine beeindruckende Entwicklung genommen und ist bereits die Nummer 15 der Welt. Um das World Matchplay ähnlich erfolgreich wie im letzten Jahr bestreiten zu können – damals ging es bis unter die letzten Vier – musste der Engländer zunächst Jeffrey de Zwaan bezwingen. Der Niederländer, der vor zwei Jahren seinerseits das Halbfinale erreichte, entschied das Auftaktleg für sich, musste die darauffolgenden vier Durchgänge aber allesamt an seinen englischen Gegner abgeben. Nach der Unterbrechung erzielte de Zwaan per 80er-Finish seinen zweiten Leggewinn, doch Durrant konterte mit einem starken 11-Darter sowie einem 13-Darter und baute seinen Vorsprung sogar noch aus. Durch ein 71er-Finish konnte „The Black Cobra“ den Rückstand zwar kurzzeitig verringern, doch Durrant brachte seinen darauffolgenden Anwurf problemlos nach Hause und lag zur zweiten Pause daher mit 7:3 in Führung.

Durrant setzte seine exzellente Leistung anschließend nahtlos fort und war wenig später soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Als de Zwaan im 13. Leg knapp an 145 Restpunkten scheiterte, musste er seine Niederlage endgültig eingestehen. Durrant nutzte seinen ersten Matchdart auf dem Bullseye, gewann klar und deutlich mit 10:3 und spielte einen herausragenden Average von knapp 107 Punkten.

Danach erlebte der einzige deutsche Starter Gabriel Clemens sein Debüt beim zweitwichtigsten Turnier des Jahres. Dabei traf der „German Giant“ auf niemand geringeren als Titelverteidiger Rob Cross. Clemens startete hervorragend, kam begünstigt von zwei Fehlern seines Gegners frühestmöglich zum Break und bestätigte dieses mit einem 127er-Highfinish. Doch abgesehen von diesem Highlight starteten beiden Duellanten schlecht in die Partie. Neben nur wenigen Triple-Treffern gab es auch Unsicherheiten auf die Doppelfelder, so warf „Voltage“ im vierten Durchgang fünf Pfeile daneben. Immerhin konnte er dies mit einem nachfolgenden 14-Darter korrigieren, zur ersten Pause lag Cross aber dennoch mit 2:3 hinten. Mit einem starken 12-Darter glich der frühere Weltmeister anschließend aus, doch schon wenig später unterliefen ihm weitere Fehlwürfe auf Doppel. Trotz seines schwachen Scorings war Clemens in diesem Moment zur Stelle und zauberte anschließend aus heiterem Himmel ein 170er-Finish ins Board. Die nächsten beiden Durchgänge gingen allerdings wieder an Cross, der dabei mit einem 11-Darter für den 5:5-Pausenstand sorgte.

Nach der Unterbrechung löschte Cross 113 Zähler und befand sich erstmals selbst in Front, Clemens warf im nachfolgenden zwölften Leg seine erste 180 und checkte 72 Punkte anders als geplant über 7, 15 und Bullseye. Einige Minuten später hätte Cross beinahe 167 Punkte ausgemacht, der letzte Wurf landete aber nicht in der Mitte des Boards. Clemens kam auf der Doppel-20 zum Break, legte dank eines 80er-Checkouts erfolgreich nach und lag zu diesem Zeitpunkt mit 8:6 vorne. Cross konterte zwar mit einem 13-Darter, doch der „German Giant“ brachte sein daran anschließendes Anwurfleg ebenfalls souverän durch und war nur noch ein Leg von der Ziellinie entfernt. Unter Druck löschte Cross kurz darauf 110 Punkte, um sich im Turnier zu halten. Im nächsten Leg leistete er sich aber den letztlich entscheidenden Patzer, als er drei Pfeile außen an der Doppel-18 vorbeisetzte – dies sollte die letzte Aufnahme des Titelverteidigers bleiben. Gabriel Clemens nutzte seinen dritten Matchdart auf der Doppel-8 und siegte trotz eines Averages von unter 90 Punkten mit 10:8.

