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Cross und Gurney komplettieren das Halbfinale

Nachdem die ersten beiden Viertelfinals des World Matchplay 2019 bereits am gestrigen Donnerstag über die Bühne gebracht wurden ging es am Freitagabend um zwei weitere Ticket für die Runde der letzten Vier. Anwärter darauf waren vor allem die Turnierfavoriten Rob Cross und Peter Wright, die mit Stephen Bunting beziehungsweise Daryl Gurney jedoch schwere Gegner vor der Brust hatten. Zum Sieg benötigten die Profis 16 gewonnene Legs.

Bunting lässt sich lange Zeit nicht abschütteln

Den Anfang in der heutigen Session machte als0 das rein-englische Duell zwischen den Weltranglistenzweiten Rob Cross und Stephen Bunting. Nachdem letztere das Auftaktleg für sich entschied gewann „Voltage“ drei Legs nacheinander, doch Bunting antwortete mit einem 120er-Checkout und kam zum direkten Rebreak. Anschließend ließ „The Bullet“ jedoch sechs Chancen zum Ausgleich liegen und Cross schaffte es stattdessen, trotz fünf eigener Fehler den alten Abstand wiederherzustellen. Bunting verlor auch das nächste Leg, verteidigte anschließend aber den eigenen Anwurf und stellte deshalb auf 3:5 aus seiner Sicht; zudem war im ein Leg später drauf und dran zu breaken. Doch Cross wusste das zu verhindern und spielte ein sehenswertes 170er-Finish. Danach zeigte wieder Bunting seine Klasse, als er 97 Punkte via 19, Doppel-19 und Doppel-20 und löschte und auf diese Weise auf 4:6 herankam. Nach der Pause drückte der Weltmeister von 2018 aufs Gaspedal, zeigte Legs von 13, 14 und 11 Darts und sorgte für einen 5-Leg-Abstand zwischen sich und seinem Konkurrenten. Einen deutlichen Rückstand kannte Bunting schon aus seinem Zweitrundenmatch gegen Ian White und so kämpfte er sich tatsächlich auch hier wieder zurück. Er gewann mit einem 74er-Finish und einem 13-Darter zunächst selbst zwei Legs nacheinander und hielt mit dem 6:9 aus seiner Sicht Kontakt.

Nachdem er mit einem 11-Darter weiter verkürzen konnte spielte Cross ein wichtiges 116er-Finish zum 10:7 aus seiner Sicht. Doch Bunting ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, legte Checkouts von 88 und 87 Punkten hinterher und hatte nur noch ein Leg Rückstand. Als Cross im 20. Durchgang auch noch dreimal auf Doppel patzte hatte Bunting freie Bahn, erwischte die Doppel-15 und sorgte mit dem 10:10 für einen ausgeglichenen Pausenstand. Die nächsten sechs Legs wurden ausnahmslos vom jeweils anwerfenden Profis gewonnen. Cross hatte in jedem dieser Durchgänge Chancen auf Doppelfelder, konnte allerdings keinen Breakdart ausnutzen. Beim Stand von 13:13 schaffte Bunting dann beinahe ein Break, scheiterte aber um Millimeter an einem 164er-Finish. Stattdessen brachte sich Cross wiederholt in Front, doch Bunting ließ sich nicht abschütteln und hielt die Partie weiter vollkommen offen. Doch in der wichtigsten Phase des Spiels zeigte „Voltage“ dann seine ganze Klasse: er legte mit einem brillanten 10-Darter erneut vor und beendete die Angelegenheit mit einem 13-Darter. Rob Cross bejubelte einen hart erkämpften 16:14-Erfolg und erreichte als dritter Mann die Vorschlussrunde.

Hochspannung und Klasse im letzten Viertelfinale

Peter Wright befindet sich seit rund zwei Wochen in absoluter Top-Form und gewann in diesem Zeitraum 20 Spiele, ohne auch nur eine Niederlage zu kassieren. Aufgrund dieser Tatsache war „Snakebite“ auch gegen den an Position drei gesetzten Daryl Gurney favorisiert. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden legte „Superchin“ einen kleinen Zwischenspurt ein und gewann zwei Legs nacheinander, doch Wright zeigte sich nicht lange geschockt und stellte schon wenige Minuten später Parität her. Nachdem Gurney wieder in Führung gehen konnte konterte Wright per 11-Darter, scheiterte kurz darauf aber knapp an einem 155er-Finish. Den daraus resultierenden Rückstand konnte der Schotte mit einem 120er-Highfinish aber umgehend egalisieren, sodass es zur zweiten Pause 5:5 stand. Wright legte nach der Unterbrechung mit einem Break erfolgreich nach, doch Gurney spielte ein starkes 12. Leg und kam auch dank fünf perfekten Darts zum neuerlichen Ausgleich. Da es in den nächsten Minuten keine Breaks zu vermelden gab nahm der Nordire einen 8:7-Vorsprung mit in die dritte Pause; zudem profitierte er im Anschluss daran von drei Fehlern seines Gegners und erhöhte seine Führung. Doch schon im nächsten Leg patzte Gurney dann selbst dreifach und kassierte folglich das umgehende Rebreak. Diese Situation wiederholt sich daraufhin: Gurney breakte zunächst mit einem 72er-Finish, ließ aber eine Chance liegen, um den Erfolg von eben auch zu bestätigen und verpasste es so, seinen Vorsprung auszubauen. Stattdessen schnappte sich „Snakebite“ zwei Legs nacheinander und glich zur letzten Pause auf 10:10 aus.

Wright ließ im folgenden 21. Durchgang zwei Breakchancen ungenutzt, hatte aber keine Schwierigkeiten damit, dieses Missgeschick durch das Durchbringen des eigenen Anwurfs zu kompensieren. Beinahe identischen ging die nächsten beiden Legs vonstatten: Wright warf zunächst erneut zwei Breakdarts daneben, glich mit einem 78er-Checkout aber schon wenig auf 12:12 aus. Die Partie war auch weiterhin an Spannung kaum zu überbieten. Gurney legte wie zuvor auch vor, in diesem Fall antwortete Wright mit einem 124er-Bullfinish, um alles offen zu halten. Nun holte Gurney jedoch zum letztlichen entscheidenden Schlussspurt aus. Nachdem er erneut seinen Anwurf durchbrachte kam er mit einem eminent wichtigen 70er-Finish zum Break. Schon wenige Minuten später steckte Gurneys zweiter Matchdart mitten in der Doppel-8, er selbst gewann mit 16:13 und beendete die Siegesserie von Peter Wright.

World Matchplay


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