Smith und Durrant sind die ersten Halbfinalisten

Am Donnerstagabend waren beim World Matchplay nur noch acht Spieler übrig; es ging also ins Viertelfinale. Heute fanden dabei die ersten beiden Partien dieser Turnierebene statt: Michael Smith traf auf Mervyn King und James Wade auf Glen Durrant. Dabei wurde über eine deutlich verlängerte Distanz gespielt: im Modus „best of 31 Legs“ brauchten die Akteure 16 gewonnene Legs zum Sieg.

Smith kann sich erst zum Schluss absetzen

Vorgestern sorgte Mervyn King für eine der ganz großen Überraschungen des Turniers, als er Titelverteidiger Gary Anderson nach Hause schickte. Nun bekam es „The King“ mit Michael Smith mit dem nächsten Weltklassespieler zu tun. Der „Bully Boy“ legte los wie die Feuerwehr und begrüßte das Publikum mit einem 137er-Finish über zweimal Tops und legte einen 11-Darter nach. King konnte dann mit einem eigenen 140er-Finish via Triple-20, Triple-16 und Doppel-16 verkürzen, doch Smith holte sich die nächsten Legs wieder auf seine Seite und führte mit 4:1. Kurz darauf konnte er seine Führung weiter ausbauen, doch zwei Fehler auf der doppelten 8 im darauffolgenden Leg sorgten für einen Knick beim Weltranglistensechsten; er ließ auch im nächsten Durchgang zwei Chancen ungenutzt. King konnte deshalb drei Legs nacheinander für sich entscheiden und bis auf ein Leg an seinen Gegner herankommen. Er vergab anschließend aber eine Gelegenheit zum Ausgleich und Smith schaffte es stattdessen, eine 6:4-Führung mit in die zweite Pause zu nehmen.

Dem „Bully Boy“ gelang anschließend ein Break, doch schon wenig später warf er dreimal an Doppeln vorbei und kassierte folglich das direkte Rebreak. Mit Checkouts von 92 und 74 holte sich King jedoch noch zwei weitere Erfolgserlebnisse, mit denen er zum 7:7 ausglich. Im nächsten Durchgang löschte King dann auch noch 86 Zähler, auf diese Weise brachte er sich zur dritten Pause selbst in Front. Die Partie blieb weiter sehr wechselhaft, denn nun hatte Smith wieder eine starke Phase und spielte je einen 11- und 12-Darter, ehe er ein drittes Leg in Folge gewann und einen Abstand von zwei Legs aufbaute. „The King“ konnte erneut verkürzen, ließ anschließend aber einen wichtigen Breakdart liegen und musste deshalb einen 9:11-Rückstand zur letzten Pause akzeptieren. Nachdem die beiden darauffolgenden Durchgänge gerecht aufgeteilt wurden wurde es im 23. Leg kurios: King warf 13 Pfeile an Doppelfeldern vorbei und holte sich das Leg dennoch, weil sein Gegner elf Chancen verstreichen ließ. Von diesem Missgeschick erholte sich Smith aber binnen kurzer Zeit, gewann zum wiederholten Male drei Legs in Serie und brauchte jetzt nur noch eines zum Weiterkommen. Smith verlor dann auch keine Zeit mehr, löschte mit der letzten Aufnahme der Partie 114 Punkte aus und feierte einen 16:11-Erfolg.

Wade erwischt einen gebrauchten Tag

Es war die Sensation des World Matchplays 2019: mit einer überragenden Vorstellung hatte Glen Durrant vorgestern Topfavorit Michael van Gerwen aus dem Turnier genommen und sich selbst zu einem Titelkandidaten gemacht. Nun musste der amtierende BDO-Weltmeister gegen den Matchplay-Sieger von 2007 James Wade bestehen, um ins Halbfinale einzuziehen. Die ersten beiden Durchgänge gingen an „The Machine“, doch Durrant kam zum direkten Rebreak und glich kurz darauf auch aus. Per 101er-Highfinish brachte Wade seinen Anwurf anschließend durch, Durrant tat selbiges und stellte wiederum Parität her, ließ im siebten Leg aber zwei Breakdarts ungenutzt. Wade zeigte sich eiskalt und löschte 114 Punkte auf der Doppel-17, um sich selbst wieder in Front zu bringen. „Duzza“ ließ den Kontakt jedoch nicht abreißen und schaffte es im neunten Leg schließlich, ein Break zu erzielen. Fünf perfekte Darts des van-Gerwen-Bezwingers waren kurz darauf Grundlage dessen, dass er das eben geschaffte Break problemlos bestätigte und so einen 6:4-Vorsprung in die zweite Pause nahm. Danach checkte Durrant 107 Punkte für ein weiteres Break, doch Wade reagierte sofort per 86er-Finish und stellte den alten Rückstand wieder her. Der Weltranglistenachte leistete sich im Anschluss daran aber zwei Patzer auf Doppelfelder, sodass „Duzza“ wiederholt breaken konnte, diesmal gelang es ihm jedoch auch, erfolgreich nachzulegen. Wade schnappte sich wenig später das 15. Leg, lag aber immer noch mit 6:9 in Rückstand.

Insgesamt fand Wade aber nicht zu seinem Spiel und lag im Average bei rund 85 Punkten. Durrant spielte keineswegs überragend, punktete allerdings besser und war zur Stelle, wenn sich ihm Chancen boten. So gewann er in der vierten Session drei Legs nacheinander und hatte sich mittlerweile einen komfortablen Vorsprung von 12:6 erarbeitet. Wade glaubte sichtlich nicht mehr daran, diese Partie noch drehen zu können und machte seinem Gegner das Leben leicht. So gewann Durrant völlig problemlos zwei weitere Legs in Folge, musste 14:6 führend aber nochmals von der Bühne herunter. Nur weil Durrant nach der letzten Pause fünf Pfeile an Doppeln vorbeiwarf konnte Wade nach langer Zeit wieder ein Leg für sich verbuchen. Durrant ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, löschte wenig später 100 Restpunkte und brauchte nur noch einen Leggewinn zum Weiterkommen. Den Sieg machte Glen Durrant dann auf ganze besondere Weise perfekt: mit einem 137er-Checkout via Triple-19 und zweimal Tops besiegelte er den 16:7-Endstand und seinen Einzug ins Halbfinale.

World Matchplay


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