Wright und Gurney geben sich keine Blöße

Am Montagabend gingen beim World Matchplay in Blackpool die letzten vier Erstrundenpartien über die Bühne. Mit dabei war auch der zuletzt so starke Peter Wright, der im finalen Match der Session gegen Vincent van der Voort spielte. Einige Stunden zuvor eröffneten Jonny Clayton und Keegan Brown den Spieltag, ehe Simon Whitlock auf John Henderson und Daryl Gurney auf Ricky Evans traf.

Zwei enge Spiele zu Beginn des Abends

Jonny Clayton und Keegan Brown sorgten also wie erwähnt für die Eröffnung des Spieltags. Beide starteten dabei richtig gut: auf ein 101er-Checkout von Clayton antwortete „The Needle“ mit einem 148er-Highfinish. Mit einem 75er-Finish ging Brown anschließend gar in Front, doch Clayton kam zum sofortigen Rebreak, als er 76 Punkte auf Null bringen konnte. Die nächsten vier Legs wurden dann allesamt vom jeweils anwerfenden Spieler eingefahren, wobei speziell Brown im achten Leg mit einem 134er-Checkout via zweimal Triple-17 und Doppel-16 auf sich aufmerksam machte. Beide Spieler hatten bis hierhin eine 100-prozentige Doppelquote aufzuweisen, dies änderte sich erst im neunten Leg, als beide Chancen ausließen. Letztlich konnte Clayton hier seinen Anwurf durchbringen, Brown tat im nachfolgenden Leg selbiges und sorgte für den 5:5-Pausenstand. Nach der Unterbrechung ließ Brown gleich mal zwei Breakdarts liegen, „The Ferret“ bedankte sich und kam anschließend per 70er-Checkout selbst zum Break. Doch Brown schlug umgehend zurück, schaffte zunächst das Rebreak und löschte dann kurz darauf 127 Restpunkte zum 7:7-Ausgleich. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden gelang Brown ein echter Big Point, als er ein viertes Highfinish (diesmal 109 Zähler) produzierte. Zudem patzte Clayton danach in einem ganz entscheidenden Moment, als er dreimal an der Doppel-14 vorbeiwarf. Brown wusste diese Fehler zu nutzen, verwandelte gleich seinen ersten Matchdart und feierte einen 10:8-Erfolg.

Als nächstes kam es zum Duell von Simon Whitlock und John Henderson. Die Anfangsphase gestaltete sich sehr ausgeglichen, beide Profis zeigten ein hohes Maß an Sicherheit bei den selbst angeworfenen Legs. Erst im sechsten Leg gelang Whitlock das erste Break des Spiels, der Australier verpasste anschließend aber zwei Möglichkeiten auf Doppel und ermöglichte seinem Gegner das Rebreak. Per 112er-Highfinish konnte Whitlock dann wiederum vorlegen; Henderson ließ sich allerdings nicht abschütteln, glänzte mit zwei 11-Dartern nacheinander und sorgte so für den ausgeglichenen 5:5-Pausenstand. Nach der Unterbrechung ging der „Highlander“ dann erstmals in Führung, ließ im nächsten Leg aber drei bedeutende Möglichkeiten auf Doppelfelder ungenutzt. So kam Whitlock einerseits zum neuerlichen Ausgleich und andererseits in eine starke Phase. Der „Wizard“ legte nämlich hervorragende Legs von 14, 11 und 12 Darts nach und benötigte jetzt nur noch einen Durchgang zum Weiterkommen. Mit dem Rücken zur Wand stehend bäumte sich Henderson allerdings nochmal auf, löschte zunächst 97 Punkte und verkürzte durch einen starken 12-Darter auf 8:9. Der Schotte hatte sogar die große Chance, für die Verlängerung zu sorgen, warf jedoch dreimal an Doppeln vorbei. Whitlock ließ diesen Fehler nicht ungestraft, verwandelte auf der Doppel-8 und tütete so einen knappen 10:8-Sieg ein.