Wright zittert sich weiter – Smith völlig problemlos

Auch wenn ihm keine Zuschauer zujubeln konnten, wollte Peter Wright auf seinen obligatorischen Tanz vor dem Match nicht verzichten; zudem zeigte er sich erstmal auf der großen Bühne mit Brille. Sportlich wurde der Weltmeister vom gefährlichen Portugiesen Jose de Sousa herausgefordert. Letztgenannter hätte im Eröffnungsleg fast 144 Punkte ausgemacht, konnte dies durch ein sofortiges Rebreak aber umgehend korrigieren und legte ein spektakuläres 161er-Checkout hinterher. Nachdem die nächsten beiden Durchgänge vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen wurden, nahm de Sousa einen 3:2-Vorsprung mit zum Pausentee. Die ersten beiden Legs nach der Unterbrechung gingen an „The Special One“, ehe Wright mit einem eigenen 14-Darter verhinderte, dass der Rückstand noch größer wurde. Wenig später konnte der Weltranglistenzweite zwei Breakdarts nicht ausnutzen, sodass de Sousa den alten Abstand trotz eigener Fehlwürfe wiederherstellte. Im zehnten Leg gelang Wright ein guter 12-Darter, sodass er zur zweiten Pause nur noch mit 4:6 im Hintertreffen war.

De Sousa präsentierte den TV-Zuschauern anschließend ein 101er-Highfinish, worauf Wright mit einem sauber ausgeführten 90er-Finish antwortete. Doch de Sousa blieb bei seinen eigenen Anwürfen sehr konsequent und benötigte durch das 8:5 nur noch zwei Legs zum Weiterkommen. Wright zeigte sich etwas ratlos und nahm zu diesem Zeitpunkt die Brille wieder ab. Dies schien tatsächlich zu helfen, denn Wright löschte erst 80 Punkte und vollbrachte dann mit einem 144er-Finish tatsächlich das so dringend benötigte Break. Kurz danach holte sich „Snakebite“ das dritte Leg in Serie und sorgte für den 8:8-Ausgleich. De Sousa hatte noch genug Möglichkeiten, das Spiel in seine Richtung zu drehen, warf in den nächsten beiden Legs jedoch viermal an Doppeln vorbei. Wright war in beiden Situationen zur Stelle und holte sich die beiden ihm noch fehlenden Erfolgserlebnisse. Unterm Strich stand beim Weltranglistenzweiten ein sehr mühsam zustande gekommener 10:8-Erfolg.

Ganz zum Schluss fehlte dann nur noch das Aufeinandertreffen von Vorjahresfinalist Michael Smith und Jonny Clayton. Der Waliser setzte im Auftaktleg gleich sechs Darts an den Doppelfeldern vorbei, machte diesen Fehler dank eines 126er-Finishes auf dem Bullseye sehr schnell wieder vergessen. Mit einem 103er-Finish sorgte Smith anschließend für das dritte Break in Serie, ehe der „Bully Boy“ mit einem 13-Darter sein Anwurfleg verteidigte. Clayton leistete sich im Anschluss daran zwei weitere Patzer auf die Doppel, was dazu führte, dass er mit einem 1:4-Rückstand in die erste Unterbrechung gehen musste.

Das Bild des bisherigen Spielverlauf setzte sich im Anschluss daran fort, nur dass „The Ferret“ in der nächsten Zeit erst gar keine Würfe auf Doppel erhielt. Smith löschte zunächst 92 sowie 126 Restpunkte und zog mit zwei daran anschließenden 13-Dartern noch weiter davon. Erst als der Weltranglistenfünfte im zehnten Durchgang Tops verfehlte, kam Clayton wieder zum Zuge. Er erwischte die doppelte 12 und stellte den Zwischenstand von 2:8 aus seiner Sicht her. Das eben geschaffte Break konnte Clayton nach der Pause bestätigen, doch Smith konterte mit einem brillanten 10-Darter und stand bereits ganz kurz vor dem Sieg. Schon wenige Minuten später war es dann soweit, Smith nutzte seinen dritten Matchdart und gewann auch dank eines 101er-Averages eindeutig mit 10:3.

World Matchplay


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