Wright weiterhin in starker Verfassung

Anschließend durfte der an Position drei gesetzte Daryl Gurney die Bühne des Emperess Ballroom betreten, seinen Walk-On zu „Sweet Caroline“ zelebrierte er dabei wie gewohnt sehr ausführlich. Aus sportlicher Sicht hatte er heute mit „Rapid“ Ricky Evans keine leichte Aufgabe vor sich. Gurney startete direkt mit einem Break und bestätigte dieses auch erfolgreich. Evans, der als schnellster Werfer im Profi-Darts gilt, konnte danach sein erstes Erfolgserlebnis einfahren und wenig später sogar ausgleichen – vor allem, weil sein nordirischer Gegner sechsfach auf Doppelfelder patzte. Das letzte Leg vor der Pause ging wenig später noch an Gurney, der dadurch eine 3:2-Führung für sich vermelden konnte. „Superchin“ konnte dem eben geschafften Break das Leg bei eigenem Anwurf folgen lassen, ehe Evans verkürzen konnte – doch es sollte das für längere Zeit letzte Erfolgserlebnis des Engländers bleiben. Evans konnte das Scoring seines Gegner in dieser Phase nicht mithalten, sodass sich die Tempoverschärfung für Gurney auszahlte und ihm drei Legs nacheinander einbrachte – zur zweiten Unterbrechung lag er mittlerweile mit 7:3 vorne. Die beiden darauffolgenden Legs wurden zwischen den Konkurrenten aufgeteilt, wobei Gurney seines mit einem 12-Darter inklusive 116er-Highfinish holte. Nun kam Evans allerdings in eine stärkere Phase, er schnappte sich drei Legs nacheinander – darunter war auch ein Break mit einem 85er-Bullfinish. Gurney hatte seinen komfortablen Vorsprung eingebüßt und führte nur noch mit 8:7. Danach fing sich der Weltranglistenvierte jedoch wieder, holte sich seinerseits zwei Leg nacheinander und machte dadurch seinen Einzug in die zweite Turnierrunde perfekt.

Innerhalb einer Woche hatte sich Peter Wright vom Wackelkandidaten zum ernsthaften Titelaspiranten gemausert. Grund dafür waren drei Turniersiege binnen einer Woche im Vorfeld des World Matchplays. Dementsprechend war „Snakebite“ in seinem Erstrundenmatch gegen Vincent van der Voort auch klar favorisiert. Denn besseren Start ins Match konnte allerdings der Niederländer verbuchen, da die ersten beiden Durchgänge an ihn gingen. Doch dann drehte „Snakebite“ auf, brillierte zunächst mit einem 164er-Finish und gewann noch zwei weitere Legs nacheinander, um mit einer Führung im Rücken in die erste Pause zu gehen. Wright legte nach der Unterbrechung per 13-Darter nach, verpasste anschließend aber einen Breakdart, sodass van der Voort mit einem eigenen 13-Darter verkürzen konnte. Der Niederländer vergab kurz darauf aber seinerseits zwei Breakchancen und ermöglichte es seinem schottischen Gegenüber daher, den alten Abstand von zwei Leg wiederherzustellen. Da die beiden darauffolgenden Legs fair aufgeteilt wurden nahm Wright eine 6:4-Führung mit in die letzte Unterbrechung. Van der Voort gewann das erste Leg nach dieser Pause, doch dann kam Wright in eine starke Phase, in der sich „Snakebite“ letztlich entscheidend absetzte. Er holte sich drei Legs nacheinander und war nach einem starken 11-Darter soweit, als dass ihn nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Als van der Voort im 15. Durchgang dann seine letzten vier Möglichkeiten ungenutzt ließ war es soweit, Wright nutzte seinen vierten Matchdart und freute sich über einen ungefährdeten 10:5-Sieg.

World Matchplay


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